Rajzefiber – 7 Tage auf Schienen unterwegs (m.v.Bild.) [2/3] (Reiseberichte)

TD, Montag, 20.08.2012, 17:35 (vor 4965 Tagen)

Und weiter geht’s, in Teil 1 waren wir in Waren an der Müritz angekommen.


Tag 3: bahnfrei in Waren

Um meinem Bruder die Reise schmackhaft zu machen und ihn als Reisebegleiter zu gewinnen, musste ich ihn mit einem Angeltag ködern. Während er zusammen mit einem Angelguide auf der Müritz unterwegs ist, sitze ich am Ufer in der Sonne, tippe den ersten Teil des Reiseberichts und stimme mich mit Fachlektüre auf die weitere Fahrt nach Polen ein – doch dazu später mehr.
Zwischendurch erkunde ich auch die schmucke Altstadt von Waren.

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Mein Bruder angelt auf der Müritz...

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... und ich erkunde Waren.

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Alter Markt

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Neuer Markt mit Rathaus

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Promenade

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Stadthafen

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St. Georgenkirche

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Stadthafen und Marienkirche


Tag 4: Waren – Berlin – Danzig

Heute steht die Fahrt mit dem Berlin-Gdansk-Express auf dem Plan. Da der Zug erst um 15.40 Uhr in Berlin abfährt, lassen wir den Tag gemütlich angehen machen uns auf halb zwölf auf den Weg zum Bahnhof von Waren.

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Vielleicht sollte ich mir doch angewöhnen, die Möglichkeiten der neuen Medien unterwegs stärker zu nutzen, denn das hätte uns die Warterei verkürzt, wenn wir gewusst hätten, dass der Regionalexpress nach Berlin eine Verspätung von 25 Minuten hat, aber gut, so warten wir eben auf dem Bahnsteig.

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An der Strecke von Rostock nach Berlin wird kräftig gebaut, die Verspätung selbst beruht aber auf einer Störung am Zug. Bis Berlin füllt sich der Zug immer weiter, selbst die erste Klasse ist gut ausgelastet. An der Verspätung ändert sich nicht mehr viel, 25 Minuten später als geplant erreichen wir den Berliner Hauptbahnhof – so haben wir aber immer noch knapp 2 Stunden Zeit bis zur Abfahrt des EC nach Danzig. Die Zeit nutzen wir, um ein Verkehrsmittel der DB auszuprobieren, mit dem ich bisher noch nicht unterwegs gewesen bin: die Mieträder von Call a Bike.

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Und so machen wir nun eine kleine Radtour durchs Regierungsviertel, radeln durchs Brandenburger Tor und durch den Tiergarten. So eine kleine Sommer-Citytour auf dem Fahrrad macht richtig Spaß!

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Nachdem wir noch kurz in der Lounge vorbeigeschaut haben ist es Zeit für den EC 55, den Berlin-Gdansk-Express (der aber eigentlich Berlin-Gdynia-Express heißen müsste, denn er fährt nicht nur bis Danzig (Gdansk) sondern weiter nach Gdynia). Der Zug hat eine große Anziehungskraft auf Bahnfans, jedenfalls filmen und fotografieren sicherlich 20 Leute unsere Ausfahrt aus dem Berliner Hauptbahnhof. Nun, jedem sei sein Hobby gegönnt – aber Mitfahren ist doch viel schöner!

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Auf der Stadtbahn geht es jetzt mitten durch die Stadt und dann durch Brandenburg gen Osten. Der Zug ist aus polnischen Wagen gebildet, für die nächsten gut 6 Stunden machen wir es uns in unserem Abteil bequem. Es liegen zwar Reisepläne aus, die sind aber noch von der Gegenrichtung, für unsere Fahrt gibt es keinen Reiseplan. Die Klimaanlage scheint in Deutschland nicht so recht zu funktionieren, sie läuft immer wieder an, setzt dann aber wieder aus. Gut, dass es im Abteil aber auch ein Klappfenster gibt. Auf der polnischen Seite läuft die Klimaanlage dann durchgehend (ob es am Systemwechsel oder dem polnischen Zugpersonal liegt?) und zwar so heftig, dass wir an den Bahnhöfen das Klappfenster aufmachen, um etwas Sommerwärme ins Abteil zu lassen.

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Fahrt über die Oderbrücke

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Die passende Lektüre für die Tour: das neue Buch von Steffen Möller Expedition zu den Polen – Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express. Steffen Möller beschreibt nicht nur als amüsanter Reiseführer die Strecke, die wir nun bis Posen fahren, sondern bringt uns auch Land und Leute näher. Und mit dem polnischen Wort Rajzefiber (von Reisefieber) haben wir auch einen passenden Titel für unsere Tour gefunden.

In Posen wird die Lok gewechselt und wir verlassen nun die mir vom Berlin-Warszawa-Express schon bekannte Strecke und fahren nach Norden.

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Wobei sich die Landschaft nicht großartig ändert, es geht weiter durch Wiesen und Felder. Als es dann auf der Fahrt zwischen Bydgoszcz und Tczew langsam dunkel wird, tippe ich den nächsten Teil des Reiseberichts.

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Werbegag oder am Übersetzer gespart?

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Wir sind in Danzig angekommen.

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Anfangs war ich nicht glücklich über die späte Ankunft des EC in Danzig – erst nach 22 Uhr anzukommen ist touristisch nicht so optimal. Allerdings ist die Stadt an diesem lauen Sommerabend noch voller Leben, und so bringen wir nur schnell das Gepäck ins Hotel und machen uns dann auf eine abendliche Entdeckungstour durch die Stadt.

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Langer Markt

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Zeughaus

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Rechtstädtische Rathaus

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Grünes Tor

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Ufer der Motława

Fortsetzung folgt gleich...

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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