Bahnabenteuer Frankreich... (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 06.08.2009, 14:42 (vor 6195 Tagen) @ BenjaRa
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 06.08.2009, 14:44

Hallo ICE-Fans,


Frankreich. Das ist doch kreuz und quer mit TGV über 300 km/h durchs Land knallen, oder?
Nein, ist es nicht. Vor 2 Jahren: ein Eisenbahntag in Frankreich (Zeiten annähernd, weiß ich nicht genau mehr, Regiosprinter, bigbug21 und Frank Augsburg dürfen korrigieren).

7:45. Unser Nachtzug (Corail Lunea) hatte Ankunft in Latour de Carol, ein Ort sehr weit von der TGV-Sauserei entfernt, etwa beim Pyrenäen-Dreiländereck (FR, ES, AD). Hier steigen wir um auf den "train jaune", eine Gleichstrom-Meterspurbahn mit Stromschiene.
8:00. Planmäßige Abfahrt des Zuges, aber der Zug fährt nicht ab.
9:00. Unser Zug fährt dann doch ab. In offener Freiluft geht es von fast 1600 Meter nach 400 Meter hinunter. Wir verpassen damit aber leider in Villefranche-Vernet-les-Bains den TER nach Perpignan.
12:50. Abfahrt des nächsten TER.
13:40. Ankunft in Perpignan. Unser geplante Corail nach Toulouse is leider weg. Es war die erste und auch die letzte Direktverbindung nach Toulouse. Also via Narbonne reisen.
TGV nach Narbonne? Alle ausreserviert.
Corail nach Narbonne? Erst ganz spät, und unser Reiseziel war Bordeaux, Anschluß in Narbonne würde nicht erreicht.
TER nach Narbonne? Erst um 17:30 wieder. Also mal Perpignan anschauen.
17:30. TER nach Narbonne. Vierteiliger hochmoderner AGC-Triebwagen.
18:45. Corail Téoz nach Bordeaux fährt ein, 107200 + 14 Wagen, Reservierung Pflicht. Hier hatten wir Plätze reserviert, aber erst ab Toulouse. Mit meinem besten französisch habe ich den Zugbegleiter überredet ("s'il vous plait, monsieur, nous avons été en retard à Perpignan et nous avons perdu la connection par Bordeaux, ce train est aujourd'hui notre dernière connection par Bordeaux et nous avons reservé à l'auberge de la jeunesse"): wir durften mitfahren, aber mußten bis Toulouse in dem überfüllten und saunaheißen Einstiegsbereich bleiben. Ab Toulouse hatten wir dann doch noch unsere Plätze und ging es mit etwa 160 km/h, ohne Zwischenhalt, ohne Lafas und mit funktionierender Klima nach Bordeaux und erreichten 22:45 zum Glück noch die Jugendherberge.

Der Téoz-Zugbegleiter hatte unseren Tag gerettet.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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