Reisebericht Österreich-Tour - Fortsetzung (Reiseberichte)

NIM rocks, Donnerstag, 20.08.2009, 23:02 (vor 6060 Tagen) @ TD

Wien selbst kenne ich schon, und so geht es gleich weiter nach Bratislava - die Slowakei fehlt mir noch in meiner Sammlung der besuchten Länder. Von Wien aus gibt es einen Halbstundentakt mit Regionalzügen nach Bratislava, die wechselnd über Kittsee nach Bratislava-Petrzalka (südlich der Donau) und über Marchegg nach Bratislava Hauptbahnhof (nördlich der Donau) fahren. Mit dem EURegio-Ticket Slowakei für 14 € (Hin- und Rückfahrt) können beide Verbindungen benutzt werden sowie der Stadtverkehr in Bratislava.
Für die Hinfahrt wähle ich die etwas kürzere Verbindung (58 Minuten) mit einem E-Talent nach Petrzalka, von dort geht’s mit der Buslinie 80 ins Zentrum.

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Im E-Talent nach Bratislava-Petrzalka

Wie fandest du die E-Talent der ÖBB? Ich finde im Gegensatz zu den deutschen Quietsch sind die ein Segen. Laufruhig, fast geräuschlos und sitzbare Sitze ;-)

Ich hatte den RJ ab Wien um 8:20 Uhr, in der Premium Class waren es von Wien bis Salzburg ganze drei Fahrgäste und ab Salzburg dann nur noch zwei.

Da würden mich zahlen eines unabhängigen Instituts brennend interessieren, denn ich glaube kaum, dass sich die Premium Class für die ÖBB rechnet. Das mit den drei Reisenden auf 16 Plätzen wird wohl nicht nur auf deiner Fahrt so gewesen sein, kann ich mir vorstellen.

Die Sitze sind sehr bequem und erinnern an einen Liegestuhl, man kann die Lehne verstellen und getrennt davon auch das Fußteil anheben. Ich hatte ein Dreier-Abteil und durch die versetzte Anordnung der Sitze hat man dort eine riesige Beinfreiheit.

Die Sitze sind richtig schöne Fernsehsessel, nur die Massagefunktion fehlt ;-)

Es gibt einen ausklappbaren Tisch, dazu muss man aber erst die Armlehne hochklappen, dann den Tisch nach oben herausziehen und in die richtige Position drehen - das hat mich an die früheren Tische im ICE1 erinnert.

Das System gibts auch im Bvmz der DB, zumindest ein ähnliches.

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Der Railjet wird als „Hochgeschwindigkeitszug“ beworben - na ja, mehr als 200 km/h habe ich nicht gesehen und das auch nur für kürzere Zeit.

Vermutlich wird er auch nie schneller als 200 km/h fahren. Aber in absehbarer Zeit wirds zumindest ab Linz Richtung Wien fast durchgehend mit 200 km/h gehen, hebt den Schnitt auch. Vor allem der neue Wienerwaldtunnel wird einiges dazu beitragen, dass der Railjet im Fahrplan seinen Jet-Allüren etwas weiter nachkommt als heute.

Gut gefallen hat mir auch die Einblendung des Streckenverlaufs auf den Monitoren - wobei ich es eigentlich besser fände, wenn nicht eine Straßenkarte hinterlegt wäre, sondern eine Karte mit Bahnstrecken. Und - da spricht der Bahnreiseführer-Autor in mir - für Touristen wäre es vielleicht auch interessant, Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke in der Karte anzuzeigen.

Ich halte es aber trotzdem für eine gute Idee und gelungen umgesetzt, sofern alles funktioniert. Allerdings sind mir insgesamt im Zug eindeutig zu viele Monitore angebracht, die gabs wohl irgendwo im Ausverkauf...


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