Magistrale Straßburg - Ulm, fixes Bauen und blöde Schilder.. (Reiseberichte)
Hallo!
Bad Griesbach wird im Stundentakt (mit Taktlücken) angefahren, die Züge fahren von hier nach Freudenstadt. Freudenstadt ist in Luftlinie nur rund 15 Kilometer entfernt, nur liegt da der Hauptkamm des Schwarzwaldes dazwischen, so dass die Züge über Appenweier, Offenburg und Hausach über zwei Stunden bis nach Freudenstadt unterwegs sind.
Tja... Ich habe mal grad meinen prähistorischen Schweers + Wall-Atlas aus 2007 aus der Ecke gezaubert und mich orientiert.
Und festgestellt, dass das wieder ein Trauerspiel ist. Zwischen die rund 15 km zwischen Freudenstadt und Bad Griesbach gehört eine Neubaustrecke! Wird dann wohl größtenteils ein Tunnel werden. Der Schwarzwaldbasistunnel. Freudenstadt bis Bittelbronn gibt's schon, von da geht's direkt rüber über ein Stück neu zu bauende Strecke nach Horb. Horb - Tübingen - Reutlingen gibt's schon. Von Reutlingen dann rüber nach Münsingen auf neuer Strecke und von dort auf Bestandbahnen nach Ulm. Die schon bestehenden Strecken bauen wir aus und begradigen das alles ein bißchen.
Und fertig ist die neue Europamagistrale Strasbourg - Ulm!
Horb wird dann ein Knotenpunkt im internationalen Fernzugnetz. Denn da treffen sich die Strecken Stuttgart - Zürich - Mailand und eben Paris - Straßburg - München.
Und wie man schön sieht, widerspricht sich die Beschilderung für Autofahrer. Über dem Vorfahrtsstraßen-Schild wird angezeigt, dass man nur nach rechts oder links juckeln darf. Drunter auf dem Schild der abknickenden Vorfahrt gibt's aber auch einen Strich Richtung geradeaus. Ist zwar einerseits richtig, denn da gibt's ja auch eine Straße. Nur darf man da nicht hin - da kann nur was kommen. Was mir als vorfahrtberechtigter Linksabbieger aber eh wurscht ist. Kurzum: Murks!
1865 begannen die Bauarbeiten für die Schwarzwaldbahn. Der erste Bauabschnitt durch das Kinzigtal über Gengenbach nach Hausach verlief sehr zügig, so dass Gengenbach seit dem Jahr 1866 über einen Bahnanschluss verfügt. Deutlich anspruchsvoller war der Bau der Gebirgsabschnitte, durchgehend befahrbar war die Strecke erst 1873.
Nun, was heißt "erst"... ;-): Heute wäre man mit der Bauerei sicherlich auch nicht schneller. Eher langsamer!
Ja, der Bericht gefällt mir wieder. Diese ganzen heruntergekommenen Bauten auf Sizilien waren ja schaurig anzuschauen. Schrecklich. Sollte man alles abreißen.
Schöne Grüße von
jörg
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