Die Lokführer stehen voll in meiner Gunst.... (Allgemeines Forum)

GUM, Samstag, 12.03.2011, 10:54 (vor 5556 Tagen) @ GUB

Ich weiß, dass der Beruf offiziel anders heißt, das Wort Triebfahrzeugführer ist mir aber zu sperrig ;)

Vorweg:Sicher hat ein Lokführer mehr Erfahrungen in dieser Thematik als ich (am eigenen Leib sozusagen), dennoch will ich den Beruf Lokführer und seine "Nachteile" auch einmal aus einem anderen Licht beleuchten.

Problem scheint zu sein, dass die Kontrolleure immer mehr daran zu setzten scheinen, alle anzuschwärzen, und sogesehen momentan kein Vertrauensklima herrscht.
Bei den Arbeitszeiten sind das restliche Zugpersonal, Piloten, Bus- und Tramfahrer, Polizei + Feuerwehr+Rettung (? - das weiß ich jetzt nicht so sicher) nicht besser dran, Schiffsbesatzungen trifft es noch härter.

Lokführer ist ein Beruf mit Vor- und Nachteilen wie jeder andere auch, jeder muss für sich selbst wissen, ob die Vorteile die Nachteile überwiegen und man die Nachteile - sowohl physisch, als auch psychisch - ertragen kann.

Schönen Samstag :) und vielen Dank an all euch Lokführer, die leider momentan nicht überall in der Gunst der Menschen stehen.

Ich stehe voll und ganz hinter den Lokführern und bewundere die Leistung, dieses System immerhin 20 Stunden am Tag am Laufen zu halten.
Egal, ob man frühmorgens mit der S-Bahn losfährt oder einen Ausflug spätnachts abschließt: Niemals muss man selbst "kurbeln und lenken" und kann sich unterhalten, einfach nur die Landschaft vorüberziehen lassen oder die Geschwindigkeit genießen. Wenn ein Zug nicht ganz so voll ist und nicht lärmt, dann kann man dem durchaus auch etwas Meditatives abgewinnen. (Kleine Spitze an die Triebfahrzeugfans: Solange es sich um einen Doppelstockwagen mit getrennter Lok handelt).

Und die Faszination Technik ist hier viel mehr erlebbar, als bei der Autoindustrie mit seinen inzwischen vollständig gekapselten Motoren.

Hybrid-Technik, Bremsenergiewückgewinnung bei Toyota ab 2012 ?! Bei der Bahn schon alles da. Bremsenergierücklgewinnung seit der legendären E 120, dieselelektrische Züge seit den 60 Jahren im Schweizer TEE.

Die Bahn ist Technologieführer. Und Lokführer irgendwie eine Art "Motor" des Eisenbahnbetriebes. Ohne sie fährt kein Zug.

Deshalb bewundere ich deren Arbeit. Und von mir aus kann es auch einen saftigen Gehaltsaufschlag geben, den ich beispielsweise im Nahverkehr mit 3-4 Euro (5 % Monatskartenteuerung) mitbezahle oder im Fernverkehr mit ein paar Euro mehr.

Außerdem lässt sich die Kostensteigerung leicht abfedern, in dem man sinnfreie Marketingaktionen und Geldverpulverungen einfach sein lässt. Wie z. B. derzeit alle Züge mit dem Logo einer Sportveranstaltung zu bekleben und dafür noch Geld zu bezahlen...


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