Drei Tage durch die Schweiz (Fortsetzung Teil 3b) (Reiseberichte)

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 21.03.2017, 21:18 (vor 3289 Tagen) @ TD

Hoi TD,

Vielen Dank für das Interesse an dem Reisebericht und die Kommentare, Ergänzungen und Korrekturen zu den bisherigen Teilen.

Danke und Gerne. ;-)

Die Bahnstrecke Ziegelbrücke-Rapperswil wurde 1859 eröffnet, sie ist damit die ältere der beiden Strecken am Obersee. Nachdem 1875 die linksufrige Zürichseebahn eröffnet wurde, hat die Strecke den Fernverkehr verloren, sie blieb eingleisig und wird heute planmäßig nur noch vom Regionalverkehr befahren.

Nicht mehr lange. Bis Ende 2019 wird die Stecke Uznach-Schmerikon auf Doppelspur ausgebaut. Damit kann die S4 aus St. Gallen und der Voralpenexpress ab Uznach ohne Halt bis Rapperswil verkehren. Die Fahrzeit St. Gallen-Rapperswil wird sich im VAE auf 48 Minuten reduzieren. Die bestehenden Zwischenhalte Schmerikon und Blumenau werden halbstündlich von der S4 aus Sargans-Ziegelbrücke und der S6 bedient. Die neue Doppelspur wird also auf dem Abschnitt Uznach-Rapperswil vier Züge pro Stunde und Richtung ermöglichen.

Was den Fernverkehr betrifft, empfindet der Kanton St. Gallen die VAE-Verbindung als Fernverkehr, genauso wie den neuen RE St. Gallen-Konstanz, aber der Bund hat bisher keine Anstalten gemacht, am Status dieser Verbindungen als bestellter Regionalverkehr etwas zu ändern. Es bleibt wohl dabei, dass der VAE als hochwertige Verbindung, von der Haltepolitik und vom Rollmaterial her, bestellt wird. In der jetzigen Form erreicht die SOB mit dem VAE einen Kostendeckungsgrad von etwa 70%. Damit erreicht man im bestellten Regionalverkehr immerhin einen klar überdurchschnittlichen Wert.

...dann finden wir uns schon in der S 3 wieder. Charakteristisch für die Gegend sind Ortsnamen, die auf „ikon“ enden. Und so fahren wir nun von Wetzikon nach Effretikon, die Strecke ist auch als Kempttalbahn bekannt. Die leicht hügelige Landschaft des Züricher Oberlands ist nett aber unspektakulär.

Gäb da noch bei Pfäffikon ZH noch Reste eines Römerkastells neben der Strecke.

Ok, mal kein ikon. Die Bahnhöfe entlang der Kempttalbahn wie hier Fehraltorf entstanden beim Bau der Strecke in den Jahren 1873 bis 1876 in Fachwerkausführung mit hölzernem Güterschuppen. Seit 1990 ist der Bahnhof eine S-Bahn-Station.

Bis Ende 2015 wurden die Bahnhöfe Illnau und Pfäffikon ZH ausgebaut. Seitdem wird zur Hauptverkehrszeit die S19 halbstündlich von Effretikon bis Pfäffikon ZH verlängert, sodass Pfäffikon-Effretikon zur HVZ vier S-Bahnen pro Stunde verkehren.

Ja, das ist schon der nächste Zug. Mit der S 8 zwischen Effretikon und Weinfelden ist das auch die dritte Baureihe der S-Bahn-Doppelstockzüge auf unserer Tour.

Bald würde das so nicht mehr funktionieren. Mit den veränderten Schnellzugfahrzeiten nach Romanshorn und Konstanz würde es im Thurgau einen Trassenkonflikt mit der S8 geben. Deswegen wird künftig die S24 statt der S8 stündlich ab Winterthur weiter bis Weinfelden verkehren (in der anderen halben Stunde verkehrt die S24 schon stündlich bis Thayngen). Von der S3 aus Wetzikon hat man jedoch in Effretikon keinen Anschluss an die S24 Richtung Winterthur-Thayngen/Weinfelden, da die S24 vier Minuten früher als die S8 verkehrt.

Ich bleib weitergin bei den Fahrzeugtypen statt Baureihen bei helvetischen Fahrzeugen ;-)

Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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