Der Poker um neue Milliarden ist eröffnet ... (Allgemeines Forum)

Benjamin.Keller, Freitag, 21.06.2019, 18:13 (vor 2491 Tagen) @ agw

Ein Unternehmen ist praktisch pleite und wird durch eine Reform verändert, damit es nicht wieder Richtung Pleite geht. Das neue Unternehmen ist auch wieder fast pleite, aber es liegt hier kein Versagen vor. Zumindest träumen einige hier davon.

Du musst schon etwas klarer Argumentieren, was das alles mit einem Scheitern der Bahnreform zu tun haben soll.

Schulden beim Netz (laut Hendrik mehr als die Hälfte): die Kosten wären ja auch ohne Bahnreform angefallen. Vielleicht zeigt der Bedarf nach neuer Infrastruktur auch den Erfolg der Bahnreform (deutliche Mehrverkehre)?

Schulden bei DB Regio/Fernverkehr/Cargo: woher kommen die Schulden, aus den Investitionen oder aus dem Betrieb? Wenn aus den Investitionen sehe ich das Problem nicht, andere Wirtschaftsunternehmen gehen auch Schulden für Investitionen ein. Wenn aus dem Betrieb: das würde dann ja einen Erfolg bei der Bahnreform bedeuten, wenn das ehemalige Staatsunternehmen offensichtlich ineffizient arbeitet und daher vom Markt verschwindet.

Schulden durch Schenker/Arriva/S21: Schulden aus diesen Bereichen zeigen nicht, dass die Bahnreform nicht erfolgreich war, sondern lediglich, dass die Strategien der DB AG in dien Bereichen "Umfassender Logistikanbieter", "Auslandsgeschäft Nahverkehr" und "Immobilienprojekte" gescheitert sind.

Zeit für die Bahnreform 2.0

Das sicher, aber bloß nicht zurück zu irgendeiner Behördenbahn.


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