Prellbock-Sprengung von Wülfrath (Reiseberichte)

br752, Dienstag, 15.09.2020, 02:16 (vor 6 Tagen) @ br752
bearbeitet von br752, Dienstag, 15.09.2020, 02:18

Was es nicht so alles gibt. Und noch nicht mal so lange her: 19.06.2020
Hab ja nur mal wegen "Prellbock" gesucht. :-)


Was da die Scheibenden und Jounalistenden wieder so von sich geben:

WDR: "Abgestürzte Diesellok: Sprengung in Wülfrath" *

Auf dem Gelände des Kalksteinwerks Lhoist in Wülfrath hat das Technische Hilfswerk am Montag (22.06.2020) eine Sprengung durchgeführt. Dort war am Donnerstag (19.06.2020) eine Diesellok mit 20 Waggons über das Gleisende hinausgefahren und einen Abhang hinuntergestürzt.

WDR: Nach Zugunfall: Die Prellbock-Sprengung von Wülfrath

... da musste ein 250t schwerer Prellbock aus Beton gesprengt werden der war ja letzten Donnerstag einen Hang runtergerutscht nach einem Unfall mit einer Diesellok.

... den Unfall und die Aufraeumarbeiten hautnah miterlebt. "Ja wie eine Katastrophe letztendlich"

Eine Güterzuglok entgleiste vergangene Woche Donnerstag im nordrhein-westfälischen Wülfrath.

Ein besonderes Hindernis stellte sich den Helferinnen und Helfern beim Abtragen der kontaminierten Erde: ein 150 Tonnen schwerer Prellbock. Die THW-Kräfte entschieden sich dafür das Betonwerk zu sprengen. Hierfür bohrte zunächst ein externes Unternehmen tiefe Löcher in den Prellbock. Die Ehrenamtlichen der Fachgruppe Sprengen füllten die Löcher am Montag mit Sprengstoff und zündeten diesen. Der anschließende Trümmerflug zog einige umliegende Bäume in Mitleidenschaft, sodass THW-Kräfte die betreffenden Bäume fällte.


Schäden nach Prellbock-Sprengung

Fünf Scheiben sind zu Bruch gegangen, eine Tür ebenso und die Fassade erinnert fast an einen Kriegsschauplatz. Wenigsten habe ein Dachdecker bereits festgestellt, dass es einige Durchschläge gegeben hat.

Am Tag der Sprengung, dem 22. Juni, hatten sich die Wolfs zunächst geweigert, ihre Häuser zu verlassen, bevor nicht geklärt ist, wer für eventuelle Schäden haftet. „Das konnten wir aber nicht klären“, sagt der Hausbesitzer. Schließlich habe Ordnungsamtsleiter Sebastian Schorn eingegriffen. „Er hat uns gesagt, dass Gefahr im Verzug ist und wir jetzt zwingend gehen müssen – oder er kommt mit zwei Polizisten zurück.“

Laut THW standen drei mögliche Wege zur Beseitigung des Prellblocks fest. Mittels hydraulischer Meißel hätte der Betonblock „in mühevoller Arbeit über eine lange Zeit zerkleinert werden können“. Als zweite Option hätte das THW den Block mit Löchern versehen und dann per Sprengung zerteilen können. Nachteil dabei: Es hätte mindestens zwei Sprengungen benötigt. Variante drei wäre wieder eine sprengtechnische Lösung. Im Gegensatz zur vorherigen Version waren dazu tiefere Löcher notwendig, die ein Fachunternehmen herstellen müsste.

Franziska Pfeifer vom Umweltamtes des Kreises Mettmann kann den Unmut der Familie verstehen. „In den ersten Tagen war die Priorität eins, einen erheblichen Umweltschaden zu verhindern.“ Immerhin seien mehr als 3000 Liter Diesel ausgelaufen.

Mit Blick auf Familie Wolf sagt sie, die Haftungsfrage müsse wohl noch geklärt werden. „Schäden nach solchen Einsätzen werden auf jeden Fall bezahlt, die Frage ist, von wem.“


Welch ein Prellbock, welch eine Diesellok!


angertalbahn.de - Ein ordentlich bebilderter Bericht: ++ Diesellok entgleist, massiver Kraftstoffaustritt ++


BR752


* Wir hatte doch letztens die Diskussion, dass Journalistende verstaendlich fuer die Lesenden schreiben sollten und dabei keine Fachbegriffe benutzen. Aber hier? Was sagen und diese 4 Worte? Sagen sie uns "Grimme-Preis" verdaechtig?


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