Sozialistische Zuverlässigkeitswerte //// Board??? (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Mittwoch, 02.05.2012, 01:19 (vor 5094 Tagen) @ Blaschke

M.W. werden alle Talgo-Züge durch einen Techniker des Herstellers (!) begleitet. Da es sich außerhalb Spaniens um Exoten handelt, ist es natürlich sinnvoll. Wie dies auf die Wirtschaftlichkeit drückt, ist eine andere Frage. Auch mussten Fehler kurzfristig behoben werden, da man kaum schnell 15 Minuten vor Abfahrt einen schadhaften Wagen ausreihen kann.
Der Talgo hat(te) einige Vorteile:
1. Spanischer Zug, also in Spanien für den Inlandverkehr beschafft, um die eigene Industrie auszulasten. Siehe auch LZB/Talgo Kuhhandel, da ging es mehr um die Stützung einer Firma als um den optimalen Zug.
2. Betrieblicher Vorteil: Ist spurwechselfähig. Spielte im reinen Deutschlandverkehr keine Rolle. Ob man die gelieferten Züge doch mit Spurwechsel hätte ausrüsten sollen und für den Spanienverkehr einsetzen... aufgrund der Billigflugkonkurrenz wohl weniger, zumal ein reiner Nachtsprung Deutschland-Spanien nicht machbar war.

Somit fallen diese Vorteile weg, aber:
3. Leichte Konstruktion. War ja schon so gut wie bestellt für Zürich-München als Tageszüge. Fernverkehr auf Dieselstrecken wäre so vielleicht wirtschaftlicher zu gestalten. Da weniger Gewicht und eigener Generatorwagen möglich, hätte man auf das 218-Doppel verzichten können. Warum auf dieses geradezu prädestinierte Einsatzgebiet verzichtet worden ist? Keine Ahnung. Beim Nachtzug spielt das keine Rolle, da überall elektrisch bespannt und Nachtstrom eh billig ist.
4. Breiterer Wagenkasten. Für große (lange) Menschen ist das im Schlafwagen durchaus ein Vorteil.

Da aber 1-3 bei den deutschen Nachtzügen weggefallen ist, bleibt nur 4. Der Vorteil wiegt die vielen Nachteile aber wohl kaum auf, d.h. fehlende Flexibilität, Sonderkonstruktion, etc.

W


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum