4 Tage durch die Benelux-Länder (mit vielen Bildern) (1/2) (Reiseberichte)

TD, Samstag, 23.06.2012, 14:14 (vor 5019 Tagen)

Hallo zusammen,
ich war mit dem Zug schon in vielen Ecken Europas, bis nach Schweden, Polen, Ungarn, Kroatien, Italien, Spanien und Frankreich haben mich viele Bahntouren bisher gebracht – aber in eine Region im Herzen Europas hat es mich bisher noch nicht verschlagen: die Benelux-Länder. Höchste Zeit, dies nachzuholen.

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Auf einer viertägigen erstklassigen Tour fahren wir über Zürich nach Luxemburg, dann über Brüssel an die belgische Küste und zurück nach Gent, weiter über Antwerpen nach Amsterdam und schließlich via Köln, Rheintal und Schwarzwaldbahn zurück.


Tag 1: Konstanz – Zürich – Luxemburg

Eigentlich wäre ich nach langer Zeit auch mal wieder gerne die Moselstrecke gefahren, aber beim Blick auf die Eisenbahnkarte kam mir eine andere Idee: wie wäre es mit der mir weitgehend unbekannten Strecke auf der französischen Seite? Und so ist meine Wahl für die Hinfahrt auf den EC „Iris“ von Zürich nach Luxemburg gefallen. Am Mittag des Fronleichnamstags starten wir unsere Tour in Konstanz und fahren zunächst nach Zürich. Über diesen Teil der Verbindung hatte ich mir bei der Planung keine großen Gedanken gemacht, sondern dachte mir, eben mit einem der stündlichen Interregios der SBB nach Zürich zu fahren. Erst nachdem der Fahrplan stand, habe ich bemerkt, dass ich einen „Treffer“ gelandet hatte, nämlich den einzigen ICN erwischt zu haben, der als IR deklariert einmal am Tag auf der Strecke verkehrt.

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ICN in Konstanz

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Noch ein kurzer Blick über den Bodensee...

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...dann geht’s über den Seerücken und auf der anderen Seite fällt der Blick auf die Alpen.

In Zürich haben wir nun 40 Minuten Aufenthalt, gerade perfekt für einen Kaffee in der SBB-Lounge.

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SBB-Lounge in Zürich

Anschließend machen wir uns auf den Weg zu Gleis 14, wo der EC „Iris“ nach Brüssel schon bereit steht. Der Zug besteht aus einem belgischen Wagen und ansonsten aus SBB-Material, so auch unser 1.Klasse-Wagen in silbernem Farbkleid.

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Auch in diesem Zug gibt es das gleiche Phänomen zu beobachten wie auf der Gäubahn: auf dem schweizerischen Abschnitt ist der Wagen fast bis auf den letzten Platz besetzt, ab der Grenze herrscht Leere.

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Als der Zug vom Ankunftsbahnsteig in Basel SBB weiterrollt auf den Bahnsteig im französischen Teil des Bahnhofs befinden sich mit uns gerade mal 6 Fahrgäste im Wagen.

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Mittlerweile ist das Wetter schlechter geworden, auf der Fahrt durch die Rheinebene beginnt es zu regnen. Eigentlich ist die Strecke auf der französischen Seite des Rheins nicht viel anders als auf der deutschen Seite, nur dass die Berge diesmal links (Vogesen) statt rechts (Schwarzwald) sind.

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Auf dem schönsten Abschnitt der Strecke rund um Saverne am Rhein-Marne-Kanal fahren wir leider durch strömenden Regen.

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...aber dafür kommt später ab Metz wieder die Sonne heraus, hier überqueren wir die Mosel.

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Unser EC ist in Luxemburg angekommen.

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Am Abend erkunden wir Luxemburg. Zunächst geht es über das Petruss-Tal in die Oberstadt...

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...zum Knuedler mit Rathaus (Hôtel de Ville) und Kathedrale unserer lieben Frau.

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Während der Platz im Volksmund Knuedler heißt, ist die offizielle Bezeichnung Wilhelmsplatz, französisch Place Guillaume II – hier das Reiterstandbild des Königs und Großherzogs Wilhelms II. von Oranien-Nassau.

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Das großherzogliche Palais ist die Stadtresidenz der großherzoglichen Familie, daneben befindet sich die luxemburgische Abgeordnetenkammer.

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Die Adolphe-Brücke (Pont Adolphe) gehört zu den größten Steinbogenbrücken der Welt...

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...von dort hat man einen schönen Blick auf die Oberstadt und die Überreste der Festung.

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Die Gëlle Fra (Goldene Frau) auf dem Monument du Souvenir.

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Musée de la Banque auf der anderen Seite des Petruss-Tals.

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Auch beim Blick nach Pfaffenthal sind Überreste der Festung Luxemburg zu entdecken.

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Nach Einbruch der Dunkelheit machen wir uns auf der Avenue de la Liberté auf den Weg zum Hotel, vorbei am historischen Verwaltungssitz des Stahlkonzerns ArcelorMittal...

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...und dem Bahnhof, wo unser Abendspaziergang in einem nahegelegenen Hotel endet.


Tag 2: Luxemburg – Brüssel – Ostende – Knokke – Gent

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof, in der Halle gibt es ein Mosaik mit der Silhouette der Stadt Luxemburg.

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Von Luxemburg führt uns die Tour heute quer durch Belgien. Zunächst fahren wir mit einem IC nach Brüssel, der Zug besteht aus einem belgischen Triebwagen.

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Die Fahrt ist recht entspannt, der Zug ist nicht sehr voll und die Strecke führt landschaftlich reizvoll durch die Ardennen.

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Unterwegs sind Bauarbeiten, so dass wir mehrmals das Gleis wechseln. Dabei sehe ich auch das erste Mal einer jene skurrilen Knallkapseln.

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In Namur überqueren wir die Maas, in der Ferne ist die Zitadelle zu sehen.

Wir fahren bis Brüssel Central, der unterirdische Durchgangsbahnhof liegt zentral in der belgischen Hauptstadt. Nachdem wir unser Gepäck in einem Schließfach deponiert haben, erkunden wir zu Fuß die Altstadt. Der Weg führt uns zunächst zum Grand Place mit...

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Maison du Roi...

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Rathaus...

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...und Gildehäusern.

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Manneken Pis darf natürlich auch nicht fehlen.

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Galeries Royales Saint-Hubert

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Grand Place

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Kathedrale St. Michael und St. Gudula

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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