aktuelles aus dem 10-Minuten-Experiment, 28.10.2010 (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 28.10.2010, 10:14 (vor 5664 Tagen)

Hallo ICE-Fans,


bekanntlich gibt es bei uns in NL einn Experiment, jede 10 Minuten ein Zug fahren zu lassen. Bisher ist zumindest bei mir den Eindruck entstanden: schön in Theorie, kontraproduktiv in der Praxis.

Während der Probezeit war ich zwischen Eindhoven und Utrecht durchschnittlich länger unterwegs als beim regulären 15-Minutentakt.
Lies: ich gewinne (15-10)/2 = 2,5 Minuten, weil ich durchschnittlich weniger zu warten brauche, aber die Fahrten haben sich durchschnittlich mit mehr als 2,5 Minuten verlängert, während die Sitzplatzkapazität nach wie vor unverändert war.

Nun habe ich das Glück, nur auf der Korridor unterwegs zu sein. Schlimmer wird es aber für die Leute, die an der Strecke wohnen, aber das Angebot nicht benutzen. Wie z.B. in Boxtel und Vught, zwei RB-Halte die an einer Verzweigungsstelle liegen. Dort bedeutet 10-Minutentakt:

1. ständig BÜ-Geklingel
2. der Lärm 24 vorbeifahrender Züge pro Stunde [1]
3. lange BÜ-Wartezeiten (bis zu 10 Minuten)
4. Gestank wegen wartender Autos mit Motor in Leerlauf
5. die Vibrationen 24 vorbeifahrender Züge pro Stunde
6. Staubildung im Dorf
7. unerreichbare Geschäfte -> Kundenverlust

Am liebsten sehen die beiden Orte die böse, böse Bahn unter die Erde verschwinden (die Autobahn, auf der tagtäglich Stau steht, darf nach wie vor oberirdisch bleiben).
Selbstverständlich darf diese Tieflage den Gemeinden keinen Cent kosten.


gruß,

Oscar (NL).

[1]
2x (6 IC + 2 S) Den Bosch-Eindhoven v.v.
2x (2 IC + 2 S) Den Bosch-Tilburg v.v. (Vught)
2x (2 IC + 2 S) Eindhoven-Tilburg v.v. (Boxtel)

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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