Drei SPNV-Produktklassen RB, RE und RE200 (Allgemeines Forum)

ThomasK, Montag, 02.04.2018, 15:12 (vor 2946 Tagen) @ Oscar (NL)

Zweifelsohne geht der Trend immer mehr dahin, den Nahverkehr in drei Produktklassen aufzuteilen.

Neben der klassischen Regionalbahn (RB) und dem klassischen Regionalexpress (RE), den ich jetzt einfach mal als RE 160 bezeichne, wird künftig dazu auch ein hochwertiger RE 200 immer mehr gefahren werden.

Die Industrie hat darauf bereits reagiert.

Der Talent 3 kann in einer Variante für Vmax = 160 km/h und in einer Variante für Vmax = 200 km/h bestellt werden. Meines Wissens überlegen einige EVUs, sich bei Ausschreibungen mit einem Talent 3 mit Vmax = 200 km/h zu bewerben.

Nun kann man darüber streiten, ob der RE 200 der Nachfolger des IR ist. Der Talent 3 für 200 km/h ist eigentlich komforttechnisch nicht mit einem Bimz vergleichbar.

Gleichwohl bin auch ich der Meinung, dass die Einführung eines klassischen RE 200 immer mehr geboten ist. Denkbar ist z.B., dass irgendwann etliche Produkte wie z.B. der Metronom in einen RE 200 umgewandelt werden. Aber auch auf den Strecken München - Ulm oder München - Augsburg - Würzburg oder Nürnberg - Würzburg sollte ein RE 200 zusätzlich zum bestehenden Angebot gefahren werden.

Im Prinzip könnte man die Westbahn, die mit einem Flirt zwischen Wien und Salzburg 200 km/h fährt, auch als RE 200 betrachten.

Denkbar wäre allerdings auch, dass man RE 200-Züge als ganz normale lokbespannte Wagenzüge fährt. Allerdings bin ich kein Fan von Steuerwagen. Um die Strecken leistungsfähiger zu machen, sollte bei lokbespannten Zügen generell mit zwei Tauri gefahren werden; eine vorne und eine hinten. Dann hat man 12 - 13 MW Leistung und verfügt über spurtstarke RE 200, die fahrdynamisch mit Triebzügen ohne weiteres mithalten können.


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