Was is'n an mehr Wettbewerb neoliberal? (Allgemeines Forum)

Henrik, Mittwoch, 12.09.2018, 23:27 (vor 2772 Tagen) @ fbettker

- mehr Wettbewerb, um dadurch das Angebot für den Endkunden zu verbessern -
wie könnte man wirtschaftsliberal, neoliberal besser formulieren, wenn nicht so?
die unterstellte, gewünschte Folge kann hier ja auch nur sein, dass der Verkehrsanteil der staatlichen DB EVU zurückgehen soll.

Das ist alles andere wirtschafts- oder neoliberal:

- "Staatsbahn" würde genauso das Gegenteil von "Neoliberalismus" bedeuten.

eben.

- Das Ziel "mehr Wettbewerb" hat auch erst mal nichts mit Neoliberalismus zu tun, das wollen auch die Linken.

Wo propagieren die Linken ein "mehr Wettbewerb, damit Angebot besser wird"?

Die Frage ist mit welchen Mitteln so ein Ziel erreicht werden soll. Und hier wird im SPIEGEL-Artikel nichts dazu gesagt, den Koalitionsvertrag habe ich dazu nicht gecheckt.

Wieso Bezug auf SPIEGEL-Artikel, wenn hier die Primärquelle vorliegt?
Die zusätzlichen Zitate sind von der facebook-Seite des Autors.
bzgl. Koalitionsvertrag siehe hier

Neoliberalismus hieße hier, Privatisierung auf "Teufel komm raus", weniger Arbeitnehmerrechte, Optimierung des Netzes auf den eigentlichen Bedarf usw. Das alles wollen die Grünen sicherlich nicht.

genauso wenig wie sich jemand selbst neoliberal schimpft, wird auch niemand Privatisierung auf "Teufel komm raus" proklamieren, noch Beschneiden von Arbeitnehmerrechten fordern.
Neoliberal ist ja auch eh kein Fachbegriff, sondern ein reiner Kampfbegriff. Da gehts nicht um Hintergründe, nicht ums differenzieren.
Wie er's genau gemeint hat, wird nur der Autor selbst wissen - Ich denk mal, er hat sich schlicht nicht viel bei gedacht, womöglich einfach nur die SPIEGEL-Überschrift.
Optimierung des Netzes auf den eigentlichen Bedarf wollen ja die Grünen, ein extra gesonderter Punkt. Die Linke fordern das übrigens genauso, sogar nahezu wortgleich.

- Sich auf das "Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren", und "Güterverkehr auf dem Gleis attraktiver zu gestalten" kann man befürworten oder ablehnen, aber mit Neoliberalismus hat auch das nichts zu tun.

hat hier niemand behauptet,
aber natürlich kann man auch das als neoliberal verunglimpfen. Gibt wohl nichts was neoliberaler ist als die Zerschlagung eines Großkonzernes - passt ins Bild. Ebenso Senkung von Steuern (hier Stromsteuer und EEG-Umlage), um die privaten mittelständischen Mitbewerber zu stärken.


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