Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege (Allgemeines Forum)
derlei Sicherheitskontrollen gab es damals noch nicht bzw. längst nicht so wie in dem heutigem Maße - gibts ja auch heute nicht überall.
Also selbst in meiner Kindheit ging das Handgepäck schon durch den Scanner. Lediglich die Passagiere wurden nicht in den "Nacktscanner" gestellt, sondern es gab noch diese niedlich piepsenden Metalldetektoren, mit denen man manuell abgesucht wurde. Und Flüge gänzlich ohne Sicherheitskontrolle habe ich in meinem Leben nur zwei erlebt - in einem gecharterten Hubschrauber. Selbst am Flughäfchen Hof gab es einen Taschenscanner und einen Metalldetektor zum Durchlaufen. Mag sein, daß dies irgendwo im tiefsten Afrika anders ist, aber zumindest dort, wo Fluggesellschaften verkehren, die auch in den EU-Luftraum rein dürfen, sollte es eigentlich überall Kontrollen geben...
Das Konzept hinter Tegel ist das der kurzen Wege.
„Das Konzept des Flughafens Berlin-Tegel – laut weltweit nahezu übereinstimmender Einschätzung noch heute der am besten funktionierende Airport – bestand die ersten Jahre aus reinen Aviation-Flächen. […] Von der Taxivorfahrt bis zum Check-in-Schalter waren es 20 Meter, vom Counter durch den Warteraum bis zur Flugzeugtür noch 15 Meter. Das ist für einen Vielflieger der einzig wahre Komfort.“
– Meinhard von Gerkan
Das Prnizip ist mir schon klar... ich bemängelte ja auch nur seine Umsetzung in Kansas City.
Es war der allererste Auftrag von gmp. Tag zuvor noch zur Uni gegangen, mit diesem genialen Entwurf beworben, gewonnen.
Berlin-Tegel bewältigt inzwischen achtmal so viele Passagiere wie die 2,5 Millionen im Jahr, von denen die ursprüngliche Planung für den 1974 eröffneten Neubau ausging. 2014 wurden ca. 21 Millionen Passagiere abgefertigt. Diese ungewöhnliche Leistungsfähigkeit der Anlage, eine so große Auslastung zu meistern, ist zum Teil in der Architektur der kurzen und übersichtlichen Wege begründet
Das klingt für mich jetzt aber auch nicht nach einem angenehmen Aufenthaltserlebnis für die Passagiere. Eher wie Hauptverkehrszeit in der S-Bahn Frankfurt.
Da der Flughafen Berlin-Tegel nach dem Prinzip der kurzen Wege konzipiert worden war, gibt es nur vergleichsweise kleine Flächen für Restaurants und Geschäfte. Diese haben zudem nach 20 Uhr, wenn die abendlichen Flugzeuge eintreffen, meist nicht mehr geöffnet. Damit unterscheidet sich dieser Flughafen von dem moderneren Shopping-Mall-Flughafenkonzept, das ein Lange-Wege-Prinzip mit Wegen und Möglichkeiten zur intensiven Bewerbung entlang den Geschäften des Einzelhandels ermöglicht. Jedoch sind aus Sicht vieler Reisender die kurzen Wege und kurzen Aufenthaltszeiten nach diesem „altmodischen“ Konzept wünschenswert und ein Komfortmerkmal, über das viele modernere Flughäfen nicht verfügen.[/i]
Wenn es denn zumindest im Gatebereich ausreichend Sitzplätze gibt und auch die Möglichkeit, zumindest Getränke zu kaufen. In Kansas City gab es nicht mal einen Automaten, der Getränke verkauft hätte. Nichts. Wenn man nicht zu den glücklichen 30, die einen Sitzplatz ergattert hatten, gehörte, stand man also ne Stunde in einem mäßig klimatisierten Raum ohne jedwede Möglichkeit, etwas zu trinken zu bekommen. Nicht mal die in den USA obligatorischen Trinkbrunnen waren in diesem Bereich zu finden.
Frankfurt ... Da kosten halt nur die Wege am Flughafen [...] viel Zeit. [...] vom Fußmarsch vom Check-In bis Gate
eben.
Ja, aber gegen das "Erlebnis" in Kansas City flaniere ich dann doch lieber gemütlich zu Gate A42, hole mir unterwegs noch was zu trinken, und denke mir bei so manchem hochpreisigen Laden "Wer gibt denn Geld für so einen überteuerten Sch... aus?".
Die Zeit von der Ankunft am Flughafen bis zum Abflug war in Kansas City unterm Strich auch nicht kürzer. Mit Sicherheitspuffer für das Abgeben des Mietwagens, die Wartezeiten an Check-In und Sicherheitskontrolle und der von der Fluggesellschaft angegebenen Vorlaufzeit war es unterm Strich genauso viel wie ich für einen Inlandsflug ab Frankfurt auch bräuchte - nur daß die Zeit, die man sinnlos und genervt irgendwo rumsteht in Frankfurt wesentlich kürzer ist. Am Gate bekommt man da eigentlich immer einen Sitzplatz.
Von diesem Konzept nicht überzeugte Grüße
der Colaholiker
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- ZM: Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London -
Henrik,
21.06.2018, 18:37
- ZM: Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London - cursus, 21.06.2018, 19:32
- ZM: Deutsche Bahn: Vorerst keine ICE nach London - Steffen, 21.06.2018, 19:41
- Erste Auswirkungen des BREXIT? -
heinz11,
21.06.2018, 22:39
- Erste Auswirkungen des BREXIT? - JanZ, 21.06.2018, 22:45
- Erste Auswirkungen des BREXIT? - Alibizugpaar, 21.06.2018, 23:57
- Schade. -
Colaholiker,
22.06.2018, 08:34
- Schade. -
Henrik,
22.06.2018, 11:32
- Kontrolle in Brüssel statt schon in Frankfurt/Köln? - naseweiß, 25.06.2018, 15:38
- Schade. -
Paladin,
22.06.2018, 18:00
- Schade. -
Colaholiker,
25.06.2018, 07:10
- Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege -
Henrik,
26.06.2018, 17:32
- Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege -
Christian_S,
26.06.2018, 19:01
- Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege - RhBDirk, 26.06.2018, 19:21
- Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege - Colaholiker, 27.06.2018, 08:52
- Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege -
Christian_S,
26.06.2018, 19:01
- Konzept von Berlin-Tegel - möglichst schnelle und kurze Wege -
Henrik,
26.06.2018, 17:32
- Schade. -
Colaholiker,
25.06.2018, 07:10
- Schade. -
Henrik,
22.06.2018, 11:32
- ...dafür dann der e320 nach Frankfurt? -
Oscar (NL),
22.06.2018, 09:28
- ...dafür dann der e320 nach Frankfurt? - Steffen, 22.06.2018, 10:14
- ...dafür dann der e320 nach Frankfurt? - Henrik, 22.06.2018, 11:29
- Fail!
-
musicus,
22.06.2018, 22:52
- Epic Fail!
-
J-C,
22.06.2018, 22:56
- Epic Fail!