Eystrup: Bestandsschutz? (Aktueller Betrieb)

fjk, Freitag, 03.06.2011, 11:06 (vor 5518 Tagen) @ fabs

Moin!
Ein halber Meter ist doch gar nichts...zumindest im Vergleich zu Eystrup. Dort gibt es die merkwürdige Konstruktion, daß etwa auf der Hälfte des 55cm Bahnsteigs ein Bahnübergang (Straße) ist. Der Zug (Doppelstock-Hocheinstiegswagen) hält also teilweise "mitten auf der Straße" welche logischer Weise auf dem Niveau der Schienenoberkannte liegt.

Echt? Ist der Zug länger geworden? Gerade die kümmerlichen (ach nee, die fahren ja in NRW;-)) Sechswagen-Star-RE könnten doch so eben an die Hausbahnsteigabteilung passen. In Richtung Bremen spielt sich ohnehin alles "hinter der Strasse" ab - wobei der zweite Bahnsteig auch nicht groß über Straßenniveau herauskommt. "Früher", mit n-Wagen und Co auf dem Weg nach Bad Harzburg, stand man regelmäßig auf der Straße. Da diese Fahrzeuge aber bekanntlich (trotz oder wegen der Klappstufen) alles andere als barrierefrei sind, dürfte das eystrupsche Zugangsproblem seinerzeit unter ziemlich ferner gelaufen sein.

Für mich immer wieder ein Rätsel, wie so etwas vom EBA zugelassen wird.

Tja, wahrscheinlich siehe Betreff. Außerdem ist das ja erstmal eher Schuld der Wagen (oder meinst Du die?), die Situation in Eystrup ist schließlich bekannt. Im Prinzip finde ich es vorbildlich, pragmatische Lösungen bestehen zu lassen oder sogar neu zu genehmigen, statt die (an vielen Stellen immer wieder als Schutzbehauptung herangezogene) Ausrede "Bahnsteig zu kurz" den regelmäßigen Halt in Eystrup verhindern zu lassen. Überbordene Vorschriften machen vieles viel zu teuer und kompliziert und damit unattraktiv. Natürlich sollten auch keine ernsten Sicherheitsrisiken eingeganen werden - und wenn der Zug nach Hannover tatsächlich immer (noch) regelmäßig auf der Straße hält, sollte das vielleicht auch kommuniziert werden, damit die Nichtkletterkünstler vielleicht einen anderen Wagen nehmen. Aber andere Maßnahmen erscheinen hier doch etwas übertrieben und verhindern andernorts sinnvolle SPNV-Erschließung. Klassisches Negativbeispiel in dieser Hinsicht: Ahrensburg-Gartenholz.

ficht feiertagsgeschwächt für Vernunft
fjk


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