Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 Fortsetzung (Reiseberichte)

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 02.02.2014, 20:16 (vor 4468 Tagen) @ TD

Hoi,

Auf der InterRegio-Linie von Luzern nach Interlaken Ost kommen 7-teilige „alpine dynamische leichte elegante Reisezüge“ zum Einsatz, abgekürzt ADLER. Die Zahnrad- und Adhäsionstriebzüge verfügen auch über einen Bistrowagen.

Allerdings ohne Fahrzeugreserve. Während eine Adler-Hälfte noch von einem Fink ersetzt werden kann, gibt es bei den Bistrowagen wirklich null Reserve. Abgemildert wird das zwar, in dem die Bistrowagen nicht fest in die Adler eingebunden sind, sondern mit ihren normalen Kupplungen auch an die Fink gehängt werden können. Wenn aber ein Bistrowagen ausfällt, dann hat ein Umlauf keinen Bistrowagen. Man hat vier Umläufe und vier Adler. Zu verdanken hat man das den geldgebenden Kantonen, die keine Reserve-Adler bewilligten. An der Zentralbahn liegts nicht.

Hier ist ein Bild vom Bistro: http://www.zentralbahn.ch/sites/default/files/gallery/458A7788_Bistro_50x50.jpg

Und hier die Speisekarte: http://www.zentralbahn.ch/sites/default/files/Speisekarte_ZentralBahn_0.pdf

Es ist ein etwas reduziertes Angebot im Vergleich zu den SBB-Speisewagen, aber angesichts der engeren Platzverhältnisse auf Meterspur auch nachvollziehbar. Die Öffnungszeiten fallen kürzer aus als wie bei dei SBB, aber man will jetzt zum Start des neuen Bistro-Angebots die Nachfrage beobachten und dann gegebenenfalls die Öffnungszeiten ausdehnen. Auch könnte man sich künftig spezielle Menüs vorstellen, die elvetino nur für die Brünigstrecke kreiert. Aber jetzt muss sich das Angebot und vor allem die Nachfrage erstmal entwickeln.

Die Regionalzüge zwischen Bern und Luzern werden von der BLS betrieben, zum Einsatz kommen lokbespannte Pendelzüge. Die EW III-Zugkompositionen waren einstmals als Swiss-Express die Paradezüge der SBB. Der Erste-Klasse-Großraumwagen sieht nicht unbequem aus...

Abteilwagen im Regionalverkehr sind mittlerweile ja doch schon eine Rarität, und so beziehen wir doch gleich mal ein Abteil.

Es ist ein RegioExpress (RE) und RE sehen wir als Mischkategorie FV/RV, also das was früher der IR in Deutschland war. Nicht jede Bahngesellschaft setzt einem als RE einen Kiss, Flirt oder Domino vor die Nase. ;-)

Olten gilt als Bahnknotenpunkt und Eisenbahnerstadt, soll aber auch eine nette Altstadt haben. Da passt es ja, dass bis zur Weiterfahrt noch etwas Zeit bleibt für einen kleinen Stadtbummel. Hier treffen wir auch wieder auf die Aare, die den Bahnhofsquai von der Altstadt trennt. Über eine Holzbrücke aus dem Jahr 1803 queren wir den Fluss.

Ach, da gibts auch noch einen Ort? Ich habe auch schon einige fragen hören: «In Olten kann man wohnen? Da steigt man doch nur um!» Daher mal Danke für den kleinen Stadtbummel.

Eines der bekanntesten Häuser in Olten ist das Gasthaus Rathskeller, dessen Fassade ins Auge sticht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1673, im Volksmund wird der Rathskeller „Chöbu“ genannt – was auch immer das bedeuten mag.

Wie wäre es mit «Kübel»?


Grüsse aus der Ostschweiz.

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[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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