Nicht nur Glück - ein Doppelsechser?! (Aktueller Betrieb)

fjk, Donnerstag, 07.04.2011, 10:44 (vor 5530 Tagen) @ Fabian318

das Ding hat, wie die anderen auch, genauso wie die DB-M-Dreier eine "interne" Triebzugnummer zusätzlich zur Registrierungsnummer und der darin versteckten Baureihe und Loknummer.


Die Triebzugnummer (wir reden schon über 4651, 4652 etc. und mit Registierungsnummer meinst du xx xx x406 05x-x?) ist für die DB die Triebzugnummer, die Niederländer geben den Fahrzeugen ebenso gerne eine Nummer für den ganzen Zug, so dass es hier passte.

[...]


Das sind UIC-Nummern. Da die Fahrzeuge in Deutschland eingestellt sind (Anschrift "D-NS"), beginnt die UIC-Nummer auch mit 9x 80 und nicht 9x 84.

Moin,

genau das wollte ich unterscheiden. Und "irgendwie" hat man dann da ja doppelt "Glück" gehabt, wobei in dem einen Fall natürlich über die Registrierung in Deutschland nachgeholfen wurde - dass da die gleiche Baureihe die gleiche Nummer bekommt, ist mehr als naheliegend. Wie das mit ostereiergleichen Fahrzeugen aussieht, die in verschiedenen Ländern registriert sind, wollte ich mit dem Anknüpfungspunkt Taurus erfragen.

Also, noch einmal zusammenfassend:

Die NS-ICE3M haben eine interne Triebzugnummer 465x, die "zufällig" in das etwas krude Triebzugnummernbildungssystem der DB, aber auch in das Nummerschema der NS passt.

Bei der DB (und dem EBA?) hängt dieses Bildungssystem mit der Baureihennummer zusammen (46=406), die bei in Deutschland eingestellten Fahrzeugen wiederum in der UIC-"Registrierungs"nummer aufgegangen/versteckt ist. Genau an dieser Stelle hat man das zweite Mal Glück: diese 1:1-Übernahme der Nummern ist schließlich nicht grundsätzlich möglich, man denke nur an Dänemark, wo die Baureihen bebuchstabt sind. Das Glück ist hier nun, dass die NS-ICE in Deutschland registriert sind und darum gar keine Diskussion über die UIC-Nummerierung aufgekommen sein dürfte - und die NS-ICE auf diesem Wege ("rückwärts") auch eine klassische DB-Loknummer nach Baureihe erhalten haben.

Zur Verdeutlichung noch einmal zum Taurus. "Intern" nach klassischer Baureihennummerierung heißen die Flügelrädler in Österreich 1x16 ABC und bei der DB 182 DEF. Nach welchem Vornamen ist nun die UIC-Nummer gebildet? Oder unterscheidet sich deren zentraler Anteil einfach, obwohl die Loks gleich sind, bei Registrierung in Österreich und Deutschland?

Das dritte Thema, das hier durchgeisterte, ist die LZB-Nummer. Ich habe solche an einigen Privatloks explizit angeschrieben gesehen - und (historisch gesehen äußerst verwunderlich: "wer hat's erfunden" und wie sah die Fahrzeugidentifizierung da aus;-)) die gemahnte doch jeweils sehr an eine klassische Baureihen-Loknummer, in diesem Wiki-Taurusbeispiel eben 182 600-7. Wenn man den Smiley aus der Klammer streicht und die Infos zusammennimmt, kann (und wird) bei den NS-ICE also schlicht der wegen der Registrierung "zufällig passende" UIC-Nummerteil als LZB-Nummer dienen (können). Vielleicht ist er deswegen auch analog zu DB-Fahrzeugen hervorgehoben.
Mit der Triebzugnummer hat die LZB-Nummer dann aber nur sehr mittelbar zu tun (wär auch komisch, denn zumindest schnelle Loks brauchen die ja auch), weil das DB-interne System zur Bildung der Triebzugnummer einige Anleihen im Ziffernvorrat der Baureihennummer macht.

Ist der Gewinnplan damit ausreichend auseinanderklambüsert? Offene Fragen bleiben...
zahlenjongliert fjk


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