Die Idee ist gut (Allgemeines Forum)

HBSA, Hamburg, Dienstag, 07.05.2019, 23:59 (vor 2510 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Durchaus möglich. Wenn man die EC auf 230er-Material umstellen würde (z.B. eine Art Railjet), würde ich mir einen richtigen 30-min-Takt wünschen. Die kleinen Halte könnte man je zweistündlich durch eine der vier Teillinien bedienen. Sie würden nicht wegfallen, gleichzeitig wäre keine Teillinie besonders langsam. Z.B.:

.              1      2      3      4
Hamburg Hbf  12:05  12:35  13:05  13:35
HH-Bergedf.    |      |      |    13:45
Büchen         |    12:58    |      |
Ludwigslust  12:48    |      |      |
Wittenberge    |      |    14:00    |
B-Spandau    13:40  14:10  14:40  15:10
Berlin Hbf   13:50  14:20  14:50  15:20

Gruß, naseweiß

Vorweg: ich finde deine Idee hervorragend. Dieses Modell habe ich in Großbritannien gesehen. So bringt man "mehr Fernverkehr in die Fläche", ohne ständig alle Halte anzufahren.

Allerdings trage ich gewisse Sorgen. In Hamburg haben die Parteien (bei mir in Harburg SPD und FDP) das Thema "Fernverkehr in Harburg" für sich entdeckt. In Hamburg-Harburg soll nicht mehr im Durchschnitt jeder zweite ICE aus Hannover kommend halten, sondern jeder. Harburg soll zum Hauptbahnhof-Lite werden. Man verspricht sich hiermit Beliebtheit bei Pendlern/Bürgern aus HH-Neugraben, die teilweise über den Hbf fahren müssen, was mit RE5 und S3 lange dauert.

Von daher ist es meine Sorge, dass es z.B. in Bergedorf nicht lange dauern wird, bis dort jeder Fernverkehrszug anhalten muss. Das würde dann diesen schönen Plan wieder durcheinander bringen.

Es ist einerseits natürlich schön, wenn jeder IC/ICE dort hält, allerdings sollte man dafür meines Erachtens wieder eine Zuggattung einführen, die diese Nachfrage erfüllt. Schon heute schlüpfen IC(E)'s zwischen Hannover und Hamburg oder Hannover und Emden in die Rolle der früheren IRs. Gleichzeitig spricht man zwischen Hannover und Göttingen kaum noch "Dorffahrgäste" an, indem (fast, wenn nicht alle) Züge über die SFS geleitet werden.

Es ist ein Paradoxon in diesem Lande: sobald eine Neubaustrecke gebaut wird, werden in der Regel die früher angefahrenen Orte von der Fernverkehrswelt abgeschnitten. Würde man eine Autobahn bauen, von der man zwischen Hannover und Göttingen nicht abfahren könnte, würde der Deutsche Durchschnittsbürger wohl Wahnsinnig werden.

So viel erstmal zum Thema von HBSA.

Grüße :-)

--
Fahrdienstleiter & Genießer guter Bahnerlebnisse


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