Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.01.2016, 10:37 (vor 3731 Tagen)

Guten Morgen!
Es ist für mich immer deutlicher geworden, dass immer mehr in den Zügen des Fernverkehrs gestohlen wird, für mich ist dieses Bewusstsein eine noch recht neue Erfahrung (c.a. 1 Jahr) - besonders in Tagesreisezügen des Fernverkehrs. Aber die Durchsagen in den Zügen, dass Taschendiebe an Bord seien, gestern erst wieder im ICE 102, häufen sich. Ich bin lange nicht mehr sooft unterwegs wie vor Jahren, aber ich würde sagen:

Durchsage auf jeder dritten Fahrt, bevorzugt im Raum Köln, egal ob ICE3 oder die Schweizer EC.

Okay, gestern haben wir im Wagen 28 mal diskutiert, WAS das bedeutet:
Die Durchsage sagt es ja so treffend:
"Bitte achten Sie unbedingt auf Ihr Gepäck und Ihre Wertgegenstände. Es befinden sich Taschendiebe im Zug."

Im ICE 1,2,3 ist das eigentlich kein Problem. Man schaut auf sein Gepäck, seinen Mantel etc. pp.

Im IC2 ist genau das aber ein Problem, denn Gepäck ist aus puren Platzgründen teilweise weit weg, und mir sind bereits zwei Fälle aus dem Freundes- bzw. Familienkreis bekannt, wo Rucksack mit Laptop bzw. Reisekoffer mit teurem Seminargerät im IC2 im Großraum Hannover gestohlen worden ist. In beiden Fällen kann man NICHT berechenbar sein Gepäck im Auge halten, gerade dann, wenn der Zug voll ist. Und eine Achtsamkeit, wie sie in solchen Zeiten gefordert ist, wird durch die Konstruktion des Zuges selbst verhindert, denn Gepäck kann im Grunde nicht am Platz deponiert werden.

Im Nahverkehr hat man gewöhnlich bevorzugt Aktentasche, Laptoptasche etc. dabei, dieses Gepäck kann am Platz deponiert werden. Im Fernverkehr kann man das oft nicht, denn Fernreisen bedeuten mehr als oft auch mehr Gepäck und sensibles Gerät.

Tenor im Zug:
Keiner der Reisenden WILL eigentlich deswegen das Risiko der IC2 riskieren, denn alle Reisenden (ich auch) hatten am gestrigen Abend teures Gerät dabei, Laptops, Beamer. Und neben dem rein pekuniären Wert sind diese Rechner ja noch mit sensiblen Daten bestückt, man kann nie sicher sein, dass der Kennwortschutz nicht doch geknackt wird (wenn es Profidiebe sind).

Wenn die Zeiten sich so weiter entwickeln, und es sieht derzeit ja danach aus, werden sich Züge, die nicht ermöglichen, dass das Gepäck AM PLATZ deponierbar ist, bei den Reisenden extrem unbeliebt machen, sie werden Angst vor dem Beklautwerden erzeugen und, so es nur irgendwie geht, gemieden werden. Im Grunde muss man sogar vor diesen Gefahren öffentlich warnen (Zeitung, TV).

Andererseits wird sich in "Fachkreisen" der Diebeszunft in Windeseile herumsprechen, welche Züge besonders klau-lukrativ sind. Eine Frau berichtete gestern vom Gepäckdiebstahl direkt aus einem überfüllten DoSto-RE in Berlin Hbf heraus. Koffer standen im Großraum an der offenen Tür, Gedränge, plötzlich Tumult: Koffer waren weg.... Tür ging zu, Zug fuhr ab....
DIe DoSto-Züge erscheinen mir so gesehen ein besonders großes Risiko.

Mich interessiert:
Was wird die Bahn unternehmen, um das Gepäck der Reisenden zu schützen, insbesondere in jenen IC2, wo man aus wagenkonzeptionellen Gründen das Gepäck NICHT in Sichtweite/Reichweite hat?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV


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