Nein, nur Alltag. (Allgemeines Forum)

heinz11, Montag, 23.08.2021, 10:23 (vor 1801 Tagen) @ musicus

...dieser Kommentar bringt es auf den Punkt.


Nö. Es geht eben nicht um Inhalte! Also beim Streik - der Artikel bietet dieszbezüglich ohnehin nicht mehr als Delegtimierungsabsichten im Hinblick auf den Arbeitskampf. Und dann diese alberne Hindukusch-Parenthese: derailing und whataboutism at its best... Wirklich ernst kann ich diesen Kommentar leider nicht nehmen.


Da machst Du Dir es zu einfach. Es sind nicht die Tarifforderungen, an denen es hängt, sondern es geht darum
"...die EVG aus den Unternehmen zu jagen..." (sinngemäßes Zitat). Also ein politischer Streik um Einfluß bei den DB-Unternehmen - und das ist weder legal noch legitim.

Unabhängig von unserer subjektiven Einschätzung, wieweit ein Streik gehen kann, ist das Streikrecht nicht absolut, will sagen, ein Streik, der soviel Schaden anrichtet, daß er die Volkswirtschaft großflächig und nachhaltig schädigt, ist nicht gedeckt. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz git auch hier. Sicher, momentan sind wir noch nicht soweit. Aber es geht straff in diese Richtung, und weitere Eskalationen wurden ja schon angekündigt.

Schade nur, daß das Unternehmen dem Bund gehört. Normalerweise hat eine Tarifforderung ihre Grenze bei der Bezahlbarkeit, ansonsten wird das Unternehmen irgendwann Insolvenz anmelden. So kann man getrost darauf vertrauen, der Bund als Eigentümer wird es richten und die Mehrkosten dem Steuerzahler aufbürden.

Und bezüglich der Delegitimierungsthese: Da bist Du wohl bei der Presseschau des letzten (nicht diesjährigen) Streiks stehengeblieben. Die Einschätzung der Zulässigkeits eines Streiks wird allgemein geteilt; zum "Aber" siehe oben.


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