ZM: Bahn FV im September wieder deutlich pünktlicher (Allgemeines Forum)

Christian_S, Donnerstag, 11.10.2018, 20:30 (vor 2758 Tagen) @ ICE-TD


Zum letzten Satz, daran ist aber Netz auch selbst schuld mit gerade in den neuen Bundesländern unterirdisch langen Blockabschnitten und das auch auf ESTW-Strecken, siehe Stendal-Magdeburg 10 km oder Erfurt-Leipzig 5 km.

Das sind ja aber Strecken mit eher geringem Fernverkehrsangebot.

Ich kenne die von dir genannten Strecken durchaus und habe sie fast alle schon als Tf befahren, wenns auch bei einigen länger her ist. Halle-Leipzig fährt der Fv praktisch auf eigenen Gleisen und wo das nicht der Fall ist besteht nur Stundentakt. Erfurt-Eisenach ist sicher ein Kandidat, aber von der Dtreckenbelastung würde ich sie niedriger einschätzen als Lehrte-Magdeburg. Letztere hat eine sehr hohe Auslastung im Güterverkehr, aber sowohl im Fv als auch Nv nur Stundentakt. Außerdem hat die Strecke zum Glück noch genug Überholmöglichkeiten und -gleise die auch rege genutzt werden, aber auch die Belastung halte ich für weit geringer als z.B. die der Riedbahn oder Hanau-Fulda. Nehmen wir NRW, die Strecke Dortmund-Hamm kennst du ja glaub ich selbst noch, zwischen Hamm und Köln wird teilweise planmäßig im 3-4 min Abstand gefahren und das mit unterschiedlichsten Zuggattungen, Geschwindigkeiten und Halten. Ebnenso die Riedbahn und Minden-Wunstorf wo alle Zuggattungen (einschließlich Gz) fahren und das mehrfach die Stunde.

Halle-Leipzig hat zwischen Flughafen und Leipzig einen Halbstundentakt der S-Bahn, die jedoch aufgrund des dichten Taktes im Citytunnel nicht immer pünktlich sind. Aber gut, darum geht es hier weniger.

Erfurt-Eisenach mag erstmal gar nicht so voll wirken, praktisch ists das aber. Nicht auf der gesamten Strecke, aber schau Dir mal den Abschnitt Neudietendorf-Erfurt bzw dann auch Erfurt-Weimar an. Da bleiben bei dem dichten Takt des Personenverkehrs nur bestimmte Slots für Güterzüge und nicht überall hat man Überholgleise, um diese zeitweise zurückhalten zu können. Was aber auch dazu kommt: 2018 ist der Güterverkehr auf dieser Strecke im Aufkommen her geringer, da wegen der Baustelle bei Naumburg viele Züge über andere Strecken geführt werden. Diese Woche, wo die Strecke über den Frankenwald gesperrt ist, merkt man das Verkehrsaufkommen erstmal wieder richtig und wie gesagt, die Überholmöglichkeiten sind nicht unendlich.

Riedbahn und Hanau-Fulda sind in der Tat sehr stark belastet, ja. Aber Dortmund-Hamm hat ja vorrangig Personenverkehr, der Güterverkehr fährt ja zum großen Teil über die Güterzugstrecke Hamm-Gelsenkirchen-Oberhausen und kommt zumindest dort dem Personenverkehr nur sehr bedingt in den Weg.

Es soll wirklich nicht abwertend verstanden werden, aber es ist ein enormer Unterschied, ob man eine Strecke mit ausschließlich Personenverkehr hat oder eine Strecke mit richtigem Mischverkehr, denn Güterzüge haben sehr unterschiedliche Längen, Tonnagen und Beschleunigungsverhalten. Das macht die Flüßigkeit des Verkehres ein bissl schneller als wenn eine RB "mal schnell" in der Ecke verschwindet, um Platz für den ICE zu machen.


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