Winterreise durch die Niederlande (m. 30 B.) (Reiseberichte)

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 28.12.2010, 00:19 (vor 4243 Tagen)
bearbeitet von Fabian318, Dienstag, 28.12.2010, 00:23

Hallo,

in den schneereichen Niederlanden war ich gestern noch ein wenig unterwegs, hatte da noch ein dieses Jahr gültige Ticket zu benutzen. Zusammen mit einem Klassenübergang machte ich mir da wenig sorgen, was die Auslastung anging, da ja alle Züge seltener und mit weniger Kapazität ("angepasster Fahrplan Weihnachtsferien") fahren sollten.

Los ging es also in Münster, da noch schnell eins von zwei verbliebenen ICE-Zugpaaren abgelichtet:

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Triebzug 308, ICE 513 nach München

Via Essen, wo ich mir noch schnell eine Fahrkarte Kaldenkirchen - Venlo gekauft habe, und ab Essen mit so einem schicken LED-Beleuchtungs-Dosto, die übrigens viel zu hell innen drin sind, bin ich so auch erstmals ab Viersen mit der Eurobahn nach Venlo gefahren.

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ET 6.01 in Venlo

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Eine Doppeltraktion Plan V stand dort abgestellt. Nummer unbekannt.

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Die Weichenheizung mit Gas funktioniert gut...

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...das sieht man auch hier, senkt der Lokführer die Magnetschienenbremse gerade direkt über der Weiche ab.

Aus Venlo bin ich im IC der Reihe 1900 nach Breda gefahren, schön in der 1. Klasse:

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Kurz vor Best gab es dann eine Weichenstörung, so dass wir wieder zurück nach Eindhoven Beukenlaan fahren, dort das Gleis wechseln und weiter Richtung Best. Verspätung insgesamt: 27 Minuten.

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Blickrichtung Boxtel/Breda, kurz vor Eindhoven Beukenlaan Zwangspause beim zweiten Fahrtrichtungswechsel.

Bin ich also bis Breda gefahren, dort standen die beiden Züge als IC-Zug mit Abfahrt um 11:09 angeschlagen, der eine (meiner) sollte aber schon um 10:39 abgefahren sein. Also bin ich ab Breda mit dem Schnellzug Richtung Amsterdam bis nach Rotterdam gefahren. Weiter ab Rotterdam war dann die Planung, den stündlichen Fyra um 12:23 zu nehmen, dieser fiel jedoch aus.

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Der olympische VIRM auf dem IC-Zug nach Den Haag Centraal (1900).

Musste ich also wohl oder übel mit dem IC 2136 aus Vlissingen nach Amsterdam fahren.

In Amsterdam 13:33 angekommen, stand dort noch der sehr stark verspätete Jan Kiepura aus Moskau und Warschau, leider im unpassenden Licht:

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Ebenso SGMm 2977 nach Alkmaar:

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Nun also rüber zu den Thalys- und Fyra-Bahnsteigen, dort sollte gleich um 13:56 der Fyra nach Rotterdam fahren:

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Derweil kam Thalys-Triebzug 4343 aus Paris an.

Irgendwie war es mit dem Fyra dann aber Essig, im Endeffekt waren es 30 Minuten:

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Thalys-Triebzug 4332 nach Paris.

Dann kam er endlich der Fyra nach Rotterdam, gezogen von der 186 119, mit der Beklebung "NS Hispeed gratuliert den belgischen Bahnen zu 175 Jahre Eisenbahn in Belgien".

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Nicht mit Fyra, aber mit dem nächstbesten IC bin ich wieder nach Schiphol gefahren, dort zur Besucherterrasse. Trotz der Tatsache, dass diese nicht geräumt war, war sie netterweise geöffnet. - Wer sich dann verletzt, ist halt selber Schuld, bräuchte diese ja nicht zu benutzen. ;-)

Besucherterrasse & Schnee. Mit der Infotafel, dass eine Landebahnreinigung 40 Minuten dauert, auf der breiten Polderbahn gar 60 Minuten. Bei starkem Schneefall wird mindestens eine Bahn betriebsbereit gehalten.

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EP-IBD (Airbus A300) der Iran Air.

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PH-AOM (Airbus A330) der KLM.

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PH-KCG (Douglas MD-11) der KLM auf dem Weg Richtung Startbahn.

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PH-BFU "Beijing" (Boeing 747-406M) der KLM Richtung Parkposition.

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Wieder die 747, PH-BQB (Boeing 777-206ER) und ein weiterer Jumbojet.

Nach dem kurzen Abstecher zum Flughafen bin ich, sogar mit Fyra, zurück nach Amsterdam gefahren. Dabei wurde neben mir im Tunnelbahnhof von Schiphol noch ein herrenloses Gepäckstück entdeckt, das funktionierte aber weitgehend störungsfrei: Beamte der Koninklijke Marechaussee (niederl. Nationalpolizei) räumten den Bahnsteig im Bereich von 15 Metern und hielten nach den Besitzern Ausschau, die aber nicht auffindbar waren. Kurze Zeit später wurde bereits ein Sprengstoff-Spürhund geschickt, dessen Prüfergebnis aber zum Glück negativ war. In Deutschland wär sicher sofort der halbe Bahnhof dicht gemacht worden und ich hätte arge Probleme bekommen, meinen Zug in Amsterdam zu erreichen.

In Amsterdam fuhr dann der Beneluxzug aus Brüssel ein:

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Zurück nach Deutschland ging es im ICE 129, 16:34 aus Amsterdam. Der Zug sollte in Emmerich einen Fahrzeugtausch vollziehen, bis Emmerich war eine Dreifachtraktion Plan V mit der Leistung betraut, bestehend aus 444, 479 und 866.

In Utrecht hatte unangenehmerweise der mittlere Triebwagen (479) ein Leck an der Hauptluftleitung, so dass die Fahrt erst mit gut 20 Minuten nach provisorischer Reparatur durch einen herbeigerufenen Techniker weiter gehen konnte. Emmerich wurde dann mit 26 Minuten Verspätung erreicht, Planankunft war 17:54.

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Utrecht Centraal, Warten auf die Reparatur.

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Emmerich am Rhein. Außer in diesen Tagen sind Plan V-Züge dort nur seltene Gäste.

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Die Überraschung kristallisierte sich schon während der Fahrt heraus: In Emmerich stand weder ein Zug noch ein Bus bereit, also hieß es, im Rhein-Express nach Duisburg zu fahren.

Zum Schluss noch ein paar der Fahrkarten:

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War aber dann doch alles gut, und ich kam wohlbehalten wieder in Münster an. Nette kleine Reise, über Kommentare freue ich mich jederzeit!

Gruß
Fabian


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