[GB] Von Berlin nach Aylesbury und zurück (mit 24 Bilder) (Reiseberichte)

A-W, Hannover, Montag, 30.10.2017, 10:54 (vor 3065 Tagen) @ A-W

Fortsetzung der Hinfahrt

Da wir die Abfertigung 40 Minuten vor Abreise absolviert haben, gab es noch mehr als genug Zeit in dem Warteraum. Der Raum war eigentlich fast voll. Als es 22 Minuten zu Abfahrt war, haben wir schon festgestellt, dass das Sicherheitspersonal langsam mit der Verladung beginnt und wir waren mit denen in Richtung der Gleis gegangen. Eine Minute später folgte die Ankündigung und alle andere Fahrgäste. Diesmal die Reise war mit dem e320 (aka Velaro D, aka ICE3 MF von Eurostar). Ich muss zugeben, dass ich die Eurostar-Version des Zuges schlechter als die DB-Version empfunden habe. Es ist zwar positiv zu bewerten, dass nach wie vor (bei Eurostar) ausreichend viel Platz für das Gepäck verfügbar ist, aber die Sitze sind weniger komfortabel und der Abstand zwischen den Sitzen auch kleiner ist. Immerhin ist der Abstand größer als in britischen Zügen, aber deutlich schmaler als im ICE. Dazu muss ich auch sagen, dass die Sitzen auch härter sind. Die Platzierung des Mülleimers in der Mitte des Wagens (die Foto folgt bei der Rückfahrt) ist mindestens nicht gut überlegt. Die Fahrt an sich verlief ohne Abweichungen von regelmäßigen Betrieb bei Eurostar. Die einzige Ausnahme war eine der Zugchefinen: Für jeden Halbsatz, die sie ausgesprochen hat, musste sie 3 Sekunden Pause machen, bevor es weiter ging. Dazu muss man sagen, dass ihre Aussprache in allen drei Sprachen wirklich grausam war. Es war sogar so schlimm, dass viele Fahrgäste lachten wegen ihr. Zuerst hörte man die Kommentare auf Flämisch/Niederländisch, dann auf Französisch und letztendlich auf Englisch. Das war offenbar eine Britin. Dieses Vorfall wiederholte sich während gesamter Reise. Wenn man das mit dem Zugchef aus dem ICE International vergleicht, der flüssig vier Sprachen beherrscht und macht die Ansagen (keine Aufzeichnungen) auf einem Atem, denn es ist ein Unterschied zwischen ein Himmel und Erde. Ohne Witz! In London waren wir rechtzeitig eingetroffen und nach der üblicher Sichtkontrolle durch den britischen Polizisten waren wir endlich frei.

Danach ging es zur U-Bahn. Am Bahnhof Kings Cross St. Pancras (er bedient sowohl London King‘s Cross als auch London St. Pancras International) geht es noch problemlos, da es noch Fahrstuhle und Rolltreppen gibt. (Das man an dortigen U-Bahnhöfen lange laufen muss, ist die Normalität). Danach mussten wir am Baker Street umsteigen, da unseres Bahnhof in Richtung Aylesbury ausschließlich von der Bakerloo Linie bedient ist und der Bahnhof nicht barrierefrei ist und keine Rolltreppen hat, heißt es, dass ich mehrfach hoch und runter meinen Koffer auf den Treppen tragen durfte. Letztendlich haben wir den Bahnhof London Marylebone erreicht.

Am Bahnhof sind wir sofort zu Anzeigetafeln im Eingangsbereich gegangen und sobald der nächste Zug nach Aylesbury mit Gleisangabe erschienen ist, sind wir zu den Sperren gelaufen.
Hintergrund-Info: Der Kopfbahnhof verfügt über insgesamt 6 Gleisen. Die Gleise 1, 2 und 3 sind sofort nach der Sperren erreicht. Die andere Gleise befinden sich etwa 150 Meter entlang der Gleis 3 weiter. Die Gleise sind oft erst 5 oder sogar 3 Minuten vor Abfahrt bekannt gegeben. Das betrifft insbesondere die Züge, die nach Aylesbury, High Wycombe oder Oxford fahren. Die Züge nach Birmingham Moor Street werden früher mit der Gleis versehen. In der Vergangenheit gab es auch Angabe der Anzahl der Wagen, die fahren. Der Betreiber des Bahnhofs und der einzige EVU hier ist Chiltern Railways (eine Tochterfirma der Deutschen Bahn). Es wird ausschließlich 2. Klasse (einige Züge nach Birmingham haben aber auch Business Abteile, die mit Aufpreis benutzt werden können) angeboten. Keine Reservierung ist möglich. Die Züge haben keine Gepäckablagen und nur schmale Regale. Es sind ausschließlich Dieseltriebzüge.

Zum Glück wurde der nächste Zug in unsere Richtung schon 8 Minuten vor Abfahrt mit der Gleis versehen. Leider diesmal von Gleis 6. Also, sofort zu den Sperren und das Lauf zu der Gleis beginnt. Wie auch dort immer es ist, sind dort mehrere Züge auf einen Gleis geparkt. Das heißt nach Gleisspitze zu laufen. Als unseres Preis entpuppte sich ein Triebzug, der aus zwei Wagons bestand. Da wir einigen der Ersten waren, schafften wir es ein 4er Platz zu finden, das noch ausreichend viel Platz für uns unserer Koffer hat. Die Rest der Reise war unspektakulär.

Im nächsten Beitrag geht es mit der Rückfahrt und sogar mit Bilder...


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