"Nur Zugteil wechseln" - Korrespondenzhalt besser? (Aktueller Betrieb)

fjk, Mittwoch, 28.03.2012, 11:02 (vor 5107 Tagen) @ Oscar (NL)

Moin,

interessante Berechnung:

ICE International Amsterdam-Frankfurt + ICE Oberhausen-München.
Für eine Fahrt Amsterdam-München braucht man nur Zugteil zu wechseln.

Das ergibt einen halben Direktzug?

Das Wechseln des Zugteils in nichtdurchlaufbaren IC-Triebwagen (bei Kurswagen und anderen Flügelzugverfahren kann das anders aussehen - heißen die "Koploper"?) hat doch wenige Vorteile gegenüber einem Korrespondenzumstieg "am Gleis gegenüber":
* evtl. mehrere Umstiegchancen
* evtl. leicht erhöhte Aufeinanderwartewahrscheinlichkeit (im Extremfall aber sicher auch nicht)
* damit leicht erhöhte Sicherheit, tatsächlich am gleichen Bahnsteig zu landen

dafür die Nachteile
* Platz-zu-Platz deutlich längerer Bahnsteiglaufweg als "nach gegenüber"
* und damit gute Chancen, die Bahnsteigüberdachung zu verlassen.

Alle allgemeinen Umsteigenachteile (neuen Platz suchen, eingewohnten verlassen, überhaupt "raus in die Welt" usw.) bleiben beim Zugteilwechsel erhalten.

In der Abwägung sehe ich aus persönlichen Sprinterfahrungen inkl. "hier können Sie jetzt nicht rein" in Hamm den Korrespondenzhalt da im Vorteil. Direktverbindungen, auch halbe, sind beides nicht. Da kann man schon eher diskutieren, ob Oberhausen schon halb Niederlande ist;-)

Übrigens: wenn eine Direktverbindung gebrochen wird, ist sie sehr wohl abgeschafft. Mit Umsteig kommt man schließlich überall hin.
Volle Anschlusssicherheit und angemessene Bequemlichkeit bieten nur Direktverbindungen. Dass die nicht überall und immer möglich sind, ist klar, aber wie woanders gepriesen: in den Grundsatzforderungen soll man nicht so zurückhaltend sein. Und eine 250.000-Einwohner-Stadt sollte neben dem obigatorischen "Berlin 700km"-Bärenstein durchaus auch eine tägliche Direktverbindung in die Hauptstadt, eigentlich sogar in alle Millionenstädte und die wichtigen Bahndrehkreuze (aus dem Handgelenk: Hamburg, Dortmund/Hamm, Hannover, Berlin, Köln, evtl. Kassel, evtl. Würzburg, Leipzig, Frankfurt, evtl. Mannheim, Nürnberg, Stuttgart, München - Ergänzungen und Richtigstellungen willkommen) haben. In den allermeisten Fällen sollte man das mit morgendlichen/abendlichen Verlängerungen/Zusatzhalten zu Grundnetztaktzügen hinkriegen. Natürlich ist das nicht umsonst und man braucht sicher ein paar mehr Züge als für einen K-F-Pendel.

Schlimm, dass dafür inzwischen mit dem Grundgesetz gewunken werden muss...

ist gleich
fjk


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