Qualität ist halt schwierig ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 27.01.2023, 19:14 (vor 1166 Tagen) @ JanZ

Huhu.

Wenn da "Direktzug" stehen würde, würde die Wörtlichnehm-Fraktion denken, dass der nur ein einziges Mal fahren würde. So wie nach deren Meinung ja auch ein Zug nur am Schlusslicht enden kann, aber nicht an irgendeinem Bahnhof.

Neue Direktverbindung Frankfurt <==> Bordeaux an Sommersamstagen

Einfach. Klar. Verständlich. Kurz. Übersichtlich. Korrekt.

Irgendwas zu meckern gibt's halt immer.

Ja, heutzutage darf man zuviel Qualität einfach nicht mehr erwarten. Wenn's mal so im Groben halbwegs richtig ist, dann reicht das schon ...

So wird dann auch programmiert und entsprechend 'funktioniert' dann die Software. So wickelt man dann den Betrieb ab; Trassen werden minutengenau und feiner berechnet, aber gleichzeitig gilt 5:59 drüber als pünktlich. In Hannover schaffen wir den gedruckten Wagenstandanzeiger auch ab, obwohl da die Anzeigen noch mit älterer Software arbeiten und wagengenaue Anzeigen nicht können. Die NWB stellt den Küstenexpress nach Esens (hinterer Zugteil) mit den Wagen nach Wilhelmshaven in Osnabrück bereit und beschriftet den bei der Einfahrt hinteren Wagen auch mit 'Esens' - nur fährt der Zug in Gegenrichtung wieder aus - der Esenser steht also genau am anderen Ende, was 3 Minuten NACH Bereitstellung nach Verwirrung der Kundschaft auch korrigiert wird.

Undsoweiterundsoweiterundsowriterundsoweiter ...

Alles egal. Kritik unerwünscht. Läuft ja auch noch irgendwie das Ganze.

Hinzu kommt, dass die hyperpositive Werbung gerade der DB dann auf eine etwas wenige hyperpositive Realität trifft.

Der Kunde liest 'Neue Direktzüge nach Bordeaux im Sommer' und geht freudig zum Schalter. Montag, 17. Juli - was geht da? - Ach so. Nur einer. Nur Samstag. Und schon schlägt das positive ins Negative um; 'typisch Bahn'. Vorurteile werden bestätigt.

Wenn der Ruf - selbst wenn ab und an auch zu Unrecht!! - nicht der allerbeste ist, sollte man sich in seinen PM vllt etwas näher an den realen Zuständen halten. Zumal die Kunden auch manche Fehlleistung akzeptieren und dafür Verständnis haben, wenn man ihnen das kundengerecht(!) erklärt.

Aber wie geschrieben - ich bin da mit meinen Ansprüchen halt nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Weiß ich. Und trotzdem werde ich weiter kritisieren, wenn mir danach ist. Und ja, manchmal scheitere ich natürlich auch. Aber das ärgert mich selbst dann noch am meisten.


Schöne Grüße von jörg


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