Wie bitte? - So bitte! (Fahrkarten und Angebote)

westtoeast, Samstag, 02.08.2014, 22:34 (vor 4315 Tagen) @ br752
bearbeitet von westtoeast, Samstag, 02.08.2014, 22:36

Ein 65-Jähriger bricht vor einem Krankenhaus zusammen - und kein Arzt kommt heraus, um dem Mann zu helfen [...] Stattdessen forderte der Pförtner den Zeugen laut "Express" auf, einen Krankenwagen zu rufen: Ärzte dürften die Klinik nicht verlassen. Als schließlich zwei Mediziner an der Pforte nach dem Rechten schauen wollten, habe der Pförtner abgewiegelt, er habe die Feuerwehr bereits verständigt. Der Patient wurde schließlich die wenigen Meter zur Notaufnahme mit einem Rettungswagen gefahren. [...] Der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt Uwe Kessel sagte auf Anfrage, er sehe in dem Vorfall, wie ihn der "Express" schildert, kein strafbares Verhalten.

Alles geregelt und immer schon an die Regeln halten!

Tut mir Leid, aber Du vergleichst hier Dinge, die man weder vergleichen kann noch sollte. Eine Situation in der es um Menschenleben geht mit der Klarstellung einer vertraglichen Regelung. Einen solchen Vergleich finde ich vollkommen abwegig und absurd. Bei Verträgen hat es sich meines Erachtens immer bewährt, eine für beide Seiten klare Regelung zu treffen, damit – wie ich schrieb – klar ist, welche Rechten und Pflichten es gibt. Da es hier offensichtlich eine unklare Bestimmung gab, ist es für mich das normalste der Welt, im Dialog mit meinem Vertragspartner (Du scheinst hier irgendwie immer ein Feindbild "Bahn" zu haben), herauszufinden, wie diese Bestimmung zu verstehen ist. Dann kann ich entweder zustimmen oder – wenn es einen Dissens gäbe, ich also meinte, ich müsste unbedingt das Recht haben, bis 3 Uhr fahren zu dürfen (yeah – 3 Stunden mehr, Wahnsinn!), entweder eine Lösung erarbeiten oder es auf eine Eskalation ankommen lassen.

Bei der Situation in Düsseldorf, von der ich gehört habe, die ich aber nicht im Detail verfolgt habe, geht es, anders als Du annimmst, überhaupt nicht nur um Regeln, sondern eben gerade auch um eine moralische Ebene, eine Frage der Menschlichkeit sozusagen, Hilfe zu leisten. Aber selbst auf der formaljuristischen Ebene dürfte die Lage keineswegs so einfach sein, und es stellt sich durchaus die Frage, ob sich nicht zumindest der Pförtner unterlassener Hilfeleistung zuschulden hat kommen lassen. Welche Bewertung die Strafverfolgungsbehörden hierzu letztendlich hatten, weiß ich nicht, aber auf Zitate in Zeitungen wie Express verlasse ich mich grundsätzlich nicht.

Übrigens: Du hast Dich hier vor kurzem furchtbar über meinen Umgangston aufgeregt und Dich lautstark über Diffamierung beklagt, wo ich mich einfach sachlich mit Deinen Einlassungen auseinandergesetzt habe. Hier jetzt auf einmal mich und andere User geschickt über einen Wikipedia-Link in die Nähe von Staatsorganen eines Unrechtsstaates zu rücken, das empfinde ich in der Tat als beleidigend, und es zeugt meines Erachtens von einer merkwürdigen Auffassung Deinerseits, wie man Diskussionen führen sollte.


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