Kreuz und quer durch Tschechien Teil 4/2 [+52B] (Reiseberichte)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 12.08.2016, 11:09 (vor 3519 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Freitag, 12.08.2016, 11:14

Es ging nach Bohumin!

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Die Stadt habe ich genauso wenig besucht wie Ostrava. Denn als ich den Bahnhof von Ostrava gesehen habe und die Plattenbauten... da dachte ich mir, die Stadt muss ich mir jetzt nicht anschauen. Obwohl es dann doch wohl eine nette Altstadt geben soll. Egal. Hier im Bild sieht man, wie ich nach Bohumin fuhr: In einem alten S-Bahnzug. Eigentlich wollte ich rüber nach Karvina... hab mich aber gefragt, ob man das zeitlich hinkriegt und ich hatte die Illusion, man würde Tschechien irgendwie verlassen und meine Karte gilt ja nur in Tschechien... im Nachhinein habe ich natürlich festgestellt, dass das völliger Humbug aus Hamburg war.

Aber egal, die Gegend wäre eh nicht sehenswert gewesen. Also eine Station nach Bohumin, der End- und Startstation einiger Fernzüge.

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So sah mein Zug von außen aus. Ein Innenbild lässt sich durch die Beschreibung "Vis-a-vis mit braunen Kunstlederpolstersitzen" ersetzen. Achja, dazu gehört natürlich auch noch "alt, aber immerhin gepflegt". Wie auch zuvor, kein Zug hatte Grafitti und kein Zug war dreckig. Löblich, wie ich finde.

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Hier zu sehen, wie die polnische Doppeltraktion bereits am Zug hängt, zuvor wurde hier die tschechische Lok durch eben jene Loks von PKP IC gewechselt, damit der EuroCity nun durchkommt bis nach Polen. Denn Bohumin ist schließlich Grenzbahnhof zu Polen.

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Doch dahin wollte ich nicht, ich war schon in Krakau zu den Weltjugendtagen, zumal mir da so ein netter Expresszug entgegenkam, von dem das Innenbild entstammt. Der Zug hat wiederum die Fahrtrichtung Prag. Da wollte ich zwar auch nicht hin, aber immerhin kann man mit dem auch bis Ostrava-Svinov - dank Tageskarte kein Problem.

Dort stieg ich in einen CityElefanten ein, dessen Innenraum hier zu sehen ist:

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So sieht der Elefant von außen aus:

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Da ging es 2 Stationen in Ostrava, ehe ich auch wieder ausstieg. Wie einem auffiel am Innenbild, hat man offenbar eine Lösung gefunden, auch bei Doppelstockzügen eine platzbietende Gepäckablage zu konstruieren. Es ist mir ein Rätsel, was die für einen Trick verwendet haben, dass sie den westlichen Konstrukteuren mal so viel vorraus sind...

Doch genug gelabert, es sollte nun nach... Ostrava Svinov zurückgehen. Da kam die alte S-Bahn, von der ich schon zuvor mal berichtete... aber die quitschte, das war ein Graus schon. Ich musste mir die Ohren zuhalten, damit ich nicht einen Gehörschaden davon erleide...

In Ostrava Svinov wiederum fuhr ich im Regiopanter zurück nach Ostrava hl.n.

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Zum Zeitvertreib hab ich bisschen die Züge fotografiert...

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...auch den Varsovia aus Budapest. Auf DSO habe ich verfolgen können, dass in einem der russischen Schlafwagen paar Stunden zuvor ein gewisser Hektor nächtigte, von Bar nach Bratislava mit über 24 Stunden Verspätung, sodass er unter anderem 2 Mal außerplanmäßig einen Stadtbummel spendiert bekam nebst Übernachtung im Schlafwagen, der auch ohne Lok läuft:

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Im Gegensatz zu den Kollegen weiter oben habe ich, da ich auch Hunger hatte, vorgestärkt und mir für 18 Kronen (ca. 80 Cent) einen Hotdog im Bahnhof geholt.

Und während ich mich fragte, wie ich die 3 erkennen sollte, mit denen ich ja mitfahren würde, ich dachte mir zunächst, dass man die ja daran erkennen kann, dass sie deutsch sprechen in Tschechien, tja da waren mir so 2 Herren begegnet, die mit ihren Handys auch den Zug fotografierten... da dachte ich, hmmm, das kommt mir doch irgendwie deutsch vor...

und es hat sich bewahrheitet, es waren sie ^^

Nachdem man ein wenig über Seminarkoffer und deren Vorzüge debattierte... und über die Sparkasse, die ICE2 chartert und mit denen nach Salzburg fährt...

...ging es in den Varsovia.

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Und da stellte man tatsächlich fest, dass im wunderschönen ungarischen Speisewagen, welcher auch die selbe Bauart von dem ist, in dem ich damals im Elbtal gespeist habe... nicht bedient wird. Das hat mich selber irgendwie schon verwundert, aber sei's drum.

Ach und noch eine Besonderheit war auch noch, die ich erwähnen wollte: In Ostrava gibt es neben den Dreiklängen eine Melodie für normale Ansagen und eine Melodie für Verspätungen. Die Melodie für Verspätungen kannte ich zuvor als "Gute Nacht"-Melodie. ^^

https://www.youtube.com/watch?v=E4rqtGiUANg

Wie auch immer, es ging nun durch bis Breclav. Man hat diskutiert, vornehmlich über IC2, die erstaunlicherweise gar nicht wanken. Und es ging glaub ich auch wieder um Seminarkoffer. Oder?

Ach und ganz nebenbei, der IC2 übertrifft den Komfort tschechischer Neubaufernzugwagen, die in Expresszügen, ICs und ECs verkehren, noch. Immerhin lassen sich deren Sitze auch in der zweiten Klasse verstellen. :-P

Nach einer angenehmen Fahrt im MÁV-Abteilwagen ging es in Breclav raus.

Und da konnte man die Bestechende Ähnlichkeit zwischen RZD-Schlafwagen und ÖBB-Railjet feststellen:

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[image]ÖBB-Railjet verschwindet...

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Und da ist schon wieder so eine hässliche S-Bahn. Ach die fährt nach Tisnov, da fahr ich ja glücklicherweise nicht mit, sondern...

dadrin:

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Klimatisiert, neue Schwenktüren. Der Umbau eines normalen Personenwagens, der zuvor keine Klimaanlage hatte, in einen Steuerwagen ist schon eine ziemlich gelungene Geschichte...

[image]Interessant ist auch, wie man traditionell die Gepäckablagen über die Sitze packt anstatt am Wagenrand...

Achja, so sieht der Steuerwagen von außen aus:

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Und an diesem Bahnsteig hielt der Zug in Hodonín:
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Und tja, das war es dann auch wieder.

Gruß

Jan-Christian

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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