Mein Kommentar (Allgemeines Forum)
Hallo,
nicht schlecht. Eine Million, das tut schon ganz schön weh. Bei alledem darf man nicht vergessen, dass diese Regelung zum Ziel hat die Pünktlichkeit zu verbessern. Unpünktlichkeit muss der DB weh tun und offensichtlich tut sie das auch. Das ist gut. Erwartet hätte ich das nicht, denn viele Menschen dürften gar nicht in der Lage sein, das Fahrgastrechteformular überhaupt auszufüllen.
Ich habe heute auch so ein Formular ausgefüllt. Meine Regionalbahn wurde auf der Fahrt nach Leipzig wild umgeleitet (Bauarbeiten? Angesagt wurde nichts...!) und erreichte Leipzig kommentarlos mit plus 20, da war der IC dann weg. Ich behaupte mal, dass sowas vermeidbar gewesen wäre.
Aber dieses Fahrgastrechteformular löst leider gar nicht das grundsätzliche Problem der knappen Infrastruktur, was in vielen Fällen Verspätungen auslöst, Verspätungen vergrößert und das Verringern von Verspätungen verhindert. Der Eigentümer des Netzes ist da in der Pflicht.
Von Seiten der DB erlebe ich, dass man im Falle von Verspätungen darauf beschränkt, was man erstatten muss und dass die Kulanz abgeschafft wurde. Im Frühjahr kam ich über mehrere Wochen permanent zu spät (wegen der Güterzugentgleisung in Neubeckum), jedoch immer weniger als 60 Minuten. Der Pressesprecher verkündet großzügig, dass man sich um alles kümmern werde. Am Ende verkündet die DB dann dem Kunden, dass man über den gesetzlichen Anspruch hinaus keine Kulanz mehr in diesem Bereich zeigt.
Das Recht, so zu verfahren, hat die DB. Ganz klar. Ob es geschickt ist, so zu verfahren ist eine andere Sache.
Dann habe ich eben noch einen Brief wegen dieser Geschichte mit der Nichterkennung der BC-Kreditkarte an Automaten mit der neuen Software geschrieben. Nein, schreiben müssen. Eigentlich geht es nur um einen Betrag von 2,00 EUR, den ich irgendwie(!) erstattet haben möchte. Ich hatte die Belege eingescannt, per E-Mail eingeschickt und ganz klar gesagt, dass es mir total wurscht ist, wie sie das erstatten.
Heute kam dann ein Brief(!), in dem die Einsendung der Originalbelege verlangt wird. Gut, kann ich machen. Sowas ist auch schnell getippt. Aber als Mindestmaß erwarte ich nun auch, dass meine Portokosten erstattet werden, ich hab ja nicht diese Software zu verantworten. Das ist doch total irre. Der Aufwand, der nun wegen der 2 Euro betrieben wird, dürfte deutlich mehr kosten als der ursprüngliche Erstattungsbetrag.
Die DB wundert sich, weshalb sie niemand "lieb" hat. Mich wundert das nicht. In den meisten Fällen ist die Leistung gut, oft sogar sehr gut. Wenn dann aber wegen solcher Kleinigkeiten große bürokratische Räder gedreht werden oder guten Kunden, die Probleme hatten, eine nette Geste verweigert wird (mit Verweis auf das Gesetz, was sowas nicht vorsieht), braucht sich nicht wundern, dass "man" sie nicht "lieb" hat.
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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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