Tricks der Verbünde, usw. (Fahrkarten und Angebote)

Bahngenießer, Sonntag, 05.05.2019, 21:28 (vor 2515 Tagen) @ SEE 238

Das Aneinander-Stückeln von Fahrkarten zwei verschiedener Verbünde kann allerdings eventuell ausgeschlossen sein.


Das würde ja bedeuten, dass Verbund A doch Einfluss darauf nehmen darf, was ich mit dem räumlich angrenzenden Verbund B für Verträge eingehe. Das erscheint mir merkwürdig.

Ich bin zum Beispiel mal Tarifbestimmungen begegnet, dass der Verbundtarif nur bis zum letzten Haltebahnhof innerhalb des Verkehrsverbundes gilt. Von dort gilt dann evtl. aber noch nicht der Verbundtarif des angrenzenden Verbundes. Dann stand man vor der Wahl: a) RE benutzen und DB-Fahrkarte hinzukaufen oder man war b) gezwungen, die S-Bahn oder gar den Bus zum Verbundübertritt zu benutzen.


Die NRW-Lösung scheint mir ein guter Ansatz zu sein, bei dem aus der Kundenperspektive gedacht wurde.

Viele Grüße
SEE 238


Auf jeden Fall gehört die NRW-Lösung nicht zu den schlechtesten.

Trotzdem muss man das pauschale "Einfach-Weiter-Ticket" erstmal kennen und darf damit auch nicht versehentlich in Feindesland (z. B. Rheinland-Pfalz oder Westfalentarif) landen. Damit man nicht anstelle des verbundeigenen Anschluss-Tickets versehentlich das teurere "Einfach-Weiter-Ticket löst, muss man auch in etwa die Verbundgrenzen kennen.

Und die "Experten-Lösung" scheitert oft daran, dass man die erforderliche Preisstufe weder kennt noch auf Anhieb am Einstiegsbahnhof ermitteln kann und dass man die Fahrkarte des fremden Verbundes mitunter auch nur an einem fremden Bahnhof bekommt.

Deutlich besser wäre als erster Schritt die Ausdehnung des "Einfach-Weiter-Tickets" auf Westfalen. (Daran wird massiv gearbeitet. Könnte mit etwas Glück dieses Jahr noch klappen!)
Als zweiten Schritt sollte es nur noch einen einzigen Verbund in NRW geben. (Auch daran wird gearbeitet, aber noch nicht so zielnah.)


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