Eine Adventstour mit Pfänderbahn und CNL Cassiopeia (m 90 B) (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
eigentlich bin ich noch damit beschäftigt, einige Sommerreisen aufzuarbeiten und wollte als nächstes eine Tour in den Nordosten präsentieren. Nur ist es ja so, dass man Sommerbilder zu jeder Jahreszeit zeigen kann, während spätestens nach Neujahr Niemand mehr Herbstnebel und Weihnachtsmärkte sehen will. Deshalb ziehe ich diesen Reisebericht vor und nehme Euch nun mit auf eine Reise nach Paris, die am letzten Wochenende stattfand. Da heute ein ähnlich grauer Sonntag ist, stelle ich den Reisebericht am Stück ein, auch wenn er so etwas arg lang ist.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/056-Pfaender-Paris/56-00Karte.jpg)
So manche Reise hat mich schon über Paris geführt, eine Fahrt mit dem Nachtzug dorthin hatte sich aber noch nie ergeben. Je näher der Fahrplanwechsel rückte, desto mehr drängte sich der Gedanke auf, doch noch einmal mit dem Nachtzug nach Paris zu fahren, bevor die Verbindung in Kürze eingestellt wird. Der übliche Weg von Konstanz mit einem Nachtzug nach Paris geht wohl über Ulm oder Stuttgart, ich wollte die Nachtzugreise aber an einem Startbahnhof des CNL beginnen. Während die Sparpreise für Verbindungen am Freitagabend schon früh weg waren, hatte ich für meinen Bruder und mich Mitte Oktober ein Ticket für den Samstag des ersten Advents gesichert. Als südwestlichsten Startpunkt für eine Reise nach Paris via München konnte ich damals einen Sparpreis ab Lindau buchen. Gut, nach Lindau würden wir irgendwie kommen und die Fahrt dorthin würde sich dann spontan und wetterabhängig gestalten lassen. Herausgekommen ist eine Rundfahrt via Bregenz, Lindau und München nach Paris und über die Ligne 4 nach Belfort und via Basel zurück an den Bodensee.
Wir beginnen die Tour am späten Samstagvormittag in Konstanz und stärken uns auf dem Weihnachtsmarkt. Normalerweise würde mich das triste grau am Himmel stören – aber ich weiß etwas, was Ihr noch nicht wisst :)
Die S 14 aus Weinfelden ist heute sogar in Doppeltraktion unterwegs und bringt zahlreiche Einkaufstouristen und Weihnachtsmarkbesucher aus der Schweiz nach Konstanz. Für ganze 3 Minuten nehmen wir im Thurbo-GTW Platz zur Fahrt hinüber nach Kreuzlingen.
Platz gibt es um diese Zeit noch genug – wobei dieses Bild etwas täuscht, denn die hintere Tür ist defekt und die anderen Fahrgäste sind zu faul, um innen nach hinten durchzugehen.
In Kreuzlingen steigen wir um auf die S 8 bis Romanshorn, von dort geht es mit der S 7 weiter nach Rorschach. Warum die Strecke „Seelinie“ heißt erklärt sich bei diesem Bild von selbst.
Auch diese Strecke ist fest in der Hand von Thurbo-GTW. Wir sind unterwegs mit der Tageskarte Euregio Bodensee – damit ist auch erklärt, warum wir beim ersten Teil unserer Reise diesmal in der zweiten Klasse unterwegs sind.
In Rorschach haben wir nun knapp 20 Minuten Aufenthalt, die wir für einen kurzen Abstecher ans Bodenseeufer nutzen. Dort irgendwo im Grau des gegenüberliegenden Ufers ist unser Zwischenziel Lindau.
Aber jetzt zurück an den Bahnhof von Rorschach. Die SBB werben hier für himmlische Weihnachtsmärkte, so gibt es hier gerade ein Angebot für den Weihnachtsmarkt in Konstanz – aber da waren wir ja heute schon.
Weiter geht die Reise mit einem Regio-Dosto (Stadler KISS) nach St. Margrethen. Nur sieben Minuten dauert diesmal die Fahrt, dann steht schon der nächste Umstieg an.
Hier wartet schon ein Talent der ÖBB. Offenbar hat sich ein Triebwagen der S-Bahn Tirol nach Vorarlberg verirrt.
15 Minuten dauert die Fahrt diesmal, dabei überqueren wir mit dem Rhein die schweizerisch-österreichische Grenze und dann hier die Bregenzer Aach. Die Hügel und Bergspitzen in der Ferne verschwinden im Nebel.
Und genau das wollen wir jetzt auch tun, nämlich eintauchen in den Nebel über dem Bodensee. Von Bregenz aus fahren wir mit der Luftseilbahn auf den Pfänder. Der Hausberg von Bregenz gehört zu den Allgäuer Alpen und ist 1.064 Meter hoch. Zunächst gibt es einen Blick auf die Talstation, mit zunehmender Höhe dann über Bregenz und den Bodensee.
Dann erreicht die Gondel die Nebeldecke und wir sind von dichtem Grau umhüllt. Bald darauf verlassen wir den Nebel und sind von strahlendem Sonnenschein umgeben.
Ich hatte schon am Morgen zu Hause über die Webcam auf dem Pfänder gesehen, dass der Gipfel über dem Nebel liegt und oben die Sonne scheint – allein das war ausschlaggebend dafür, Bregenz und Pfänder in die Tour einzubauen.
Hier sind wir übrigens schon auf dem Gipfel angekommen und schauen in Blickrichtung Bregenzerwald und Alpenpanorama.
Und hier schweift der Blick über ein Nebelmeer, unter dem sich der Bodensee verbirgt.
Bei klarer Sicht würde in dieser Blickrichtung unser Startpunkt Konstanz zu sehen sein – aber der Nebel von oben ist mindestens genauso eindrucksvoll.
Es geht gleich weiter...
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07.12.2014, 13:47
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- Eine Adventstour - Sören Heise, 07.12.2014, 14:42
- Top! Nur bitte nicht ewig über's Wetter nörgeln; danke :-) - Blaschke, 07.12.2014, 14:59
- Eine Adventstour - 462 001, 07.12.2014, 15:56
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