Bahnhofseinfahrt Strasbourg sehr langsam? (Reiseberichte)

ffz, Dienstag, 23.08.2016, 17:51 (vor 3504 Tagen) @ JumpUp

Hallo,

was du meinst ist die Strecke vom Güterbahnhof Hausbergen bis zum Bahnhof Strasbourg Ville. Hier ist keine Anpassung geplant, da das Stellwerk in Strasbourg sehr aufwändig an die Stellwerke in Hausbergen(mechanik bzw eletromechanik) und Kimmerie-Mainau(Spurplan mit Anpassung an das DB-ESTW Kehl angepasst ist. Würde man hier die Einfahrgeschwindigkeit erhöhen wären keine gegenläufigen Einfahrten und Kurzeinfahrten mehr möglich, der Bahnhof genießt Bestandsschutz.

Leider kann ich deine Begeisterung über die LGV überhaupt nicht teilen, erst mal müssen die Departments und die Regionen einen Teil der LGV selber finanzieren obwohl sie kaum Geld aus Paris bekommen und wenn man weiß wie schlecht es gerade der Region Alsace-Lorraine-Champagne wirtschaftlich geht ist das ein riesen Problem für die Regionen. Seit dem die Stahlindustrie rund um Metz zusammengebrochen ist und in Alsace auch nicht mehr so viel läuft wie früher sieht es dort ganz schlecht aus mit den Steuereinnahmen.

Alsace fängt gerade mit Zugstreichungen im Nahverkehr an weil es weniger Geld gibt, man überlegt schon nur noch einen Stundentakt Strasbourg-Offenburg mit der SWEG zu fahren.

Die Verbindung Strasbourg-Saarbrücken wird auf 3 Züge am Tag pro Richtung ab Dezember 2016 zusammengestrichen. Sarreguemines-Sarre Union soll den Gesamtverkehr verlieren, sprich Dauer-SEV. Saarbrücken-Metz soll auf einen 2 Stundentakt gekürzt werden. Die Verbindung Strasbourg-Metz wird komplett eingestellt in Zukunft immer Umstieg mit 10-40 Min Aufenthalt in Sarrebourg. Strasbourg-Nancy soll auch auf 3-4 Züge am Tag gekürzt werden. Saverne ist der ganz große Verlierer der neuen LGV, obwohl die Stadt touristisch und wirtschaftlich wichtig ist(Brauerei, Verwaltung und das Regionskrankenhaus) sind von ehemals 8 TGV am Tag ganze 0 übrig geblieben. Sarrebourg bekommt 2 TGV Morgens und 2 TGV Abends statt eines 2 Stundentaktes nach Strasbourg und Paris. Sparen muss die Region weil die TEOZ und IC's die vorher fuhren von der SNCF eigenwirtschaftlich gefahren wurden, während die TER teuer bei der SNCF eingeakauft werden müssen.

Die Verlierer der LGV's sind leider immer die Klein- und Mittelstädte entlang der alten Hauptstrecken die dann auf einmal nur noch katastrophal schlechte Verbindungen haben.


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