Verkehrsverbund Rhein-Neckar kritisiert Deutschlandticket (Allgemeines Forum)

Barzahlung, Mittwoch, 15.05.2024, 00:01 (vor 5 Tagen)

Mannheim, 6. Mai 2024
Ein Jahr Deutschland-Ticket
Neue Maßstäbe im öffentlichen Nahverkehr

Ein Jahr nach der Einführung des Deutschland-Tickets zieht der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine gemischte Bilanz. Das Konzept einer bundesweiten Flatrate ohne Tarifgrenzen hat bei den Kunden die Erwartungen erfüllt und ist in der Öffentlichkeit zu einem Symbol für nachhaltige Mobilität in Deutschland geworden. Allerdings fehlen die dafür eingesetzten drei Milliarden Euro für den dringend notwendigen Angebotsausbau.

Mit beeindruckenden elf Millionen verkauften Abonnements und 20 Millionen Nutzern im ersten Jahr hat sich das Deutschland-Ticket schnell in Deutschland etabliert. In den ersten zwölf Monaten seit seiner Einführung hat das Deutschland-Ticket nicht nur Stammkunden überzeugt, sondern auch neue Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV gewonnen: 44 Prozent der Abonnements wurden nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Wechslern aus anderen Tarifen abgeschlossen und acht Prozent von Neukunden, die zuvor selten öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben.

„Das Deutschland-Ticket hat in nur einem Jahr gezeigt, wie hoch das Interesse und die Bereitschaft der Menschen ist, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie das Deutschland-Ticket die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs positiv verändert hat“, macht Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich des Maimarkts Mannheim deutlich. „Allerdings zeigt sich auch, dass diese massive Tarifsubvention durch den Bund und die Länder nun dazu führt, dass weniger Mittel für die Bereitstellung des Angebotes zur Verfügung stehen. Für 2025 werden in Rheinland-Pfalz bereits Angebotskürzungen diskutiert, weil die Regionalisierungsmittel nicht mehr ausreichen werden, um die deutlich gestiegenen Kosten abdecken zu können“, so Specht weiter.

Klares Signal für die Verkehrswende setzen

Mit fortlaufender Verbesserung und einer stetigen Erweiterung des Angebots kann das Deutschland-Ticket auch in Zukunft eine tragende Rolle in der Transformation des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland spielen. Das anhaltende Interesse am Deutschland-Ticket unterstreicht aber besonders die Notwendigkeit, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen und zu verbessern. Der Bund und die Länder müssen daher nun zusätzliche Mittel für das Angebot bereitstellen, damit die Fahrgäste mit dem Deutschland-Ticket auch wirklich mobil sein können. Hier besteht akuter Handlungsbedarf.

Der öffentliche Personennahverkehr in Deutschland steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. „Die aktuelle Unterfinanzierung und der Mangel an einem robusten rechtlichen Rahmen gefährden die nachhaltige Entwicklung unseres Verkehrssystems. Es ist entscheidend, dass die Bundesregierung nicht nur initiale Fördermittel bereitstellt, sondern auch langfristige Unterstützung und klare rechtliche Grundlagen schafft, um die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland zu sichern“, betont VRN-Geschäftsführer Dr. Michael Winnes.
„Leider geschieht aber aktuell das Gegenteil: die Förderung von Elektrobussen wurde aufgrund der Schuldenbremse gestoppt. Dasselbe gilt für die Förderung der Wasserstofftechnik. Das hat unmittelbare Folgen für den Verbundverkehr: wegen der Versagung der Förderung der geplanten Wasserstofftankstelle in Heppenheim musste der VRN gemeinsam mit dem Kreis Bergstaße in letzter Minute die Umstellung des Linienbündels Odenwald Mitte von Dieselbussen auf klimafreundliche Wasserstoffbusse wieder aufgeben. Gleichzeitig hat das Land Hessen signalisiert, dass die Verbünde in den nächsten Jahren keine Landesmittel zur Erweiterung des regionalen Schienen- und Busverkehrs erwarten dürfen. Wenn wir die Neukunden, die uns das Deutschland-Ticket beschert hat, langfristig vom ÖPNV überzeugen wollen, muss die Politik hier ganz schnell neue Prioritäten setzen“, macht Dr. Winnes weiter deutlich.

Deutschland-Ticket löst originäre VRN-Abonnements ab

Im Rahmen des Pressegesprächs blickten die Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar auch auf die Entwicklung des Deutschland-Tickets innerhalb der Verbundgrenzen zurück.

Grundsätzlich hat sich das Deutschland-Ticket als ein bei den Fahrgästen sehr beliebtes Produkt etabliert. „Die Einführung des Deutschland-Tickets hat den öffentlichen Personennahverkehr für viele zugänglicher gemacht. Die positive Entwicklung zeigt, dass unsere Fahrgäste ein solches Angebot schätzen“, erklärt Christian Volz, kaufmännischer Geschäftsführer der rnv GmbH und Vorsitzender der Versammlung der Verbundunternehmen im VRN.

Mit der Einführung des Deutschland-Tickets im Mai 2023 konnte erstmals seit der Corona-Pandemie eine Stabilisierung der Einnahmen auf ein vorerst gleichbleibendes Niveau bis Juli festgestellt werden. Im August gab es erneut einen deutlichen Einbruch der Einnahmen, der darauf zurückzuführen ist, dass Kunden von ihrem monatlichen Kündigungsrecht gebraucht gemacht haben und das Deutschland-Ticket kurzfristig über den Sommer gekündigt haben.

Seit September steigt die Zahl der Deutschland-Ticket-Abonnements wieder stetig an. Gleichzeitig führt die monatliche Kündigungsmöglichkeit aber auch zu großen Schwankungen bei den Verkaufszahlen, da die Kunden eine geringere Hemmschwelle haben, ihr Abonnement im Jahresverlauf für einige Monate zu pausieren. Das Deutschland-Ticket hat im VRN-Verbundgebiet fast vollständig die originären VRN-Abonnements abgelöst. Zudem hat die Einführung des Deutschland-Tickets zu einer Verlagerung des Umsatzes von den Fahrscheinsortimenten des Gelegenheitsverkehrs und der Zeitkarten im Barverkauf auf die Abo-Jahreskarten geführt.

Insgesamt beträgt der Anteil der Deutschland-Tickets im VRN-Tarif an den gesamten Abo-Jahreskarten rund 98 Prozent. Die Anzahl der vertriebenen Abo-Jahreskarten aus dem Restsortiment des VRN-Tarifs liegt bei lediglich zwei Prozent mit einer abnehmenden Tendenz.

Die Kundenanzahl im Abonnement konnte um 35 Prozent von 276.783 im April 2023 auf 373.298 im Februar 2024 gesteigert werden. 73 Prozent der Abonnenten haben sich für die Nutzung des Deutschland-Tickets als Chipkarte entschieden, während die verbleibenden 27 Prozent das Handy-Ticket nutzen.

https://www.vrn.de/verbund/presse/pressemeldungen/pm/026322/index.html
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/vrn-kritisiert-deutschland-ti...

Verkehrsverbund Rhein-Neckar kritisiert Deutschlandticket

611 040, Erfurt, Mittwoch, 15.05.2024, 04:54 (vor 5 Tagen) @ Barzahlung

Mannheim, 6. Mai 2024
Ein Jahr Deutschland-Ticket
Neue Maßstäbe im öffentlichen Nahverkehr

Ein Jahr nach der Einführung des Deutschland-Tickets zieht der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine gemischte Bilanz. Das Konzept einer bundesweiten Flatrate ohne Tarifgrenzen hat bei den Kunden die Erwartungen erfüllt und ist in der Öffentlichkeit zu einem Symbol für nachhaltige Mobilität in Deutschland geworden. Allerdings fehlen die dafür eingesetzten drei Milliarden Euro für den dringend notwendigen Angebotsausbau.

Mit beeindruckenden elf Millionen verkauften Abonnements und 20 Millionen Nutzern im ersten Jahr hat sich das Deutschland-Ticket schnell in Deutschland etabliert. In den ersten zwölf Monaten seit seiner Einführung hat das Deutschland-Ticket nicht nur Stammkunden überzeugt, sondern auch neue Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV gewonnen: 44 Prozent der Abonnements wurden nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Wechslern aus anderen Tarifen abgeschlossen und acht Prozent von Neukunden, die zuvor selten öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben.

„Das Deutschland-Ticket hat in nur einem Jahr gezeigt, wie hoch das Interesse und die Bereitschaft der Menschen ist, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie das Deutschland-Ticket die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs positiv verändert hat“, macht Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich des Maimarkts Mannheim deutlich. „Allerdings zeigt sich auch, dass diese massive Tarifsubvention durch den Bund und die Länder nun dazu führt, dass weniger Mittel für die Bereitstellung des Angebotes zur Verfügung stehen. Für 2025 werden in Rheinland-Pfalz bereits Angebotskürzungen diskutiert, weil die Regionalisierungsmittel nicht mehr ausreichen werden, um die deutlich gestiegenen Kosten abdecken zu können“, so Specht weiter.

Genau das habe ich oft genug gesagt, wurde aber nur abgetan. Das Geld was für die massive Subvention ausgegeben wird fehlt für den dringend benötigten Angebotsausbau. Besonders durch die massiv gestiegene Nachfrage braucht es noch mehr Kapazität, die eben nicht mehr finanziert werden kann.
Wenn das nicht klappt kann man nicht die Nachfrage künstlich erhöhen....

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Geld aus unterschiedlichen "Töpfen"

Waldbahn, Mittwoch, 15.05.2024, 08:19 (vor 5 Tagen) @ 611 040

Mannheim, 6. Mai 2024
Ein Jahr Deutschland-Ticket
Neue Maßstäbe im öffentlichen Nahverkehr

Ein Jahr nach der Einführung des Deutschland-Tickets zieht der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine gemischte Bilanz. Das Konzept einer bundesweiten Flatrate ohne Tarifgrenzen hat bei den Kunden die Erwartungen erfüllt und ist in der Öffentlichkeit zu einem Symbol für nachhaltige Mobilität in Deutschland geworden. Allerdings fehlen die dafür eingesetzten drei Milliarden Euro für den dringend notwendigen Angebotsausbau.

Mit beeindruckenden elf Millionen verkauften Abonnements und 20 Millionen Nutzern im ersten Jahr hat sich das Deutschland-Ticket schnell in Deutschland etabliert. In den ersten zwölf Monaten seit seiner Einführung hat das Deutschland-Ticket nicht nur Stammkunden überzeugt, sondern auch neue Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV gewonnen: 44 Prozent der Abonnements wurden nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Wechslern aus anderen Tarifen abgeschlossen und acht Prozent von Neukunden, die zuvor selten öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben.

„Das Deutschland-Ticket hat in nur einem Jahr gezeigt, wie hoch das Interesse und die Bereitschaft der Menschen ist, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie das Deutschland-Ticket die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs positiv verändert hat“, macht Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich des Maimarkts Mannheim deutlich. „Allerdings zeigt sich auch, dass diese massive Tarifsubvention durch den Bund und die Länder nun dazu führt, dass weniger Mittel für die Bereitstellung des Angebotes zur Verfügung stehen. Für 2025 werden in Rheinland-Pfalz bereits Angebotskürzungen diskutiert, weil die Regionalisierungsmittel nicht mehr ausreichen werden, um die deutlich gestiegenen Kosten abdecken zu können“, so Specht weiter.


Genau das habe ich oft genug gesagt, wurde aber nur abgetan. Das Geld was für die massive Subvention ausgegeben wird fehlt für den dringend benötigten Angebotsausbau.

Du verkennst, dass es unterschiedliche Töpfe oder sachlich besser formuliert Titel sind, woher das Geld kommt. Subvention und Gelder für Infra Ausbau sind eben zwei unterschiedliche haushalterische Bereiche. Wenn du Gelder aus dem einen Titel verschiebst gerade in diesen Höhen muss das schon begründet sein. Einfache Buchhaltung

--
Gruß
Waldbahn

Verkehrsverbund Rhein-Neckar kritisiert Deutschlandticket

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Mittwoch, 15.05.2024, 10:37 (vor 5 Tagen) @ 611 040

Echt, wie können andere es nur wagen, auch günstig Bahn fahren zu wollen!

Verkehrsverbund Rhein-Neckar kritisiert Deutschlandticket

611 040, Erfurt, Mittwoch, 15.05.2024, 11:51 (vor 5 Tagen) @ Paladin

Echt, wie können andere es nur wagen, auch günstig Bahn fahren zu wollen!

Mal plastisch gesprochen:
Willst du lieber 10€ pro Fahrt von x nach y ausgeben und dafür fährt nur alle 2 Stunden ein Zug und das natürlich auch nur von 6-21 Uhr? Der Zug mit einem günstigen Regioshuttle, welcher in der HVZ total überfüllt ist.

Oder gibst du lieber 15€ aus und dafür fährt der Zug x-y jede Stunde von 4-0 Uhr? Dann fährt ein Dostopark mit 218/245 nach deinem Belieben mit 4 Dostos und alle bekommen immer einen Platz.

Angebot kostet nun mal Geld und das wollen viele nicht bezahlen. Klar unendlich teuer will ich auch nicht, aber es muss auch nicht alles verschleudert werden.
Es ist nun mal Realität und das sehen wir zur Zeit überall, dass Leistungen nicht mehr gefahren werden können, und das obwohl zusätzliche(!) Kapazitäten dirngend nötig wären.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Wer ist alle?

Waldbahn, Mittwoch, 15.05.2024, 12:14 (vor 5 Tagen) @ 611 040

Deine Tasche und deine Jacke? Die brauchen auch Platz? Und der vierte Platz in der 4er Gruppe ist dann für deinen nicht mitfahrenden Kommilitonen, der sich dann per Messenger mit dir unterhält?

Was soll ein DostoZug auf einer Strecke wie Fröttstädt-Friedrichroda? Da reicht der RegioShuttle vollkommen aus.

Und eine 218 im heutigen Verkehr nun das sind eher Nostalgieträume die weder nachhaltig noch effizient sind.

Und wie schon mehrfach gesagt, wende dich an den Auftraggeber der Leistung. Das hat was mit Regionalsierungsmitteln zu tun, die vom Land vergeben werden. Die 3 Mrd Euro sind für die Länder als Zuschuß zum Ticket - deutschlandweit und nicht auf deinen Lieblings RE2. Wenn man die Mittel nämlich aufteilt, bleiben von den 3Mrd pro Bundesland nicht mehr viel übrig.

--
Gruß
Waldbahn

Wer ist alle?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 15.05.2024, 13:37 (vor 5 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 15.05.2024, 13:37

Gerade bei den Bussen scheint sich ja was zu bewegen, das hab ich bereits dargestellt. Im Beitrag kommt das Deutschlandticket ja auch an sich positiv weg. Muss man nur die Finanzierung vielleicht etwas justieren, schon läuft‘s auch ohne Friktion. Manch einer will aber nur die Probleme sehen. Gut ist jedoch, dass die Zukunft des Deutschlandtickets gesichert ist.

Und mir sind Batteriezüge auch lieber als 218er und nicht barrierefreie Dostos

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
[image]
(Bildquelle: ČD)

Wer ist alle?

611 040, Erfurt, Mittwoch, 15.05.2024, 14:03 (vor 5 Tagen) @ Waldbahn

Das war ja bewusst übertrieben gesagt. Natürlich braucht es nicht überall solche Kapazitäten, aber mir fallen auf Anhieb unzählige Linien ein, wo die Kapazität vorne und hinten nicht reicht.
Es mag sein, dass heutzutage kein Komfort mehr erwartet wird, da ja fast alle neuen Züge eh immer unkomfortabler werden. Für mich jedenfalls, und da bin ich sicher nicht alleine, ist es auch wenn das wirtschaftliche Optimum erreicht ist und die Züge eine 100%-Auslastung haben, zu voll.
Komfort wird einfach immer unwichtiger, sieht man bei jeder Neubestellung. Die letzten wirklich komfortablen Neufahrzeuge waren die Twindexx Vario BR 445 und die BR 407. Wenn man sich Neufahrzeuge wie ICE 4 oder Mireo, Desrio HC, PESA Link etc. mal unter Komfortaspekten ansieht, und damit meine ich neben Sitzkomfort auch die gesamte Atmosphäre durch Materialen im Innenraum, Beleuchtung,etc. ansieht merkt man schnell, dass es immer nur schlechter statt besser wird. Die einzigen Vorteile die, auch hier, immer wieder genannt werden sind WLAN, Steckdosen und ein niederfluriger Boden. Das haben (redesignte) Dostos, 425, 642, etc. auch alles und sind dazu um Welten komfortabler.
Ich hab nichts per se gegen Neufahrzeuge, aber sie sollten mindestens genauso gut wie die alten sein und das wird bis auf die Twindexx 445 von keinem erreicht.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Was denn nun?

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 16.05.2024, 09:12 (vor 4 Tagen) @ 611 040

Du sprichst gegen den Desiro HC (da bin ich Stammkund_in in der RRX-Version) - der bewusst modern-technisch-nüchtern gehalten wurde, dafür krieg ich meine Beine unter, es wird mit fancy indirekter Beleuchtung gearbeitet (selbst am Fußboden) und es gibt Farbakzente. Klar, es bleibt ein Massentransporznahverkehrsfahrzeug, das sind Dosto aber auch. Und grade die alten Expressnetz-Dosto sind jetzt auch nicht mit einer besonders hochwertigen Inneneinrichtung aufgefallen.

Gleichzeitig war im Fernverkehr aber der 407, der ebenfalls einer der nüchternsten ICE ist, als letztes gutes Neufahrzeug. Der 408, der mit dem Wohnzimmerkonzept das ziemliche Gegenteil ist (Materialien die eine gewisse Behaglichkeit ausstrahlen, halbwegs unterteilte Räume) ist folglich also schlecht.

--
Weg mit dem 4744!

Da gehe ich d'accord

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 16.05.2024, 09:57 (vor 4 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 16.05.2024, 09:57

Ich kenne den Desiro HC in der ODEG-Version und mit dem wurde ich auf Anhieb glücklich. Auch ich kann diese subjektiven Urteile nicht so ganz nachvollziehen, die Züge werden ja nicht für Fuzzies erstellt, sondern, damit Menschen komfortabel und möglichst flott von A nach B kommen - mit all den Dingen, die heutzutage einfach erwartet werden. Und das wird doch auch geboten. Meine Erfahrungen in Deutschland waren bislang positiv, aber natürlich schaue ich das von draußen her. Mir ist es ja gelungen, ohne größere Vorkommnisse bislang durch Deutschland durchzukommen. Es kommt ja doch öfter vor, dass eine Zugfahrt so wie vorgesehen stattfindet. Sonst würde ja sich kaum wer das antun wollen.

Nebenbei, ausgerechnet der 445 hat mich irgendwie enttäuscht, zumindest in der Gestaltung von DB Regio. Irgendwie... leblos.

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
[image]
(Bildquelle: ČD)

Was denn nun?

611 040, Erfurt, Donnerstag, 16.05.2024, 10:35 (vor 4 Tagen) @ JeDi

Zum FV: Den 408 kenne ich noch nicht von Innen und kann ihn noch nicht bewerten. Ich meinte den Vergleich eher zum 412. Dort sind für mich die Sitze unbequem und generell wirkt der Innenraum mit den relativ schmalen Fenstern und hauptsächlich weißem Plastik und den Metall-Gepäckablagen mitten zwischen den Sitzen eher "nüchtern-modern" wie du schreibst, genauso wie eben der 462. Das ist für mich kein sonderlicher Reisekomfort. Im 462 sind auch die Sitze nicht gerade bequem, sowohl beim RRX als auch bei Regio.

Die Twindexx haben viel bequmere, breitere Sitze und der Innenraum wirkt generell hochweriger und es ist auch am Kopf nicht so eng.
Was mich an den Neufahrzeugen aber generell stört, ist dass nahezu nirgends mehr die Sitzteiler zu den Fenstern passen.
Im Vergleich dazu die 642, 644 oder 425 wo man von jedem Platz gute Aussicht durch schöne große Fenster hat. Diese Fahrzeuge sind auch von der Innenraumaufteilung perfekt gelungen und schön übersichtlich. Auch wirkt zumindest bei den ersten beiden BR der Innenraum durch Verwendung von Alu, Spiegelglas und Holz viel hochwertiger und gemütlicher als die Plastikkisten.

Bei den ICEs sind die ICE-T gefolgt vom 406 (und ja nicht mehr vorhandenen original403) und 401 meine Lieblings-ICEs. Das Innendesign wirkt einfach hochwertig und bietet eine gemütliche Reiseatmosphäre. Beim 407 sind mir positiv auch die Grammersitze aufgefallen, die ja auch in den o.g. ICEs verbaut sind. Ist einfach ein extremer Unterschied zu den Dingern im ICE 4 oder ICE 2. Zum einen vom Sitzkomfort aber auch dadurch, dass die Kopfstützen schön flach sind und der Innenraum dadurch nicht so voll und eng wirkt wie im ICE 4 mit den übertrieben großen "Ohren".

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Die Kritik muss man aber auch erst suchen.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 15.05.2024, 06:15 (vor 5 Tagen) @ Barzahlung

Finanzierung ist nichts, was man nicht lösen kann. Müsste man mal den Bund kräftiger anstupsen.

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
[image]
(Bildquelle: ČD)

Sinnlos. Nahverkehr ist Ländersache.

musicus, Mittwoch, 15.05.2024, 10:13 (vor 5 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Aber der Bund trägt ja was dazu bei.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 15.05.2024, 10:25 (vor 5 Tagen) @ musicus

- kein Text -

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
[image]
(Bildquelle: ČD)

Ist aber kein Naturgesetz. Sondern menschengemacht ...

Der Blaschke, Mittwoch, 15.05.2024, 11:00 (vor 5 Tagen) @ musicus

Huhu.

Kann man also, WILLE VORAUSGESETZT, auch ändern.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Man kann sogar mit der Schuldenbremse mehr machen.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 15.05.2024, 11:03 (vor 5 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 15.05.2024, 11:04

...aber dafür müsste eben auch ein Wille bestehen.

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
[image]
(Bildquelle: ČD)

Jawohl! Nicht an Symptomen rumpfuschen, ran an die Ätiologie

musicus, Mittwoch, 15.05.2024, 11:08 (vor 5 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

SPNV wird vom Bund bezahlt

Höllentalbahn, Mittwoch, 15.05.2024, 19:08 (vor 5 Tagen) @ musicus

Durch Regionalisierungsmittel, die deswegen existieren (Abwälzen des NV auf die Bundesländer)

SPNV wird von jedem Steuerzahler bezahlt

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 15.05.2024, 21:27 (vor 4 Tagen) @ Höllentalbahn

Und nun?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Verkehrsverbund Rhein-Neckar lobt Deutschlandticket

Salzufler, Köln, Mittwoch, 15.05.2024, 08:54 (vor 5 Tagen) @ Barzahlung

Hallo Papierfahrkarte,

wo genau findet sich diese Kritik denn nun? In der von dir kopierten Pressemitteilung jedenfalls nicht!

Übersetzung: Die VU mögen das D-Ticket nicht, warum auch imm

sfn17, Mittwoch, 15.05.2024, 12:30 (vor 5 Tagen) @ Barzahlung

er.

Die VU bekommen die fehlenden Fahrgeldeinnahmen ja von den Ländern und wohl auch vom Bund erstattet. Dies entgegen mancher Forumsbeiträge in der Vergangenheit. Vermutlich klappt es bloß mit der internen Verrechnung nicht richtig.

Die VU ärgern sich, dass sie jetzt soviele Fahrgäste haben. Die VU fühlen sich mit ihrem mickrigen Angebot, an welchem sie eigentlich gerne festhalten wollen, regelrecht bloßgestellt.

--
SBO

Übersetzung: Die VU mögen das D-Ticket nicht, warum auch imm

JanZ, HB, Mittwoch, 15.05.2024, 13:32 (vor 5 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 15.05.2024, 13:33

Die VU ärgern sich, dass sie jetzt soviele Fahrgäste haben. Die VU fühlen sich mit ihrem mickrigen Angebot, an welchem sie eigentlich gerne festhalten wollen, regelrecht bloßgestellt.

Ich glaube nicht, dass sich bei Verkehrsunternehmen irgendwer bloßgestellt fühlt. Die fahren halt, was bestellt und bezahlt wird. Nur daran hapert es natürlich, wenn die Besteller nicht Geld für D-Ticket und Angebotsverbesserung (und noch dazu Kostensteigerung) locker machen wollen.

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

Die möchten in Ruhe weiterschlafen!

Der Blaschke, Mittwoch, 15.05.2024, 22:12 (vor 4 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 15.05.2024, 22:13

Hey.

War doch so schön früher. Man fuhr ein bißchen herum. Geld gab's vom Staat oder vom Strom-/Gaskunden. Der örtliche Krauter bekam ein paar Schultouren. Alles lief gemütlich seinen Gang. Zum Fahrplanwechsel strich man den Bus um 6.28 Uhr, dafür gab's anderswo neu einen um 23.17 Uhr. So hatte man in den Büros auch was zu tun.

Hier und da fuhren auch Fahrgäste mit. Prinzipiell war das aber auch egal. Wer ÖV nutzt, war sowieso Außenseiter und eine Seltenheit.

So hätte es noch ewig weitergehen können. Schön gemütlich in der Nische.

Und jetzt das: BUNDESWEIT kann man das Ticket für ihren Bus kaufen und dann einfach rumfahren. Überall. Unkontrolliert. Plötzlich müssen sie Geld zählen. Und Fahrgäste. Und die stellen sogar noch Ansprüche. Und beim Fahrscheinverkauf gibt es Wettbewerb. Wettbewerb! Das war ja noch nie! Wie geht das überhaupt?

Ich möchte nicht wissen, wieviel Depressionen und Burn-out da in den Chefetagen herrscht und wieviel Chemie die schlucken müssen, um die Tage zu überleben.

Und jeder Tag mehr "Deutschlandticket" vergrößert und verlängert das Elend.

Und das alles nur, weil die "Ampel" gar nicht wußte, was sie da angerichtet hatte ... Ungerecht sowas!

Ja, mit all denen kann man nur Mitleid haben!

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Verkehrsverbund Rhein-Neckar kritisiert Deutschlandticket

Velaro-Fan, Donnerstag, 16.05.2024, 12:57 (vor 4 Tagen) @ Barzahlung

Mit beeindruckenden elf Millionen verkauften Abonnements und 20 Millionen Nutzern im ersten Jahr hat sich das Deutschland-Ticket schnell in Deutschland etabliert. In den ersten zwölf Monaten seit seiner Einführung hat das Deutschland-Ticket nicht nur Stammkunden überzeugt, sondern auch neue Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV gewonnen: 44 Prozent der Abonnements wurden nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Wechslern aus anderen Tarifen abgeschlossen und acht Prozent von Neukunden, die zuvor selten öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben.

Man muss, denke ich aus meiner Anschauung hier jeden Tag in NRW, auch sehen, dass die "anderen Tarife" nicht nur irgendwelchen 200 Euro + Monats-Verbundtickets waren, sondern genausogut auch das Sozialticket der Stadt gewesen sein können. Vor Einführung des D-Tickets sah ich jedenfalls häufig Fahrgäste im Bus beim Einsteigen so ein Sozialticket vorzeigen, heute ist es praktisch immer ein D-Ticket, vermutlich dieses hier: Angebot Sozialticket VRR
Das zeigt sich aber dann auch in den Zügen. Wenn ich aus der Erinnerung vergleiche, wer vor Einführung des D-Tickets in den NRW-Express Zügen saß und jetzt hat sich die Klientel deutlich geändert.
Grade im RE7 und RE6 (Köln-Hamm-Minden --> Hannover bzw. Köln-Münster --> Osnabrück/Bremen) sitzen an manchen Tagen neu zugezogene Großfamilien mit Kindern und Sack und Pack, die man vorher in dieser Anzahl nicht gesehen hat. Es geht mir nur um den Punkt, dass durch das Ticket eben Mobilität für Kundenkreise erschlossen wurde, die vorher nur innerhalb der Stadt unterwegs waren und höchst selten reisten.
Nachteil: es gibt doch auch viele Reisende, die sich über diese Klientel ärgern und den Zug eher vermeiden, statt mit schreienden Kindern, überforderten Muttis und arabischen Männern durch die Gegend zu fahren, was es früher in der Dimension nicht gab.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum