Das Schweizer Wägelchen nervt ... ;-) (Reiseberichte)

Blaschke, Samstag, 24.11.2018, 08:33 (vor 2676 Tagen)
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 24.11.2018, 08:34

Huhu.


... Nein, keine Sorge, nicht mich. Ich habe es schon wieder verlassen. Aber die beiden Damen neben mir waren leicht angenervt.

Was ist wieder los?

www: wahnsinnig wichtige Warnung für Reisende im EC 7 Richtung Interlaken. Im ersten Wägeli direkt hinter der Lok führt die vordere Innenraumtür ein gewisses Eigenleben.

Ewig zu zu bleiben empfindet sie als langweilig. Und den Samstag morgen fast ohne Arbeit zu verbringen, nein, als Ausländerin in Deutschland will sie mit gutem Beispiel vorangehen. Also öffnet sie sich wenige Sekunden nach dem Schließen wieder und gibt den Weg in den Vorraum frei. Weil aber niemand durch will, schließt sie wieder ordnungsgemäß. Um kurz danach wieder zu öffnen. Alles auf der Welt ist ein Kreislauf ...

Eine erste Fehleranalyse der beiden Damen, die die 2 unreservierten Plätze direkt daneben nutzten, führte zu einem im Vorraum abgestellten Kinderwagen. Sämtliche Umplatzierungsversuche aber brachten keine Veränderung im Verhalten der Tür.

"Das mache ich jetzt aber keine 2 Stunden mit!"

Die erhoffte Hilfe des Schaffners blieb aus. Das seien Schweizer Wägeli und da könne er nichts dran rumschrauben und ja, das Türli sei schon die ganze Zeit so hyperaktiv.

ADHS im Schweizer Zug - hat auch mal was ...

Die DB liest ja auch mit, ich erwarte also in Bälde den Eintrag "technische Störung am Zug".

Nun, bis Theremouth Main Station hielten es die Damen dann doch aus. Was immerhin schon die Hälfte der Fahrzeit ausmachte.

Wobei ich erwähnen muss, dass der kleine Bub einen Vierer weiter das total toll fand mit der Tür. Es zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht. Mir auch. Bubi war dem Gesichtsausdruck nach der Ansicht, dass das mit der Tür mein Werk sei und erfreute sich dementsprechend an meinereiner. Was Mama nicht gaaaanz so lustig fand: ihr Bub interagiert mit diesem Blaschi - was soll aus dem Jungen denn bloß mal werden ...


Und das alles, weil der nur knapp 20 Min später verkehrende ICE nach Wien in Osnabrück mit + 28 angekündigt war. Den hatte ich eigentlich nehmen wollen, aber da wäre der Anschluß an den Wupper-Express eben über diese gegangen. So hieß es also Beeilung Blaschi, um den pünktlichen - das will ich ja auch mal erwähnen - EC noch zu erreichen.


Also, liebe Schweiz, die Meldung über den Defekt ist jetzt raus und ihr habt etliche Stunden Vorlauf für die Reparaturplanung. Spätestens auf der Rückfahrt von Interlaken dürfte das ja repariert sein. Schade, dass ich nur noch morgen fahre, sonst hätte ich ja nach dem Umlauf gefragt und bei der nächsten Durchfahrt der Komposition durch das Heimatdörfi eine blaschiamtliche Kontrolle vorgenommen.

Ansonsten alles gut soweit, der Wupper-Express wurde erreicht und er fährt auch sogar. Wobei vorne dran noch eine alte 111 hängt. Dass es die noch gibt; irre. Good old times; auch wenn die Anfahrruckelei eher unschön ist. Aber nun, auch hier bleibe ich nicht lange, sondern werde gleich moonglums Heimatbahnhof einen Besuch abstatten. Mal gucken, ob da noch immer alles voll ist mit Taubenkacke. Und nochmal einen Blick draufwerfen, bevor die Autobrücke nebenan einstürzt und Hagen Hbf zum Geisterbahnhof wird ... Danach geht's dann in ein Städtchen, welches einen Planeten im Namen trägt, auf den mich so mancher gerne schicken würde - Blaschi aber sagt der Namensteil eher in punkto Mampfe zu; das Leckerli macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel.


Schöne Grüße von jörg


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