Ach die liebe Prügelzicke (Reiseberichte)

caboruivo, CH, Sonntag, 10.05.2015, 14:48 (vor 4028 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von caboruivo, Sonntag, 10.05.2015, 14:49

Hallo

Erstmal danke für den tollen Bericht. Ich hoffe, du hast auch die Schweiz ausserhalb der Region Zürich kennen gelernt. Ist nämlich viiiiiiiieeeel schöner ;)

Hehe, diese etwas "fiese" Anmerkung hat mich dann ermuntert, Google mal nach "Ziegelbrücke" googeln zu lassen. Da steht, dass der Ort auf 2 Kantone aufgeteilt ist und durch einen Kanal getrennt wird. Der eigentliche Ort sei auf der Seite, auf der der Bahnhof nicht ist (höhö, sowas hätte ich eher hierzulande vermutet), und bestehe größtenteils aus der Fritz & Casper Jenny AG. Ein interessanter Firmenname.

Jenny (nicht mit anglizistischer Betonung ausgesprochen) ist ein typischer Familienname der Region. Hat allerdings nichts mit der Seeräuberin aus der Dreigroschenoper zu tun.

Deren Firmengebäude-Ensemble sei im "Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz" aufgenommen - eine Liste, die man auch auf Wiki einsehen kann; Wahnsinn! Also doch irgendwie was besonderes der Ort. Da wird Dich die Schweiz-Fraktion bestimmt bald rügen... (und Dich nächstes Mal auf eine ebensolche Insel verwünschen *g*).

Um das ganze noch etwas komplizierter zu machen: Der Ort befindet sich nach der Fusionswut im "Zigerschlitz" auf Boden der Glarner Gemeinde Glarus Nord (ehemals auf demjenigen von Niederurnen). Der Bahnhof hingegen ist auf Gemarch der St. Galler Gemeinde Schänis, hat jedoch als Hauptfunktion die Erschliessung des Kantons Glarus an den Bahnverkehr, denn die Direktzüge von und nach Zürich gibt es erst seit 2004, zuerst als zweistündlicher RegioExpress zwischen Schwanden und Zürich (am Wochenende seltener, dafür bis nach Linthal) und seit Juni 2014 nun als stündliche S25 bis nach Linthal.


Ich denke, der Bürgermeister - so es denn einen gibt - würde sich geehrt fühlen, dass sich der absolute SBB-Fan schlechthin, in den Zug schmeißen würde um ohne Umstieg direkt von Osnabrück nach Ziegelbrücke zu fahren. Und sei es nur, um einmal herzlich zu lachen und in den Gegenzug einzusteigen!

Tja, da würde der liebe Blaschi zu spät kommen. Bis Dezember 2013 gab es direkte Züge zwischen Osnabrück und Ziegelbrücke, kaum zu glauben - aber wahr. Bis Ende 2006 gab es gar drei Zugspaare, vor 2004 vier, danach deren zwei. Dabei handelte es sich um die Rheintal-EC, welche zwischen Zürich und Chur in den damals noch existierenden InterRegio-Takt eingebunden waren.
Allerdings wäre es ein wenig schwierig geworden, gleich wieder in den Gegenzug umzusteigen, man hätte also eine Nacht in der Linthebene verbringen müssen. Hab ich bislang auch noch nicht.

Und beim Bürgermeister kann man sich jetzt noch entscheiden, ob man den Gemeindepräsident von Glarus Nord oder denjenigen von Schänis von seinen wichtigen Arbeiten abhalten möchte...

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive


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