Nein, nur Alltag. (Allgemeines Forum)

Tobias Brunnbach, Montag, 23.08.2021, 20:25 (vor 1800 Tagen) @ heinz11

Unabhängig von unserer subjektiven Einschätzung, wieweit ein Streik gehen kann, ist das Streikrecht nicht absolut, will sagen, ein Streik, der soviel Schaden anrichtet, daß er die Volkswirtschaft großflächig und nachhaltig schädigt, ist nicht gedeckt. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz git auch hier. Sicher, momentan sind wir noch nicht soweit. Aber es geht straff in diese Richtung, und weitere Eskalationen wurden ja schon angekündigt.

Ach ja? Die DB (samt kopierender Medien) wird doch nicht müde, so häufig wie möglich zu bekunden, dass alles gut läuft, "[hier irgendeine aus der Luft gegriffene Zahl einsetzen] Prozent der Xyz-Züge" fahren würden, "das erwartete Chaos ausgeblieben" sei (wie ich solche Standardfloskeln der Massenmedien für jegliche Thematik liebe ...), "keiner nicht an sein Ziel gekommen" sei usw. usf.

Da die Eisenbahn hierzulande keinen gesellschaftlichen (und wirtschaftlichen) Stellenwert und Rückhalt besitzt, gehen Arbeitskampfmaßnahmen auch ohne DB-Nebelzahlen besorgniserregend bedeutungslos über die Bühne. "Volkswirtschaftliche Schädigungen" und von der Bevölkerung als große Schädigungen wahrgenommene Folgen wären an ganz anderer Stelle zu suchen.


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