Reservierungspflicht bei hoher Auslastung? (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 17.05.2018, 23:13 (vor 2879 Tagen)

WIch war mal am Wiener Hauptbahnhof, da lauschte ich einer mir neuen Ansage. Chris Lohner, die heisgeliebte digitalisierte Stimme am Wiener Hbf, verkündete für einen Railjet nach Zürich, dass dieser voll ausgelastet wäre und deswegen nur Fahrgäste mit Reservierungen reindürften.

Ich war begeistert davon, was alles heutzutage schon per automatische Ansage angesagt werden kann und schaute auf Scotty. Die Ansage erwähnte nämlich eine Ausweichmöglichkeit auf den nächsten Zug, der 2 Stunden später abführe.

Fakt ist, dass der laut Scotty wegen der Auslastung auch nur mit Reservierungen betreten werden kann.

Irgendwie logisch, wenn man Zugräumungen vermeiden will, ist so eine adhoc-Reservierungspflicht ziemlich sinnvoll. Jetzt frag ich mich, wie das bei euch in Deutschland gehandhabt wird.

Liebe Grüße
Jan-Christian

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Reservierungspflicht bei hoher Auslastung?

musicus, Donnerstag, 17.05.2018, 23:20 (vor 2879 Tagen) @ J-C

Derartige Ansagen gab‘s in Deutschland schon vor zehn Jahren. Reservierungspflicht ist das de facto aber auch keine, eher ein Reiseversuch auf gut Glück.

Reservierungsempfehlung bei hoher Auslastung

Berlin-Express, nähe BPHD, Donnerstag, 17.05.2018, 23:49 (vor 2879 Tagen) @ musicus

Derartige Ansagen gab‘s in Deutschland schon vor zehn Jahren. Reservierungspflicht ist das de facto aber auch keine, eher ein Reiseversuch auf gut Glück.

Mit Sparpreis ohne Reservierung muss man ja trotzdem rein. #Zugbindung

Zugbindung aufgehoben, wenn Mitfahrt nicht garantiert ist

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 18.05.2018, 01:26 (vor 2879 Tagen) @ Berlin-Express

Derartige Ansagen gab‘s in Deutschland schon vor zehn Jahren. Reservierungspflicht ist das de facto aber auch keine, eher ein Reiseversuch auf gut Glück.


Mit Sparpreis ohne Reservierung muss man ja trotzdem rein. #Zugbindung

Jein. Man kann in so einem Fall die Zugbindung aufheben lassen, da man ja keine Mitfahrtgarantie mehr hat und somit eine voraussichtliche Verspätung am Zielort geltend machen kann.

Reservierungsempfehlung bei hoher Auslastung

agw, NRW, Freitag, 18.05.2018, 09:28 (vor 2879 Tagen) @ Berlin-Express

Derartige Ansagen gab‘s in Deutschland schon vor zehn Jahren. Reservierungspflicht ist das de facto aber auch keine, eher ein Reiseversuch auf gut Glück.


Mit Sparpreis ohne Reservierung muss man ja trotzdem rein. #Zugbindung

Die Frage ist auch, warum gerade in den vollsten/überfüllten Zügen überhaupt Sparpreise in nennenswerten Umfang drin sind.
Warum verkauft man für höchstwahrscheinlich überfüllte Züge Sparpreis Aktion zu 14.90 bzw 25 Euro in der 1.Klasse mit Reservierung, um dann ggf die 260 Euro Kunden zu verprellen.

Bisher kein Problem in der 1.

idle2, Freitag, 18.05.2018, 11:24 (vor 2879 Tagen) @ agw

War die 1.Klasse schon-mal auslastungstechnisch ein Problem?
Selbst bei absolut überfüllten 611/615ern war die 1.Klasse bei mir immer nur mittelmäßig ausgelastet.

Ich verstehe nicht wie man lieber im Gang steht als die paar Euro fürs Upgrade zu zahlen.

Bisher kein Problem in der 1.

rainman51, Paderborn, Freitag, 18.05.2018, 11:40 (vor 2879 Tagen) @ idle2

Bis jetzt habe ich immer in der 1 Klasse einen Platz gefunden (zumindest wo ich den Dtl Pass hatte).
Ansonsten sitzen wir meist auf einem Vierer und die beiden Gang Plätze sind dann hoffentlich leer ;),
(Mit Reservierung für die beiden Fensterplätze)

Upgrades für Sparpreise sind ausgeschlossen. Somit wäre ein Upgrade nur für Flexpreise interessant oder für
Sparpreise mit Bahn.Bonus Upgrade.

Bisher kein Problem in der 1.

JanZ, HB, Freitag, 18.05.2018, 12:14 (vor 2879 Tagen) @ rainman51

Upgrades für Sparpreise sind ausgeschlossen. Somit wäre ein Upgrade nur für Flexpreise interessant oder für
Sparpreise mit Bahn.Bonus Upgrade.

Oder wenn die DB ihrerseits ein Upgrade anbietet, das habe ich auch schon für einen Zug mit Überfüllungswarnung erlebt (und dankend angenommen).

Bisher kein Problem in der 1.

musicus, Freitag, 18.05.2018, 11:47 (vor 2879 Tagen) @ idle2

Ich verstehe nicht wie man lieber im Gang steht als die paar Euro fürs Upgrade zu zahlen.

Sparpreisangebote schließen Upgrades kategorisch aus. Die Differenz BC50-Flexpreis 2. Klasse zu unrabattiertem Flexpreis 1. Klasse ist in der Regel saftig und mit "paar Euro" vollkommen unzutreffend umschrieben.

Bisher kein Problem in der 1.

gnampf, Freitag, 18.05.2018, 12:03 (vor 2879 Tagen) @ idle2

611er? In denen hat sich doch in ihrem letzten Einsatzgebiet eh keiner für 1. Klasse interessiert, da es praktisch nie Kontrollen der Fahrscheine gab. Die Anzahl verkaufter 1. Klasse Fahrscheine hat dann wohl auch die Reduzierung der Sitzplatzkapazitäten beim Redesign der 612er zur Folge gehabt.

Wenn wir davon ausgehen das du von Fernverkehr mit E-Traktion, und somit 411/415 sprichst, dann... ist es trotzdem falsch ;-) In der letzten Zeit ist nach meinem Empfinden die Auslastung der First deutlich gestiegen, bis hin zu Leuten die keine Sitzplätze mehr bekommen. Anscheinend werden derzeit mal wieder die Sparpreise verramscht.

In der BR 615 (Itino) ist meist genug Platz in der 1.

JanZ, HB, Freitag, 18.05.2018, 12:15 (vor 2879 Tagen) @ gnampf

- kein Text -

Bisher kein Problem in der 1.

idle2, Freitag, 18.05.2018, 14:01 (vor 2879 Tagen) @ gnampf

Genau... natürlich meine ich die BR 411/415 ;)

Begriffswervirrung?

sfn17, Freitag, 18.05.2018, 12:14 (vor 2879 Tagen) @ idle2
bearbeitet von sfn17, Freitag, 18.05.2018, 12:15

Klassenübergang ungleich bb-Upgrade ungleich zugemailtes Upgradeangebot.

Nur das Erstgenannte ist hart inkompatibel mit Sparpreisen 2. Klasse.

Wäre gut, wenn hier die Gerüchte genauer wären.

Begriffsverwirrung?

musicus, Freitag, 18.05.2018, 12:24 (vor 2879 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von musicus, Freitag, 18.05.2018, 12:25

Klassenübergang ungleich bb-Upgrade ungleich zugemailtes Upgradeangebot.

Nur das Erstgenannte ist hart inkompatibel mit Sparpreisen 2. Klasse.

Nur das Erstgenannte ist mit Verlass kurzfristig einsetzbar.



bb-Upgrade muss entweder bereits bei der Buchung gewählt oder rechtzeitig vor Fahrtantritt (also min 2 Wochen) als Papiergutschein angefordert werden - entsprechenden Punktestand zum jeweiligen Zeitpunkt vorausgesetzt. Abgesehen davon, entnehme ich aus der ausgangs gewählten Formulierung "die paar Euro", dass es sich nicht um einen Klassenübergang aus Bonuspunkten handeln kann. Das zugemailte Upgradeangebot ist ohnehin reine Glückssache.

Begriffswervirrung?

rainman51, Paderborn, Freitag, 18.05.2018, 12:55 (vor 2879 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von rainman51, Freitag, 18.05.2018, 12:55

Klassenübergang ungleich bb-Upgrade ungleich zugemailtes Upgradeangebot.

Nur das Erstgenannte ist hart inkompatibel mit Sparpreisen 2. Klasse.

Wäre gut, wenn hier die Gerüchte genauer wären.

Mein Text: Upgrades für Sparpreise sind ausgeschlossen. Somit wäre ein Upgrade nur für Flexpreise interessant oder für
Sparpreise mit Bahn.Bonus Upgrade

Ist doch genauso wie beschrieben. Sparpreis nein, Flexpreise ja. Sparpreise nur mit BB Ugrade (von mir aus auch das zugemailte Angebot) Von daher sehe ich da weder ein Gerücht, noch sonst was. Außerdem kann man ja dies bereits vorher in der Tasche haben, oder durch Anruf beim Comfort Service mit Ausdruck am Automaten ;).

Bisher kein Problem in der 1.

agw, NRW, Freitag, 18.05.2018, 17:33 (vor 2879 Tagen) @ idle2

War die 1.Klasse schon-mal auslastungstechnisch ein Problem?

Die Sprinter mit planmäßig nur einem A-Wagen sind Freitags schon mal überbelegt.

95 Euro Aufschlag (+237%)

ICE 1517, Samstag, 19.05.2018, 10:44 (vor 2878 Tagen) @ idle2

Ich verstehe nicht wie man lieber im Gang steht als die paar Euro fürs Upgrade zu zahlen.

Ein BC50-Flexpreis 2. Klasse für meine Strecke kostet 40,25 Euro. In der 1. Klasse sind's 136 Euro.

Falls man dann trotzdem noch den Aufschlag haben möchte, scheitert's wahrscheinlich daran, die nötige Summe als Bargeld überhaupt dabei zu haben. ec-Karte geht weiterhin nicht, oder?

95 Euro Aufschlag (+237%)

musicus, Samstag, 19.05.2018, 14:11 (vor 2878 Tagen) @ ICE 1517

Ich verstehe nicht wie man lieber im Gang steht als die paar Euro fürs Upgrade zu zahlen.


Ein BC50-Flexpreis 2. Klasse für meine Strecke kostet 40,25 Euro. In der 1. Klasse sind's 136 Euro.

Falls man dann trotzdem noch den Aufschlag haben möchte, scheitert's wahrscheinlich daran, die nötige Summe als Bargeld überhaupt dabei zu haben. ec-Karte geht weiterhin nicht, oder?

Wer Strecken dieser Distanz mit der Bahn zurücklegt, ist immer gut beraten mit mehreren Zahlungsmitteln liquide zu sein. Man weiß nie, wo man ggf. strandet.

95 Euro Aufschlag (+237%)

agw, NRW, Samstag, 19.05.2018, 15:58 (vor 2878 Tagen) @ musicus

Ich verstehe nicht wie man lieber im Gang steht als die paar Euro fürs Upgrade zu zahlen.


Ein BC50-Flexpreis 2. Klasse für meine Strecke kostet 40,25 Euro. In der 1. Klasse sind's 136 Euro.

Falls man dann trotzdem noch den Aufschlag haben möchte, scheitert's wahrscheinlich daran, die nötige Summe als Bargeld überhaupt dabei zu haben. ec-Karte geht weiterhin nicht, oder?


Wer Strecken dieser Distanz mit der Bahn zurücklegt, ist immer gut beraten mit mehreren Zahlungsmitteln liquide zu sein. Man weiß nie, wo man ggf. strandet.

Im Grunde richtig.
Allerdings entscheidet man sich mit dem Kauf einer 2.Klasse Bahncard eigentlich schon nie 1.Klasse zu fahren.

Bei der richtigen Bahncard hätte das Upgrade nur ~25 Euro gekostet.

Stimmt ebenfalls.

musicus, Samstag, 19.05.2018, 18:06 (vor 2878 Tagen) @ agw

- kein Text -

volle 1. Klasse & deutlich geringere Auslastung in 2. Klasse

Henrik, Samstag, 19.05.2018, 14:15 (vor 2878 Tagen) @ idle2

War die 1.Klasse schon-mal auslastungstechnisch ein Problem?

freitags & sonntagnachmittag ja eh.

vor paar Wochen wurde mir schon bei der Buchung angezeigt, dass (nur) in der 1. Klasse nur noch wenige Plätze zur Verfügung seien für eine Verbindung am frühen Donnerstagnachmittag (keine Feiertage, keine Messe, nichts). Ich vermutete nen Bug o.ä. Mein gewünschte Präferenz (Fenster/Tisch/Handy) wurde mir als nicht verfügbar angezeigt - in der grafischen Übersicht sah ich ebensolchen jedoch dann doch noch zwei Wagen weiter.
Im ICE 1 dann war es tatsächlich so. In der gesamten 1. Klasse waren vielleicht höchstens noch ne handvoll Sitze unbelegt - und die sahen alle nicht gerade nach Sparpreis-Kunden aus^^
In der kompletten 2. Klasse war ne übliche Auslastung von lediglich etwa 70-80%

Ich verstehe nicht wie man lieber im Gang steht als die paar Euro fürs Upgrade zu zahlen.

Ich sehe immer wieder Fahrgäste auf dem Boden sitzen / stehen bei einer Auslastung von unter 100%.

Problematisch bei Umsetzung in Deutschland

Bahngenießer, Freitag, 18.05.2018, 00:13 (vor 2879 Tagen) @ J-C

Benachteiligt wären in Deutschland Fahrgäste mit Zugbindung (Sparpreis, aber ohne Reservierung) und Zeitkarteninhaber und BC100-Inhaber sowie Fahrgäste, die eigentlich für einen Zug vorher reserviert haben, diesen aber z. B. wegen Anschlussverlust nicht nehmen konnten. Ganz zu schweigen von den Flexpreis-Kunden, die viel Geld bezahlen, um zeitlich flexibel zu bleiben!

Außerdem würde man im Falle einer kurzfristigen Sperre für Nicht-Reservierer das Risiko eingehen, dass vielleicht sogar noch etliche Sitzplätze faktisch freibleiben und die abgewiesenen Fahrgäste im nächsten und übernächsten Zug wegen Überfüllung ebenfalls nicht mehr mitfahren können. Und ich denke, dass einige stehende Fahrgäste durchaus mal verkraftet werden können. (Alles hat natürlich seine Grenzen.)

Man beachte: In jedem Zug gibt es einige nicht reservierbare Plätze und auch Blind-Reservierungen.

Im schlimmsten Fall -> Beförderungsverweigerung

ICETreffErfurt, Eisenach, Freitag, 18.05.2018, 01:33 (vor 2879 Tagen) @ Bahngenießer
bearbeitet von ICETreffErfurt, Freitag, 18.05.2018, 01:33

Wir hatten vor vielen Monaten hier im Forum mal einen Reisebericht aus Frankreich, wo genau so ein Worst Case eingetreten ist.

Der Fahrgast hat durch Anschlussverlust seinen TGV in der Provinz verpasst und für die kommenden 2 Tage war jede alternative Verbindung ausreserviert und der Fahrgast sollte 2 Tage lang im Hotel bleiben oder mit dem Regionalverkehr oder alternativen Verkehrsmitteln auf eigene Kosten weiter reisen.

Das wäre in Deutschland kaum vermittelbar und würde wohl einen medialen Shitstorm auslösen und in jedem Fall dazu führen, dass sich Fahrgäste von der Bahn abwenden.
Als BC100-Inhaber würden wohl die meisten Leute die Karte kündigen, wenn mit ihnen so umgesprungen werden würde.

Grundbedingung für eine Reservierungspflicht, auch für eine zeitlich begrenzte, ist ein zuverlässiges Zugangebot und die Möglichkeit der kostenlosen und einfachen Umbuchung für Menschen mit Flexpreisen und Zeitkarten (auch BC100).

Im schlimmsten Fall -> Beförderungsverweigerung

worfie, Freitag, 18.05.2018, 17:23 (vor 2879 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das wäre in Deutschland kaum vermittelbar und würde wohl einen medialen Shitstorm auslösen und in jedem Fall dazu führen, dass sich Fahrgäste von der Bahn abwenden.
Als BC100-Inhaber würden wohl die meisten Leute die Karte kündigen, wenn mit ihnen so umgesprungen werden würde.

Aber in Deutschland sieht es doch genauso aus. Ich hatte mal eine Heimfahrt, die ich Vormittags im Sommer mit einem IC ab Hannover Richtung Nordsee antrat. Eingestiegen dachte ich mir schon "hmm, ganz schön warm hier, gehste lieber erstmal weiter" und noch bevor ich einen Platz im nächsten Wagen eingenommen habe, kam auch schon ein Kollege mit Flatterband entgegen, um sicherzustellen, dass sich auch ja kein Beförderungsfall in den nicht gewarteten und halb schrottreifen Eurofima-Wagen den Hitzetod holt. Um dem Ruf seines Brötchengebers gerecht zu werden wurde das Prozedere dann auch noch in mehreren anderen Wagen wiederholt. Mit einem Blick auf den Kalender, Freitag Vormittag, dachte ich mir, na, das wird ja noch lustig werden. In Bremen wurde es dann auch lustig. Ich stieg aus, weil ich sowieso eine andere Verbindung ab dort geplant hatte, aber schaute mir das bunte Treiben auf dem Bahnsteig noch etwas an. Der Zug war plötzlich de facto reservierungspflichtig geworden und um diesen geistreichen Einfall tatkräftig umzusetzen hat man noch eine größere Menge an schlecht ausgebildeten DB-Sicherheit-Hilfssherrifs auf den Bahnsteig gekarrt, die mit der Empathie und Kundenorientiertheit ehemaliger Volkspolizisten alle anderen Fahrgäste am Betreten des Zuges hinderten. Die beste Stelle war dann noch die Frage eines Kunden, der bereits seit einer Stunde wartete, weil der eigentlich gebuchte Zug wegen der ewigen Rollbahn-Verspätungen nicht erreicht wurde, an das Rotkäppchen auf dem Bahnsteig, wie er denn jetzt sein Fahrtziel erreichen kann. Die knappe und präzise Antwort der Stellvertreterin der Deutschen Bahn: "Fahrn se halt mit dem Auto!". Und wenn man hier jetzt im Forum teilweise die Beiträge über die Spielzeug-"Intercity" zwischen Bremen und Oldenburg liest, scheint die Situation nicht besser geworden zu sein.

Gut, nun wird jener Kunde sicherlich auch nicht zwei Tage an der Weser hat verbringen müssen, aber trotz alledem weiß man doch nie, was da hinten noch an der Reisekette eines Kunden dranhängt. Und z.B. einen Langstreckenflug wegen einer solchen Schlechtleistung zu verpassen, obwohl man nicht kurz auf knapp geplant hat, sondern einen Zeitpuffer von vielen Stunden eingebaut hat, dürfte sicherlich mehr als ärgerlich sein, zumal ich in Deutschland bereits Zugräumungen durch die Bundespolizei mit ansehen durfte bei Zügen, die nach japanischen Verhältnissen gerade mal zu 50% ausgelastet sind.

Im schlimmsten Fall -> Beförderungsverweigerung

Murrtalbahner, Freitag, 18.05.2018, 18:16 (vor 2878 Tagen) @ worfie

Das wäre in Deutschland kaum vermittelbar und würde wohl einen medialen Shitstorm auslösen und in jedem Fall dazu führen, dass sich Fahrgäste von der Bahn abwenden.
Als BC100-Inhaber würden wohl die meisten Leute die Karte kündigen, wenn mit ihnen so umgesprungen werden würde.


Aber in Deutschland sieht es doch genauso aus. Ich hatte mal eine Heimfahrt, die ich Vormittags im Sommer mit einem IC ab Hannover Richtung Nordsee antrat. Eingestiegen dachte ich mir schon "hmm, ganz schön warm hier, gehste lieber erstmal weiter" und noch bevor ich einen Platz im nächsten Wagen eingenommen habe, kam auch schon ein Kollege mit Flatterband entgegen, um sicherzustellen, dass sich auch ja kein Beförderungsfall in den nicht gewarteten und halb schrottreifen Eurofima-Wagen den Hitzetod holt. Um dem Ruf seines Brötchengebers gerecht zu werden wurde das Prozedere dann auch noch in mehreren anderen Wagen wiederholt. Mit einem Blick auf den Kalender, Freitag Vormittag, dachte ich mir, na, das wird ja noch lustig werden. In Bremen wurde es dann auch lustig. Ich stieg aus, weil ich sowieso eine andere Verbindung ab dort geplant hatte, aber schaute mir das bunte Treiben auf dem Bahnsteig noch etwas an. Der Zug war plötzlich de facto reservierungspflichtig geworden und um diesen geistreichen Einfall tatkräftig umzusetzen hat man noch eine größere Menge an schlecht ausgebildeten DB-Sicherheit-Hilfssherrifs auf den Bahnsteig gekarrt, die mit der Empathie und Kundenorientiertheit ehemaliger Volkspolizisten alle anderen Fahrgäste am Betreten des Zuges hinderten. Die beste Stelle war dann noch die Frage eines Kunden, der bereits seit einer Stunde wartete, weil der eigentlich gebuchte Zug wegen der ewigen Rollbahn-Verspätungen nicht erreicht wurde, an das Rotkäppchen auf dem Bahnsteig, wie er denn jetzt sein Fahrtziel erreichen kann. Die knappe und präzise Antwort der Stellvertreterin der Deutschen Bahn: "Fahrn se halt mit dem Auto!". Und wenn man hier jetzt im Forum teilweise die Beiträge über die Spielzeug-"Intercity" zwischen Bremen und Oldenburg liest, scheint die Situation nicht besser geworden zu sein.

Gut, nun wird jener Kunde sicherlich auch nicht zwei Tage an der Weser hat verbringen müssen, aber trotz alledem weiß man doch nie, was da hinten noch an der Reisekette eines Kunden dranhängt. Und z.B. einen Langstreckenflug wegen einer solchen Schlechtleistung zu verpassen, obwohl man nicht kurz auf knapp geplant hat, sondern einen Zeitpuffer von vielen Stunden eingebaut hat, dürfte sicherlich mehr als ärgerlich sein, zumal ich in Deutschland bereits Zugräumungen durch die Bundespolizei mit ansehen durfte bei Zügen, die nach japanischen Verhältnissen gerade mal zu 50% ausgelastet sind.

Das Problem ist doch, dass es die DB auf vielen Strecken nicht auf die Reihe bekommt, ein Nachfrage gerechtes Angebot anzubieten. Da werden lieber haufenweise Fahrzeuge ausrangiert, anstatt sie einzusetzen und Fahrgäste ein ansprechendes Angebot zu machen. Und nein, nicht jede Strecke ist überlastet und keine Trassen mehr zu bekommen.

Im schlimmsten Fall -> Beförderungsverweigerung

heinz11, Freitag, 18.05.2018, 18:31 (vor 2878 Tagen) @ Murrtalbahner


Das Problem ist doch, dass es die DB auf vielen Strecken nicht auf die Reihe bekommt, ein Nachfrage gerechtes Angebot anzubieten. Da werden lieber haufenweise Fahrzeuge ausrangiert, anstatt sie einzusetzen und Fahrgäste ein ansprechendes Angebot zu machen. Und nein, nicht jede Strecke ist überlastet und keine Trassen mehr zu bekommen.


Wenns nur beim Ausrangieren bliebe. Beliebt ist auch das Spielchen, Schrott draus zu machen, damit nur kein Konkurrent die Chance hat, das Material zu erwerben.

Problematisch bei Umsetzung in Deutschland

leeredose, Freitag, 18.05.2018, 10:20 (vor 2879 Tagen) @ Bahngenießer

Benachteiligt wären in Deutschland Fahrgäste mit Zugbindung (Sparpreis, aber ohne Reservierung) und Zeitkarteninhaber und BC100-Inhaber sowie Fahrgäste, die eigentlich für einen Zug vorher reserviert haben, diesen aber z. B. wegen Anschlussverlust nicht nehmen konnten. Ganz zu schweigen von den Flexpreis-Kunden, die viel Geld bezahlen, um zeitlich flexibel zu bleiben!

Würde man einfach die bahn.comfort-Sitzplätze konsequent von Unberechtigten miträumen, wäre dies nur bedingt ein Problem.

Problematisch bei Umsetzung in Deutschland

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 18.05.2018, 10:38 (vor 2879 Tagen) @ leeredose

Benachteiligt wären in Deutschland Fahrgäste mit Zugbindung (Sparpreis, aber ohne Reservierung) und Zeitkarteninhaber und BC100-Inhaber sowie Fahrgäste, die eigentlich für einen Zug vorher reserviert haben, diesen aber z. B. wegen Anschlussverlust nicht nehmen konnten. Ganz zu schweigen von den Flexpreis-Kunden, die viel Geld bezahlen, um zeitlich flexibel zu bleiben!


Würde man einfach die bahn.comfort-Sitzplätze konsequent von Unberechtigten miträumen, wäre dies nur bedingt ein Problem.

Doch - es gibt in der Regel mehr Comfortkunden als Comfortplätze im Zug.

--
Weg mit dem 4744!

Problematisch bei Umsetzung in Deutschland

musicus, Freitag, 18.05.2018, 10:43 (vor 2879 Tagen) @ JeDi

Würde man einfach die bahn.comfort-Sitzplätze konsequent von Unberechtigten miträumen, wäre dies nur bedingt ein Problem.


Doch - es gibt in der Regel mehr Comfortkunden als Comfortplätze im Zug.

Bei Auslastungen die an die 100% tendieren oder gar darüber liegen, ganz sicher. Aber bitte (trotz Freitag) keine neue Debatte über die Zahl der "Status"-Kunden und deren "Privilegien".

Problematisch bei Umsetzung in Deutschland

Frecciarossa, Freitag, 18.05.2018, 10:48 (vor 2879 Tagen) @ musicus

Bei Auslastungen die an die 100% tendieren oder gar darüber liegen, ganz sicher. Aber bitte (trotz Freitag) keine neue Debatte über die Zahl der "Status"-Kunden und deren "Privilegien".

Vorschläge:

  • Bahn.Comfort-Schwelle hochsetzen
  • Neue Wagenklasse einführen (1.-Klasse-Gefühl zum 2.-Klasse-Vielfahrer-Rabatt)
  • Goldene Bahncard einführen
  • Bauchpinsler und Schulterklopfer für Vielfahrer einstellen

LOL, SCNR, ROFL

+1

MC_Hans, 8001376, Samstag, 19.05.2018, 01:24 (vor 2878 Tagen) @ Frecciarossa

... Aber bitte (trotz Freitag) keine neue Debatte über die Zahl der "Status"-Kunden und deren "Privilegien".


Vorschläge:

  • ...
  • Bauchpinsler und Schulterklopfer für Vielfahrer einstellen

LOL, SCNR, ROFL

Hahahaha :-D

Dafür zahle ich doch gerne die 65 Cent mehr auf meinen BC25-Sparpreis!!! (oder wofür war noch gleich die Erhöhung auf 19,90€)

Beförderung nur mit Reservierung

RhBDirk, Freitag, 18.05.2018, 06:33 (vor 2879 Tagen) @ J-C

WIch war mal am Wiener Hauptbahnhof, da lauschte ich einer mir neuen Ansage. Chris Lohner, die heisgeliebte digitalisierte Stimme am Wiener Hbf, verkündete für einen Railjet nach Zürich, dass dieser voll ausgelastet wäre und deswegen nur Fahrgäste mit Reservierungen reindürften.

Ich war begeistert davon, was alles heutzutage schon per automatische Ansage angesagt werden kann und schaute auf Scotty. Die Ansage erwähnte nämlich eine Ausweichmöglichkeit auf den nächsten Zug, der 2 Stunden später abführe.

Fakt ist, dass der laut Scotty wegen der Auslastung auch nur mit Reservierungen betreten werden kann.

Irgendwie logisch, wenn man Zugräumungen vermeiden will, ist so eine adhoc-Reservierungspflicht ziemlich sinnvoll. Jetzt frag ich mich, wie das bei euch in Deutschland gehandhabt wird.

Liebe Grüße
Jan-Christian

Bei uns läuft das sogar auf den Zugzielanzeigern auf dem Bahnsteig bzw auf der großen Anzeige in den Bahnhofshallen, wenn ein Zug stark ausgelastet ist bzw "Zustieg nur mit Reservierung" - oder ähnlich.

Was man auch noch berücksichtigen muss:

Bahngenießer, Freitag, 18.05.2018, 11:27 (vor 2879 Tagen) @ J-C

Was man auch noch berücksichtigen muss:

Angenommen, stark ausgelastete Züge der DB werden kurz vor der Fahrt für Fahrkarten ohne Platzkarten gesperrt:
1) Steht dann an jeder Einstiegstür ein DB-Mitarbeiter, der die Reservierungen kontrolliert? Falls nein: Was macht man dann mit Reisenden, die während der Fahrt ohne Reservierung im Zug angetroffen werden. Ich glaube nicht, dass die DB vor Gericht damit durchkommen würde, solche Reisenden als Schwarzfahrer zu behandeln.
2) Insider, die noch nicht wissen, welchen Zug sie benutzen, holen sich vielleicht für den stark ausgelasteten Zug eine Platzkarte. Am Ende buchen sie doch um auf den schwächer ausgelasteten Zug kurz vorher oder kurz nachher oder sie benutzen diesen Alternativzug sogar ohne Reservierung. Und so kann es passieren, dass der stark ausgelastete (evtl. reservierungspflichtige) Zug dann plötzlich mit vielen freien Sitzplätzen durch die Gegend fährt.

Dann muss man eine teurere Reservierung nachkaufen

Höllentalbahn, Freitag, 18.05.2018, 14:11 (vor 2879 Tagen) @ Bahngenießer

Zumindest bei den ECs nach Kopenhagen mit Reservierungspflicht kommt eine Durchsage dass jemand der ohne Reservierung angetroffen wird eine für 20€ nachkaufen muss.

Dann muss man eine teurere Reservierung nachkaufen

gnampf, Freitag, 18.05.2018, 14:19 (vor 2879 Tagen) @ Höllentalbahn

die Züge sind ja aber in einem bestimmten Zeitraum auch grundsätzlich Reservierungspflicht, und nicht nach "kurzfristiger situationsabhängiger Entscheidung".

Bei den überfüllten Zügen hingegen dient der Hinweis zum Vermeiden einer Überbesetzung mit anschließender Räumung vor Weiterfahrt. Sofern es zur Räumung kommt sind dann halt Personen ohne Reservierung ggf. dran und dürfen wieder raus. Nix anderes als früher auch schon, nur jetzt eben mit Hinweis auf den Anzeigern und online.

Dient eher nur der Abschreckung

Altmann, Freitag, 18.05.2018, 14:24 (vor 2879 Tagen) @ J-C

Sowas gibt es auf der Weststrecke regelmäßig zur Stoßzeit.

Meine Erfahrung damit:
- Einfach einsteigen, niemand wird Dich aus dem Zug befördern
- In den meisten Fällen hab ich sogar noch einen Sitzplatz bekommen ...


LG aus RJ 162

Gerry

Wäre generell ein Segen.

Blaschke, Freitag, 18.05.2018, 20:27 (vor 2878 Tagen) @ J-C

Tach.

Überfüllte Züge sind nämlich auch für Sitzplatzinhaber eine Zumutung! Ich will mich nicht zu Klo und Speisewagen durchkämpfen müssen.

Reservierungen müssen bis eine Minute vor Abfahrt möglich sein.


Schöne Grüße von jörg

Wäre generell ein Segen.

Altmann, Freitag, 18.05.2018, 21:04 (vor 2878 Tagen) @ Blaschke

Ich kämpf mich sowieso nicht zum Klo durch. Weil sonst ist inzwischen mein Sitzplatz weg.

Da hilft nur Oberschenkel zusammenpressen! ;-)

Reservierung Minuten vorher!

Bahngenießer, Freitag, 18.05.2018, 23:40 (vor 2878 Tagen) @ Blaschke

Tach.

Überfüllte Züge sind nämlich auch für Sitzplatzinhaber eine Zumutung! Ich will mich nicht zu Klo und Speisewagen durchkämpfen müssen.

Bei reservierungspflichtigen Zügen sind die WCs doch sicher besetzt durch Fahrgäste ohne Reservierung. Grins!


Reservierungen müssen bis eine Minute vor Abfahrt möglich sein.

Finde ich generell auch.
Allerdings ist die Regelung mit den Beschriftungen "ggf. reserviert" oder "ggf. freigeben" nicht sehr glücklich. Meistens muss man dort nach dem Eintreffen erst mal jemand anderes vertreiben. Aus welchen Gründen auch immer er dort sitzt!
Außerdem ist es immer eine doppelte Kontrolle, wemm man auf der Reservierungsanzeige auch die angegebene Strecke vergleichen kann. Dann ist die Fehlerquote nicht so hoch! (Falscher Wagen usw.)

Nachteil von Reservierungspflicht ist u. a.:
Wenn ich am Umsteigebahnhof fahrplanmäßig lange warten müsste, kann ich bei Reservierungspflicht nicht ganz spontan noch in einen verspäteten früheren Zug einsteigen, der gerade noch am Bahnsteig steht.

+1

idle2, Sonntag, 20.05.2018, 11:36 (vor 2877 Tagen) @ Blaschke

Boxtraining inklusive.

Wie wäre ein (fast) automatisches Boarding?

Aphex Twin, Samstag, 19.05.2018, 14:11 (vor 2878 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Aphex Twin, Samstag, 19.05.2018, 14:15

Stellen wir uns Sensoren an den Türen vor, die personengenau zählen können wieviele Menschen ein- bzw. ausgestiegen sind. Desweiteren Systeme die jedem der einsteigt eine Reservierungsnummer geben die ihr oder ihm einen Sitzplatz garantiert (ohne eine spezifische Sitzplatznummer zu vergeben). Diese Nummer wird in diesem Moment an das Ticket (oder Bahncard, Zeitkarte) gekoppelt. Dies bedeutet dass das Ticket (bzw. Bahncard) beim Einsteigen gescannt wird. Wer noch keinen Fahrschein hat bekommt eine Reservierungsnummer ausgedruckt. Während sitzplatzgenaue Reservierung weiterhin möglich ist, werden diese ad-hoc 'Reservierungen' beim Einsteigen erst einem Sitzplatz zugeordnet wenn sich der Fahrgast beim Sitzplatz 'anmeldet' (d.h. wenn sie oder er sich auf einem Platz niederlässt).

Bei diesem System kann man den Einstieg verwehren sobald mehr als vielleicht 110% der Sitzplätze an Personen eingestiegen sind. Wobei ab 100% die 'Reservierungsnummer' beim Einstieg einen Stehplatz anzeigt. Im Voraus reservierte Plätze deren Reservierungen beim Einstieg nicht 'abgerufen' werden, können dann von den Personen mit einer 'Stehplatznummer' eingenommen werden. Im Idealfall würde dieses Verwehren des Einstiegs durch etwas wie ein Drehkreuz vorgenommen, aber auch allein mit einer roten Ampel und einer Strafgebühr wenn man im Zug ohne 'Reservierungsnummer' angetroffen wird liesse sich dies wohl realisieren. Einmal eingestiegen kann dieses System, wenn es auch Personen an Wagenübergängen zählen kann, den gerade eingestiegenen Fahrgästen auch signalisieren in welchen Wagen es noch mehr freie Sitzplätze als Personen gibt.

Im Prinzip ist dies nahe an einer Reservierungspflicht gekoppelt mit einer Reservierungsmöglichkeit bis zur letzten Minute wobei letzteres unkomplizierter direkt beim Einstieg geschieht und nicht erfordert dass man den richtigen Wagen und Sitzplatz findet sondern sich einfach auf jedem freien Platz niederlassen kann. Und darüberhinaus auch das 'Reservieren' einer beschränkten Anzahl von Stehplätzen ermöglicht, die im Voraus platzgenau reservierte Plätze deren Reservierer nicht in den Zug eingestiegen ist nutzen können.

Natürlich ist dies technologisch noch Zukunftsmusik aber vielleicht lassen sich einzelne Elemente davon zeitnah implementieren mit dem Ziel mittelfristig dieses System in neuen Zügen einzuführen. Kritik und Verbessungsvorschläge sind hochwillkommen.

P.S.: Sparpreise

Aphex Twin, Samstag, 19.05.2018, 14:31 (vor 2878 Tagen) @ Aphex Twin

Sparpreise mit Zugbindung könnte man wie Reservierungen im Voraus behandeln, d.h. man bekommt einen Sitzplatz garantiert und wenn man nicht im Zug erscheint kann der Sitzplatz von jemanden mit einer beim Einstieg vergebenen 'Stehplatzreservierung' eingenommen werden.

Reservierungen im Voraus könnten bei diesem System übrigens auch ohne eine Sitzplatznummer vergeben werden.

Oder...

Ösi, Samstag, 19.05.2018, 17:24 (vor 2878 Tagen) @ Aphex Twin

...man sorgt für ausreichende Reserven. Da die meisten Fahrgäste zuggebunden fahren, weiß man im Vorhinein mit ziemlicher Sicherheit, wie viele Menschen mitfahren möchten. Und wenn es besonders viele sind, wird eben ein Zusatzzug eingesetzt.

Fraglicher Railjet fuhr mit Doppeltraktion -> 14 Wagen

J-C, In meiner Welt, Samstag, 19.05.2018, 17:36 (vor 2878 Tagen) @ Ösi

Just sayin'

Die letzten 7 Wagen verkehrten auch bis Feldkirch.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Man kann aber Zusatzzüge im Blockabstand führen

Ösi, Samstag, 19.05.2018, 19:14 (vor 2877 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Ich glaub das wurde mal gemacht.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 19.05.2018, 21:14 (vor 2877 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von J-C, Samstag, 19.05.2018, 21:15

Meine Schwester meinte mal auf ihrer Reise von Zürich nach Wien, dass ihr Zug so voll war, sodass ab Salzburg ein zusätzlicher Zug bereitgestellt wurde...

Man hat die D-Züge auf der Weststrecke nicht umsonst eingeführt und auch nicht die Verlängerung des zweiten Zugteils des Railjets bis Feldkirch. ;-)

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Oder...

Aphex Twin, Samstag, 19.05.2018, 18:43 (vor 2877 Tagen) @ Ösi

...man sorgt für ausreichende Reserven. Da die meisten Fahrgäste zuggebunden fahren, weiß man im Vorhinein mit ziemlicher Sicherheit, wie viele Menschen mitfahren möchten. Und wenn es besonders viele sind, wird eben ein Zusatzzug eingesetzt.

Dies ist sicher die beste Variante. Wobei Fahrzeugbeschaffung, Bahnsteigverlängerungen, zusätzliche Gleiskilometer und andere Infrastrukturmassnahmen zum Teil eine bedeutende Vorlaufzeit haben und es genauso Nachfragespitzen zu gewissen Tages- und Wochenzeite bzw. an manchen Feiertagen für die eine Auslegung der Infrastruktur unverhältnismässig teuer sein kann.

Als einer eher vielleicht noch einfacheren Massnahme aus meinen Vorschlägen könnte die Einführung einer sitzplatzfreien Reservierung gelten. Gerade für Sparpreise würde sich diese anbieten. In ihrer einfachsten Form würde dies am Sitzplatz analog zu BahnComfortplätzen angezeigt, z.B. mit 'Reserviert für Sparpreisinhaber'. Um dies effektiv umzusetzen, müsste man allerdings Sparpreisinhaber dazu verpflichten sich auch nur auf solche Plätze zu setzen. Allerdings wäre dies auf wenig frequentierten Fahren wiederum eher unnötige Bürokratie und Einschränkung.

Darum wäre es wohl besser wenn jeder Platz eine implizite Reservierung besässe. Jeder Reisende würde sich dann beim Niederlassen an seinem Platz 'anmelden' und die Reservierungsanzeige würde etwas wie 'Noch 132 freie Sitzplätze aus dem Flexpreiskontingent erhältlich' anzeigen. Platzgenaue Reservierungen würden weiter existieren, und sobald alle freien Sitzplätze aus dem Flexpreiskontingent (was Bahncard 100 Besitzer mit einschliessen würde) aufgebraucht wären, würde die Anzeige zu 'Bitte für Sparpreisinhaber freigeben' wechseln. Natürlich sollten Flexpreisinhaber auch eine sitzplatzfreie Reservierung durchführen dürfen, allerdings nur eine pro Fahrschein die kostenlos ist. Für Bahncard 100 Inhaber müsste man sich aber besondere Regelungen ausdenken.

Im Prinzip entspricht dies der Einführung einer kostenlosen Reservierung (einer pro Fahrschein) ohne den Stress den richtigen Wagen und Platz finden zu müssen. Es vermeidet auch das Problem dass sich Personen mit Reservierung an einen anderen freien Platz setzen und damit für zumindest 15 Minuten ihren eigentlich reservierten Platz blockieren. Gerade bei hoher Auslastung sind beide Probleme besonders lästig. Kombinieren liesse sich dies mit Anzeigen am Zug und am Bahnsteig in welchen Wägen noch am meisten freie Plätze zu finden sind.

P.S.: Sitzplatzfreie Reservierung

Aphex Twin, Samstag, 19.05.2018, 18:52 (vor 2877 Tagen) @ Aphex Twin

Diese kostenlose Reservierung würde den Reservierungsgrad deutlich erhöhen und damit eine genauere Kommunikation der tatsächlichen Auslastung ermöglichen und es den Kunden ermöglichen im Voraus zu sehen wie gross ihre Stehplatzwahrscheinlichkeit ist (und damit hoffentlich, wo möglich, zu einer anderen Zugwahl motivieren).

Inklusivreservierung in Klasse 2 längst überfällig

musicus, Sonntag, 20.05.2018, 13:01 (vor 2877 Tagen) @ Aphex Twin

...aber dieses Fass soll hier nun nicht nochmal zur Gänze zelebriert werden. Ich darf auf entsprechende Debatten der Vergangenheit verweisen:

z. B. diese hier, oder auch dein ablehnendes Statement oder dieser Griff in die Mottenkiste.

Inklusivreservierung in Klasse 2 wird nicht kommen

Frecciarossa, Sonntag, 20.05.2018, 13:28 (vor 2877 Tagen) @ musicus

Hat für die Bahn keinerlei Vorteile, daher wird das nix.

Fürchte ich auch

musicus, Sonntag, 20.05.2018, 13:35 (vor 2877 Tagen) @ Frecciarossa

Hat für die Bahn keinerlei Vorteile, daher wird das nix.

Richtig. Nützt dem Kunden, also weg damit!

Inklusivreservierung in Klasse 2 längst überfällig

Aphex Twin, Sonntag, 20.05.2018, 17:48 (vor 2877 Tagen) @ musicus

...aber dieses Fass soll hier nun nicht nochmal zur Gänze zelebriert werden. Ich darf auf entsprechende Debatten der Vergangenheit verweisen:

z. B. diese hier, oder auch dein ablehnendes Statement oder dieser Griff in die Mottenkiste.

Mein ablehnendes Statement bezieht sich auf die platzgenaue Reservierung. Mein Vorschlag hier ist eine 'sitzplatzfreie' Reservierung die genau die negativen Aspekte einer konventionellen Reservierung nicht besitzt.

Oder...

Ösi, Samstag, 19.05.2018, 19:19 (vor 2877 Tagen) @ Aphex Twin

Wobei Fahrzeugbeschaffung, Bahnsteigverlängerungen, zusätzliche Gleiskilometer und andere Infrastrukturmassnahmen zum Teil eine bedeutende Vorlaufzeit haben und es genauso Nachfragespitzen zu gewissen Tages- und Wochenzeite bzw. an manchen Feiertagen für die eine Auslegung der Infrastruktur unverhältnismässig teuer sein kann.

Die Autolobby fordert auch grundsätzlich, dass die Infrastruktur an den Nachfragespitzen ausgerichtet wird, und hat damit auch meist Erfolg. Bei den meisten vierspurigen Straßen würden zwei Spuren außerhalb der Rush Hour völlig ausreichen, trotzdem wurde die Straße vierspurig gebaut.

Insofern sollte die Bahnlobby (zu der ich mich zähle) Ähnliches fordern. Ob es umgesetzt wird, ist eine andere Frage. Aber man sollte mit einer Maximalforderung starten und dann Kompromisse akzeptieren, nicht mit dem Kompromiss starten und sich dann noch weiter herunterhandeln lassen.

Die Bahn ist übrigens für seltener auftretende, planbare Nachfragespitzen besser geeignet als das Auto: Man kann Werkstattaufenthalte so legen, dass zu bestimmten Tagen besonders viele Fahrzeuge verfügbar sind. Auch besser geeignet ist die Bahn für lokale Nachfragespitzen, wo Reserven aus verschiedenen Regionen zusammengezogen werden können. Mal für drei Tage eine zusätzliche Spur bauen geht beim Auto jedoch nicht.

Oder...

Aphex Twin, Samstag, 19.05.2018, 21:11 (vor 2877 Tagen) @ Ösi

Die Autolobby fordert auch grundsätzlich, dass die Infrastruktur an den Nachfragespitzen ausgerichtet wird, und hat damit auch meist Erfolg. Bei den meisten vierspurigen Straßen würden zwei Spuren außerhalb der Rush Hour völlig ausreichen, trotzdem wurde die Straße vierspurig gebaut.

In wohl den meisten Ballungsgebieten gibt es zur Rushhour regelmässig Stau und stockender Verkehr die zu deutlichen Fahrzeitverlängerungen führen. Es mag zahlreiche Strassen geben die überdimensioniert sind, aber sehr viele müssten ebenso als unterdimensioniert bezeichnet werden, wenn man die Nachfragespitzen als Massstab nehmen würde. Ein Verkehrsplaner hat dies einmal so definiert: "Eine Strasse auf der es nicht mindestens einmal täglich [unter der Woche] staut ist überdimensioniert."

Danke! + 100.000

Blaschke, Sonntag, 20.05.2018, 20:24 (vor 2876 Tagen) @ Ösi

Huhu.

Die Autolobby fordert auch grundsätzlich, dass die Infrastruktur an den Nachfragespitzen ausgerichtet wird, und hat damit auch meist Erfolg. Bei den meisten vierspurigen Straßen würden zwei Spuren außerhalb der Rush Hour völlig ausreichen, trotzdem wurde die Straße vierspurig gebaut.

Insofern sollte die Bahnlobby (zu der ich mich zähle) Ähnliches fordern. Ob es umgesetzt wird, ist eine andere Frage. Aber man sollte mit einer Maximalforderung starten und dann Kompromisse akzeptieren, nicht mit dem Kompromiss starten und sich dann noch weiter herunterhandeln lassen.


Danke. Ich könnte dich knutschen. Genau so isses!!!!!

Würden das die Bahnfreaks doch endlich auch mal begreifen ...

Schöne Grüße von jörg

Oder...

Henrik, Sonntag, 20.05.2018, 20:44 (vor 2876 Tagen) @ Ösi

Wobei Fahrzeugbeschaffung, Bahnsteigverlängerungen, zusätzliche Gleiskilometer und andere Infrastrukturmassnahmen zum Teil eine bedeutende Vorlaufzeit haben und es genauso Nachfragespitzen zu gewissen Tages- und Wochenzeiten bzw. an manchen Feiertagen für die eine Auslegung der Infrastruktur unverhältnismäßig teuer sein kann.

Bahnsteigverlängerungen nicht, da nicht nötig
eine Vorlaufzeit spielt hier keine Rolle.

Die Autolobby fordert auch grundsätzlich, dass die Infrastruktur an den Nachfragespitzen ausgerichtet wird, und hat damit auch meist Erfolg.

weder noch.
Autobahnen werden nach der Querschnittsbelastung hin bemessen.

Bei den meisten vierspurigen Straßen würden zwei Spuren außerhalb der Rush Hour völlig ausreichen, trotzdem wurde die Straße vierspurig gebaut.

Nein.
Die Wirtschaftlichkeit muss gegeben sein - bei der Autobahn wie bei der Bahn.

Insofern sollte die Bahnlobby (zu der ich mich zähle) Ähnliches fordern. Ob es umgesetzt wird, ist eine andere Frage. Aber man sollte mit einer Maximalforderung starten und dann Kompromisse akzeptieren, nicht mit dem Kompromiss starten und sich dann noch weiter herunterhandeln lassen.

6 neue zusätzliche Gleise zwischen Gelnhausen und Fulda fordern um dann zwei zu bekommen?
das is albern.
und macht auch keiner - weder im Bahn-, noch Autobahn-Bereich.

Die Bahn ist übrigens für seltener auftretende, planbare Nachfragespitzen besser geeignet als das Auto: Man kann Werkstattaufenthalte so legen, dass zu bestimmten Tagen besonders viele Fahrzeuge verfügbar sind. Auch besser geeignet ist die Bahn für lokale Nachfragespitzen, wo Reserven aus verschiedenen Regionen zusammengezogen werden können. Mal für drei Tage eine zusätzliche Spur bauen geht beim Auto jedoch nicht.

wozu extra bauen?
bei der BAB ist sie doch schon da, der Seitenstreifen.
das geht von jetzt auf gleich.
Sehr bekannt für die Nutzung dessen war über Jahre die A7 in Schlewsig-Holstein, gar baulich ausgestattet mit zusätzlichen Haltebuchten.

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LA/seitenstreifen-in-begruendeten-sonderfaell...

zudem ist ein dichtes flexibles Ausweichnetz vorhanden. Durch Verkehrsmeldungen und Navi werden die Autofahrer in Echtzeit informiert und bekommen Alternativrouten vorgeschlagen.

Derartige Systeme für Bahn und Auto zu kompliziert und teuer

Bahngenießer, Sonntag, 20.05.2018, 11:28 (vor 2877 Tagen) @ Aphex Twin

Auch für den Autoverkehr wäre es sinnvoll, wenn sich jeder vor der Fahrt mit Start und Ziel anmelden müsste und vom System so geführt würde, dass es (fast) keine Staus gibt. Hier ist es besonders einleuchtend, dass so etwas so schnell nicht kommen wird.

Bei der Bahn ginge es zwar vielleicht prinzipiell besser, es ist aber dennoch momentan nicht umsetzbar.

1) Flexpreis-Kunden, Zeitkarten-Inhaber und BahnCard100-Inhaber wollen sich oft gerade nicht vorher auf einen Zug festlegen. Gegen Plätze, die nur für Sparpreis-Fahrgäste reserviert sind, würden sie Sturm laufen. Sie möchten auch bei Unregelmäßigkeiten jederzeit ihre Reiseroute ändern dürfen, indem sie statt in Düsseldorf schon in Köln aussteigen, weil es dort mit dem Anschluss kurzfristig doch besser klappt. Und plötzlich ist der Anschlusszug dann doch ein IC und kein RE.

2) Der Grundgedanke einer nicht sitzplatzgebundenen Reservierung ist nicht schlecht, es fehlt aber an praktikablen Lösungen. Denn es fahren die unterschiedlichsten Personengruppen mit der Bahn. Manche sind sehr unerfahren und hilflos, andere ganz und gar nicht. Viele haben ein Handy oder Smartphone oder Laptop dabei, andere nicht oder kennen sich damit schlecht aus. Viele kaufen die Fahrkarten auch noch im Reisezentrum, in der DB-Agentur, im Reisebüro, am Automaten, im Zug oder lassen sie sich von ihrem Sohn oder von der Personalabteilung der Firma im Internet buchen. Manche finden auch nur mit fremder Hilfe den richtigen Zug, den richtigen Wagen, den richtigen Platz. Und ein nicht allzu kleiner Anteil an Fahrgästen weiß auch nicht, was sich hinter den Reservierungsanzeigen "Reserviert für BahnComfort" oder "ggf. reserviert" oder "ggf. freigeben" verbirgt. Und wenn es noch vielfältiger würde, dann würden viele resignieren und sich erstmal auf irgendeinen Platz setzen, bis ein selbstbewusster in Anspruch nehmender Fahrgast oder ein Zugbegleiter kommt.

3) Wenn ein Flexpreis-Kunde seine Fahrkarte durch Hinzubuchen einer Reservierung (sitzplatzgebunden oder nicht) zu einer Fahrkarte mit Zugbindung macht, würde er die Reservierung in manchen Fällen nicht kaufen. Wenn er flexibel bleibt, bucht er einfach irgendeinen Zug und nimmt dann gelegentlich doch einen anderen. Manchmal schafft er dann vorher noch eine Umbuchung, manchmal fährt er einfach ohne Reservierung.

4) Und wenn man keinen angenehmen Sitzplatz hat, geht man vielleicht auch erstmal ins Bordbistro und versucht es beim nächsten Halt nochmal, doch einen besseren Platz zu finden. Oder man geht sowieso erstmal ins Bordbistro, weil am Bahnhof die Umsteigezeit für einen Kaffee mal wieder nicht gereicht hat oder in den anderen Wagen erstmal die Gänge mit Trolleys (im Zweirichtungsverkehr) verstopft sind.

Daher: Bitte nicht zu kompliziert!

Derartige Systeme für Bahn und Auto zu kompliziert und teuer

Aphex Twin, Sonntag, 20.05.2018, 18:43 (vor 2876 Tagen) @ Bahngenießer

Auch für den Autoverkehr wäre es sinnvoll, wenn sich jeder vor der Fahrt mit Start und Ziel anmelden müsste und vom System so geführt würde, dass es (fast) keine Staus gibt. Hier ist es besonders einleuchtend, dass so etwas so schnell nicht kommen wird.

Selbstfahrende Autos werden diese vorherige Anmeldung (wenn auch nur mit geringen Vorlauf) per Definition haben.

Bei der Bahn ginge es zwar vielleicht prinzipiell besser, es ist aber dennoch momentan nicht umsetzbar.

1) Flexpreis-Kunden, Zeitkarten-Inhaber und BahnCard100-Inhaber wollen sich oft gerade nicht vorher auf einen Zug festlegen. Gegen Plätze, die nur für Sparpreis-Fahrgäste reserviert sind, würden sie Sturm laufen. Sie möchten auch bei Unregelmäßigkeiten jederzeit ihre Reiseroute ändern dürfen, indem sie statt in Düsseldorf schon in Köln aussteigen, weil es dort mit dem Anschluss kurzfristig doch besser klappt. Und plötzlich ist der Anschlusszug dann doch ein IC und kein RE.

Mein Vorschlag schliesst das doch überhaupt nicht aus. Nur dass in einem Zug mit z.B. 500 Sitzplätzen, 400 zuggebundenen Sparpreiskunden und 200 Flexpreis- bzw BahnCard100-Nutzer, jeder der 400 Sparpreiskunden einen Sitzplatz bekommt und von den 200 Flexpreisnutzern die Hälfte eben keinen Sitzplatz bekommen. Während im heutigen System die Sitzplätze nach einem gewissen Zufallsprinzip unter den 600 Zugnutzern verteilt werden.

Mein Vorschlag ist hierbei nicht anders als eine Inklusivreservierung für alle Kunden. Man muss sie nicht nutzen wenn man flexibel bleiben will, aber wenn man einen Sitzplatz garantiert haben will muss man sie eben nutzen (so wie es heute auch schon ist). Für Sparpreiskunden kann die Reservierung dann völlig automatisch sein.

2) Der Grundgedanke einer nicht sitzplatzgebundenen Reservierung ist nicht schlecht, es fehlt aber an praktikablen Lösungen. Denn es fahren die unterschiedlichsten Personengruppen mit der Bahn. Manche sind sehr unerfahren und hilflos, andere ganz und gar nicht. Viele haben ein Handy oder Smartphone oder Laptop dabei, andere nicht oder kennen sich damit schlecht aus. Viele kaufen die Fahrkarten auch noch im Reisezentrum, in der DB-Agentur, im Reisebüro, am Automaten, im Zug oder lassen sie sich von ihrem Sohn oder von der Personalabteilung der Firma im Internet buchen. Manche finden auch nur mit fremder Hilfe den richtigen Zug, den richtigen Wagen, den richtigen Platz. Und ein nicht allzu kleiner Anteil an Fahrgästen weiß auch nicht, was sich hinter den Reservierungsanzeigen "Reserviert für BahnComfort" oder "ggf. reserviert" oder "ggf. freigeben" verbirgt. Und wenn es noch vielfältiger würde, dann würden viele resignieren und sich erstmal auf irgendeinen Platz setzen, bis ein selbstbewusster in Anspruch nehmender Fahrgast oder ein Zugbegleiter kommt.

Daher: Bitte nicht zu kompliziert!

Der Komfort Check-in geht ja schon in die Richtung dass sich Leute an ihrem Sitzplatz selber anmelden. Dies weiterzuspinnen in dem der Sitzplatz bzw. das Smartphone dies komplett automatisch machen ist technologisch ja durchaus schon möglich. (Ich hatte meinen Begriff des 'Boardings' übrigens gewählt bevor ich von dem Komfort Check-in wusste).

Schon die hier schon mehrmals erhobene Forderung nach einer Reservierung bis zur letzten Minute kann Probleme bringen wenn sich jemand auf einen nicht reservierten Platz niedergelassen hat (entweder im Vorlauf des Zugstrecke oder bei Aufenthalten in Bahnhöfen die mehrere Minuten dauern) den dann jemand eine Minute vor Abfahrt reserviert.

Eine Möglichkeit die vielen unterschiedlichen Ticketformen zu vereinheitlichen wäre eine RFID-Karte wie sie z.B. schon in Skigebieten für den Liftzugang genutzt wird. Natürlich ist die extra Kostenpunkt dem man einem Einzelticket nicht aufbürden kann (man aber genauso wenig kostenlos jedem Papierticket beilegen kann) mit dem Nachteil dass Anonymität beim Bahnfahren verloren geht die jetzige Papierticketkunden die bar bezahlen noch besitzen. Wenn ich mich richtig erinnere existiert aber schon etwas derartiges in den Niederlanden.

Oder...

musicus, Sonntag, 20.05.2018, 12:45 (vor 2877 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von musicus, Sonntag, 20.05.2018, 12:46

...man sorgt für ausreichende Reserven. Da die meisten Fahrgäste zuggebunden fahren, weiß man im Vorhinein mit ziemlicher Sicherheit, wie viele Menschen mitfahren möchten.

Das glaube ich nun nicht so ganz. Man weiß lediglich, wie viele Menschen zuggebunden mit den jeweiligen Zügen reisen. Nachdem Flexpreise und Zeitkarten ein - völlig zu Recht - gänzlich offenes System schaffen, kann man eben nicht „mit ziemlicher Sicherheit“ (was heißt hier eigentlich „ziemlich“) und „im Vorhinein“ (wie weit eigentlich?) wissen, wie viele Reisende einen konkreten Zug besetzen werden, sondern bestenfalls auf Grundlage längerfristiger Erfahrung zu Schätzungen kommen.

Und wenn es besonders viele sind, wird eben ein Zusatzzug eingesetzt.

Mit welchem Nutzen? Der/Die zuggebunden Reisende wird wohl aus tariflichen wie auch reiseplantechnischen (Reservierung, Anschlüsse...) Erwägungen nicht vom gebuchten Schema abweichen. Und geübte Flexfahrende hat „seine“ Verbindungen oft im Kopf und rechnet nicht mit spontan aufpoppenden Zusatzleistungen (die oft genug mit altem IC-Material gefahren werden und daher einigen schon deswegen nicht gefallen dürften). So oder so bräuchte es Reserven an Personal und Rollmaterial, da wären geplante Verdichtungen im Fahrplan mMn nachhaltiger.

Oder...

Ösi, Sonntag, 20.05.2018, 20:50 (vor 2876 Tagen) @ musicus

Das glaube ich nun nicht so ganz. Man weiß lediglich, wie viele Menschen zuggebunden mit den jeweiligen Zügen reisen. Nachdem Flexpreise und Zeitkarten ein - völlig zu Recht - gänzlich offenes System schaffen, kann man eben nicht „mit ziemlicher Sicherheit“ (was heißt hier eigentlich „ziemlich“) und „im Vorhinein“ (wie weit eigentlich?) wissen, wie viele Reisende einen konkreten Zug besetzen werden, sondern bestenfalls auf Grundlage längerfristiger Erfahrung zu Schätzungen kommen.

Da Flexpreis- und Zeitkartenfahrer die Minderheit darstellen, sind verkaufte Sparpreise ein guter Gradmesser. Der Rest sind Schätzungen aus Erfahrung.

Mit welchem Nutzen? Der/Die zuggebunden Reisende wird wohl aus tariflichen wie auch reiseplantechnischen (Reservierung, Anschlüsse...) Erwägungen nicht vom gebuchten Schema abweichen. Und geübte Flexfahrende hat „seine“ Verbindungen oft im Kopf und rechnet nicht mit spontan aufpoppenden Zusatzleistungen (die oft genug mit altem IC-Material gefahren werden und daher einigen schon deswegen nicht gefallen dürften).

Man kann auch für Zusatzzüge zu vorher feststehenden Ereignissen (Ostern, Weihnachten, Messe, ...) zuggebundene Tickets verkaufen. Auch Flexpreis-Reisende können eine kleine Abweichung verkraften, wenn sie dafür einen Sitz- statt einen Stehplatz brauchen.

So oder so bräuchte es Reserven an Personal und Rollmaterial, da wären geplante Verdichtungen im Fahrplan mMn nachhaltiger.

Der Vorteil ist: Bei der Bahn geht beides.

Oder...

musicus, Montag, 21.05.2018, 10:52 (vor 2876 Tagen) @ Ösi

Da Flexpreis- und Zeitkartenfahrer die Minderheit darstellen, sind verkaufte Sparpreise ein guter Gradmesser. Der Rest sind Schätzungen aus Erfahrung.

Und wie klein ist diese Minderheit? Zu welchem Prozentsatz sind die Züge mit Sparpreisfahrern ausgelastet? Woher speist sich dieses Wissen?

Man kann auch für Zusatzzüge zu vorher feststehenden Ereignissen (Ostern, Weihnachten, Messe, ...) zuggebundene Tickets verkaufen.

Man kann Zusatzzüge auch fest einplanen, ohne Jahr für Jahr erst aufwendig zu ermitteln, dass Weihnachten schon wieder auf den 24.-26. Dezember fällt. Ein, zwei Züge pro gut ausgelasteter Linie ne Woche vorher im Fahrplan anzuzeigen, bringt da eher wenig.

Auslastungsanzeiger im Testbetrieb und Technik

idle2, Sonntag, 20.05.2018, 11:50 (vor 2877 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von idle2, Sonntag, 20.05.2018, 11:51

Ich habe bereits Twindexx - Triebzüge auf der Linie RE5 mit "Auslastungsanzeiger" im Testbetrieb gesehen.

Mich interessiert, wie die Erfassung technisch realisiert wird.
Vorstellen könnte ich mir, dass die "Füllstandserfassung" mit den schon vorhandenen Überwachungskameras realisiert wird.

Das System ist noch ungenau und soll vermutlich "nur" den Fahrgastwechsel beschleunigen - aber kann sicher noch weiterentwickelt werden.

Interessant wäre auch ob es möglich ist ein Wagenkasten während der Fahrt zu Wiegen: SW Dehnmessstreifen.

Auslastungsanzeiger im Testbetrieb und Technik

Henrik, Sonntag, 20.05.2018, 14:55 (vor 2877 Tagen) @ idle2

Ich habe bereits Twindexx - Triebzüge auf der Linie RE5 mit "Auslastungsanzeiger" im Testbetrieb gesehen.

wo?
in Berlin-Brandenburg?

Digital im Regio
https://www.bahn.de/micro/view/fzi-newsletter/2017_digital-regio-wlan.shtml

https://www.zugreiseblog.de/digital-im-regio-app-colibri-auslastung/

ansonsten läuft bei der S-Bahn Stuttgart auch ein solches Projekt,

https://www.deutschebahn.com/de/Digitalisierung/DB_Digital/digitale_produkte/bahnsteigk...

hier im Forum

Mich interessiert, wie die Erfassung technisch realisiert wird.
Vorstellen könnte ich mir, dass die "Füllstandserfassung" mit den schon vorhandenen Überwachungskameras realisiert wird.

ja

Das System ist noch ungenau und soll vermutlich "nur" den Fahrgastwechsel beschleunigen - aber kann sicher noch weiterentwickelt werden.

Interessant wäre auch ob es möglich ist ein Wagenkasten während der Fahrt zu Wiegen: SW Dehnmessstreifen.

zu aufwendig.

Auslastungsanzeiger im Testbetrieb und Technik

idle2, Sonntag, 20.05.2018, 18:06 (vor 2877 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von idle2, Sonntag, 20.05.2018, 18:07

wo?
in Berlin-Brandenburg?

Ja, genau im VBB.

Interessant wäre auch ob es möglich ist ein Wagenkasten während der Fahrt zu Wiegen: SW Dehnmessstreifen.


zu aufwendig.

Eigentlich ist das eine ganz einfache, unkomplizierte Sache. Die Frage ist nur ob sich dadurch sinnvolle Messergebnisse erzielen lassen.

Danke für die Links.

Auslastung wiegen ...

Blaschke, Sonntag, 20.05.2018, 20:29 (vor 2876 Tagen) @ idle2

Huhu.

Interessant wäre auch ob es möglich ist ein Wagenkasten während der Fahrt zu Wiegen: SW Dehnmessstreifen.

M.W. wird bei zumindest manchen Triebwagentypen in der Tat das Gewicht erfasst. Weil wegen Überfüllung und Sicherheit und so.

Ansonsten sollen Fahrgastzählsysteme an den Türen mittlerweile brauchbare Ergebnisse liefern - den guten alten Fahrgastzähler braucht es da nicht mehr.


Schöne Grüße von jörg

Ich hab eine coolere Idee.

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 20.05.2018, 20:58 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von J-C, Sonntag, 20.05.2018, 20:59

Man kann ja recht gut vorhersagen, an welchen Tagen viel Frequenz ist. Dort, wo erfahrungsgemäß die Züge stark ausgelastet sind, gibt's eine generelle Reservierungspflicht. Da man dann 3 Euro extra zahlen muss - bzw. in Deutschland 4,50€, dann wird man sich überlegen, einen anderen Zug zu nehmen. Dadurch kann man im Idealfall die Auslastung etwas abflachen und auch besser mit dieser kalkulieren.

Braucht man keine High-Tech-Superlösung, sondern macht es sich eben einfacher ;-)

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ich hab eine coolere Idee.

Aphex Twin, Sonntag, 20.05.2018, 22:38 (vor 2876 Tagen) @ J-C

Man kann ja recht gut vorhersagen, an welchen Tagen viel Frequenz ist. Dort, wo erfahrungsgemäß die Züge stark ausgelastet sind, gibt's eine generelle Reservierungspflicht. Da man dann 3 Euro extra zahlen muss - bzw. in Deutschland 4,50€, dann wird man sich überlegen, einen anderen Zug zu nehmen. Dadurch kann man im Idealfall die Auslastung etwas abflachen und auch besser mit dieser kalkulieren.

Braucht man keine High-Tech-Superlösung, sondern macht es sich eben einfacher ;-)

Auch hier besteht das Problem dass nicht jeder Bahnfahrer dies mitbekommen wird. Ein Flexticketkäufer müsste explizit noch einmal nachschaut wenn er weiss welchen Zug er nehmen will ob er vielleicht zusätzlich noch eine Reservierung benötigt.

Ich hab eine coolere Idee.

Henrik, Montag, 21.05.2018, 00:27 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin

Man kann ja recht gut vorhersagen, an welchen Tagen viel Frequenz ist. Dort, wo erfahrungsgemäß die Züge stark ausgelastet sind, gibt's eine generelle Reservierungspflicht. Da man dann 3 Euro extra zahlen muss - bzw. in Deutschland 4,50€, dann wird man sich überlegen, einen anderen Zug zu nehmen. Dadurch kann man im Idealfall die Auslastung etwas abflachen und auch besser mit dieser kalkulieren.

Braucht man keine High-Tech-Superlösung, sondern macht es sich eben einfacher ;-)

Auch hier besteht das Problem dass nicht jeder Bahnfahrer dies mitbekommen wird.

das Problem besteht nicht.
eine saftige Preiserhöhung um 5 Euro, sprich um heftige 15% für nichts,
das bekommt nicht nur jeder Bahnfahrer mit - das bekommt die gesamte Republik mit.
Spätestens zwei Tage nach Bekanntgabe wird es wieder zurück genommen und der entsprechende Manager ist mit hohem Bogen rausgeflogen.

scheint als hättest Du seine coole Idee tatsächlich ernst genommen.. :D :D

Ein Flexticketkäufer müsste explizit noch einmal nachschaut wenn er weiß welchen Zug er nehmen will ob er vielleicht zusätzlich noch eine Reservierung benötigt.

das weiß er ja eh und dass er rein aus Kalkül da ne Pflichtabgabe in Höhe von 5 Euro abdreschen muss.
Das Problem besteht nicht.
Der schaut da aber einmal rauf - und dann nie wieder.
Das Problem besteht.
Und das kennt die Bahn zu genüge.

Ich hab eine coolere Idee.

J-C, In meiner Welt, Montag, 21.05.2018, 17:01 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin

Oder er nimmt einen Zug, für den man nicht reservieren muss :-P

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ich hab eine coolere Idee.

Aphex Twin, Montag, 21.05.2018, 17:29 (vor 2876 Tagen) @ J-C

Oder er nimmt einen Zug, für den man nicht reservieren muss :-P

Ja, sicher, aber es dennoch eine Einschränkung des 'Flexticket-Prinzips' wenn man nicht einfach in jeden Zug einsteigen kann ohne sich noch einmal darüber zu informieren ob das Flexticket auch wirklich ausreicht.

Ich hab eine coolere Idee.

J-C, In meiner Welt, Montag, 21.05.2018, 17:37 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin

Wieso? Der Verkauf erfolgt doch fahrplanbasiert. Sowohl im Internet als auch am Automaten muss man zuerst einen Zug auswählen. Sind die Daten schon entsprechend eingepflegt, kann von Überraschung keine Rede sein.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ich hab eine coolere Idee.

Altmann, Montag, 21.05.2018, 17:39 (vor 2876 Tagen) @ J-C

Aber zur Stoßzeit sitzen da mal rund die Hälfte Netzkartenbesitzer im Zug ... Die kann man zwar schätzen, wissen tut man ´s aber nicht.

Ich hab eine coolere Idee.

Aphex Twin, Montag, 21.05.2018, 17:49 (vor 2876 Tagen) @ J-C

Wieso? Der Verkauf erfolgt doch fahrplanbasiert. Sowohl im Internet als auch am Automaten muss man zuerst einen Zug auswählen. Sind die Daten schon entsprechend eingepflegt, kann von Überraschung keine Rede sein.

Und Flexpreisnutzer kaufen ihre Tickets immer genau für den Zug den sie später auch nehmen werden?

Seh nicht wirklich das Problem.

J-C, In meiner Welt, Montag, 21.05.2018, 17:59 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin

Wenn man adhoc sich dazu entscheidet, einen stark frequentierten Zug zu nutzen, hatte man früher das Risiko, rausgeworfen zu werden. Nun eben eher das Risiko, mal 4,50€ zu zahlen, was aber normalerweise nicht überraschend kommt, so ein Fahrkartenbesitzer kommt nicht aus der Steinzeit und kann sich auch im Voraus informieren, ob etwa zur Reisezeit ein Zug entsprechend überfüllt ist.

Und mir geht es um die Reisezeit, in der Regel dürften das nur sehr wenige Züge sein und dann gäbe es auch zeitnah Alternativen wie Verstärkerzüge, die dadurch auch die Aufmerksamkeit kriegen, die sie verdienen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Seh nicht wirklich das Problem.

Aphex Twin, Montag, 21.05.2018, 18:24 (vor 2875 Tagen) @ J-C

Wenn man adhoc sich dazu entscheidet, einen stark frequentierten Zug zu nutzen, hatte man früher das Risiko, rausgeworfen zu werden. Nun eben eher das Risiko, mal 4,50€ zu zahlen, was aber normalerweise nicht überraschend kommt, so ein Fahrkartenbesitzer kommt nicht aus der Steinzeit und kann sich auch im Voraus informieren, ob etwa zur Reisezeit ein Zug entsprechend überfüllt ist.

Und mir geht es um die Reisezeit, in der Regel dürften das nur sehr wenige Züge sein und dann gäbe es auch zeitnah Alternativen wie Verstärkerzüge, die dadurch auch die Aufmerksamkeit kriegen, die sie verdienen.

In gewisser Weise ist dies ein je nach Nachfrage variabler Preis (was wir über Sparpreise schon etwas haben, wobei letztere zusätzlich den 'Inflexibilitätsbonus' haben).

Wenn Reservierungspflicht besteht, dann müssten Sparpreistickets für diese Züge automatisch mit einer Reservierung kommen (ob dies extra ausgewiesen wird oder einfach in den Sparpreis-Preis miteingerechnet wird ist dann ein Implementierungsdetail). Und damit Flexticketfahrer zum Teil einen Stehplatz nutzen (während alle Sparpreisnutzer einen Sitzplatz haben). Sehe ich das richtig so?

Ich hab eine coolere Idee.

Henrik, Montag, 21.05.2018, 18:14 (vor 2875 Tagen) @ J-C

Wieso? Der Verkauf erfolgt doch fahrplanbasiert. Sowohl im Internet als auch am Automaten muss man zuerst einen Zug auswählen. Sind die Daten schon entsprechend eingepflegt, kann von Überraschung keine Rede sein.

von Überraschung kann keine Rede sein?

"Stau auf BAB 0815 - wir empfehlen Ihnen die Umleitung U 4711 zu nehmen."
paar Minuten später ist die U 4711 total überlastet, Stau. Aber von Überraschung kann keine Rede sein..

Er wird also nicht der einzige sein, der nen ICE ne halbe Stunde eher nimmt - denn so 5 Tacken Unterschied is der Hammer, das is heftig.
Nun is der frühere ICE überfüllt, Auslastung über 100%
der exorbitant Pflicht-teure ICE glänzt mit leere Plätzen und die Krösus freagen sich, wieso sie denn überhaupt 5 Euro mehr zahlen sollten.
ganz großes Kino.
Imagegewinn der Bahn vorprogrammiert.

Du hast mich schachmatt geschlagen.

J-C, In meiner Welt, Montag, 21.05.2018, 18:18 (vor 2875 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von J-C, Montag, 21.05.2018, 18:19

Ich verzichte daher darauf, nach dem letzten Strohhalm zu greifen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Reservierungspflicht bei 100% Auslastung vs. 200%

Henrik, Samstag, 19.05.2018, 14:57 (vor 2878 Tagen) @ J-C

am Wiener Hbf, verkündete für einen Railjet nach Zürich, dass dieser voll ausgelastet wäre und deswegen nur Fahrgäste mit Reservierungen reindürften.

Die Ansage erwähnte nämlich eine Ausweichmöglichkeit auf den nächsten Zug, der 2 Stunden später abführe.

wegen der Auslastung auch nur mit Reservierungen betreten werden kann.

Irgendwie logisch, wenn man Zugräumungen vermeiden will, ist so eine adhoc-Reservierungspflicht ziemlich sinnvoll.

ob das so sinnvoll sei, muss man jetzt nicht unbedingt logisch finden,
zwischen einer Auslastung von 100% und 200% besteht ja nun doch noch ein recht großer Unterschied.

Dieses Posting mit den Regelungen ist bekannt?

Ketzerische Frage

Aphex Twin, Sonntag, 20.05.2018, 22:45 (vor 2876 Tagen) @ J-C

Wenn wirklich fast alle Spartickets nutzen (und die Bahn nicht mehr Spartickets als Sitzplätze verkauft), sollte die Überfüllung von Zügen nicht ein relativ kleines Problem sein?

Wenn es so ist, vielleicht.

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 20.05.2018, 22:50 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin

Aber dann gibt es die, die zum Flexpreis fahren. Das ist in Österreich durchaus noch der Fall.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

jedes dritte FV-Ticket ist ein Sparpreis

Henrik, Montag, 21.05.2018, 00:17 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von Henrik, Montag, 21.05.2018, 00:20

Wenn wirklich fast alle Spartickets nutzen

von 142 Millionen Fahrgästen im Jahre 2017 reisten 46 Millionen Fahrgäste mit einem Sparpreis (32%).
zwischen etwa jeder Dritte und fast alle besteht doch ein gewisser Unterschied.

(und die Bahn nicht mehr Spartickets als Sitzplätze verkauft), sollte die Überfüllung von Zügen nicht ein relativ kleines Problem sein?

von montags bis freitags ist es nicht ein relativ kleines Problem, sondern absolut gar kein Problem.

es betrifft gewisse Relationen an Freitagen, Sonntagen und Feiertagen sowie dem Tag zuvor und auch da nur äußerst selten wenn ein Zugteil ausgefallen ist.
Und mit billigen total komplizierten Lösungsversuchen kommt man dem gewiss nich bei.

In Deinem Diktus also - es ist kein Problem.

(das Blocken ausgebuchter Züge gibts so lange noch nicht)

jedes dritte FV-Ticket ist ein Sparpreis

Aphex Twin, Montag, 21.05.2018, 11:01 (vor 2876 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Aphex Twin, Montag, 21.05.2018, 11:05

Wenn wirklich fast alle Spartickets nutzen


von 142 Millionen Fahrgästen im Jahre 2017 reisten 46 Millionen Fahrgäste mit einem Sparpreis (32%).
zwischen etwa jeder Dritte und fast alle besteht doch ein gewisser Unterschied.

Ich habe nie behauptet das 'fast alle Sparpreise' nutzen (die Überschrift sollte aufzeigen dass ich hier im Wesentlichen nur den Advocatus Diaboli spiele). Ich habe eine hypothetische Frage gestellt, wie häufig Überfüllung den vorkomme falls es denn so wäre [wie hier viele behaupten] dass die übergrosse Mehrheit aller Fahrten Sparpreise sind. Auf ICE-Treff wird letzteres regelmässig und praktisch unwidersprochen postuliert. In diesem Thread hat Ösi dies mehrmals unwidersprochen vorgetragen:
- "Da die meisten Fahrgäste zuggebunden fahren"
- "Da Flexpreis- und Zeitkartenfahrer die Minderheit darstellen"

Und mit billigen total komplizierten Lösungsversuchen kommt man dem gewiss nich bei.

Interessante Kombination von Adjektiven, normalerweise wird 'billig' mit 'zu einfach' assoziiert, aber ich nehme an Dir ist auf die Schnelle kein anderes negatives Adjektiv eingefallen.

jedes dritte FV-Ticket ist ein Sparpreis

Henrik, Montag, 21.05.2018, 16:52 (vor 2876 Tagen) @ Aphex Twin

wozu so gereizt.. und persönlich?

Wenn wirklich fast alle Spartickets nutzen

von 142 Millionen Fahrgästen im Jahre 2017 reisten 46 Millionen Fahrgäste mit einem Sparpreis (32%).
zwischen etwa jeder Dritte und fast alle besteht doch ein gewisser Unterschied.

Ich habe nie behauptet das 'fast alle Sparpreise' nutzen (die Überschrift sollte aufzeigen dass ich hier im Wesentlichen nur den Advocatus Diaboli spiele). Ich habe eine hypothetische Frage gestellt, wie häufig Überfüllung den vorkomme falls es denn so wäre [wie hier viele behaupten] dass die übergroße Mehrheit aller Fahrten Sparpreise sind. Auf ICE-Treff wird letzteres regelmäßig und praktisch unwidersprochen postuliert. In diesem Thread hat Ösi dies mehrmals unwidersprochen vorgetragen:
- "Da die meisten Fahrgäste zuggebunden fahren"
- "Da Flexpreis- und Zeitkartenfahrer die Minderheit darstellen"

(nach Advocatus Diaboli spielen sieht das hier nun wahrlich nicht aus - bisschen zu sehr vernarrt & vor allem selbstüberheblich)
Die Frage an sich stellt sich nicht.
Hier im Forum wird regelmäßig und praktisch unwidersprochen postuliert, dass der Anteil Sparpreis-Tickets bei knapp 100% liege (dafür lieferst Du grade mal ein einziges Beispiel)?
und selbst wenn .....ist das als nichts als die Wahrheit hinzunehmen, erst recht wenn es von totalen Laien völlig ohne Quellenangabe gepostet wird?
ohne mal selbst ein wenig nachzudenken?
'billig' .. 'zu einfach' 'whatever'

Die beiden Sätze von Ösi sprechen eine ganz andere Sprache und muss man so klar auch nicht direkt widersprechen (muss man generell nicht) - grade mal eine Stunde nach seinem Posting von unwidersprochen zu sprechen klingt eh nicht gerade plausibel.
Vom Grundtenor liegt er genau richtig,
eine etwas eindimensionale Betrachtungsweise - entsprechend erhielt er aber ja auch eine Erwiderung.

Und mit billigen total komplizierten Lösungsversuchen kommt man dem gewiss nich bei.

Interessante Kombination von Adjektiven, normalerweise wird 'billig' mit 'zu einfach' assoziiert, aber ich nehme an Dir ist auf die Schnelle kein anderes negatives Adjektiv eingefallen.

'zu einfach' gedacht - passt doch bestens in Kontext, ja.
das schreibt man so nicht. habs billig rausgenommen, wieder rein, drin gelassen. plumb, banal, ..
passt scho.
Schnelle? wozu das? Eile war ja nun wahrlich nich geboten.
Die Wertung ("negatives") ist Deine Interpretation.
Didaktik...... gottchen.

jedes dritte FV-Ticket ist ein Sparpreis

Aphex Twin, Montag, 21.05.2018, 17:23 (vor 2876 Tagen) @ Henrik

(nach Advocatus Diaboli spielen sieht das hier nun wahrlich nicht aus - bisschen zu sehr vernarrt & vor allem selbstüberheblich)

Ich habe keine Ahnung wieso eine Aussage, an der ich etwas Zweifel habe ('die meisten fahren zuggebunden'), überspitzt darzustellen um auf ihre logischen Probleme hinzuweisen 'selbstüberheblich' sein soll. Aber anscheinend nehme ich wenn mich jemand persönlich kritisiert dies auch gleich persönlich.

Hier im Forum wird regelmäßig und praktisch unwidersprochen postuliert, dass der Anteil Sparpreis-Tickets bei knapp 100% liege (dafür lieferst Du grade mal ein einziges Beispiel)?

Ein einziges Beispiel in diesem Thread. Du weisst genau dass dies hier häufig so formuliert wird. Ich weiss nicht wieso Du plötzlich den Eindruck erwecken willst dass dies nicht so sei.

und selbst wenn .....ist das als nichts als die Wahrheit hinzunehmen, erst recht wenn es von totalen Laien völlig ohne Quellenangabe gepostet wird?
ohne mal selbst ein wenig nachzudenken?

99.9% aller Dinge die hier diskutiert werden sind ohne Quellenangabe. Übrigens Deine gerade aufgeführten Zahlen dazu auch. Aber natürlich habe ich meine Zweifel bei generell vagen Angaben (Deinen Zahlen glaube ich dagegen grundsätzlich schon da Leute sehr selten solch spezifische Zahlen einfach erfinden oder raten).

Und ausserdem habe ich doch genau das gemacht was Du vorgeschlagen hast: Ich habe nachgedacht und mich gefragt wie dies mit häufiger Überfüllung in Einklang zu bringen ist.

Die Wertung ("negatives") ist Deine Interpretation.

"kommt man da gewiss nich bei" ist positiv gemeint?

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