Nein, kann der gemeine Verbraucher leider nicht (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Mittwoch, 30.03.2016, 13:03 (vor 3711 Tagen) @ Berlin-Express

Ich kann die Ursprungsaussage, dass Du vom "Yield Management kalt erwischt" wurdest nur rügen.

Hintergrund: Mit einer Entfernung von beinahe 500 Kilometern und einem 2. Klasse Preis von 95 Euro und einem 1. Klasse Angebot von netto knapp 108 Euro (115 Euro minus zwei kostenfreie Getränke in der Lounge) liegt Dir ein sehr faires Angebot vor.


Kann nicht jeder selbst entscheiden was für ihn ein faires Angebot ist?

Nein, dass kann und will der (all)gemeine Verbraucher nicht. Er kauft gerne auf Kosten anderer Teilnehmer der Wertschöpfungskette ein und wundert sich dann, wenn ganze Angebotskategorien oder Branchen verschwinden oder sich verändern.

Bei 500 Kilometern kann sich jeder selbst den Energieverbrauch, die Abschreibung auf das Fahrzeug und auch die Mitarbeitereinkommen ausrechnen. Der angefragte Preis von 65 Euro für eine Person plus kostenlose(s) Familienknd(er) ist sehr sehr niedrig.

Ich habe bei einer 2. Klasse Fahrt zum Beispiel eine Schmerzgrenze von rund 35€ inkl. BC 25 Rabatt bzw. in der ersten Klasse von rund 50€ inkl. BC 25 und damit fahre ich dann schon mal durch ganz Deutschland.

Lieferst aber im Endeffekt keinen positiven Deckungsbeitrag zum Erhalt des Angebotes, Dein Kaufverhalten minimiert lediglich die Verluste eines ansonsten gar nicht verkauften Platzes.

So sieht's aus.

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