Vorstellung der Idee des Kundenzuges (Allgemeines Forum)

Kundenzug, Mittwoch, 02.04.2014, 09:29 (vor 4422 Tagen)

Hallo, ich möchte mich kurz mit meiner Idee 'Kundenzug' vorstellen.

Die Idee des Kundenzuges soll zu einer Weiterentwicklung des Angebotes auf der Schiene führen. Dabei sollen die Kunden und ihre Vorlieben stärker berücksichtigt werden. Meiner Meinung nach wurden zu viele gute Ideen zur Weiterentwicklung des Schienenverkehrs nicht ausreichend gewürdigt. Um die Weiterentwicklung zu verbessern, setze ich auf eine Intensivierung des Wettbewerbes im SPFV. Denn letztlich ist der Wettbewerb ein Wettkampf um die besten Ideen und Angebote mit den Kunden als Jury.

Für einen Wettbewerb braucht es Konkurrenten und daher dreht sich die Idee um die Gründung eines Billiganbieters im innerdeutschen SPFV, der die Metropolregionen miteinander verbindet und damit die wichtigsten Strecken bedient.

Natürlich stecke ich mit der Idee in dem typischen Dilemma, dass man eigentlich für eine Gründung im SPFV Kapital, Trassen und Fahrzeuge zugleich benötigt, weil eigentlich jedes dieser drei Teile die jeweils anderen beiden Teile bedingt. Mit der Idee versuche ich das Dilemma zu umgehen, indem ich den Aspekt des Geldes vorne an stelle, um später alles weitere zu ermöglichen.

Erschwerend kommt hinzu, dass es Gründe dafür geben dürfte, warum im Gegensatz zum jungen Fernbusmarkt im SPFV kaum Wettbewerb besteht. Im Rahmen der Idee nehme ich daher an, dass ein neuer Konkurrent neben dem alteingesessenen Anbieter im SPFV kaum eine Aussicht hat, sein Angebot wirtschaftlich zu betreiben. Anders wäre die Zurückhaltung der Investoren mit Neugründungen im SPFV kaum zu erklären.

Das Crowdfunding bringt diese Überlegung noch einmal in ein anderes Licht. Denn dort könnten sich die Reisenden mit einbringen, die die eigentlichen Profiteure eines intensiveren Wettbewerbs wären. Aber auch deren Investitionskalkühl würde dem eines Investors ähneln, denn den Nutzen des intensiveren Wettbewerbs hätten auch die Trittbrettfahrer.

Alternativ wird im Crowdfunding auch die Refinanzierung durch Fanartikeln genutzt. Diese Variante erscheint aber aufgrund der Besteuerung für dieses Vorhaben ungeeignet zu sein. Schließlich braucht es für den Aufbau eines Eisenbahnverkehrsunternehmens primär haftendes Kapital, um Anlagegüter zu finanzieren, und weniger Erträge, um Aufwand in der betreffenden Periode zu decken.

Daher basiert die Idee auf Schenkungen aus der Crowd. Schenkungen könnten in privater Hand einen Kapitalstock schaffen, der später die Gründung und Kapitalisierung eines Unternehmens ermöglichen könnte. Das kapitalisierte Unternehmen könnte dann ernsthaft über Trassen und Fahrzeuge verhandeln und Verträge schließen. Die Schenkung bricht allerdings mit dem Konzept des Tausches, das allen kommerziellen Transaktionen vom entgeltfreien Service über den Kauf bis hin zur Investition mehr oder weniger zugrunde liegt. Eine Schenkung kann daher nur auf dem Vertrauen in eine Person und deren Idee fußen. An diesem Punkt werde ich mich überraschen lassen, ob mir dieses entgegen gebracht wird und ob eine hinreichende Unterstützung auf dieser Basis zusammen kommt.

Denn auch hier stecke ich in zwei Varianten des oben benannten Dilemmas. Fehlende, konkrete Aussagen zu Fahrzeugen oder Strecken stärken nicht das Vertrauen. Das gleiche gilt für den Verzicht auf jegliche Zusagen, um die Abgrenzung zum Tauschgeschäft und der damit verbundenen kommerziellen Sphäre zu wahren.

Auf der Seite Kundenzug findet Ihr weitere Informationen zu der Idee. Wenn Ihr darüber hinaus Fragen oder Anregungen habt, so versuche ich hier gerne darauf einzugehen.


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