(Am Rande:) Reisendenlenkung; FGR (Fahrkarten und Angebote)

michael_seelze, Sonntag, 27.01.2013, 18:06 (vor 4817 Tagen) @ Blaschke

Warum wohl hat man das Kursbuch weitgehend abgeschafft? (Die derzeit noch veröffentlichten Nahverkehrstabellen werden sicher auch bald ein Ende haben, Fernverkehrstabellen gibt's ja schon nicht mehr)

Da standen (stehen)Mindestumsteigezeiten angegeben.


Zum einen mit den Preisen, zum anderen mit den Umstiegsmöglichkeiten bzgl. der Fahrgastrechte.
Ein Umstieg, für den ich gar keine Fahrkarte bekomme, kann ich folglich auch nicht verpassen. So erspart man sich Entschädigungszahlungen und verärgerte Fahrgäste.

Ja, in den AGB steht ja im Punkt 9.1.4 der Satz:

Die Übergangszeiten für planmäßige Umstiege (Umsteigezeiten) orientieren
sich an der elektronischen Fahrplanauskunft unter www.bahn.de.

Noch(!) gibt's natürlich Reisende und Freaks, die das durchschauen und die die nicht mehr angezeigten Umstiege noch kennen. Aber spätestens in ein paar Jahren weiß der Durchschnittsreisende sowas nicht mehr.

Der Durchschnittsreisende weiß es schon jetzt nicht mehr.


Dass das ein Bug ist, wage ich daher einfach mal zu bezweifeln. Ich denke, es sind die Anfänge einer manipulativen Reisendenlenkung. Da davon aber praktisch niemand weiß, kann es ja auch niemand stören. Außer so Geiern und Geizhälsen wie uns...

Etwas kräftig formuliert. Über das heute zur Ermittlung von Fahrtmöglichkeiten beinahe ausschließlich genutzte Internet (bzw. Intranet in den Verkaufsstellen) kann jedes EVU ja für jeden seiner Züge eigene Umstiegszeiten definieren. Anschlüsse, die statistisch eine hohe Nichterreichbarkeit aufweisen, können so zu Nichtanschlüssen gemacht werden. Ob das für die Kundenanzahl positiv ist, steht auf einem anderen Blatt.

Im konkreten Fall scheint es in Fulda so eine Mindestumsteigezeit von 10 Minuten zwischen den beiden Fernverkehrslinien zu geben, wo es lt. Kurbuch 7 Minuten erforderliche Umsteigezeit sind.


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