Beeindruckende Beispiele (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Donnerstag, 08.12.2011, 13:34 (vor 5437 Tagen) @ GibmirZucker

Das funktioniert aber nur, wenn der sparsame Fahrgast aber wirklich nach K fährt! Also wenn er nichts anderes zu tun hat.... Im Gegensatz zur Papierfahrkarte, wo eine Umsteigeverbindung nach K gebucht wird, im Wissen, dass der Anschluss meistens nicht klappt, ist hier nachvollziehbar, wohin der Fahrgast wirklich gefahren ist.

Umgekehrt könnte der Fahrgast dann von A nach B fahren, mit der letzten Anschlussverbindung nach C, D oder E. Er guckt einfach bei der (nicht selten) verspäteten Ankunft, in welche Richtung der letzte Anschlusszug gefahren ist, nimmt sich ein Hotel, da er sowieso nur nach B wollte und fährt am nächsten Morgen kurz nach K und zurück. Bekommt er die Übernachtungskosten erstattet? Oder ist er in der Beweispflicht, dass er tatächlich von Anfang an nach E wollte?
Er könnte aber auch am Morgen von A nach B fahren, da er in B was kurz erledigen will, in B ist der "Anschluss" nach C, D oder E, erreichbar im Zweistundentakt, weg, also, da erwartete Ankunftsverspätung mehr als 60 Minuten, "bei Reiseabbruch und Rückkehr zum Ausgangsbahnhof, sich den bereits genutzten Anteil und den nicht genutzten Anteil erstatten lassen" (FGR) fährt er dann wieder nach A zurück. Reicht dann schriftlich einen Erstattungsantrag aus, er hätte im Sinn gehabt nach C oder E oder wie es passt, zu fahren. Im Fall des Ausnutzers der Grauzone (je nach Sichtweise "Betrüger") ist es wohl richtig, wenn die DB sagt, er habe ja nie eine Fahrkarte nach C oder E gehabt, sondern nur A-B-A gekauft und gefahren. Nur, was macht ein wirklich ehrlicher Fahrgast der tatsächlich nach E wollte, dort einen Termin, z.B. Vorstellungsgespräch hat, wegen Verspätung von mehr als 60 Minuten dann aber von B wieder zurückkehrt? Da ist er mit einer Fahrkarte auf dem Papier schon günstiger dran!

Interessante, beeindruckende Beispiele. Dies zeigt mir, wieviel große Probleme es im alltäglichen Betrieb mit Touch & Travel gibt.

Und die Kostenersparnis wird sich bei den Total Cost of Ownership wohl in der Gesamtsumme aus Kosten beim Fahrgast und Kosten bei der Bahn in sehr engen Grenzen halten. Denn nicht jeder hat oder will ein GPS-fähiges Handy haben und ich habe auch nirgends bei Touch & Travel gesehen, dass man dem Fahrgast den Umstieg auf die gerade aktuelle Handyversion oder das Software Update bezahlen würde.

Also einfach ein Irrweg.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum