Grundsatzgedanken dazu... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Donnerstag, 28.01.2010, 22:23 (vor 6035 Tagen) @ liebe70

Hallo!

Gott sei Dank. Je nach dem wer sowas erfährt, interpretiert dieses so oder anders, aber bestimmt falsch.

In der Tat: Gott sei Dank... ;-)

1.Tag: 640 SC (Berlin Ostbf-Hamm) - 650 (Hamm-Köln) - Gf 611/1655 (Köln-Frankfurt) - 1090 (Frankfurt-Berlin Südkreuz) - Gf S-Bahn (Berlin Südkreuz-Berlin Ostbf)

Wer plant so einen Schwachsinn?

640/650 Berlin 10:40 - Köln 15:09

611 Köln 15:55 - Frankfurt Flughafen 16:51
1655 Frankfurt Flughafen 17:03 - Frankfurt Hbf 17:15

1090 Frankfurt 18:13 - Berlin 21:56


Da kann sich wohl jeder selbst Gedanken machen, warum manchmal im "Großereignisfall" hier und da das Zugpersonal fehlt. Der arme Disponent, der dann planen darf, wenn z.B. - was natürlich nur ausnahmsweise und höchst selten vorkommt - der ICE aus Berlin in Köln 70 Min. Verspätung hätte. Oder der 611 (also der Zug mit der Nummer, net die Baureihe *g*) eine Signalstörung in Montabaur hat und Frankfurt Flughafen mit 40 Min. Verspätung erreicht.

Arbeitszeit 11:35 Std

Über die Geldverschwendung will ich mich mal gar nicht auslassen; hier ist's ja auch nur eine Stunde Gastfahrt. 8 Stunden für's Publikum im Dienst bei 11:35 Std. Arbeitszeit. Da nimmt es nicht Wunder, wenn die Plüschetage in einer tollen Statistik wieder nachrechnet, wie angeblich unausgelastet doch das Personal ist.

2.Tag: 599 (Berlin Ostbf-München) auswärtige Ruhe in München
3.Tag: 598 (München-Berlin Ostbf) (Schichtlänge 31:40 Std, Arbeitszeit 17:29 Std)

Münchener fahren dann übrigens genau andersrum:

592 München - Berlin und am nächsten Tag 691 wieder zurück, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Berliner übernachten in München, Münchener in Berlin. Kostet ja nix so ein Hotelzimmer.


Wohlgemerkt: Wenn's Personal zufrieden ist, sei es ihnen gegönnt!!!!!!!!

Auch mag es natürlich angenehmer sein, durch die halbe Republik zu fahren als bspw. immer nur Berlin - Köln oder Berlin - Hamburg oder Berlin - Leipzig hin und her.


Nur soll man sich bei solchen Dienstplänen nicht wundern, wenn dann wieder mal im Störungsfalle ein Zug nicht fährt. Schließlich müssen ja die Zugumläufe auch noch umgeplant werden; bei Wagenparks evtl. Lok und Zuggarnitur noch getrennt. Daz dann getrennte Dienstpläne für Zugchefs und das Betreuer-"Fußvolk". Dass das z.B. bei "sibirischen" Wintern wie derzeit nicht funktioniert und es hier und da hakt, sollte klar sein. Da gebührt jedem Disponenten Dank, der das überhaupt vernünftig auf die Reihe bekommt. Und jedem Zugteam, welches sich dann durch den Arbeitstag schlagen darf.


Zu überlegen wäre vielleicht, dass einheitliche Zugteams ganze Umläufe auf dem Zug bleiben. So wie es wohl bei Gastro mal üblich war/üblich ist? Als Beispiel: Das Gastro-Personal der Brenner-EC kommt wohl aus Klagenfurt - so habe ich zumindest mal ein Gespräch mitgehört - und bleibt wohl 7 Tage auf dem kompletten Umlauf, bevor der Park wieder in Klagenfurt einläuft. So ähnlich stelle ich es mir bei Zugteams auch vor. Wobei es natürlich nicht immer 7 Tage sein müssen... ;-). Bleiben beim Nachtzug die Jungs nicht auch mehrere Tage ähm Nächte weg und fahren auch den Umlauf mit? Vom Talgo habe ich es noch in Erinnerung, da erzählte mir das mal einer, dass er Berliner sei und Berlin - München - Hamburg - Stuttgart - Hamburg - München - Berlin führe.

Auch sollte man dann überlegen, ob man nicht Zugteams zusammen läßt statt wie derzeit m.W. nur Zugchef und Betreuer 1?! Fährt halt jeder Zug mit mindestens 4 Kollegen. Klar, da schreit der Controller auf. Teuer. Geld. Pleite. Wahnsinn.

Natürlich müßten dann auch die Arbeitsbedingungen angepaßt werden, wie z.B. echte Ruheräume im Zug. Auch wie man das Ganze arbeitsrechtlich und tariflich behandelt, wäre eine ausgiebige Diskussion wert ;-).


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke


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