sowohl als auch (Allgemeines Forum)

MvG, Dienstag, 23.07.2019, 21:30 (vor 2452 Tagen) @ RenateMD

Die Beschaffung neuer, langlebiger, innovativer Fahrzeuge würde einen langfristig profitablen Nachtzug-Verkehr schon ermöglichen. Dazu eine gute Markstrategie und man könnte damit sogar gut Geld verdienen.
Dass die Deutsche Bahn, als Quasi-Staatsbahn des wohlhabenden Deutschlands, Nachtreiseverbindungen im Schlafwagen anbietet, kann man absolut erwarten.

Aber:

Wenn ich mich in die Perspektive der DB begebe, und als Solche für die Beschaffung neuer Fahrzeuge für den Fernverkehr (und alles Andere ja auch) nur einen leider endlichen Betrag X zur Verfügung habe und dann vor der Wahl stehe: Kaufe ich mir davon jetzt 130 von den 200 ICEs, die ich eigentlich benötige, oder 115 ICEs und 15 Nachtreisezüge, dann finde ich die Entscheidung der DB durchaus nachvollziehbar und persönlich richtig.
Die richtigen Entscheidungen hätten einige Jahre früher fallen müssen.

In den Nacht-Tageszügen kann man schon zu einem unruhigen Schlaf kommen, wenn es sein muss. Wenn der Flieger erst spät landet, wenn man weit zu einem Konzert anreist (und so zurück), wenn man jung ist und das für eine Nacht mal locker wegsteckt, vor allem aber als Spätverbindung auf Kurzstrecken, sind sie nützlich.

Mit der eigentlichen Idee, ausgeschlafen (oder zumindest halt geschlafen zu haben) ankommen und den Tag nutzen zu können, haben die Nacht-Tageszüge aber nichts zu tun. Auch geschäftlich, für besonders frühe Termine, sind sie nichts. Man stelle sich vor, müffelnd und übermüdet aus dem Zug zu fallen und dann effektiv zu arbeiten, bzw. sich gar einem Geschäftspartner zuzumuten.
Früher hätte man da wenigstens entgegnen können, dass es auf den meisten Bahnhöfen ja Duschen gibt, aber ach...


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