Was ich nicht verstehe ... (Reiseberichte)

Holger2, Sonntag, 07.01.2018, 02:16 (vor 2995 Tagen) @ Murrtalbahner
bearbeitet von Holger2, Sonntag, 07.01.2018, 02:20

Ist ja süß, da ist sie wieder, die S21 - Fundamentalkritik. Leute, es geht nicht einmal um ein Haus.

Ich stimme User ffz voll und ganz zu! Die Seitenflügel wurden rege genutzt.

Nein, aber im Lauf der Zeit wird alles größer und schöner

Mit einer Grundsanierung hätte man sehr viel machen können, da Platz ohne Ende zur Verfügung stand.

Eben, zu viel nicht nutzbarer Platz. Die Räume waren vor allem durch die Gebäudegeometrie bedingt zu eng und nicht vernünftig nutzbar.


Und was die Proteste betrifft: Da bist leider Du auf dem Holzweg und nicht User ffz. S21 und die damit verbundenen Massenproteste haben zumindest in Baden-Württemberg ein Erdbeben ausgelöst. Auch die heutige Bürgerbeteiligung ist einzig und allein auf diese Proteste zurückzuführen,

Welche Bürgerbeteiligung?

auch wenn die heutige Form eigentlich nicht "Beteiligung" genannt werden sollte, sondern eher "Information wenn eh alles schon gesprochen und beschlossen ist".

Nein, das S21 Turmforum besteht schon seit 1998, jeder hatte die Möglichkeit, sich dort zu informieren und eine Meinung zu bilden. Damals wäre auch der richtige Zeitpunkt gewesen, sich gegen das Projekt einzubringen. Bloß hat es außer Gangolf Stocker niemanden interessiert. Die Proteste sind erst 12 Jahre später losgegangen, als alle rechtlich relevanten Verträge unterschrieben waren und der Abriss gestartet wurde.

Eine Beteiligung wäre ein Einbinden und Mitarbeiten von der ersten Stunde an inklusive aller Untersuchungen aller Varianten und vor allem müssten externe Meinungen auch akzeptiert und berücksichtigt werden.

Richtig, wenn es denn welche gegeben hätte, s.o. Ich habe mir mit Gangolf Stocker mehrere Wortgefechte geliefert. Wie gesagt, er war aber weit und breit der einzige.

Zu demokratischem Verständnis gehört auch, Entscheidungen zu akzeptieren, wenn sie einmal gefällt worden sind.

Ich warte übrigens noch darauf, dass der grüne OB endlich mal die Bevölkerungsmehrheit in das Rosenstein - Stadtentwicklungsprojekt einbindet. Die bisherigen Veranstaltungen waren alles andere als repräsentativ und entscheidungsoffen.

Die Eisenbahndirektion blieb in Teilen erhalten,

War immer schon so geplant (m.E. leider)

der Flughafenbahnhof wird nicht ganz so vermurkst wie geplant,

er bekommt ein zusätzliches politisches (eigentlich unnötiges) Gleis

man befasst sich ernsthaft mit dem Weiterbetrieb der Panoramabahn als Ausweichstrecke bei S-Bahn-Störungen

Nein da die Strecke in den Besitz der Stadt Stuttgart übergeht. Es gibt Ideen, die Strecke in eine Stadtbahn umzuwandeln, wobei ich mich frage, wer da mitfahren soll.

die DB musste ihr Betriebskonzept in wesentlichen Teilen nachbessern

Welches Betriebskonzept??

bei Rohr wurden Verbesserungen erreicht und auch die Wendlinger Kurve steht an, noch erweitert zu werden.

Damit hätte man spätestens in der Schlichtung den Konflikt befrieden können, war den Gegnern aber nicht genug.

Ich glaube hier hat jemand seine rosarote Brille aufgesetzt. Die S21-Proteste sind letztlich zurecht gescheitert, weil demokratisch nicht legitimiert und juristisch nicht durchsetzbar (pacta sunt servanda).

Die S21 - Gegner haben für sich in Anspruch genommen, über den Gesetzen der Demokratie zu stehen. Darum ist diese Bewegung für mich eher kritisch zu sehen. Mit dieser Grundhaltung, aufgrund ihres vermeintlichen Expertenwissens, bräuchten sie sich einem demokratischen Prozess nicht unterzuordnen, stehen sie eben im Geiste in der Haltung vieler AfD - Wähler.

Holger


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