seehas und seehäsle im Portrait (2/2 m. 49 B.) (Reiseberichte)

TD, Samstag, 04.04.2015, 15:50 (vor 4065 Tagen)
bearbeitet von TD, Samstag, 04.04.2015, 15:51

Hallo zusammen,

willkommen zu Teil 2 unseres kleinen Reiseberichts mit seehas und seehäsle. Der letzte Teil endete mit diesem Bild von Engen, das Reisenden auf Schwarzwald- oder Gäubahn sicherlich bekannt ist.

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Heute wollen wir nun auch die andere Seite dieser Häuserzeile erkunden.

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Zunächst werfen wir nach der Ankunft in Engen aber noch ein Blick auf die Front des Flirt sowie den seehas-Schriftzug. Bis auf dieses Logo tragen die Züge ansonsten das übliche SBB-Farbschema, das auffällige pink der früheren Fahrzeuge und auch den Namenszusatz „Die Hegau-Bodensee-Bahn“ aus der Anfangszeit der Verbindung findet man heute nicht mehr.

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Die Kleinstadt Engen mit ihren rund 10.000-Einwohnern ist Endpunkt der seehas-Strecke. Wir wollen uns nun in der schmucken Altstadt umschauen, hier mit Blick auf das ehemalige Wirtshaus zum Adler, dessen Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert stammen und das damit zu den ältesten Gebäuden der Stadt zählt. Die Bemalung orientiert sich an Resten aus der Renaissancezeit.

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Im Hintergrund des Marktplatzes der ursprünglich als Wehrturm erbaute Glockenturm der Kirche Mariä Himmelfahrt.

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Das Krenkinger Schlössle überragt die Altstadt, Bahnreisende kennen das ehemalige badische Bezirksamt aus etwas anderer Perspektive.

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Nun zurück an den Bahnhof. Von hier aus verkehrt der seehas im Halbstundentakt, außerdem halten die Regionalzüge auf der Gäubahn Singen-Stuttgart und der Schwarzwaldbahn Konstanz-Karlsruhe in Engen (allerdings nur die RE, nicht die IRE). Das Schild im Fenster weist darauf hin, dass das Gebäude zum Verkauf steht.

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Wir besteigen nun den seehas zur Rückfahrt. Da wir die Unterwegshalte auf der Hinfahrt bereits abgeklappert haben, fahren wir nun durch bis Radolfzell, wo wir auf das seehäsle umsteigen wollen.

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Wer in Radolfzell aus dem Zug steigt und sich in die Bahnhofsunterführung begibt, den stellen die Wegweiser vor die Wahl „Zum See“ oder „Zur Stadt“. Wir entscheiden uns zunächst für die Stadt, hier der Blick vom Bahnhof in die Altstadt und zum Münster Unserer Lieben Frau.

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Wer hingegen dem Wegweiser „Zum See“ folgt, dem bietet sich ein Ausblick über den Untersee, hier mit Blickrichtung Osten und dem Alpenpanorama am Horizont.

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Den Bahnhof selbst wollen wir auch nicht vergessen. Es geht hier nicht nur zu den Zügen, der Weg durch den Bahnhof ist gleichzeitig die kürzeste Verbindung zwischen See und Altstadt, entsprechend belebt ist der Durchgang.

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Das seehäsle nach Stockach steht schon bereit. Die Verbindung wird von der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) mit Regio-Shuttles betrieben. Die Triebwagen des seehäsle unterscheiden sich durch den blauen Streifen vom üblichen HzL-Design.

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Bevor wir einsteigen, schauen wir uns noch etwas am Bahnhof um. Das Schild zum Seehäsle-Radweg ist eines der letzten Überbleibsel aus der wenig ruhmreichen Ära von Thurbo auf dieser Verbindung. Als die Strecke 1996 für den Personenverkehr reaktiviert wurde, wurde der Verkehr wie auch schon der seehas von der Mittelthurgaubahn bzw. deren Nachfolgegesellschaften betrieben. Die eingesetzten Diesel-GTW-Prototypen waren jedoch äußerst störungsanfällig, so dass sich die SBB GmbH schließlich von der Strecke zurückzog und die HzL den Betrieb übernahm.

Es geht gleich weiter...

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