OT: Wie man Gleise nummerieren sollte (Reiseberichte)

Alphorn (CH), Sonntag, 04.08.2013, 14:05 (vor 4619 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Alphorn (CH), Sonntag, 04.08.2013, 14:05

Meiner Meinung nach sollte eine Gleisunmmerierung genau drei Eigenschaften haben:

1. Sie soll in die gleiche Himmelsrichtung hin ansteigen
2. Sie sollen streng monoton ansteigen (d.h. nie kleiner werden)
3. Der Unterschied zwischen zwei Gleisnummern soll grob die Fussweglänge abbilden

Die sind hier zwei verletzt:
1. 201-203 steigen südwärts an, 101 bis 103 nordwärts.
3. Der Weg zwischen 101 und 201 länger, aber nicht viel länger als zwischen 101 und 103

Meine Nummerierung wäre also:
11,12,13 für die südlichen Gleise, 21,22,23 für die nördlichen.

Man verliert dadurch zwar die Regel, dass 1 (bzw. 101 und 201) der Hausbahnsteig ist, aber die ist meiner Meinung nach nicht viel wert. Wenn ich ankomme und auf meinem Bahnsteig links die Gleisnummer 11 ist und rechts die Nummer 12, dann soll ich sicher sein können, dass ich die Gleisnummer 21 rechts suchen muss. Den Hausbahnsteig finden hingegen ist normalerweise eh kein Problem und meist auch nicht zeitkritisch.

Recht gut gemacht wird es künftig in Zürich, wo die oberirdischen Gleise die Nummern 3-18 haben und die drei unterirdischen Bahnhöfe die Nummern 21-22 (momentan noch 1-2, was schlecht ist), 31-34 und 41-44 (kürzlich umnummeriert). Die provisorischen Gleise 51-54 werden abgebrochen und sind viel weiter vorne, sodass ein grosser Nummernunterschied gerechtfertigt war.

[image]

Das Gegenbeispiel ist Lausanne, wo ein zweiter etwas abgelegener Hausbahnsteig die Nummer 70 hat... hätte deswegen mal fast den Anschluss verpasst. Leider gibt es in der Schweiz die "Hausbahnsteig ist 1"-Regel auch.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum