Ich halte mal dagegen... (Allgemeines Forum)

Lumi25, Samstag, 05.10.2013, 23:39 (vor 4569 Tagen) @ Bronnbach Bhf

Ich gehe mal das aus, dass dir die Örtlichkeiten zwischen Goddelau und Biblis nicht im Detail bekannt sind. Denn in diesem Abschnitt reichen in den Orten wie Biesbesheim oder Gernsheim die Wohnbebauungen bis an den Bahndamm. Da ist kein Ausbau auf 3 oder 4 Gleise ohne teure Enteignungen möglich. Schlicht unrealistisch.


Du hast recht die Örtlichkeiten kenne ich nicht und ich bin mir auch zu 100% bewusst, dass ein solcher Ausbau auch nie kommen würde. Es ist leider Fakt, dass die DB AG Strecken nicht vernünftig im Sinne des Betriebs ausbauen kann. Das ist nicht erst seit gestern so sondern seit Jahren.

Und wo bitte schön soll deine NBS langführen? Wenn dann ginge nur eine östliche Umfahrung von Biblis entlang der B44, um nördlich von Bürstadt wieder in die Bestandsstrecke einzufädeln. Willst Du die NBS von Biblis bis Waldhof führen, müsstest Du alle Ortschaften östlich umfahren, womit Du eine Trassierung durch das Ried wählst, die aus Gründen der Umweltverträglichkeit ein no go ist. Das haben die Voruntersuchungen in der Vergangenheit eindeutig ergeben. So wurde ja die bevorzugte Linienführung entlang der A67 gebohren, weil diese die Einzig umweltverträgliche Variante ist.


Komisch sobald eine Autobahn gebaut wird ist es kein NO GO mehr.

Wo willst Du diese Abschnitte bauen? Bitte konkret werden. Auch hier gibt es im Bereich der Begstrasse keinen Platz.


Tja es gäbe viel zu tun auf der Bergstraße. Als erstes würde ich den beschissenen Linienbetrieb zwischen Frankfurt und Darmstadt auf einen Richtungsbetrieb umbauen lassen damit der Betrieb flexibler gestaltet werden kann.

Dann müsste natürlich ein Fahrplankonzept her, dass auf lange Sicht für den Nahverkehr gilt. Vorstellen könnte ich mir, dass die geplante Rhein-Neckar S-Bahn fliegend überholt wird auf kurzen viergleisigen Abschnitten von Güterzügen oder Fernzügen. Dafür könnte man heutige Überholbahnhöfe einfach mit integrieren.

Der Korridor Frankfurt-Darmstadt-Mannheim/Heidelberg muß soviel Verkehr aufnehmen und muss noch so viele Kapazitätsreserven für die Zukunft haben, das die Lösung garnicht groß genug sein kann. Mit Stückwerk kommst Du nicht weiter.


Ich sag es noch mal HGV-Verkehr dient dazu dem Kurzstreckenluftverkehr Konkurrenz zu machen. Leider ist das mit der deutschen Politik nicht möglich. Auf Kurzstrecken von 100km bringt die Raserei kaum einen nennenswerten Fahrzeitgewinn.

NBS ja ok aber dann mit Umfahrung von Mannheim dies wieder rum wird abgelehnt. Für kurze Relationen braucht man kein HGV da reicht auch ein IC vollkommen aus. Allein die schnelle ICE-Linie 42 von Köln nach Stuttgart hält im Schnitt alle 30 Minuten was ich als Fahrgast als recht nervig empfinde in einem sogenannten Premiumprodukt.

Die meisten Kapazitätsreserven bekommt man hin wenn man die Strecken so ausbaut, dass flexibel gefahren werden kann ohne große Verspätungen zu verursachen.

Es ist z.B. einfach lachhaft wenn Düsseldorf-Duisburg gestört ist, dass dann teils nur eingleisige Umleitungsstrecken zur Verfügung stehen. Die DB AG plant den Ausbau leider nur für den Optimalfall und mehr nicht.


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