Ne Eishöhle ist auch da... ;-) // Betriebratserinnerungen.. (Reiseberichte)

Blaschke, Mittwoch, 27.04.2016, 19:40 (vor 3649 Tagen) @ TD

Hallo!

Der Gipfel ist gut erschlossen, wenn nicht gar überladen. Es gibt eine Sternwarte, eine Wetterwarte, eine Sendeanlage, die Bergstationen von Seilbahn und Zahnradbahn, einen Berggasthof – und das Wendelstein-Kircherl.

Und eine Eishöhle gibbet da oben auch noch!

http://www.n-tv.de/reise/Wendelsteingrotte-neu-beleuchtet-article1132071.html

Aber den nötigen Enthusiasmus von Zürich aus über den Gipfel des Wendelsteins nach Hamburg fahren zu wollen, haben wir ja, da kann uns der Fußmarsch zwischen den beiden Bahnhöfen in Brannenburg nicht abschrecken.


Ja, Brannenburg...

Als ehemaliger Gewerkschafter (ehemalig, weil mich eine Gewerkschaftskollegin in trauter Zusammenarbeit mit Cheffe damals aus dem Betriebsrat mobbte) der IG Medien und später ver.di sagt mir der Name Brannenburg was: Da ist nämlich eine der Schulungseinrichtungen der Gewerkschaft. Und nach Brannenburg wollen sie alle hin... ;-). Damals war das so, einmal im Jahr hatte man eine Chance...


http://www.haus-brannenburg.de/


Ich habe damals ALLES ausgenutzt, 37(6) und 37(7)-Seminare. Und Bildungsurlaub (und da ich eine 6-Tage-Woche hatte, standen mir 6 Tage Bildungsurlaub im Jahr zu). In knapp 10 Jahren was an die 30 Seminare. Cheffe war immer entzückt... ;-). Einmal fuhr ich mit meiner Partnerin, auch Betriebsrätin, gemeinsam auf Seminar. Cheffe tobte, er müsse jetzt auch noch unseren Liebesurlaub bezahlen. Nun wollte er nur EINE Teilnahme am Seminar bewilligen, nicht zwei, also sie oder ich. Wir fuhren aber trotzdem beide - war mit der Gewerkschaft so abgesprochen. Ich war dann so dreist, Cheffe zu fragen, wie wir das mit der Bezahlung handhaben sollten: Natürlich würden wir ein Doppelzimmer nehmen. Wenn er aber nun bei der Abrechnung zicke, stelle sich die Frage, ob die Gewerkschaft dann jeweils ein Einzelzimmer auf die Rechnung schreiben solle. Da ging Cheffe ab wie die Ariane aus Kourou. Ergebnis: Wir sollten je ein Einzelzimmer berechnen lassen. Und er mußte nachher beide Seminarteilnahmen bezahlen. Höhö. Ach ja, in der Firma arbeite ich noch immer (obwohl ich, ich weiß gar nicht wie oft, entlassen werden sollte...) - nur Cheffe hat schon zweimal gewechselt seitdem ... ;-)

Heidenrod-Springen im Taunus war zunächst meine Standardschulungsstätte, bis man die dicht machte. Gewesen bin ich öfters in Lage(Lippe). Einmal in Gladenbach, aber das war mir zu schickimicki der Laden, außerdem gab es, wie sollte es bei Blaschi anders sein, Zoff. Das "Bunte Haus" in Bielefeld-Sennestadt ist mir auch noch in Erinnerung. Walsrode habe ich geschafft mal hinzukommen. Und einmal nach Berlin - det war genial, hinten am Wannsee. Wo nachts die Wildschweine den "Garten" des Hauses umgruben. Da habe ich übrigens das erste Mal 9Live gesehen oder einen adäquaten Sender mit so einem sinnfreiem Gewinnspiel - unvergessen. Und die Nächte waren kurz, verdammt kurz. Abends ging's nach Seminar natürlich nach Berlin rein. Und ich war spät, sehr spät, oder früh, wie man will, wieder im Seminarhotel - ist ja nicht so, dass da um 22 Uhr der letzte Bus fährt...

Ja, und dann zweimal in Brannenburg. Beide Mal standesgemäß mit dem Zug angereist! TOP!

An eine Rückfahrt erinnere ich mich auch noch gut. Freitags mittags um 13 Uhr war Seminarende. Ich bin dann über Rosenheim und Mühldorf nach Passau geschiggelt in aller Ruhe, um von Passau aus mit dem LEGENDÄREN Intercity 2020 ab 19:25 Uhr die weite, aber umstiegslose Fahrt nach Osnabrück anzutreten, Ankunft 4:45 Uhr etwa. Wobei ich es geschafft habe, fast die ganze Fahrt auch wachzubleiben. Nur zwischen Nürnberg und Würzburg beschloss ich auf dem langweiligen Stück, ein kurzes Nickerchen zu machen. Und mein Abteil im Bimz hatte ich die ganze Fahrt für mich (heute kann ich es gestehen: Beim Aufenthalt in Frankfurt bin ich raus, Vorhänge zu und habe das Abteil abgeschlossen).

So, damit ist nach all dem Geschreibsel der Bahnbezug wieder hergestellt.

Waren schöne Zeiten damals. Und falls zufällig ein Kenner hier mitliest: Eberhard Kremer und ich verstanden uns super (wir trafen uns erst in Heidenrod und dann zweimal in Brannenburg). Die Unterhaltungen mit ihm vermisse ich! Und wer "Dolf" Schiesser je erlebt hat, den schockt auch kein Forentroll aus Osterspai... ;-)))


Schöne Grüße von

jörg


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