Wie kommt es zu so einer Informationspolitik am Bahnsteig? (Allgemeines Forum)

Graukärtchenfahrer, Symbaden, Donnerstag, 04.11.2010, 12:00 (vor 5656 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von Graukärtchenfahrer, Donnerstag, 04.11.2010, 12:05

Kassel-Wilhelmshöhe. Der Ersatzzug wendete aus einer Vorleistung. Bereits vor 21:30 Uhr war bekannt, dass der Ersatzzug zu 875 etwa +30' verspätet ab Mannheim fahren würde.

Aber zu dieser Zeit war der Ersatzzug in KA als pünktlich deklariert und das war er noch bis mind 20min vor der off. Ankunft. Ich kann leider nicht mehr sagen, wann der Zug mit der Verspätung angekündigt wurde, aber es war wie immer sehr/zu spät.

Die Bekanntgabe der Verspätung am Bahnhof Karlsruhe entspricht auch zeitlich gesehen, den entsprechenden Standards.

Was sind die Standards?
Ab wann muß spätests für den Kunden eine Verspätung bekanntgegeben werden?

Es kann doch nicht sein, daß man so lange den Kunden auf den Bahnsteig stehen läßt, im Glauben der Zug sei pünktlich, wenn zu 100% klar ist, daß der Zug nie und nimmer in max. +5 eintreffen kann.

Vermutlich wurde, was bei DB Station und Service häufiger festgestellt werden kann, die prognostizierte Verspätung nach "unten" korrigiert um auf der sicheren Seite zu sein, falls der Zug doch schneller in Mannheim losfährt als die Prognose.

Da setzt aber vorraus, daß der Zug überhaupt rechtzeitg als verspätet angekündigt wurde. Das ist meine eigentliche Kritik.

Manchmal durchaus nachvollziehbar, da es wohl Reisende gibt, die dann wirklich nach 30 Minuten auf dem Bahnsteig wieder erscheinen.

Ich denke, die Bahn AG sollte bei den Fakten bleiben und dieses als solches angeben. Falls es Unsicherheiten gibt, wie in diesem Beispiel, sollte diesen als solches angegeben wird.

D.h. entweder "ca. +20" (nach Abfahrt des Zuges in Mannheim)
oder z.B. "vor. +20 bis +30 - Zug wartet noch in Mannheim" (bei Unsicherheiten)

Der Rest ist dann das Problem und die Erziehung des Fahrgastes, im Flugverkehr soll man ja auch rechtzeitig am Gate sein. Oder anders ausgedrückt, die Bahn AG sollte kein Kindermädchen spielen :-)

Der Zug ist dann um 22:06 Uhrloshren, hatte also 30 Minuten Verspätung

Zu diesem Zeitpunkt war der Zug mit +20 angekündigt. Auf dieser Strecke kann kein ICE 10min rausholen, vielleicht eine Minute.
Also hätte man spätestes um 22:10 den Zug mit +30 ankündigen sollen.

und wurde dann auf dem weg nach Karlsruhe um weitere 17 Minuten verspätet.

Das habe ich mir fast gedacht, man hätte auch das kommunizieren können:
"Probleme auf der Strecke", ect. ...

Also außer der eigenmächtig nach unten korrigierten Prognose kann man hier eigentlich niemanden was vorwerfen.

vgl. oben, bezüglich den Zeitpunkten der Kommunikation der Verspätungen und der großzügigen Abrundungen.

Ich bitte dich diese Kritik nicht persönlich zu nehmen, ich bin Dir sehr dankbar für Deine genommene Zeit und diese wertvolle Information, aber ich halte die Informationspolitik auf dem Bahnsteig, wie gestern erlebt, für nicht akzeptabel.


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