Die Antwort fällt leider relativ leicht & schwer zugleich (Fahrkarten und Angebote)

musicus, Donnerstag, 19.04.2018, 11:41 (vor 2895 Tagen) @ GUM

Also ein einfacher innerdeutscher Flug mit gerade einmal einer Stunde Flugzeit für 484,52 Euro(!)

Die konkurrierende DB schlägt beim 1. Klasse-Flexpreis ebenfalls bereits mit 260 Euro und nochwas zu Buche - bei vierfacher Reisezeit.

Da geht das Sparpreisangebot manchmal fast gegen Null.

Mit BC50 umso schneller.

Zumal die Bahn mit Reduzierung von Sparpreisen auch einen "Sog" in Richtung der gegen Jahresbeitrag erhältlichen Rabattierungskarten 50/25 auslösen kann.

Richtig. Vielfahrer, die nicht monatelang im Voraus planen können oder lediglich überschaubare Flexibilität hinsichtlich der Wahl des konkreten Reisezeitpunkts haben, kommen um eine BC50 (oder BC100) nicht herum, wenn's halbwegs wirtschaftlich bleiben soll.

Die enorm viel Geld in die Kasse spülen und in anderen Branchen unbekannt sind. Sage einmal in irgendeiner anderen Branche, dass er bei Deinem Unternehmen nur dann 25 % bekommt, wenn er vorher einen dreistelligen nicht erstattbaren Betrag einzahlt.

Kein Problem, das sind leicht eingenommene "dreistellige nicht erstattbare Beträge", weil der geübte Einkäufer aus Konstellation und Relation der jeweiligen Preise auf den ersten Blick erkennt, dass der nicht-rabattierte Preis schlicht übertrieben hoch ist.

In der Folge steigt bei beiden Verkehrsmitteln der "Spread" zwischen dem günstigsten und teuersten Fahrschein (auch bei gleichen Umbuchungsbedingungen) und der gleichen Beförderungsklasse enorm an.
Damit soll in der Theorie das Verkehrsmittel für alle Gruppen unterschiedlicher Zahlungsbereitschaft attraktiv sein.

Mit welcher Begründung? Nein - bizarre Preisspreizungen allein wecken kein Interesse. Vielmehr schrecken sie zahlungskräftige Kunden ab, da diese - entsprechendes ökonomisches kleines Einmaleins vorausgesetzt - wie auch der geübte Einkäufer schnell erkennen, dass die hochpreisigen Angebote überteuerte Quersubventionierungsinstrumente für 14,25€+Mitfahrerfreifahrt&eCoupon-Dumping-Orgien sind und der erworbene Mehrwert in keinem passenden Verhältnis mehr zum entrichteten Mehrpreis steht.

Es scheint so, dass es aufgeht. Denn die "Schnäppchenjäger" verbringen sehr lange auf den Seiten von Bahn, Fluggesellschaft oder auch dem grünen Bus.

Woher weißt du das?

Heute leben Kunden und Unternehmen aber mehr in einer "Rabattzocker" Atmosphäre.

Das will die DB ja. Es empfiehlt sich ein Blick in die Beförderungsbedingungen. Dort bitte den relativen Anteil zu betrachten, den Regelungen zu Sonder- und Aktionsangeboten ausmachen. Kein einziges davon wäre zur Sicherstellung des Bahnbetriebs notwendig.

Aber vielleicht hilft es ein bisschen die Denkwelt zu verstehen?

Wen?


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