Stuttgart 21 - Alternativen (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 18:01 (vor 5736 Tagen)
bearbeitet von Steffen, Montag, 04.10.2010, 19:38

Ich möchte an dieser Stelle eine Diskussion eröffnen, die die Frage umfasst, welche alternativen Möglichkeiten es zum aktuellen umstrittenen Projekt gibt.

Der Hauptkritikpunkt der gemeinen Gegner richtet sich ja gegen die Kosten und gegen die Zerstörung des Park. Der Hauptkritikpunkt der Eisenbahnfans und Eisenbahnexperten richtet sich gegen die unterdimensionierten Zulaufstrecken, die zu geringe Anzahl an Bahnsteige im unterirdischen Bahnhof und im weiteren auch gegen die ungünstige Trassenwahl der NBS, welche den Güterverkehr behindert.
Ein weiterer Kritikpunkt ist auch die komplette Verlegung unter die Erde mit geologischen Folgerscheinungen, insbesondere auf den Bezug der Bodenbeschaffenheit, Stichwort: Anhydrit.

Im weiteren verlauf kann in den einzelnen Diskussionssträngen über die drei wesentliche Teile des Projektes diskutiert werden. Diskussionen die das Gesamtprojekt betreffen können auch direkt hier angehängt werden.

(Textpassage auf Wunsch des Autors entfernt (steht bereits un den Unterbeiträgen))

Diskussionsstrang K21 - Kopf- <-> Durchgangsbahnhof

ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 18:07 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 18:10

Hier bitte über K21-Varianten und -alternativen diskutieren.


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Citytunnel-Konzept wie in Leipzig Hbf
Läge eine mögliche Alternative nicht vielleicht darin analog zu Leipzig eine Art Citytunnel zu bauen, der vom aktuellen Hbf zum Flughafen führt?

Die Frage ist halt nur, ob sich ein solcher Tunnel städtebaulich und geologisch möglich ist.

Diskussionsstrang K21 - Kopf- <-> Durchgangsbahnhof

Chrispy, Montag, 04.10.2010, 23:05 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ein Mix wäre da meiner Meinung nach die beste Lösung. Wenn D später mal einen ITF einführt, wird dies sicher ein Passagierzuwachs auslösen. Dabei könnten sich die Kapazitäten des Kopfbahnhofs als nützlich erweisen (vorallem im Nahverkehr).

Aber wenn man schon aus städtebaulichen Überlegungen alles unter die Erde bauen will, sollte man nicht bei den Verzweigungsbauwerken sparen und die Kapazitätsengpässe minimieren. (Schliesslich ist es beinahe ein Neubau und ein Neubau sollte doch fehlerfrei geplant werden)

Die Lösung am Flughafen finde ich eher schlecht. Wird da tatsächlich der S-Bahnhof verwendet für die ICEs? Falls ich mich da nicht verlesen habe, ist dieser Umstand zu bedauern.

Aber grundsätzlich frage ich mich immer wieder, weshalb in D oft viel Geld in SFS gepumpt wird, doch bei den Anbindungen der NBS an die Bahnhöfe dann gespart wird. Warum nicht einfach konsequent als SFS durchplanen. Ohne Bummelbahn auf der selben Trasse oder Gleiskreuzungen. S21 ist für mich einfach ein weiteres Kapitel in der selben Geschichte.

Gruss
Christoph

Zulaufstrecken S21

naseweiß, Montag, 04.10.2010, 23:30 (vor 5736 Tagen) @ Chrispy

Die Lösung am Flughafen finde ich eher schlecht. Wird da tatsächlich der S-Bahnhof verwendet für die ICEs? Falls ich mich da nicht verlesen habe, ist dieser Umstand zu bedauern.

Naja, das sind die Gäubahn-ICE im Zweistundentakt, eine Nebenstrecke. Auch der Nahverkehr ist auf dieser Route mit einen Stundentakt nicht bombig. K21 will genauso die S-Bahn-Strecke über die Fildern nutzen, eben mit anderen Zügen. Trotzdem natürlich ein Engpass bzw. Fahrplan-Zwangspunkt.

Aber grundsätzlich frage ich mich immer wieder, weshalb in D oft viel Geld in SFS gepumpt wird, doch bei den Anbindungen der NBS an die Bahnhöfe dann gespart wird. Warum nicht einfach konsequent als SFS durchplanen. Ohne Bummelbahn auf der selben Trasse oder Gleiskreuzungen. S21 ist für mich einfach ein weiteres Kapitel in der selben Geschichte.

Eigentlich könnte man ja meinen, gerade dann, wenn man im Ballungsraum Alles als Tunnel ausführt, sollten die schnellstmöglichen Bahnhofszufahrten herauskommen. Bei S21 gelingt das leider trotzdem nicht. Der Weg über den Flughafen ist nach Ulm ein Umweg, vor allem aber der Höhenunterschied bedingt eine Steigung im Fildertunnel, die nur 160 km/h erlaubt. Zum anderen macht man Richtung Norden nur halbe Sachen anstatt eine direkte Strecke zur alten SFS nach Mannheim zu buddeln. Stattdessen kann man zwischen Feuerbach und Zuffenhausen wieder nur rund 120 km/h fahren.

Zulaufstrecken S21

Holger2, Dienstag, 05.10.2010, 00:42 (vor 5736 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Deinen Ausführungen stimme ich voll zu. Bei allen Konzepten und Alternativen ist die Zuführung aus Richtung Zuffenhausen der Flaschenhals. Derzeit gilt meines Wissens sogar Tempo 100.

Es gibt derzeit die Diskussion, ob der parallel verlaufende Autobahnzubringer B10 in den Untergrund verlagert werden soll. Ich würde mir wünschen, die Bahn unter den Autobahnzubringer zu verlegen (in Ebene -2,5; aufgrund der einfacheren Statik so herum), mit einem Zubringergeschoss für Fußgänger dazwischen. Dann kann man das Gelände rund um Bosch nämlich wieder wundervoll für die Stadtentwicklung nutzen. Nebenbei würde man vielleicht endlich den Feuerbacher S - Bahnhof aus der Kurve herausbringen und vielleicht auch diesen Brückenbahnhof bei Zuffenhausen etwas stadtverträglicher gestalten können.

Für S21 gibt es die Option, zwischen Zuffenhausen und Feuerbach ein zusätzliches Gleispaar zu verlegen. Auf der alten Fernbahnstrecke durch den Pragtunnel würde dann wieder eine neue Verbindungsbahn gebaut, die dann mit der Cannstatter Strecke verbunden würde (sog. P - Lösung). Ob diese Lösung wirklich so gebaut werden würde, möchte ich jetzt nicht beurteilen.

Holger

Zulaufstrecken S21

Steffen, Dienstag, 05.10.2010, 01:01 (vor 5736 Tagen) @ Holger2

Es gibt derzeit die Diskussion, ob der parallel verlaufende Autobahnzubringer B10 in den Untergrund verlagert werden soll.

Du sprichst von der Autobahn parallel zum Zuffenhausener Bahnhof, habe ich das richtig verstanden?

Ich frage mich schon lange, warum eigentlich nicht ein Tunnel vom neuen Hbf direkt bis Zuffenhausen in den ICE-Tunnel gegraben wird. Die Streckenführung mit S21 Richtung Mannheim ist ja schrecklich! (also sehr kurvenreich und langsam) Dieser Tunnel, der ziemlich gerade verlaufen kann, würde erstens diesen dämlichen Flaschenhals bis Zuffenhausen nicht entstehen lassen (da zusätzlich), und zweitens kann man, von der SFS kommend, bis zum Bahnhof schnell fahren.

Das ist auch so ein Punkt, den ich bei S21 vollkommen unausgegoren finde. Ich bin der Meinung wenn man 4 Mrd. Euro für etwas ausgibt, dann muss es auch Hand und Fuß haben, selbst wenns dann nochmal 0,5 Mrd teurer wird.

(Das ist als Frage gemeint, warum dieses so nicht gebaut wird)

Für S21 gibt es die Option, zwischen Zuffenhausen und Feuerbach ein zusätzliches Gleispaar zu verlegen. Auf der alten Fernbahnstrecke durch den Pragtunnel würde dann wieder eine neue Verbindungsbahn gebaut, die dann mit der Cannstatter Strecke verbunden würde (sog. P - Lösung). Ob diese Lösung wirklich so gebaut werden würde, möchte ich jetzt nicht beurteilen.

Was ist der Nutzen davon?

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Zulaufstrecken S21

Holger2, Dienstag, 05.10.2010, 01:54 (vor 5736 Tagen) @ Steffen

Hallo,

die sog. P - Lösung trägt der Tatsache Rechnung, dass die Zuffenhauser Strecke nach Umbau des Gleisknotens die meistbefahrene Zulaufstrecke zum Stuttgarter Hbf. sein wird und ist als Konzept für die Zukunft gedacht, falls die Kapazität der Zualufstrecken nicht mehr ausreichend sein sollte.

Die Gleise aus Ludwigsburg sollen nach dieser Variante nicht mehr bei Zuffenhausen in die NBS eingefädelt werden, sondern parallel zur NBS bis Feuerbach weitergeführt werden. Hinter Feuerbach soll der Pragtunnel wieder reaktiviert werden und die Strecke dann durch diesen Tunnel wieder mit der Verbindung Cannstatt - Hbf. verknüpft werden. Die NBS würde dann unabhängig von anderen Bahnstrecken in den Hbf eingebunden.

Hintergrund ist, dass die Cannstatter Zulaufstrecke im Modell S21 voraussichtlich die Strecke mit der geringsten Auslastung sein wird, da über diese Strecke nur ein Teil der Bereitstellung aus Otürkheim und die Züge aus Aalen und Schw. Hall zum Stuttgarter Hbf. fahren werden.

Es handelt sich bei der P - Lösung jedoch nur um ein Denkmodell, da m.E. die neue Bausituation am Nordbahnhof und der dann wohl entfallene technische Bestandsschutz am Pragtunnel nicht hinreichend in diese Betrachtung einbezogen worden sind.

Holger

Zulaufstrecken S21

Steffen, Dienstag, 05.10.2010, 15:58 (vor 5735 Tagen) @ Holger2

Ah, Danke! Ich hatte Dich erst so verstanden, dass die Züge dann nach Bad Cannstatt fahren, also nicht in den Hbf.

Das heißt dann aber zugleich, dass irgendwann wieder eine Bahnstrecke durch das Neubaugebiet gebaut werden wird. Dann hat man also wieder da Gleise, wo man sie jetzt nicht haben möchte.

Aber ich habe das Gefühl, dass solche Erweiterungen (genauso die Gleise 9+10) nie gebaut werden, weil das nachträglich enorm aufwendig ist.

--
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@Holger2: Bitte um Details

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 21:39 (vor 5734 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger2,

Die Gleise aus Ludwigsburg sollen nach dieser Variante nicht mehr bei Zuffenhausen in die NBS eingefädelt werden, sondern parallel zur NBS bis Feuerbach weitergeführt werden. Hinter Feuerbach soll der Pragtunnel wieder reaktiviert werden und die Strecke dann durch diesen Tunnel wieder mit der Verbindung Cannstatt - Hbf. verknüpft werden. Die NBS würde dann unabhängig von anderen Bahnstrecken in den Hbf eingebunden.

Das ist hochinteressant. Von finden sich denn weitere Informationen zur P-Option? In den Erläuterungsberichten hatte ich bislang nur relativ kurze Betrachtungen dazu gelesen.

[...]

Viele Grüße
Peter

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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

@Holger2: Bitte um Details

Holger2, Samstag, 09.10.2010, 12:11 (vor 5731 Tagen) @ bigbug21

kuckst Du hier:

Ausbauoptionen, Seite 3

Holger

@Holger2: Bitte um Details

bigbug21, Samstag, 09.10.2010, 14:46 (vor 5731 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger,

herzlichen Dank.

kuckst Du hier:

Ausbauoptionen, Seite 3

Ich habe mir diese Seite des Papiers durchgelesen. Dort wird die P-Option kurz erklärt, jedoch nicht so detailreich (direkte Durchbindindung der NBS bis zum Tunnel Bad Cannstatt) wie du es erläutert hast.

Hast du eine Idee, wo es genauer stehen könnte?

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

@Holger2: Bitte um Details

Holger2, Dienstag, 12.10.2010, 01:37 (vor 5729 Tagen) @ bigbug21

Hallo,

im Planfeststellungsbeschluss des Feuerbacher und Cannstatter Tunnels steht dazu noch was drin.
siehe hier.

Außerdem kann man im Stuttgarter Turmforum dazu etwas finden.

Es sind aber keine fertigen Planungen, lediglich Ausbauoptionen. Ob dies später so realisiert würde, will ich gar nciht spekulieren. Übrigens ist es andersrum: Die Regionalgleise aus Ludwigsburg bekämen die neuen Gleise und würden mit den Cannstatter Gleisen zusammengeführt.

Holger

Vielen Dank!

bigbug21, Dienstag, 19.10.2010, 09:58 (vor 5721 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger,

vielen herzlichen Dank für deine Nachricht. Ich sehe mir den Bericht in Ruhe an und werde woh auch auf Wikipedia auf dessen Basis einige Ergänzungen vornehmen.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Nochmals Danke!

bigbug21, Dienstag, 26.10.2010, 07:35 (vor 5715 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger,

bei einer Sichtung der Planfeststellungsunterlagen zum Abschnitt 1.5 bin ich gestern auf einige Informationen hierzu gestoßen. Ich werde, nach einer weiteren Sichtung im Laufe der nächsten Tage, eine Reihe von Informationen in den Wikipediaartikeln zum Tunnel Bad Cannstatt sowie der Neubaustrecke Mannheim--Stuttgart ergänzen.

Viele Grüße und nochmals herzlichen Dank für deine Tipps
Peter

Hallo,

im Planfeststellungsbeschluss des Feuerbacher und Cannstatter Tunnels steht dazu noch was drin.
siehe hier.

Außerdem kann man im Stuttgarter Turmforum dazu etwas finden.

Es sind aber keine fertigen Planungen, lediglich Ausbauoptionen. Ob dies später so realisiert würde, will ich gar nciht spekulieren. Übrigens ist es andersrum: Die Regionalgleise aus Ludwigsburg bekämen die neuen Gleise und würden mit den Cannstatter Gleisen zusammengeführt.

Holger

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Zwei sachliche Richtigstellungen

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 20:55 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

[...]

Aber grundsätzlich frage ich mich immer wieder, weshalb in D oft viel Geld in SFS gepumpt wird, doch bei den Anbindungen der NBS an die Bahnhöfe dann gespart wird. Warum nicht einfach konsequent als SFS durchplanen. Ohne Bummelbahn auf der selben Trasse oder Gleiskreuzungen. S21 ist für mich einfach ein weiteres Kapitel in der selben Geschichte.

Ich kann deine Kritik nicht nachvollziehen. Zumindest in der südlichen Anbindung des Bahnhofs liegt die Entwurfsgeschwindigkeit schon nach wenigen bis einigen hundert Metern bei 160 km/h. Die Ein- und Ausfahrt in den Fildertunnel bzw. Tunnel Obertürkheim ist im Bahnhofsbereich unmittelbar mit 80 oder 100 km/h möglich.

Die Entwurfsgeschwindigkeit der beiden nördlichen Tunnel ist mir nicht bekannt, da ich dazu noch die Planunterlagen noch nicht eingesehen habe.

Siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Obert%C3%BCrkheim#Trasse und http://de.wikipedia.org/wiki/Fildertunnel#Bau (beide Artikel sind im Moment noch recht ungeordnet und unvollständig; die Überarbeitung läuft).

Eigentlich könnte man ja meinen, gerade dann, wenn man im Ballungsraum Alles als Tunnel ausführt, sollten die schnellstmöglichen Bahnhofszufahrten herauskommen. Bei S21 gelingt das leider trotzdem nicht. Der Weg über den Flughafen ist nach Ulm ein Umweg, vor allem aber der Höhenunterschied bedingt eine Steigung im Fildertunnel, die nur 160 km/h erlaubt.

Auch dies ist sachlich unzutreffend. Die Entwurfsgeschwindigkeit von 160 km/h im unteren Teil des Fildertunnels (bis km 5) ist der Durchfahrung der Anhydritschichten geschuldet. Dazu wurde, nach Angaben der Vorhabenträgerin im Planfeststellungsverfahren, ein Sonderquerschnitt mit 4,05 m Radius entwickelt. Dieser Querschnitt ging, so der Erläuterungsbericht, aus Kosten-Nutzen-Erwägungen hervor. Der Querschnitt in der südöstlichen Hälfte des Tunnels (km 5 bis 10) ist dagegen wesentlich größer und für 250 km/h geeignet, da in diesem Bereich die kritischen Schichten bereits gequert sind. Steht alles auf Wikipedia...

Zum anderen macht man Richtung Norden nur halbe Sachen anstatt eine direkte Strecke zur alten SFS nach Mannheim zu buddeln. Stattdessen kann man zwischen Feuerbach und Zuffenhausen wieder nur rund 120 km/h fahren.

In der Machbarkeitsstudie von Anfang 1995 wurde das offenbar erwogen (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Langes_Feld#Planung). Die Option war offenbar auch aus Kosten-Nutzen-Gründen verworfen worden.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Diskussionsstrang K21 - Kopf- <-> Durchgangsbahnhof

Holger2, Dienstag, 05.10.2010, 01:18 (vor 5736 Tagen) @ Chrispy

Hallo Chrispy,

ob der veröffentlichte K21 - Vorschlag eines ITF für Stuttgart sinnvoll ist, oder nicht, brauchen wir glaube ich nicht weiter zu erörtern. Die vielen Fehler in diesem "Konzept" haben wir an anderer Stelle ja schon hinreichend erörtert.

Aber: Der ITF, ob in dieser Form sinnvoll oder nicht, ist auch für S21 möglich. Wie gesagt, unabhängig ob er so Sinn macht, aber es geht (ich war jetzt einfach mal so frei, den K21 - 2 -Minutentakt anzunehmen, obwohl ich weiterhin kein Fan davon bin; aber ich habe mich bzgl. der Machbarkeit eines besseren belehren lassen):

:50 Gleise 1, 3, 5 und 7: Die Regionalbahnen aus Heilbronn, Schwäbisch Hall ü. Cannstatt, Freudenstadt / Horb und Geislingen fahren ein.

:51 Gleis 1, 3 und 7: Die Züge aus Heilbronn, Schw. Hall und Geislingen fahren weiter nach Esslingen, zum Flughafen und Cannstatt und enden dort. So erhalten diese wichtigen Zielgebiete auch weiterhin schlanke Verbindungen ohne große Aufenthaltszeit

:52 Gleise 2, 6 und 8: Die Regionalexpresszüge aus Vaihingen / Enz, Tübingen und Ulm über Geislingen fahren ein.

:53 Die Züge aus Freudenstadt /Horb und aus Vaihingen / Enz fahren weiter nach Cannstatt und Esslingen

:54 Gleise 1, 3 und 7: Die Regionalexpresszüge aus Würzburg, die IC/RE aus Zürich /Singen und die Regionalbahnen aus Aalen ü. Cannstatt fahren ein.

:55 Gleis 3 Die Regionalbahnen aus Aalen fahren weiter zum Flughafen oder nach Esslingen, die RE aus Ulm weiter nach Cannstatt

:56 Gleis 2, 4 und 5 : die IC - Züge aus Heidelberg, Nürnberg und Ulm über Flughafen fahren ein

:58 Gleis 3 und 8: Die ICE aus Mannheim und München fahren ein.

Nun ist Zeit zum Umsteigen....und dann fahren alle Züge wieder in spiegelbildlicher Reihe aus dem Bahnhof heraus.

Nur so als Beispiel.

Holger

Diskussionsstrang K21 - Kopf- <-> Durchgangsbahnhof

Chrispy, Dienstag, 05.10.2010, 23:52 (vor 5735 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger,

ob der veröffentlichte K21 - Vorschlag eines ITF für Stuttgart sinnvoll ist, oder nicht, brauchen wir glaube ich nicht weiter zu erörtern. Die vielen Fehler in diesem "Konzept" haben wir an anderer Stelle ja schon hinreichend erörtert.

Also ein K21 Fan bin ich auch nicht, ich finde es lediglich schade, dass man sich bei einem quasi Neubau des Bahnhofs noch immer Engpässe hat. Zudem frage ich mich, ob man die zukünftige Entwiklung des Bahnverkehrs nicht unterschätzt. Ein Teifbahnhof für die neue SFS mit direkt Anbindung an S-MA wäre meiner Meinung nach soweiso notwendig gewesen.

Aber: Der ITF, ob in dieser Form sinnvoll oder nicht, ist auch für S21 möglich.

Das will ich nicht bezweifeln. In der Schweiz gibt es mit Olten einen vergleichbaren Taktknoten als Durchgangsbahnhof der nur 10 Gleise besitzt (mit konsequenter durchbindung würde der auch mit 8-9 Gleisen Funktionieren). Jedoch ist man je nach Taktdichte sehr schnell am Limit (vorallem wegen den Zufahrtstrecken).

Diskussionsstrang K21 - Kopf- <-> Durchgangsbahnhof

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 22:39 (vor 5734 Tagen) @ Chrispy

Hallo Chrispy,

[...]

Also ein K21 Fan bin ich auch nicht, ich finde es lediglich schade, dass man sich bei einem quasi Neubau des Bahnhofs noch immer Engpässe hat.

Diese These ist umstritten. Simulationen zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Professor Martin von der Universität Stuttgart bescheinigen dem Tiefbahnhof gegenüber dem ausgebauten Kopfbahnhof eine wesentlich größere Kapazität aus. Substantielle Kritik -- über die knapp, jedoch nach DB-Trassenkonstruktionsrichtlinie formal korrekt angenommenen, Haltezeiten -- dem daraus hervorgehenden Abschlussgutachten von 2005 ist mir nicht bekannt.

Zudem frage ich mich, ob man die zukünftige Entwiklung des Bahnverkehrs nicht unterschätzt. Ein Teifbahnhof für die neue SFS mit direkt Anbindung an S-MA wäre meiner Meinung nach soweiso notwendig gewesen.

Das haben wir an anderer Stelle im Thread schon diskutiert. Kurz: In der Frühphase war so etwas wohl einmal vorgesehen und wurde dann verworfen. Heute ist als wohl als Option vorgesehen (Teil der so genannten "P-Option") falls die erwarteten starken Verkehrszuwächse noch übertroffen werden sollten.

[...]

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Diskussionsstrang Flughafenanbindung

ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 18:08 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 18:09

Hier bitte über den Tunnelbau zum Flughafen und die Anbindung des Flughafens an die NBS und/oder Altstrecke diskutieren.

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Flughafenanbindung an die Altstrecke

Ich habe mir in einer S21-Diskussion in einem anderen Forum (S21-Diskusson im SFF -> kein Eisenbahnforum) über eine Variante ausgelassen, den Flughafen über eine kleine NBS-Schleife bei Werdau auf die Altstrecke münden zu lassen.

Nun sagt mir Google-Maps, dass die Ecke so stark bebaut und mit Straßen durchzogen ist, dass dort keine vernünftige Linienführung möglich ist.
Also die Flughafenanbindung ohne die aktuell geplante Neubaustrecke wird sehr schwierig.

Diskussionsstrang Flughafenanbindung

Joe, Dienstag, 05.10.2010, 14:12 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo,

die Flughafenanbindung ist m.E. einer der großen Schwachpunkte von K21. Dort ist ja eine Tangentialverbindung vorgesehen, die dazu führt, dass die aus Tübingen und Ulm kommenden Züge sich jeweils entscheiden müssen, ob sie zum Flugfafen oder zum Hauptbahnhof wollen. (Natürlich können sie vom Flughafen weiter zum Hauptbahnhof fahren, aber mit dem Umweg verbundene Zeitverlust wäre derart groß, dass der Zug für Reisende nach Stuttgart Hbf de facto keine Rolle spielen würde.)

Daraus resultiert eine gegenüber S21 wesentlich geringere Taktdichte. Wenn man z.B. von je drei Zügen aus Ulm und Tübingen ausgeht, haben wir bei S21 (wenn je ein Zug am Flughafen durchfährt) einen 30-Minuten-Takt zum Flughafen und einen 20-Minuten-Takt nach Stuttgart Hbf. Bei K21 haben wir hingegen (wenn je ein Zug zum Flughafen fährt und zwei nach Stuttgart Hbf) einen 60-Minuten-Takt zum Flughafen und einen 30-Minuten-Takt zum Hbf.

Viele Grüße

Joe

Hier bitte über den Tunnelbau zum Flughafen und die Anbindung des Flughafens an die NBS und/oder Altstrecke diskutieren.

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Flughafenanbindung an die Altstrecke

Ich habe mir in einer S21-Diskussion in einem anderen Forum (S21-Diskusson im SFF -> kein Eisenbahnforum) über eine Variante ausgelassen, den Flughafen über eine kleine NBS-Schleife bei Werdau auf die Altstrecke münden zu lassen.

Nun sagt mir Google-Maps, dass die Ecke so stark bebaut und mit Straßen durchzogen ist, dass dort keine vernünftige Linienführung möglich ist.
Also die Flughafenanbindung ohne die aktuell geplante Neubaustrecke wird sehr schwierig.

Diskussionsstrang NBS Wendlingen-Ulm

ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 18:08 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hier bitte über Sinn oder Unsinn und Alternativen zur NBS diskutieren.

NBS Wendlingen-Ulm

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 06.10.2010, 13:28 (vor 5734 Tagen) @ ICE-T-Fan

Die NBS Wendlingen-Ulm, ist eigentlich der wichtigste Teil von S21. Sehr wichtig für den FV, und noch wichtiger für den NV.
Vrsl. wird es neue IRE200 geben (eine Kopie des MüNüX) Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart Hbf-S.Flughafen-Wendlingen-Weilheim-Merklingen?-Ulm-Biberach-Ravensburg-Friedrichshafen Stadt.
Die Region Bodensee-Oberschwaben profitiert -in Kombination mit Ausbau und Elektrifizierung der Südbahn- besonders davon, da Stuttgart und Karlsruhe um eine Stunde näher an den Bodensee rücken und mehr Direktverbindungen entstehen. Zusammen mit den Dosto-IRE über die alte Strecke, mindestens Stündlich.
Der Gütervekehr, wird etwas vernachlässigt, aber auf KRM und dem neuen Teil der NIM besteht auch kein Güterverkehr. Immerhin wird auf der Filstalbahn dann aber mehr Platz dafür.
Die Leute protestieren, regen sich auf- alles für die Katz. S21 wird doch gebaut.
Übrigens: Für kein Tier auf der Welt wird so viel gemacht wie für die Katz! ;)

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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NBS Wendlingen-Ulm

ICE-T-Fan, Mittwoch, 06.10.2010, 13:59 (vor 5734 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 06.10.2010, 14:00

Das höre ich ehrlich gesagt zum ersten mal.

Ich halte von NV auf SFS nur bedingt etwas... halt da wo der FV alleine die Strecke nicht auslastet und der NV den FV nicht behindert.

Hier wird es aber mindestens zwei stündliche ICE-Linien in einem groben 30 min-Takt geben. Da ist für den NV nicht mehr viel Platz, sofern er deutlich langsamer als der FV ist.

NBS Wendlingen-Ulm

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 06.10.2010, 14:19 (vor 5734 Tagen) @ ICE-T-Fan

Das höre ich ehrlich gesagt zum ersten mal.

Landesverkehrsministerin Gönner hat das vor einigen Wochen im SWR erwähnt.


Ich halte von NV auf SFS nur bedingt etwas... halt da wo der FV alleine die Strecke nicht auslastet und der NV den FV nicht behindert.

Hier wird es aber mindestens zwei stündliche ICE-Linien in einem groben 30 min-Takt geben. Da ist für den NV nicht mehr viel Platz, sofern er deutlich langsamer als der FV ist.

ICE 200-300 km/h, IRE 200 Km/h.
Auf der NIM fahren die ICE auch im 30-Min-Takt, teilweise sogar im 4-Min-Abstand. Aber auch der RE200 (MüNüx) im 2-Std.-Takt. Wenn das dort möglich ist, sollte das auch hier kein Problem sein.

--
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Preßburg - Plochingen - Paris

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 06.10.2010, 14:38 (vor 5734 Tagen) @ 218 466-1

Mein Herr,

Sie vergessen den internationalen Güterverkehr der Magistrale Preßburg - Plochingen - Paris, der über dieses neue Spitzenprodukt unserer deutschen Eisenbahn führen soll! Da könnte es sehr eng werden, auch noch irgendwelches Regionalgedöns unterzubringen!

:-D

Nein, Spaß beiseite: Daß die NBS dem Güterverkehr keinen Nutzen biedet, dürfte allen außer den Politikern und hohen Bahnern klar sein. Zur Frage: Da Weil- und Kirchheim ebenso wie Merklingen keinen Zwischenhalt bekommen sollen (es also auf der NBS keinen Halt geben wird), dürfte ein 200 km/h-RE in meinen Augen kein Problem darstellen. Wünschenswert wäre er auf jeden Fall.

Viele Grüße, Sören

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Regio-HGV und Flughafen-Anbindung

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 06.10.2010, 16:25 (vor 5734 Tagen) @ Sören Heise

Da Weil- und Kirchheim ebenso wie Merklingen keinen Zwischenhalt bekommen sollen (es also auf der NBS keinen Halt geben wird), dürfte ein 200 km/h-RE in meinen Augen kein Problem darstellen. Wünschenswert wäre er auf jeden Fall.

In Frankreich gibt es Regio-TGVs ("terGV"). Ob da dieselben Bedingungen gelten wie in "normalen" Regiozügen, weiß ich nicht, aber Tatsache: es gibt Regio-TGVs.
In Spanien verkehrt die 250 km/h AVE-S104 "Avant" auf Kurzstreckenrelationen.

Für Stuttgart-Ulm stelle ich mich irgendwann stündliche RE200 oder sogar RE250 KA - S - UL - A/FN vor. Hinzu kommen zweistündliche RE UL-FN und UL-A, damit der Stundentakt ergänzt wird.
Die Produkte IC/ICE sollten dann zumindest auf Stuttgart-Ulm vereinheitlicht werden und nicht mehr im Flughafen halten.
So entsteht einen sauberen FV-Halbstundentakt Fernverkehr und erhält der Flughafen eine des Einzugsgebietes mehr passende Anbindung.

Aber:

1. politisches Argument: Stuttgart wird nicht akzeptieren dass der Flughafen keine FV-Anbindung hat (wenn die RE200 oder RE250 auch gleich schnell sind)
2. ist die Reichweite der RE200/RE250 groß genug?
3. ist der Stundentakt nicht etwas wenig? Halbstundentakt?
4. die RE200/RE250 müssen sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen (HGV auf der Rennbahn, RE daneben), während der Zug für keine der beiden Aufgaben optimiert ist.
5. nehmen die RE200/250 FV-Fahrgäste weg?


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

TERGV: Zuschlagpflichtig

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 06.10.2010, 17:40 (vor 5734 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Sören Heise, Mittwoch, 06.10.2010, 17:40

Moin Oscar,

der TERGV ist zuschlagpflichtig. Ich krigede den Text nicht rüberkopiert, gehe bitte auf diesen Fahrplan und schaue Dir auf der letzten Seite die zweite Fußnote unter dem Bussymbol an.

/Sören


An Nutzer Mario, der hier zur Rückkehr zum Thema aufforderte: Es liegt in der Natur des Forums, daß man über ein Thema zu einem anderen kommt. Hier im konkreten Fall um einen Vergleich der Tarif von Regionalzügen über Schnellfahrstrecken in D und F.

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NBS Wendlingen-Ulm

ICE-T-Fan, Mittwoch, 06.10.2010, 18:01 (vor 5734 Tagen) @ 218 466-1

Es wird ja auch noch einige IC/EC geben. Ich halte es für sinnvoller die kleineren Halte mit dem IC anzubinden, zumal dann die Leute einige attraktive Direktverbindungen bekommen.

NBS Wendlingen-Ulm

naseweiß, Mittwoch, 06.10.2010, 18:49 (vor 5734 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von naseweiß, Mittwoch, 06.10.2010, 18:51

Es wird ja auch noch einige IC/EC geben. Ich halte es für sinnvoller die kleineren Halte mit dem IC anzubinden, zumal dann die Leute einige attraktive Direktverbindungen bekommen.

IC wird es sicher immer weniger geben. Was hast du denn gegen den RE auf der NBS, wenn er vom Land bestellt und bezahlt wird? Der MüNüX z.B. ist eigentlich nur überlaufen, also ein "voller" Erfolg. Der Fahrzeitunterschied zum Fernverkehr wird durch die Zwischenhalte schon ausreichend sein. Heute ist auf der Filstalbahn der Fahrzeitunterschied viel geringer, genauso wie auf Karlsruhe-Stuttgart sind die IC teilweise langsamer als der IRE. Die NBS hat ein Auslastungsproblem, nämlich insofern, dass zu wenig auf ihr unterwegs sein könnte, nicht zu viel.

NBS Wendlingen-Ulm

ICE-T-Fan, Mittwoch, 06.10.2010, 19:38 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

Ich habe nichts gegen einen (I)RE, nur ist ein IC halt von der Reichweite besser, sodass die Leute Direktverbindungen zu weiter entfernten Orten haben.

Aber gegen einen RE habe ich nichts.

WOHER ist diese Information über den NBS-RE?

naseweiß, Mittwoch, 06.10.2010, 14:57 (vor 5734 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von naseweiß, Mittwoch, 06.10.2010, 14:59

Die NBS Wendlingen-Ulm, ist eigentlich der wichtigste Teil von S21. Sehr wichtig für den FV, und noch wichtiger für den NV.

Dämliche Propaganda. Die Alb-NBS ist keinesfalls Teil von S21. Da die Alb-NBS gut und sinnvoll ist sollte ohne S21 errichtet werden. Die SFS könnte (wie bei K21 gezeigt) bei Untertrükheim beginnen.

Vrsl. wird es neue IRE200 geben (eine Kopie des MüNüX) Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart Hbf-S.Flughafen-Wendlingen-Weilheim-Merklingen?-Ulm-Biberach-Ravensburg-Friedrichshafen Stadt.

Also kein Bahnhof bei Kirchheim (40.000 Einwohner, im Gegensatz zu Wendlingen kein RE-Anschluss), dafür ein Turmbahnhof südlich Wendlingen und ein Halt bei Weilheim? Merklingen erachte ich zur Flächenerschließung für sinnvoll. Woher stammt diese Information, wie verlässlich ist das? Sollte der NBS-RE nicht eigentlich von Würzburg-Heilbronn kommen? Die 200 km/h braucht man zwar nicht nach Würzburg, aber auch nach Karlsruhe wird auf dem Abschnitt Stuttgart-Vaihingen sicher nur eine Minute gewinnen, sprich hier bräuchte man es auch nicht.

Die Region Bodensee-Oberschwaben profitiert -in Kombination mit Ausbau und Elektrifizierung der Südbahn- besonders davon, da Stuttgart und Karlsruhe um eine Stunde näher an den Bodensee rücken und mehr Direktverbindungen entstehen. Zusammen mit den Dosto-IRE über die alte Strecke, mindestens Stündlich.

Denke, die etwa 1 h Stunde Fahrzeit der heutigen IRE mit den drei Halten im Filstal wird man auch über die SFS nicht wesentlich unterbieten können. Der ICE soll minimal 28 min benötigen. Rechne ich für jeden der 4 Halte mit 6 min Fahrzeitverlängerung (auch wegen der nur etwas niedrigeren vmax) komme ich auf 52 min RE-Fahrzeit über die SFS.

Beispiel Nürnberg-Ingolstadt: RE-200 43/46 min mit 3 Halten, ICE-230/250 31 min, ICE-300 28 min, also 4-6 min pro Halt. Man bedenke aber bitte, dass in Ingolstadt Nord auch der ICE langsam fährt, während bei der Alb-NBS alle potentiellen Halte schnell durchfahrbar wären.

Der Gütervekehr, wird etwas vernachlässigt, aber auf KRM und dem neuen Teil der NIM besteht auch kein Güterverkehr. Immerhin wird auf der Filstalbahn dann aber mehr Platz dafür.

Sicher richtig. Wurde das von offizieller Seite gesagt?

Die Leute protestieren, regen sich auf- alles für die Katz. S21 wird doch gebaut.
Übrigens: Für kein Tier auf der Welt wird so viel gemacht wie für die Katz! ;)

Ich wäre da nicht ganz so sicher. Das wird die Zukunft erweisen.

Mit Zwischenhalten (nicht nur S-Flughafen) ist der RE über die SFS sicher sehr sinvoll. Ob es ein RE-200 oder ein RE-160 wird ist ziemlich egal, wichtiger sollte dagegen das Leistungsgewicht sein. Wegen Druckdichtheit müssen es aber vermutlich sowieso besondere Fahrzeuge sein, sodass die 200 km/h gerne dazukommen dürfen.

NBS-RE und Grundsätzliches zum Projekt

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 22:12 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Die NBS Wendlingen-Ulm, ist eigentlich der wichtigste Teil von S21. Sehr wichtig für den FV, und noch wichtiger für den NV.

Dämliche Propaganda. Die Alb-NBS ist keinesfalls Teil von S21. Da die Alb-NBS gut und sinnvoll ist sollte ohne S21 errichtet werden. Die SFS könnte (wie bei K21 gezeigt) bei Untertrükheim beginnen.

Ehrlich gesagt sehe ich es genau umgekehrt. Bei der Neubaustrecke habe ich mit 2-3 Fernzügen je Stunde und Richtung und einem darüber hinaus gehenden angedachten Leichtgüterverkehr meine Bauchschmerzen.

Bei Stuttgart 21 hingegen kommt dazu, dass in jedem Fall etwas mit den Bahnanlagen im Großraum Stuttgart gemacht werden muss. Ich bin weder Geologie, noch (Tief)bauingenieur, daher kann ich die technischen Auswirkungen des Projekts nicht im Detail bewerten. Als Ökonom denke ich jedoch an die bereits für Stuttgart 21 verausgabten Kosten in der Größenordnung von wenigstens einer halben Milliarde Euro (von rund 3,7 Milliarden veranschlagten Kosten nach aktuellem Preisstand).

Nun mag man einwerfen, dass für K21 rund ein Drittel dieser Summe kalkuliert werden. Ich kann hier wiederum nicht fundiert die tatsächlichen Kosten bewerten, möchte jedoch anmerken, dass dieser Wert ebenso wenig nachprüfbar ist wie der Wert der DB, darüber hinaus aber offenbar seit Jahren nicht aktualisiert wurde. Über ein paar Skizzen und Überlegungen hinaus gibt es wohl keine fundierte Planung, geschweige denn etwas, was auch nur annähernd in die Richtung einer Vorentwurfsplanung geht. Die von so genannten Verkehrsexperten eingeworfenen Gründe für K21 sind dagegen in weiten Teilen offenbar auch nicht zu halten. Darüber hinaus ist der den Kosten gegenüberstehende Nutzen bei K21 offenbar geringer, da der Flughafen und das Messegelände nicht qualitativ hochwertig angebunden werden, die S-Bahn-Station Mittnachstraße entfällt (laut DB-Angaben allein täglich 20.000 Reisende im Querverkehr Feuerbach--Bad Cannstatt) und Fahrzeitverbesserungen im Bereich weniger Minuten aus allen Richtungen (dafür aber für rund 300.000 Reisende täglich) offenbar nicht realisiert werden können.

Inwieweit das K21-Konzept nicht von ähnlichen Protesten wie nun S21 betroffen wäre, ist meines Erachtens ebenfalls fraglich. Üblicherweise protestieren Bürger in diesem Land _gegen_ mehr Lärm, mehr Trennwirkung und fordern explizit Tunnellösungen. Nun, da dies in Stuttgart in im Grunde vorbildlicher Weise erfüllt werden soll, ist es paradox, dass nun das Gegenteil gefordert wird. Dabei scheint es beispielsweise nicht plausibel zu sein, wie bei K21 der Untertürkheim und der Neckar auf aufgeständerten Fahrbahnen bzw. Großbrücken gequert werden soll, während bei "Stuttgart 21" eine zunächst geplante oberirdische Trassenführung nach Ober-/Untertürkheim aufgrund der erheblichen Eingriffe und Betroffenheiten verworfen wurde (http://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Obert%C3%BCrkheim#Variantendiskussion).

Natürlich wäre K21 dem Konzept S21 vorzuziehen, wenn es substantielle Vorteile bieten würde, doch auch hier kann man durchaus skeptisch sein. So scheint der in dem einschlägigen Video propagierte ITF extrem anfällig gegenüber selbst kleinsten Verspätungen einbrechender Züge (insbesondere Fernzüge) zu sein, wie sie in Deutschland nun einmal des Öfteren vorkommen. Dieser Eindruck kann natürlich (wie auch bei anderen Aspekten) eine fundierte Analyse nicht ersetzen, jedoch scheint es bei weitem nicht so einfach zu sein, wie es von Projektgegnern gerne dargestellt wird. Viele Argumente sind dabei offensichtlich schlicht und ergreifend sachlich falsch: beispielsweise, dass die DB die Gleisanlagen verlottern habe lassen und die Fahrzeit Stuttgart--München nach der NBS-Inbetriebnahme lediglich den Wert von 199x erreichen werde oder dass das Projekt auf lange Zeit die Bundesmittel auffressen werde (der Bundesanteil der hier betrachteten Mittel nach § 8 (1) Bundesschienenwegeausbaugesetz ist auf 563,8 Milllionen Euro beschränkt -- etwa eine halbe Jahresrate aus dem Budgettopf -- und variantenneutral für die NBS-Anbindung des Hauptbahnhofs). Auch stehen mir die Haare zu Berge, wenn Menschen wie Professor Bodack offenbar Zahlen frei erfinden -- so beispielsweise geschehen bei den Kosten je Tunnelkubikmeter in seiner jüngsten Expertise zu den Kosten der Neubaustrecke Wendlingen--Ulm -- und das dann auch noch tatsächlich ernst genommen wird. Dass bei den jüngsten Berichten (z. B. Titelstory im "Stern" von letzter Woche, dem Beitrag in "Plusminus" oder gar "Frontal 21" von letzter Woche) die Mehrzahl der Sachinformationen zu dem Projekt einfach sachlich nicht stimmen, macht mich umso skeptischer.

Ich habe mir noch keine qualifizierte, fundierte Meinung zu der ganzen Thematik gebildet. Je tiefer ich mich jedoch in die Materie einarbeite, die konkreten Pläne lese und in den Erläuterungsberichten sehe, welche Varianten erwogen und schließlich verworfen wurden, habe ich langsam meine Zweifel, ob K21 aus heutiger Sicht eine wirkliche Alternative sein kann.

In letzter Zeit wird dabei immer wieder ein Moratorium gefordert, gesagt, dass "alle Fakten auf den Tisch" müssten. Dabei scheinen fast alle diese Fakten -- für jedermann nach Terminabsprache einsehbar -- nicht zuletzt beim Eisenbahn-Bundesamt in Stuttgart zu liegen: in Form von rund 100 Ordnern voller Erläuterungsberichte, Pläne und Gutachten, in denen beispielsweise auch zwei Varianten des Kopfbahnhofs-Erhalts (Varianten "Lean" und "Umkehr") intensiv geprüft und schließlich verworfen worden. Fundierte Kritik an dieser Abwägung -- über die von Professor Martin nach DB-Richtlinie angesetzten Haltezeiten hinaus -- habe ich noch gehört. Von daher frage ich mich ernsthaft, was ein Baustopp -- außer Mehrkosten und ggf. Zeitverzug -- bringen soll.

Vrsl. wird es neue IRE200 geben (eine Kopie des MüNüX) Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart Hbf-S.Flughafen-Wendlingen-Weilheim-Merklingen?-Ulm-Biberach-Ravensburg-Friedrichshafen Stadt.

Also kein Bahnhof bei Kirchheim (40.000 Einwohner, im Gegensatz zu Wendlingen kein RE-Anschluss), dafür ein Turmbahnhof südlich Wendlingen und ein Halt bei Weilheim? Merklingen erachte ich zur Flächenerschließung für sinnvoll.

Ein Turmbahnhof bei Wendlingen ist als Option vorgesehen, während ein vormals geplanter Tunnelbahnhof verworfen wurde. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wendlinger_Kurve#Varianten .

Woher stammt diese Information, wie verlässlich ist das? Sollte der NBS-RE nicht eigentlich von Würzburg-Heilbronn kommen? Die 200 km/h braucht man zwar nicht nach Würzburg, aber auch nach Karlsruhe wird auf dem Abschnitt Stuttgart-Vaihingen sicher nur eine Minute gewinnen, sprich hier bräuchte man es auch nicht.

In dem vor einem Vierteljahr durchgesickerten Arbeitspapier der SMA (mit Stand 2008) ist davon die Rede. Das ist auch aus http://de.wikipedia.org/wiki/Neubaustrecke_Wendlingen%E2%80%93Ulm#Betrieb verlinkt.

Es steht zu vermuten, dass derartige angenommene Regionalexpress-Züge insbesondere dazu beitragen sollen, die knappe Wirtschaftlichkeit der Strecke herzustellen.

[...]

Der Gütervekehr, wird etwas vernachlässigt, aber auf KRM und dem neuen Teil der NIM besteht auch kein Güterverkehr. Immerhin wird auf der Filstalbahn dann aber mehr Platz dafür.

Sicher richtig. Wurde das von offizieller Seite gesagt?

Ja, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Neubaustrecke_Wendlingen%E2%80%93Ulm#Auswirkungen

Die Leute protestieren, regen sich auf- alles für die Katz. S21 wird doch gebaut.
Übrigens: Für kein Tier auf der Welt wird so viel gemacht wie für die Katz! ;)

Ich wäre da nicht ganz so sicher. Das wird die Zukunft erweisen.

Es würde mich sehr wundern, wenn Stuttgart 21 noch abgebrochen werden würde. So sehe ich keine rechtliche Handhabe der absehbaren grün-roten Landesregierung, das Projekt bei ihrer Amtsübernahme im April 2011 zu stoppen. Es besteht weitgehend Baurecht, das Land hat den Finanzierungsvertrag mit unterzeichnet und eine Ausstiegsklausel besteht offenbar nicht. Damit bliebe die Möglichkeit, dass das Land vertragsbrüchig werden könnte... hmm... aber da kenne ich mich rechtlich nicht fundiert aus, um das sauber beurteilen zu können.

Unabhängig davon tickt die Uhr für Stuttgart 21 und gegen Kopfbahnhof 21. Allen Missgeschicken, offensichtlichen Planungsfehlern und Bauverzögerungen zum trotz werden jeden Tag hunderte Leute und Material für Planung und Bau aus dem S21-Budget bezahlt, während gleichzeitig die Projektabbruchskosten steigen (z. B. für den Rückbau des Gleisvorfeldes, das so offenbar nicht dauerhaft genutzt werden kann). Darüber hinaus könnten im April schon die ersten Großaufträge vergeben sein, insbesondere das Los mit dem Fildertunnel und Tunnel Obertürkheim, das allein rund anderthalb Milliarden Euro Auftragssumme ausmacht.

[...]

Viele Grüße aus Dresden
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

NBS-RE: Woher Information über Halte?

naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 00:03 (vor 5734 Tagen) @ bigbug21

Vrsl. wird es neue IRE200 geben (eine Kopie des MüNüX) Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart Hbf-S.Flughafen-Wendlingen-Weilheim-Merklingen?-Ulm-Biberach-Ravensburg-Friedrichshafen Stadt.

Also kein Bahnhof bei Kirchheim (40.000 Einwohner, im Gegensatz zu Wendlingen kein RE-Anschluss), dafür ein Turmbahnhof südlich Wendlingen und ein Halt bei Weilheim? Merklingen erachte ich zur Flächenerschließung für sinnvoll.

Ein Turmbahnhof bei Wendlingen ist als Option vorgesehen, während ein vormals geplanter Tunnelbahnhof verworfen wurde. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Wendlinger_Kurve#Varianten .

Woher stammt diese Information, wie verlässlich ist das? Sollte der NBS-RE nicht eigentlich von Würzburg-Heilbronn kommen? Die 200 km/h braucht man zwar nicht nach Würzburg, aber auch nach Karlsruhe wird auf dem Abschnitt Stuttgart-Vaihingen sicher nur eine Minute gewinnen, sprich hier bräuchte man es auch nicht.

In dem vor einem Vierteljahr durchgesickerten Arbeitspapier der SMA (mit Stand 2008) ist davon die Rede. Das ist auch aus http://de.wikipedia.org/wiki/Neubaustrecke_Wendlingen%E2%80%93Ulm#Betrieb verlinkt.
Es steht zu vermuten, dass derartige angenommene Regionalexpress-Züge insbesondere dazu beitragen sollen, die knappe Wirtschaftlichkeit der Strecke herzustellen.

Klarstellung: Über die angeblichen 2 RE pro Stunden hatten wir ja gerade bei DSO diskutiert. 2 RE klingt recht viel, auch in der HVZ, 1 RE könnte ich mir vorstellen.

Mir ging es um die von 218 XYZ genannten Zwischenhalte:
- Wendlingen (kann eigentlich nur der Turmbf. gemeint sein)
- Weilheim
- Merklingen (mit einem Fragezeichen)
Wo kann man drüber etwas finden, wer kann was dazu sagen?

--
[image]

NBS-RE: Woher Information über Halte?

bigbug21, Donnerstag, 07.10.2010, 08:14 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

Hallo,

Klarstellung: Über die angeblichen 2 RE pro Stunden hatten wir ja gerade bei DSO diskutiert. 2 RE klingt recht viel, auch in der HVZ, 1 RE könnte ich mir vorstellen.

Ja, das ist wohl der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Strecke geschuldet.

Mir ging es um die von 218 XYZ genannten Zwischenhalte:
- Wendlingen (kann eigentlich nur der Turmbf. gemeint sein)
- Weilheim
- Merklingen (mit einem Fragezeichen)
Wo kann man drüber etwas finden, wer kann was dazu sagen?

Halte an der NBS außerhalb des Raums Wendlingen wurden meines Wissens nicht erwogen.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

NBS-RE: Woher Information über Halte?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 07.10.2010, 10:49 (vor 5733 Tagen) @ bigbug21

Hallo,

Klarstellung: Über die angeblichen 2 RE pro Stunden hatten wir ja gerade bei DSO diskutiert. 2 RE klingt recht viel, auch in der HVZ, 1 RE könnte ich mir vorstellen.


Ja, das ist wohl der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Strecke geschuldet.

Mir ging es um die von 218 XYZ genannten Zwischenhalte:
- Wendlingen (kann eigentlich nur der Turmbf. gemeint sein)
- Weilheim
- Merklingen (mit einem Fragezeichen)
Wo kann man drüber etwas finden, wer kann was dazu sagen?


Halte an der NBS außerhalb des Raums Wendlingen wurden meines Wissens nicht erwogen.

Bei Weilheim habe ich das ? vergessen. Wendlingen und S. Flughafen scheinen aber sicher zu sein. Die anderen können aber noch kommen.

--
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WOHER ist diese Information über den NBS-RE?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 07.10.2010, 10:46 (vor 5733 Tagen) @ naseweiß

Die NBS Wendlingen-Ulm, ist eigentlich der wichtigste Teil von S21. Sehr wichtig für den FV, und noch wichtiger für den NV.

Dämliche Propaganda. Die Alb-NBS ist keinesfalls Teil von S21. Da die Alb-NBS gut und sinnvoll ist sollte ohne S21 errichtet werden. Die SFS könnte (wie bei K21 gezeigt) bei Untertrükheim beginnen.

Vrsl. wird es neue IRE200 geben (eine Kopie des MüNüX) Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart Hbf-S.Flughafen-Wendlingen-Weilheim-Merklingen?-Ulm-Biberach-Ravensburg-Friedrichshafen Stadt.

Also kein Bahnhof bei Kirchheim (40.000 Einwohner, im Gegensatz zu Wendlingen kein RE-Anschluss), dafür ein Turmbahnhof südlich Wendlingen und ein Halt bei Weilheim? Merklingen erachte ich zur Flächenerschließung für sinnvoll. Woher stammt diese Information, wie verlässlich ist das? Sollte der NBS-RE nicht eigentlich von Würzburg-Heilbronn kommen? Die 200 km/h braucht man zwar nicht nach Würzburg, aber auch nach Karlsruhe wird auf dem Abschnitt Stuttgart-Vaihingen sicher nur eine Minute gewinnen, sprich hier bräuchte man es auch nicht.

Denke, die etwa 1 h Stunde Fahrzeit der heutigen IRE mit den drei Halten im Filstal wird man auch über die SFS nicht wesentlich unterbieten können. Der ICE soll minimal 28 min benötigen. Rechne ich für jeden der 4 Halte mit 6 min Fahrzeitverlängerung (auch wegen der nur etwas niedrigeren vmax) komme ich auf 52 min RE-Fahrzeit über die SFS.

Der MüNüx braucht bei drei Halten von Ingolstadt nach Nürnberg 13 Min länger als der ICE. Macht etwa 4 Min. pro Halt. Am Flughafen, wird der ICE auch halten. Bleiben 3x 4 Min. = 12 Min. 28-> 40 Min. S-UL. statt 61 Min. über die Filstalbahn.

Mit Zwischenhalten (nicht nur S-Flughafen) ist der RE über die SFS sicher sehr sinvoll. Ob es ein RE-200 oder ein RE-160 wird ist ziemlich egal, wichtiger sollte dagegen das Leistungsgewicht sein. Wegen Druckdichtheit müssen es aber vermutlich sowieso besondere Fahrzeuge sein, sodass die 200 km/h gerne dazukommen dürfen.

Neue 200er Regio ET? Neue 200er Wagen+101? Umdesignte ICE 1/2? Regioversion des ICx/AGV? Wir dürfen gespannt sein!

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WOHER ist diese Information über den NBS-RE?

naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 11:10 (vor 5733 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 11:12

Denke, die etwa 1 h Stunde Fahrzeit der heutigen IRE mit den drei Halten im Filstal wird man auch über die SFS nicht wesentlich unterbieten können. Der ICE soll minimal 28 min benötigen. Rechne ich für jeden der 4 Halte mit 6 min Fahrzeitverlängerung (auch wegen der nur etwas niedrigeren vmax) komme ich auf 52 min RE-Fahrzeit über die SFS.

Der MüNüx braucht bei drei Halten von Ingolstadt nach Nürnberg 13 Min länger als der ICE. Macht etwa 4 Min. pro Halt.

Ich hatte auch diesen Vergleich auch gemacht, ist beim Umweg des mehrfachen Zitierens verloren gegangen:

Beispiel Nürnberg-Ingolstadt: RE-200 43/46 min mit 3 Halten, ICE-230/250 31 min, ICE-300 28 min, also 4-6 min pro Halt. Man bedenke aber bitte, dass in Ingolstadt Nord auch der ICE langsam fährt, während bei der Alb-NBS alle potentiellen Halte schnell durchfahrbar wären.

Am Flughafen, wird der ICE auch halten. Bleiben 3x 4 Min. = 12 Min. 28-> 40 Min. S-UL. statt 61 Min. über die Filstalbahn.

Die 28 min Fahrzeit gelten mit Sicherheit für die Direktfahrt Stuttgart-Ulm. Dazu sind auch Fahrzeuge mit hoher Leistung wie ICE-3/Velaro oder TGV notwendig. ICE-1, wie sie heute dort auch verkehren, würden länger benötigen.

Hier (Neues Herz Europas) findest du: Filderbf - Ulm 24 min, zusammen mit 8 min Stuttgart - Filderbf und 2 min für den Halt ergeben sich 34 min für einen ICE: Stuttgart - Filderbf. - Ulm. Das sind bei einem Halt mit 34 min statt 28 eben 6 min Fahrzeitverlängerung. Natürlich, zum Filderbf muss man die langsamen Ausschleifungen benutzen, das wäre bei den sonstigen Halten eines RE-200 nicht der Fall, da man zum Bahnsteig-Erreichen nur auf die Überholgleise muss. Dafür ist dieser RE aber auch mit 200 km/h etwas langsamer unterwegs.

5-6 min Fahrzeitverlängerung halte ich für mögliche Werte zum Abschätzen. 3 Halte würden also 43-46 min Fahrzeit bedeuten, 48-52 min bei 4 Halte.

Deine Halte scheinen wiederum ziemlich frei erfunden. Dann kann ich selbst welche frei erfinden und sage: Flughafen, Kirchheim, Merklingen.

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WOHER ist diese Information über den NBS-RE?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 07.10.2010, 13:01 (vor 5733 Tagen) @ naseweiß

Deine Halte scheinen wiederum ziemlich frei erfunden. Dann kann ich selbst welche frei erfinden und sage: Flughafen, Kirchheim, Merklingen.

Kirchheim hatte ich zuerst am Tunnel gesehen, ist aber doch möglich.
So besser?:
IRE200/250
Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart Hbf-S.Flughafen-Wendlingen-Kirchheim-Weilheim-Merklingen-Ulm-Biberach- Ravensburg-Friedrichshafen Stadt.
Aber evtl. wird es nur Flugafen und Wendlingen geben.

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MET - Der beste Zug den es je gab
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Stuttgart 21 - Alternativen

Henrik, Montag, 04.10.2010, 19:27 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich möchte an dieser Stelle eine Diskussion eröffnen, die die Frage umfasst, welche alternativen Möglichkeiten es zum aktuellen umstrittenen Projekt gibt.

Hast Du Dir mal die Machbarkeitsstudie durchgelesen?
Kann man sich runterladen auf http://www.Stuttgart21.de/downloads/
Oder/Und hast Dich mal in die Planfeststellungsbeschlüsse eingelesen (kann man dort auch runterladen).

In Deinem anderen Forum hab ich kein Posting von Dir über Alternativen finden können, auf welcher Seite dort?

Der Hauptkritikpunkt der gemeinen Gegner richtet sich ja gegen die Kosten und gegen die Zerstörung des Park. Der Hauptkritikpunkt der Eisenbahnfans und Eisenbahnexperten richtet sich gegen die unterdimensionierten Zulaufstrecken, die zu geringe Anzahl an Bahnsteige im unterirdischen Bahnhof und im weiteren auch gegen die ungünstige Trassenwahl der NBS, welche den Güterverkehr behindert.
Ein weiterer Kritikpunkt ist auch die komplette Verlegung unter die Erde mit geologischen Folgerscheinungen, insbesondere auf den Bezug der Bodenbeschaffenheit, Stichwort: Anhydrit.

wenn Du hier in der Dritten Person schreibst, dann täte doch etwas mehr Konjunktiv gut.^^

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 03:14 (vor 5736 Tagen) @ Henrik

Ich möchte an dieser Stelle eine Diskussion eröffnen, die die Frage umfasst, welche alternativen Möglichkeiten es zum aktuellen umstrittenen Projekt gibt.


Hast Du Dir mal die Machbarkeitsstudie durchgelesen?
Kann man sich runterladen auf http://www.Stuttgart21.de/downloads/
Oder/Und hast Dich mal in die Planfeststellungsbeschlüsse eingelesen (kann man dort auch runterladen).

In Deinem anderen Forum hab ich kein Posting von Dir über Alternativen finden können, auf welcher Seite dort?

Hmm.. habe wohl vergessen Link neu zu setzen beim Kopieren des Textes. Naja war auch nicht so wichtig.

Es ging im anderen Forum um die Behauptung, dass S21 ohne die NBS nicht funktionieren würde und ich habe halt für die Widerlegung dieser Behauptung den Entwurf auf gestellt, dass man den kurzen NBS-Anteil durch die Stadt bei Wendlingen auf die Bestandsstrecke einschleifen könnte. Dafür müsste man aber eine Verbindungskurve zwischen Wernau und Reichenbach bauen, die aber an der dichten Besiedlung scheitern wird.

Jedenfalls ist es klug bei der Diskussion die NBS getrennt von S21 zu betrachten.

Stuttgart 21 - Alternativen

ITF, Montag, 04.10.2010, 20:47 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan

Es gibt keine Alternative, die alle Aspekte von S21 auf andere Weise erfuellen koennte. Man muesste sich bewusst von bestimmten Praemissen verabschieden, wenn man Alternativen zu S21 umsetzen wuerde wollen.

K21 hat sicherlich auch Vorteile gegenueber S21, aber es ist untauglich um staedtebauliche Umgestaltung Stuttgarts zu leisten und bedient den Flughafen nur unzureichend.

Stuttgart 21 - Alternativen

Steffen, Montag, 04.10.2010, 21:04 (vor 5736 Tagen) @ ITF

Es gibt keine Alternative, die alle Aspekte von S21 auf andere Weise erfuellen koennte.

Da fällt mir gerade ein: Was wäre denn, wenn man einen Kellerbahnhof exakt an der Stelle errichten würde, wo jetzt auch die Bahnsteige sind? Dadurch würden doch wahnsinnig viele Tunnel eingespart?!

---

Außerdem bin ich immer noch von der Antwerpener Lösung angetan! (Viergleisiger Kellerbahnhof parallel unter einem 14(16?)-gleisigen Kopfbahnhof) Der Kellerbahnhof würde dann gleich am Bahnhofsausgang eine 90°-Kurve im Tunnel machen und im Tunnel auf die Fildern fahren. Das wäre auch der einzige notwendig zu grabende Tunnel (Niveau direkt unter der Strassenbahn).

Mit dem gesparten Geld liese sich u.a. Stuttgart-Zuffenhausen 6gleisig ausbauen (das ist eine der großen Schwachstellen von S21).

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Antwerpen Centraal

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 05.10.2010, 01:28 (vor 5736 Tagen) @ Steffen

Außerdem bin ich immer noch von der Antwerpener Lösung angetan!

Ich auch!

(Viergleisiger Kellerbahnhof parallel unter einem 14(16?)-gleisigen Kopfbahnhof)

Es gibt jetzt sechs Bahnsteiggleise in der Halle, auf Ebene +1, vier Kopfbahnsteiggleise ohne Querbahnsteig in Ebene -1 und weitere vier Durchgangsgleise in Ebene -2 nach Antw-Noorderdokken, Noorderkempen (die HSL/LGV 4), Essen und die Niederlande.

Antwerpen Centraal

Holger2, Dienstag, 05.10.2010, 01:43 (vor 5736 Tagen) @ Fabian318

Hallo,

.... und in der Bahnhofspassage, wo anderenorts sich Supermärkte und Expressbäcker die Klinke in die Hand geben, kann man sich in Antwerpen ausschließlich mit Klunkern von Dutzenden von Juwelieren eindecken. So was Verrücktes habe ich vorher noch nie gesehen.

Allerdings halte ich dieses vierstöckige Bahnhofsbauwerk wegen der besonderen statischen und dynamischen Lasten im Eisenbahnbau auch für recht teuer - die Gleise liegen ja parallel übereinander. Ob da ein Bauing. was Näheres sagen kann?

Holger

Antwerpen Centraal

Steffen, Dienstag, 05.10.2010, 16:08 (vor 5735 Tagen) @ Holger2

.... und in der Bahnhofspassage, wo anderenorts sich Supermärkte und Expressbäcker die Klinke in die Hand geben, kann man sich in Antwerpen ausschließlich mit Klunkern von Dutzenden von Juwelieren eindecken. So was Verrücktes habe ich vorher noch nie gesehen.

Das war aber schon beim alten Bahnhof so! Die Rundbögen (also Arkaden) waren da von außen pro Bogen je ein kleiner Juvelier. Ich meine das wären Juden (gewesen), kann aber leider nichts über den Hintergrund sagen.

Ja, Antwerpen hat drei Gleisebenen. Ich habe es vereinfacht formuliert und für Stuttgart auch nur zwei Ebenen angenommen.

Allerdings halte ich dieses vierstöckige Bahnhofsbauwerk wegen der besonderen statischen und dynamischen Lasten im Eisenbahnbau auch für recht teuer - die Gleise liegen ja parallel übereinander. Ob da ein Bauing. was Näheres sagen kann?

Bin leider kein Fachman - laienhaft kommt mir der Gedanke, es wie ein Modellbah-Gleiswendel zu bauen (also massive senkrechte Stützen, Querträger als Auflage und das Gleisbett drauflegen). Halte ich für nicht sehr kompliziert - ein Zug wiegt ja nicht viel (in Bauwerksdimensionen gemessen).

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Antwerpen - Diamanten und Juden

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 05.10.2010, 17:10 (vor 5735 Tagen) @ Steffen

Moin,

ganz einfach mit den Diamanten: Antwerpen ist angeblich der wichtigste Handelsplatz für Diamanten auf der Erde. Die niederländische Wikipedia spricht gar vom "Herz der weltweiten Diamantenindustrie". Der Diamantenhandel war lange in jüdischen Händen - warum müßte sich wohl in der Fachliteratur klären lassen (Ephraim Schmidt: Geschiedenis van de Joden in Antwerpen : in woord en beeld. Antwerpen u.a. 1994 ist da ein heißer Kandidat; Ausleihe in der Unibibliothek in Hamburg möglich) -, jetzt gewinnen die Inder die Oberhand. Aber das wird off-topic - und interessant. ;-) Fehlt nur ie Zeit für. :-(

/Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Zeit fehlt?

fjk, Dienstag, 05.10.2010, 17:18 (vor 5735 Tagen) @ Sören Heise

Wegen fehlender Bahnhofsuhren? Die werden ja bald durch die Flimmerbänder surrogiert.
Oder weil Du von 1721 bis heut morgen schlappe 290 Jahre verplempert hast;-)?

Ich verplemper grad den: FEIERABEND.
fjk

Zeit fehlt!

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 05.10.2010, 20:45 (vor 5735 Tagen) @ fjk

Zeit fehlt, da der Tag nur 24 Stunden hat. Wenn man die Nacht extra nähme, dürfte das weniger ein Problem sein. Wenn man dann noch eine Vergnügungsfahrt* macht, ist es kein Wunder, wenn die Zeit noch doller fehlt.

/Sören


* Mal sehen, vielleicht gibt es ein paar Bilder. Momentan macht mein Bilderhoster Probleme, ich hoffe, daß nur dessen Kalender nachgeht.

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Bahnhofsuhren?

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 05.10.2010, 21:58 (vor 5735 Tagen) @ fjk

Wo fehlen denn die Bahnhofsuhren, und um was für ein Flimmerband geht es?

Bahnhofsuhren - Zeitnix

fjk, Donnerstag, 07.10.2010, 13:19 (vor 5733 Tagen) @ Fabian318

Moin,

Wo fehlen denn die Bahnhofsuhren,

naja, die Uhren selbst fehlen meist (noch) nicht, wenn der Vandalismus nicht nachhaltig war, aber gehen (oder richtig gehen) tun sie an immer weniger Stellen zwischen Bad Honnef und Baden. Und das ist ein Phänomen, das nicht nur in NRW auftritt.

und um was für ein Flimmerband geht es?

Na, um die tollen neuen Leuchtanzeigen aus dem Konjunkturprogramm. Hier stand, dass die bald die Uhrzeit anzeigen sollen. Das wäre auch eine aktuelle Information, die wenig Beschaffungs- (Bespielungs-)aufwand bedeutet;-)

PM-vorformuliert
fjk

Stuttgart 21 - Alternativen

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 21:29 (vor 5734 Tagen) @ Steffen

Hallo Steffen,

Da fällt mir gerade ein: Was wäre denn, wenn man einen Kellerbahnhof exakt an der Stelle errichten würde, wo jetzt auch die Bahnsteige sind? Dadurch würden doch wahnsinnig viele Tunnel eingespart?!

Aus dieser Idee gingen mehrere der rund zwei dutzend Varianten hervor, die für die Gestaltung des Hauptbahnhofs erwogen und im Zuge des Raumordnungsverfahrens (?) jedoch verworfen wurde. Die Gründe habe ich leider nicht auswendig im Kopf.

Fraglich ist, ob bei einer vollständigen Umplanung so ein Projekt billiger werden könnte. Ich weiß auch nicht, ob die Tunnellängen bei einer unter dem heutigen Hauptbahnhof liegenden Lösung wirklich billiger wäre -- allein schon, weil dann massiv unter rollendem Rad gebaut werden müsste. Darüber hinaus müsste ein solcher Bahnhof wohl tiefer liegen als der jetzt geplante, um den Bahnbetrieb auf dem heutigen Geländeniveau zu ermöglichen.

Außerdem bin ich immer noch von der Antwerpener Lösung angetan! (Viergleisiger Kellerbahnhof parallel unter einem 14(16?)-gleisigen Kopfbahnhof) Der Kellerbahnhof würde dann gleich am Bahnhofsausgang eine 90°-Kurve im Tunnel machen und im Tunnel auf die Fildern fahren. Das wäre auch der einzige notwendig zu grabende Tunnel (Niveau direkt unter der Strassenbahn).

Mit dem gesparten Geld liese sich u.a. Stuttgart-Zuffenhausen 6gleisig ausbauen (das ist eine der großen Schwachstellen von S21).

Im Erläuterungsbericht geht die Vorhabenträgerin davon aus, dass die im Zuge der Verkehrsprognose 2025 erwarteten Verkehrsmengen auf diesem Ast mit dem Tunnel Feuerbach abgefahren werden können. Für darüber hinaus gehende Verkehrsmengen werden im Tunnel Bad Cannstatt baulich der Anschluss zweier Gleise Richtung Feuerbach vorgesehen, die dann über den Nordbahnhof und einen zu sanierenden bzw. neu zu bauenden Pragtunnel nach Feuerbach geführt würden.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 03:16 (vor 5736 Tagen) @ ITF

Es gibt keine Alternative, die alle Aspekte von S21 auf andere Weise erfuellen koennte. Man muesste sich bewusst von bestimmten Praemissen verabschieden, wenn man Alternativen zu S21 umsetzen wuerde wollen.

K21 hat sicherlich auch Vorteile gegenueber S21, aber es ist untauglich um staedtebauliche Umgestaltung Stuttgarts zu leisten und bedient den Flughafen nur unzureichend.

Es gibt immer Alternativen...

Außerdem muss man nicht alle Aspekte 1:1 umsetzen, sondern nur diejenigen, die für den zukünftigen Bahnbetrieb sinnvoll sind.

Mängelanalyse

Benjamin.Keller, Montag, 04.10.2010, 21:21 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Benjamin.Keller, Montag, 04.10.2010, 21:23

Ich halte es für Sinnvoll, dass man bevor man sich für eine Zielsetzung/für ein Konzept entscheidet und dann weiter ausführt, welche Maßnahmen nötig sind, dass man erst mal eine Liste an Mängeln der aktuellen Situation aufstellt.

Bin jetzt nicht so drin, aber zum Beispiel:
Liste der Mängel von S0 (Stuttgart Ausgangssituation):

  • Kopfbahn (zwingt durchgehende Züge zu einem Wendemanöver, dass X (4?) Minuten Zeit kostet
  • Flughafen nicht durch Fernverkehr angebunden (kann als Zielsetzung aber in Frage gestellt werden
  • aktuelles Gleisvorfeld "verbraucht" viel städtischen Raum (dient allerdings auch als Frischluftschneise in einem hoch verdichteten Stadraum)
  • ...

Mängelanalyse

Steffen, Montag, 04.10.2010, 21:42 (vor 5736 Tagen) @ Benjamin.Keller

  • ...
  • Für einen "echtein ITF" (so man ihn denn haben möchte und haben kann) fehlen Gleise (1 Paar nach Zuffenhausen, 1 Paar nach Bad Cannstatt)
  • Es gibt wohl diverse ungeschickte Fahrstrassenkreuzungen
  • Die relativ niedrige Einfahrgeschwindigkeit wird bemängelt (hat man da in Frankfurt was dagegen gemacht?)

--
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zu FF

Irgendware, Bremen, Montag, 04.10.2010, 22:40 (vor 5736 Tagen) @ Steffen

In Frankfurt wurde im Zuge der ESTW-Umstellung die Einfahrgeschwindigkeit auf 60km/h angehoben, was in einer Fahrzeitverringerung von 1min resultierte.

Mir ist allerdings nicht bekannt, welche Art von Umrüstungsmaßnahmen dafür genau getroffen wurden und was diese gekostet haben.

zu FF

Holger2, Montag, 04.10.2010, 22:46 (vor 5736 Tagen) @ Irgendware

Hallo,

die erhöhte Einfahrgeschwindigkeit gilt in FF leider nur für einige wenige Weichenstraßen und auch nur bis zum Anfang der Bahnsteigkante. Danach gilt nach wie vor 30 km/h.

Holger

zu FF

Steffen, Montag, 04.10.2010, 22:47 (vor 5736 Tagen) @ Irgendware

In Frankfurt wurde im Zuge der ESTW-Umstellung die Einfahrgeschwindigkeit auf 60km/h angehoben, was in einer Fahrzeitverringerung von 1min resultierte.

Mir ist allerdings nicht bekannt, welche Art von Umrüstungsmaßnahmen dafür genau getroffen wurden und was diese gekostet haben.

Danke!

Ähnliches gibt es auch hier in Aachen durch die Umstellung auf ESTW (man spart hier aber keine ganze Minute)
Bei einem ESTW ist es z.B. möglich, dass die Geschwindigkeitsreduktion nicht mehr am Einfahrsignal erfolgt sein muss sondern unmittelbar vor der "kritischen" Weiche (durch Zwischensignale o.ä.) (ganz laienhaft erklärt...).

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Stuttgart 21 - Alternativen

naseweiß, Montag, 04.10.2010, 21:36 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ganz einfach.
- Bahnhof so lassen, wie er ist!
- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!

Stuttgart 21 - Alternativen

Steffen, Montag, 04.10.2010, 21:43 (vor 5736 Tagen) @ naseweiß

- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!

Ist doch steil und güterzuguntauglich gepland, oder nict?

--
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Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Montag, 04.10.2010, 22:00 (vor 5736 Tagen) @ Steffen

- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!


Ist doch steil und güterzuguntauglich gepland, oder nict?

Ich finde, dass die NBS noch güterzugfreundlicher gebaut werden sollte.
Den Güterverkehr auf der Altstrecke zu belassen ist wirtschaftlich fragwürdig, es sei denn die Steilstrecke wird durch Tunnelbauten abgeflacht.

Wenn man die aktuell geplante NBS noch steiler machen will, braucht man eine weitere Umgehungsstrecke für den Güterverkehr.

Stuttgart-Ulm vs. Florenz-Bologna (Cargo)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 05.10.2010, 08:32 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!


Ist doch steil und güterzuguntauglich gepland, oder nict?


Ich finde, dass die NBS noch güterzugfreundlicher gebaut werden sollte.

So wie ich das jetzt verstanden habe, ist die Rennbahn so parametrisiert, dass Güterzüge die Strecke nicht "normal" benutzen können.
Entweder sie werden in 2-3 Zugteilen getrennt, welche dann separat fahren müssen, oder sie befahren nach wie vor die Altstrecke, mit Nachschieben.
Beide Varianten gelten als "nicht mehr zeitgemäß"

(na ja, eine komplette Strecke unter Fahrdraht dieseln ist das auch nicht, dennoch passiert das auf der Betuweroute)

Italien hat dagegen für eine Rennbahn mit Cargo-Option gewählt. Von Firenze Santa Maria Novella (auch ein Kopfbahnhof wie Stuttgart Hbf) geht es nach Bologna Centrale (Ulm), kreuz und quer durch die Apenninen (Schwäbische Alb), 73 von 78 km in Tunneln.

Natürlich gibt es ein paar Unterschiede:

1. nördlich von Florenz liegt kein Flughafen, die man anbinden muss;
2. geologisch durften die Apenninen leichter zu tunneln sein;
3. in Florenz wird die Innenstadt nicht ausgegraben, sondern entsteht ein "Eurostar Italia" Fernbahnhof am Rande der Stadt und bleibt S.M.N. erhalten für Regionalverkehr sowie Fernverkehr der dort endet;
4. Deutschland kann sich die Finanzdefizite der Italiener nicht leisten.

Im Endergebnis wäre eine cargo-proof Rennbahn Stuttgart-Ulm wohl doppelt so teuer; man müsste so etwa einen Geislinger Basistunnel bauen, beim Flughafen rein, bei der Donauquerung raus. Das wäre dann der längste Tunnel der Welt. Ich wage zu bezweifeln, ob der dortige Cargoverkehr solche Mehrkosten rechtfertigt; Geislingen ist ja kein Gotthard.
Die Gütertrassen hätte ich ja auch mittels Ausbau der weniger steilen Strecke via Aalen haben können, vielleicht sogar billiger.
Und Rheintal-Österreich kann man auch via Spessartrampe fahren.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Stuttgart-Ulm vs. Florenz-Bologna (Cargo)

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 17:57 (vor 5735 Tagen) @ Oscar (NL)

Und wenn dann irgendwann diese Strecke zur Vorzugsstrecke für Güterverkehr ernannt wird, darf dann die DB den Personenverkehr zur Seite räumen, womit sich dessen Fahrzeiten erheblich verlängern.

Güterverkehr ist auf Neubaustrecken viel wichtiger als Personenverkehr, da dieser so von Ballungsgebieten fern gehalten werden kann, sofern er dort nur durch und nicht hin fährt.

Wie ich schon vor einigen Tagen schrieb, sollte man auchmal was gegen den nächtlichen Güterzugterror auf den Altstrecken tun, ohne den Güterverkehr exorbitant zu behindern.

Stuttgart 21 - Alternativen

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 22:35 (vor 5734 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo ICE-T-Fan,

[...]
Wenn man die aktuell geplante NBS noch steiler machen will, braucht man eine weitere Umgehungsstrecke für den Güterverkehr.

Das wurde in den 1980er Jahren als NBS/ABS Plochingen--Günzburg projektiert und vertieft untersucht (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbaustrecke/Neubaustrecke_Plochingen%E2%80%93G%C3%BCnzbu... Letztlich wurde das Ganze nicht zuletzt aufgrund seiner technischen Komplexität (bis zu 25 km lange Tunnel, überdeckt durch bis zu 200 m Wassersäule) verworfen.

Wer heute vorschlägt, man solle doch eine voll güterzugtaugliche Neubaustrecke bauen, muss gut begründen können, die damals verworfene Planung wieder aufzunehmen.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Stuttgart 21 - Alternativen

naseweiß, Montag, 04.10.2010, 23:13 (vor 5736 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von naseweiß, Montag, 04.10.2010, 23:14

- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!

Ist doch steil und güterzuguntauglich geplant, oder nicht?

Ja und? Habe ich das in Zweifel gezogen? Ich habe gesagt: Steiler und billiger!

Die geplante Strecke ist tauglich für sogenannte Leichtgüterzüge, für die es heute und vermutlich auch auf absehbare Zeit keinen nennenswerten Markt gibt. Die 40 Güterzüge pro Tag, die bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung helfen, werden die Strecke nie befahren.

Wenn man die Strecke steiler baut, kann man Tunnel und somit Baukosten einsparen. Sicher, die Einschränkung wäre, dass dann nur noch ICE-3 u.ä. darüber fahren können. Aber für die eingesparten Milliarden kann man sicher einige zusätzliche Velaros anstatt ICx kaufen. Vieregg-Rössler behaupten, es ließen sich 21 km von 28 km Tunnel, also 75 %, in der immer wieder geologisch problematischen Alb einsparen. Entsprechend gehen auch die Baukosten ein gutes Stück zurück.

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Steffen, Montag, 04.10.2010, 23:23 (vor 5736 Tagen) @ naseweiß

- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!

Ist doch steil und güterzuguntauglich geplant, oder nicht?


Ja und? Habe ich das in Zweifel gezogen?

Nö! Ich war nur überrascht, dass Du steiler forderst, wo doch schon keine Rücksicht auf Güterzüge genommen wurde! Aber jetzt weiß ich ja wie Du es gemeint hast :)

Klingt prinzipiell sinnvoll. Mir ist gerade nur nicht ganz klar auf was es in 50 Jahren hinaus läuft, wenn man den überwiegenden Teil der jetztigen Fahrzeuge aussperrt.

--
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Stuttgart 21 - Alternativen

ice-t-411, Montag, 04.10.2010, 23:43 (vor 5736 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von ice-t-411, Montag, 04.10.2010, 23:43

Hi!

Wenn man die Strecke steiler baut, kann man Tunnel und somit Baukosten einsparen. Sicher, die Einschränkung wäre, dass dann nur noch ICE-3 u.ä. darüber fahren können. Aber für die eingesparten Milliarden kann man sicher einige zusätzliche Velaros anstatt ICx kaufen. Vieregg-Rössler behaupten, es ließen sich 21 km von 28 km Tunnel, also 75 %, in der immer wieder geologisch problematischen Alb einsparen. Entsprechend gehen auch die Baukosten ein gutes Stück zurück.

Wo schreibt VR das in der Studie? Ich kann mich nur daran erinnern, dass auch VR im Prinzip einen relativ langen Tunnelabschnitt unter der Alb fordert und lediglich darauf hinweist, dass evtl. das Gesamtprojekt einer NBS wirtschaftlich nicht tragfähig ist.

(Die schreiben auch viel über Neigetechnik was sachlich falsch ist, aber das habe ich hier schon mal erwähnt...)

Johannes

[EDIT] Dativ und andere Fälle

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 01:40 (vor 5736 Tagen) @ naseweiß

Wenn man die Strecke steiler baut, kann man Tunnel und somit Baukosten einsparen. Sicher, die Einschränkung wäre, dass dann nur noch ICE-3 u.ä. darüber fahren können

Das würde bedeuten, dass in Zukunft die Linie 11 in Stuttgart endet oder weiterhin über die Altstrecke fährt, da ICE-W für Stuttgart-Berlin wenig Sinn machen, zumal sie wegen der Nichtanrechnung der Wirbelstrombremse auf einigen Streckenabschnitten nur 140 km/h und auf den alten SFS nur 250 km/h fahren dürfen.

Auch eine Durchbindung der TGV nach München ginge dann nur über die Altstrecke.

Stuttgart 21 - Alternativen

naseweiß, Dienstag, 05.10.2010, 02:25 (vor 5736 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 05.10.2010, 02:29

Wenn man die Strecke steiler baut, kann man Tunnel und somit Baukosten einsparen. Sicher, die Einschränkung wäre, dass dann nur noch ICE-3 u.ä. darüber fahren können

Das würde bedeuten, dass in Zukunft die Linie 11 in Stuttgart endet oder weiterhin über die Altstrecke fährt, da ICE-W für Stuttgart-Berlin wenig Sinn machen, zumal sie wegen der Nichtanrechnung der Wirbelstrombremse auf einigen Streckenabschnitten nur 140 km/h und auf den alten SFS nur 250 km/h fahren dürfen.

Nein, das könnte bedeuten:
- Linie 42 im 30-min-Takt, Linie 41 und 43 entfallen
- Linie 12 und 20 je Stundentakt, Linie 11 und 22 entfallen, zusammen 30-min-Takt
- Linie 91 Stundentakt
- auf den wegfallenden Direktverbindungen Umsteigen in Mannheim bzw. F-Flugh-Fernbf.

Auch eine Durchbindung der TGV nach München ginge dann nur über die Altstrecke.

Prinzipiell könnten auf die Linie 82 die Velaro-D gehen, dafür TGV(-POS) auf Linie 83 und die Linie nach Südfrakreich.

Oder, wie gesagt, die DB kauft mehr Velaro und weniger ICx.

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ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 03:08 (vor 5736 Tagen) @ naseweiß

Wenn man die Strecke steiler baut, kann man Tunnel und somit Baukosten einsparen. Sicher, die Einschränkung wäre, dass dann nur noch ICE-3 u.ä. darüber fahren können

Das würde bedeuten, dass in Zukunft die Linie 11 in Stuttgart endet oder weiterhin über die Altstrecke fährt, da ICE-W für Stuttgart-Berlin wenig Sinn machen, zumal sie wegen der Nichtanrechnung der Wirbelstrombremse auf einigen Streckenabschnitten nur 140 km/h und auf den alten SFS nur 250 km/h fahren dürfen.


Nein, das könnte bedeuten:
- Linie 42 im 30-min-Takt, Linie 41 und 43 entfallen

Naja die Linie 41 hat hiermit ja nichts zu tun. Du kannst nicht die schnelle Direktverbindung Nürnberg-Köln streichen... Linie 41 wird mindestens in einem 2h-Takt übrig bleiben.

- Linie 12 und 20 je Stundentakt, Linie 11 und 22 entfallen, zusammen 30-min-Takt

Damit hätte Stuttgart keine Direktverbindung mehr nach Norden.

- auf den wegfallenden Direktverbindungen Umsteigen in Mannheim bzw. F-Flugh-Fernbf.

Bedeutet wohl Fahrgastabwanderung so irgendwo zwischen 10 und 33%. Leute steigen nicht gerne oft um.

Auch eine Durchbindung der TGV nach München ginge dann nur über die Altstrecke.

Prinzipiell könnten auf die Linie 82 die Velaro-D gehen, dafür TGV(-POS) auf Linie 83 und die Linie nach Südfrakreich.

Das wäre eine Möglichkeit, aber da müsste dann auch die SNCF mitspielen. Die würden wohl lieber die lukrative Verbindung nach München fahren, notfalls über die Altstrecke.


Oder, wie gesagt, die DB kauft mehr Velaro und weniger ICx.

Bis S21 fertig ist, gehen ja noch mindestens 10 Jahre hin.

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Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 12:50 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 12:50

Wenn man die Strecke steiler baut, kann man Tunnel und somit Baukosten einsparen. Sicher, die Einschränkung wäre, dass dann nur noch ICE-3 u.ä. darüber fahren können

Das würde bedeuten, dass in Zukunft die Linie 11 in Stuttgart endet oder weiterhin über die Altstrecke fährt, da ICE-W für Stuttgart-Berlin wenig Sinn machen, zumal sie wegen der Nichtanrechnung der Wirbelstrombremse auf einigen Streckenabschnitten nur 140 km/h und auf den alten SFS nur 250 km/h fahren dürfen.

Auch eine Durchbindung der TGV nach München ginge dann nur über die Altstrecke.

Und wieso das? Wieso sollte der TGV dann auf der Altstrecke fahren müssen?

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ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 15:01 (vor 5735 Tagen) @ Henrik

Weil der TGV eine größere Steigung als die bisher geplante nicht ohne Geschwindigkeitseinbuße schafft.

Naseweiß hat ja eine noch steilere als die aktuelle NBS vorgeschlagen um Tunnelbaukosten zu sparen.

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Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 15:13 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

Weil der TGV eine größere Steigung als die bisher geplante nicht ohne Geschwindigkeitseinbuße schafft.

Naseweiß hat ja eine noch steilere als die aktuelle NBS vorgeschlagen um Tunnelbaukosten zu sparen.

Kann ich noch immer nich nachvollziehen.
Also die NBS ist mit einer Neigung von 25 Promille trassiert worden,
Naseweiß schlägt stattdessen eine mit 35 Promille vor, denke ich mal.
Wieso sollte der TGV diese nicht befahren?

Das mit den Geschwindigkeitseinbußen versteh ich nicht.
Auf der NBS würde der TGV 300 km/h, oder gar 320 km/h fahren können, ich sehe nicht, wieso er auf die Altstrecke ausweichen sollte, wo er ja ne halbe bis ganze Stunde länger unterwegs wäre.

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ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 17:52 (vor 5735 Tagen) @ Henrik

Das mit den Geschwindigkeitseinbußen versteh ich nicht.
Auf der NBS würde der TGV 300 km/h, oder gar 320 km/h fahren können, ich sehe nicht, wieso er auf die Altstrecke ausweichen sollte, wo er ja ne halbe bis ganze Stunde länger unterwegs wäre.

Ein TGV hat unter 15 kV weniger Leistung, was die Zulassung durch EBA für Steilstrecken erschwert.

Stuttgart 21 - Alternativen

Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 19:17 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

Das mit den Geschwindigkeitseinbußen versteh ich nicht.
Auf der NBS würde der TGV 300 km/h, oder gar 320 km/h fahren können, ich sehe nicht, wieso er auf die Altstrecke ausweichen sollte, wo er ja ne halbe bis ganze Stunde länger unterwegs wäre.

Ein TGV hat unter 15 kV weniger Leistung, was die Zulassung durch EBA für Steilstrecken erschwert.

inwiefern sollte die Leistung entscheident sein?
Und wieso erschwert? Entweder erfüllt er die Bedingungen oder nicht,
abgesehen davon ab wann eine Strecke Deiner Definition nach eine Steilstrecke ist. -.-

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 19:27 (vor 5735 Tagen) @ Henrik

Das mit den Geschwindigkeitseinbußen versteh ich nicht.
Auf der NBS würde der TGV 300 km/h, oder gar 320 km/h fahren können, ich sehe nicht, wieso er auf die Altstrecke ausweichen sollte, wo er ja ne halbe bis ganze Stunde länger unterwegs wäre.

Ein TGV hat unter 15 kV weniger Leistung, was die Zulassung durch EBA für Steilstrecken erschwert.


inwiefern sollte die Leistung entscheident sein?
Und wieso erschwert? Entweder erfüllt er die Bedingungen oder nicht,
abgesehen davon ab wann eine Strecke Deiner Definition nach eine Steilstrecke ist. -.-

Für mich ist im HGV eine Steilstrecke eine ab 2,5%, wobei das natürlich nicht der allgemeinen Definition entspricht, die irgendwo im EBO steht oder auch nicht steht.

Jedenfalls erreicht er unter 15 kV weder die Dauerleistung noch Anzugkraft um auf einer 3,5-4%-Rampe anzufahren. So zumindest habe ich das damals, als die TGV POS zugelassen wurden, irgendwo in einem offiziell aussehenden PDF gelesen.

Stuttgart 21 - Alternativen

Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 20:20 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

Das mit den Geschwindigkeitseinbußen versteh ich nicht.
Auf der NBS würde der TGV 300 km/h, oder gar 320 km/h fahren können, ich sehe nicht, wieso er auf die Altstrecke ausweichen sollte, wo er ja ne halbe bis ganze Stunde länger unterwegs wäre.

Ein TGV hat unter 15 kV weniger Leistung, was die Zulassung durch EBA für Steilstrecken erschwert.

inwiefern sollte die Leistung entscheident sein?
Und wieso erschwert? Entweder erfüllt er die Bedingungen oder nicht,
abgesehen davon ab wann eine Strecke Deiner Definition nach eine Steilstrecke ist. -.-

Für mich ist im HGV eine Steilstrecke eine ab 2,5%, wobei das natürlich nicht der allgemeinen Definition entspricht, die irgendwo im EBO steht oder auch nicht steht.

.....und nach allg. Def. sollten wir uns eher richten, wenn wir auf uns auf EBA richten etc.
EBO kennt 12,5 Promille und 40 Promille für Nebenbahnen,
interessanter ist die TSI-Infrastruktur, die nennt max. Neigung von 35 Promille (nebst weiteren mittleren Steigungen etc.)

Jedenfalls erreicht er unter 15 kV weder die Dauerleistung noch Anzugkraft um auf einer 3,5-4%-Rampe anzufahren. So zumindest habe ich das damals, als die TGV POS zugelassen wurden, irgendwo in einem offiziell aussehenden PDF gelesen.

und das pdf hast Du nicht abgespeichert?

Die Dauerleistung ist irrelevant für das Anfahren vor einer Rampe (vgl. auch mein Posting nebenan Vergleich ICE 1 vs. ICE 3).
Entscheident allein ist die Anfahrzugkraft.
Und mit dieser, das Gewicht und verbleibende Anfahrzugkraft bei Ausfall einer Traktionseinheit.

Mir liegen keinerlei Kenntnisse vor, dass die Anfahrzugkraft des TGV POS in Deutschland eine andere sei in Frankreich.
Falls Du andere gesicherte Informationen hast, dann gerne her damit, solange gehe ich aber erstmal von der gleichen Anfahrzugkraft aus.

Diese beträgt beim TGV POS 220 kN
Bei Ausfall einer Traktionseinheit verbleiben 75%, also 165 kN
Mit 165 kN, 9,81 m/s² Erdbeschleunigung und den 383 t Gewicht (und arcsin & tan) komme ich auf eine mögliche Steigung von 44 Promille.

Damit wäre rein von der Antriebsleistung & Steigung her die NBS Köln-Rhein/Main drin und erst recht auch eine 35 Promille NBS von Stuttgart nach Ulm.

Gedeckt wird dieses von.......einem pdf ;-))
...das hier im Forum Anfang Mai dieses Jahres von Burkhard erwähnt und auf Nachfrage netterweise per email verschickt wurde (ich habs noch immer auf Festplatte).

Darin heißt es:

Die für die LZB der Triebzüge 2N2 berücksichtigte Version << CE 2 >> ermöglicht den Einsatz der Züge auf der SFS Köln-Rhein/Main, auf der der TGV POS aufgrund seiner Version LZB CE 1 nicht fahren darf

(Seite 35)

Dieser Satz von Seite 35 suggeriert, der TGV POS wie auch der TGV 2N2 würden die 40 Promille-Steigungen der NBS Köln-Rhein/Main anfahren können.

--

mal abgesehen davon,
Du redest von einer möglichen hypothetischen theoretischen 35-Promille NBS, die auch in 15 Jahren wohl nicht fertiggestellt wäre. Dann kannst Du genauso gut auch annehmen, dass die SNCF auf der Relation dort dann inzwischen Triebzüge auf AGV-Basis betreibt.

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 20:44 (vor 5735 Tagen) @ Henrik

Das mit den Geschwindigkeitseinbußen versteh ich nicht.
Auf der NBS würde der TGV 300 km/h, oder gar 320 km/h fahren können, ich sehe nicht, wieso er auf die Altstrecke ausweichen sollte, wo er ja ne halbe bis ganze Stunde länger unterwegs wäre.

Ein TGV hat unter 15 kV weniger Leistung, was die Zulassung durch EBA für Steilstrecken erschwert.

inwiefern sollte die Leistung entscheident sein?
Und wieso erschwert? Entweder erfüllt er die Bedingungen oder nicht,
abgesehen davon ab wann eine Strecke Deiner Definition nach eine Steilstrecke ist. -.-

Für mich ist im HGV eine Steilstrecke eine ab 2,5%, wobei das natürlich nicht der allgemeinen Definition entspricht, die irgendwo im EBO steht oder auch nicht steht.


.....und nach allg. Def. sollten wir uns eher richten, wenn wir auf uns auf EBA richten etc.
EBO kennt 12,5 Promille und 40 Promille für Nebenbahnen,
interessanter ist die TSI-Infrastruktur, die nennt max. Neigung von 35 Promille (nebst weiteren mittleren Steigungen etc.)

Jedenfalls erreicht er unter 15 kV weder die Dauerleistung noch Anzugkraft um auf einer 3,5-4%-Rampe anzufahren. So zumindest habe ich das damals, als die TGV POS zugelassen wurden, irgendwo in einem offiziell aussehenden PDF gelesen.


und das pdf hast Du nicht abgespeichert?

Die Dauerleistung ist irrelevant für das Anfahren vor einer Rampe (vgl. auch mein Posting nebenan Vergleich ICE 1 vs. ICE 3).
Entscheident allein ist die Anfahrzugkraft.
Und mit dieser, das Gewicht und verbleibende Anfahrzugkraft bei Ausfall einer Traktionseinheit.

Mir liegen keinerlei Kenntnisse vor, dass die Anfahrzugkraft des TGV POS in Deutschland eine andere sei in Frankreich.
Falls Du andere gesicherte Informationen hast, dann gerne her damit, solange gehe ich aber erstmal von der gleichen Anfahrzugkraft aus.

Diese beträgt beim TGV POS 220 kN
Bei Ausfall einer Traktionseinheit verbleiben 75%, also 165 kN
Mit 165 kN, 9,81 m/s² Erdbeschleunigung und den 383 t Gewicht (und arcsin & tan) komme ich auf eine mögliche Steigung von 44 Promille.

Damit wäre rein von der Antriebsleistung & Steigung her die NBS Köln-Rhein/Main drin und erst recht auch eine 35 Promille NBS von Stuttgart nach Ulm.

Ich habe es nur überflogen und nicht gespeichert bzw. falls ich es gespeichert habe, ist es wohl einem der beiden Festplattencrashs seit dieser Zeit zum Opfer gefallen.

Alles was ich hier behauptet habe entspringt meinem Gedächtnis und zwischenzeitlich weitergeführten Diskussionen. Kann auch sein, dass ich die Anzugskraft mit der Leistung verwechselt habe.


Gedeckt wird dieses von.......einem pdf ;-))
...das hier im Forum Anfang Mai dieses Jahres von Burkhard erwähnt und auf Nachfrage netterweise per email verschickt wurde (ich habs noch immer auf Festplatte).

Ok, dass kenne ich nicht.


Darin heißt es:

Die für die LZB der Triebzüge 2N2 berücksichtigte Version << CE 2 >> ermöglicht den Einsatz der Züge auf der SFS Köln-Rhein/Main, auf der der TGV POS aufgrund seiner Version LZB CE 1 nicht fahren darf

(Seite 35)

Dieser Satz von Seite 35 suggeriert, der TGV POS wie auch der TGV 2N2 würden die 40 Promille-Steigungen der NBS Köln-Rhein/Main anfahren können.

--


Das ist mir auch neu, aber interessant zu lesen.


mal abgesehen davon,
Du redest von einer möglichen hypothetischen theoretischen 35-Promille NBS, die auch in 15 Jahren wohl nicht fertiggestellt wäre. Dann kannst Du genauso gut auch annehmen, dass die SNCF auf der Relation dort dann inzwischen Triebzüge auf AGV-Basis betreibt.

Ja gut, dass ist sicherlich möglich.

Vielleicht habe ich auch nur ein Argument gesucht, weil mir eine noch steilere NBS suspekt ist.

Stuttgart 21 - Alternativen

naseweiß, Dienstag, 05.10.2010, 15:32 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

Weil der TGV eine größere Steigung als die bisher geplante nicht ohne Geschwindigkeitseinbuße schafft.

Der TGV POS hat laut Wiki unter 15 kV zwar nur noch 6880 kW. Aber mit den 383 t ergibt sich immer noch ein Leistungsgewicht von 18 kW/t. Das ist nicht viel weniger als bei ICE-3 mit 19,6 kW/t (18,4 kW/t wieder nur ICE-3M), auf jeden Fall deutlich mehr als die rund 11 kW/t von ICE-1,2,T.

Ohne Geschwindigkeitseinbuße werden die 35 Promille auch ICE-3 nicht schaffen.

Die Frage ist höchstens, wieso keine TGV-Baureihe für die Westerwaldachterbahn zugelassen werden konnte und ob das Problem hier vielleicht auch auftreten könnte. Hatte das nicht was mit der Anfahrzugkraft bei 50 % Antriebsausfall zu tun?

Stuttgart 21 - Alternativen

Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 15:41 (vor 5735 Tagen) @ naseweiß

Weil der TGV eine größere Steigung als die bisher geplante nicht ohne Geschwindigkeitseinbuße schafft.


Der TGV POS hat laut Wiki unter 15 kV zwar nur noch 6880 kW. Aber mit den 383 t ergibt sich immer noch ein Leistungsgewicht von 18 kW/t. Das ist nicht viel weniger als bei ICE-3 mit 19,6 kW/t (18,4 kW/t wieder nur ICE-3M), auf jeden Fall deutlich mehr als die rund 11 kW/t von ICE-1,2,T.

Ohne Geschwindigkeitseinbuße werden die 35 Promille auch ICE-3 nicht schaffen.

Die Frage ist höchstens, wieso keine TGV-Baureihe für die Westerwaldachterbahn zugelassen werden konnte und ob das Problem hier vielleicht auch auftreten könnte. Hatte das nicht was mit der Anfahrzugkraft bei 50 % Antriebsausfall zu tun?

Nicht 50% Antriebsausfall, sondern Ausfall einer Traktionseinheit, das kann zufällig genau 50% Antriebsausfall dann sein ggf.

Das klappt dann nicht bei 4%-Steigung, bei 3,5% jedoch durchaus, gibts ja auch etliche in Frankreich.

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 17:58 (vor 5735 Tagen) @ Henrik

Das klappt dann nicht bei 4%-Steigung, bei 3,5% jedoch durchaus, gibts ja auch etliche in Frankreich.

Nur, dass die TGV in Frankreich mit 25 kV eine größere Antriebsleistung haben. Wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, sind die TGV POS in Deutschland seitens des EBA für Steilstrecken nicht zugelassen, ergo müssen sie auf die Altstrecke.

Stuttgart 21 - Alternativen

Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 19:24 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

Das klappt dann nicht bei 4%-Steigung, bei 3,5% jedoch durchaus, gibts ja auch etliche in Frankreich.

Nur, dass die TGV in Frankreich mit 25 kV eine größere Antriebsleistung haben. Wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, sind die TGV POS in Deutschland seitens des EBA für Steilstrecken nicht zugelassen, ergo müssen sie auf die Altstrecke.

Wo hast Du was gelesen und wieso sollte das mit der Traktionsleistung zu tun haben?
(Der ICE 1 hat z.B. eine höhere als der ICE 3)
Was genau bezeichnest Du als Steilstrecke?

Stuttgart 21 - Alternativen

ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 19:30 (vor 5735 Tagen) @ Henrik

-> http://ice-fanforum.de/index.php?id=84893

Das PDF war in dem leider nicht mehr existenten Forum damals verlinkt, als gerade die Zulassungsfahrten der TGV waren und darüber diskutiert wurde, wo sie überall fahren dürfen und wo nicht.

Schon damals (2006) gabs ja eine Diskussion darüber warum die Thalys und TGV nicht auf die KRM dürften. Irgendwer hat dann, so erinnere ich mich noch schwach, dann mal irgendein Schreiben in Form eines PDF gepostet.

Stuttgart 21 - Alternativen

Henrik, Dienstag, 05.10.2010, 20:18 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan

also doch nichts mehr mit der Traktionsleistung? ^^

Das PDF war in dem leider nicht mehr existenten Forum damals verlinkt, als gerade die Zulassungsfahrten der TGV waren und darüber diskutiert wurde, wo sie überall fahren dürfen und wo nicht.

und das pdf hast Du auch nicht auf Deiner Festplatte?

generell gilt grundsätzlich prinzipiell zunächst einmal,
wenn es TSI-Züge sind, dann werden sie auch auf TSI-Strecken fahren können.

Schon damals (2006) gabs ja eine Diskussion darüber warum die Thalys und TGV nicht auf die KRM dürften. Irgendwer hat dann, so erinnere ich mich noch schwach, dann mal irgendein Schreiben in Form eines PDF gepostet.

und auch das pdf hast Du auch nicht mehr auf Deiner Festplatte?

Bei den Thalys könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es genau der Unterschied zwischen den in Frankreich üblichen 35 Promille und den 40 Promille der NBS Köln-Rhein/Main ausmacht.

Ansonsten siehe Beitrag nebenan:

-> http://ice-fanforum.de/index.php?id=84893

ja, siehe meine Antwort dort.

OT: K-F absichtlich "anti-TGV" parametrisiert?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 06.10.2010, 07:50 (vor 5735 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 06.10.2010, 07:51

Das PDF war in dem leider nicht mehr existenten Forum damals verlinkt, als gerade die Zulassungsfahrten der TGV waren und darüber diskutiert wurde, wo sie überall fahren dürfen und wo nicht.

Schon damals (2006) gabs ja eine Diskussion darüber warum die Thalys und TGV nicht auf die KRM dürften. Irgendwer hat dann, so erinnere ich mich noch schwach, dann mal irgendein Schreiben in Form eines PDF gepostet.

Kann es sein, dass die Rennbahn K-F absichtlich so parametrisiert wurde, dass keiner der damals verfügbaren TGV-Varianten die Zulassungskritierien erfüllen konnte?
Ich meinte mich zuminest zu erinnern, der ICE-Betrieb sollte sowieso gesichert werden, auch wenn die ICE-Variante, die dort fahren sollte, erst nur auf dem Reißbrett existierte. Auch Thalys hätte nämlich dort gerne gefahren.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

OT: K-F absichtlich "anti-TGV" parametrisiert? - Gerücht

Henrik, Mittwoch, 06.10.2010, 12:26 (vor 5734 Tagen) @ Oscar (NL)

Das PDF war in dem leider nicht mehr existenten Forum damals verlinkt, als gerade die Zulassungsfahrten der TGV waren und darüber diskutiert wurde, wo sie überall fahren dürfen und wo nicht.

Schon damals (2006) gabs ja eine Diskussion darüber warum die Thalys und TGV nicht auf die KRM dürften. Irgendwer hat dann, so erinnere ich mich noch schwach, dann mal irgendein Schreiben in Form eines PDF gepostet.

Kann es sein, dass die Rennbahn K-F absichtlich so parametrisiert wurde, dass keiner der damals verfügbaren TGV-Varianten die Zulassungskritierien erfüllen konnte?
Ich meinte mich zuminest zu erinnern, der ICE-Betrieb sollte sowieso gesichert werden, auch wenn die ICE-Variante, die dort fahren sollte, erst nur auf dem Reißbrett existierte. Auch Thalys hätte nämlich dort gerne gefahren.

Das halte ich für ein völlig frei erfundenes Gerücht.
Der Thalys-PBKA existierte ja genauso noch nicht und hieß PBKA und nicht PBKFA.
Hintergrund der Erhöhung der Gradiente von 25 Promille auf 40 Promille war eine Vergleichsstudie mit der Magnetschnellbahn mit Neigungen von 100 Promille. Dabei zeigten sich deutliche Einsparungen bei einer möglichen Längsneigung von 40 Promille.

TGV- oder S21-Diskussion???

Mario, Mittwoch, 06.10.2010, 15:22 (vor 5734 Tagen) @ Henrik

Kann es sein, dass wir hier immer mehr Off-Topic werden? Das hier sollte eine Diskussion über mögliche Alternativen zu Stuttgart 21 sein und nicht zum Thema TGV!

Also kommt doch bitte zum Thema zurück anstatt diesen Thread mit dem TGV zuzumüllen. Nix für Ungut. Danke euch.

TGV- oder S21-Diskussion???

ICE-T-Fan, Mittwoch, 06.10.2010, 21:14 (vor 5734 Tagen) @ Mario

Du hast vollkommen recht. Wobei aber die Frage ist, ob und wie die TGV nach dem Umbau fahren werden. So sind wir ja erst auf diese Diskussion gekommen.

Stuttgart 21 - Alternativen

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 21:34 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Ganz einfach.
- Bahnhof so lassen, wie er ist!

Das ist keine Alternative. Es sind sich eigentlich so ziemlich alle einige, dass
a) die bestehenden Bahnanlagen im Großraum Stuttgart nach rund 90 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und nicht mehr sehr lange in Betrieb bleiben können.
b) die Verkehrsmengen in Baden-Württemberg in Zukunft auf der Schiene weiter ansteigen werden und daher Kapazitätsausbauten notwendig werden.

- NBS in steilerer und billigerer Variante bauen!

Eine wesentlich steiler geneigte NBS wäre dann nur noch von sehr leistungsstarken Fahrzeugen im Personenverkehr zu befahren. Das wäre dann, neben Köln--Rhein/Main, eine weitere Strecke, auf die Fahrzeuge explizit ausgelegt werden müssen. Darüber hinaus würde ein Güterverkehr auf "sehr leichte" Züge beschränkt.

Nicht zuletzt wären Planungskosten im dreistelligen Millionenbereich verloren, teilweise neue Erkundungsprogramme erforderlich und dergleichen Dingen mehr.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Stuttgart 21 - Alternativen

naseweiß, Mittwoch, 06.10.2010, 21:57 (vor 5734 Tagen) @ bigbug21

Hallo naseweiß,

Ganz einfach.
- Bahnhof so lassen, wie er ist!


Das ist keine Alternative. Es sind sich eigentlich so ziemlich alle einige, dass
a) die bestehenden Bahnanlagen im Großraum Stuttgart nach rund 90 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und nicht mehr sehr lange in Betrieb bleiben können.

Was meinst du damit? Dass eine Sanierung von diversen Anlagen, z.B. des sogenannten Tunnelgebirge, notwendig wäre? Überall sonst sind die Bahnanlagen auf 90 Jahre alt oder älter und sie werden weiter genutzt und ggf. saniert.

b) die Verkehrsmengen in Baden-Württemberg in Zukunft auf der Schiene weiter ansteigen werden und daher Kapazitätsausbauten notwendig werden.

Stuttgart-21 soll ein Kapazitätsausbau sein? Ok, der Engpass nach Bad Cannstatt wird beseitigt, aber nach Zuffenhausen bleibt Alles beim alten. Am Flughafen entsteht auf der alten S-Bahn-Strecke ein neuer Engpass.

Die Alb-NBS ist in der Tat ein Kapazitätsausbau, aber kein Grund für S21.

--
[image]

Stuttgart 21 - Bhf so lassen, wie er ist

Henrik, Mittwoch, 06.10.2010, 22:16 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

Ganz einfach.
- Bahnhof so lassen, wie er ist!

Das ist keine Alternative. Es sind sich eigentlich so ziemlich alle einige, dass
a) die bestehenden Bahnanlagen im Großraum Stuttgart nach rund 90 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und nicht mehr sehr lange in Betrieb bleiben können.

Was meinst du damit? Dass eine Sanierung von diversen Anlagen, z.B. des sogenannten Tunnelgebirge, notwendig wäre? Überall sonst sind die Bahnanlagen auf 90 Jahre alt oder älter und sie werden weiter genutzt und ggf. saniert.

ggf. saniert wie z.B. das Viadukt vorm Hamburg Hbf, das für viel Geld ersetzt wurde.

Dein "so lassen, wie er ist" kann man auch so lesen, dass Du keine Sanierungen vorsiehst.
Allein diese nehmen jedoch schon sehr viel Investitionskosten in Anspruch.

Stuttgart 21 - Alternativen

bigbug21, Mittwoch, 06.10.2010, 22:28 (vor 5734 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

[...]

Das ist keine Alternative. Es sind sich eigentlich so ziemlich alle einige, dass
a) die bestehenden Bahnanlagen im Großraum Stuttgart nach rund 90 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und nicht mehr sehr lange in Betrieb bleiben können.


Was meinst du damit? Dass eine Sanierung von diversen Anlagen, z.B. des sogenannten Tunnelgebirge, notwendig wäre? Überall sonst sind die Bahnanlagen auf 90 Jahre alt oder älter und sie werden weiter genutzt und ggf. saniert.

Es ist allgemein fachlich anerkannt, dass Betonbauwerke eine Lebensdauer von um die hundert Jahre haben und anschließend ersetzt werden müssen. Davon sind unter anderem das Gleisvorfeld mit den Überwerfungsbauwerken, aber auch die Brücken betroffen. Die Projektplaner führen darüber hinaus aus, dass auch die umgebenden Dammanlagen sich langsam aber sicher setzen und ersetzt werden müssten. Der Umbau unter laufendem Betrieb sei machbar, jedoch mit sehr großem Aufwand verbunden, da in weiten Teilen nur in der Betriebsruhe gearbeitet werden könne und die Baustelle in vielen Bereichen nur schienengebunden zu erreichen wäre.

Ich kann als dies nicht fundiert beurteilen. Nach allem, was ich auch in Gesprächen mit Ingenieuren in Stuttgart gehört habe, scheinen sachlich kaum Zweifel zu bestehen, dass diese Bauwerke ersetzt werden müssten. Auch andere Bauwerke, wie der Pragtunnel oder der Rosensteintunnel, müssen demnach in absehbarer Zeit ersetzt werden.

b) die Verkehrsmengen in Baden-Württemberg in Zukunft auf der Schiene weiter ansteigen werden und daher Kapazitätsausbauten notwendig werden.


Stuttgart-21 soll ein Kapazitätsausbau sein? Ok, der Engpass nach Bad Cannstatt wird beseitigt, aber nach Zuffenhausen bleibt Alles beim alten. Am Flughafen entsteht auf der alten S-Bahn-Strecke ein neuer Engpass.

Der Erläuterungsbericht befasst sich länglich mit dieser Frage. Demnach reichen die im Tunnel Feuerbach vorgehaltenen Kapazitäten aus, um selbst im Bundesverkehrswegeplan 2025 angenommenen Verkehrsmengen (wohl gemerkt: da stecken u. a. die NBS Rhein/Main--Rhein/Neckar und der Vollausbau Dinkelscherben--Ulm mit drin) abgefahren werden können. Mit der unten bereits vorgestellten "P-Option" wird im Tunnel Bad Cannstatt darüber hinaus die Möglichkeit geschaffen, bei darüber hinaus gehendem Verkehrswachstum aus dem Tunnel heraus Richtung Feuerbach (über Nordbahnhof und Pragtunnel) zu fahren.

Das Betriebsprogramm am Flughafen ist indes sicher nicht einfach. Hier müssen meines Erachtens jedoch mehrere Faktoren berücksichtigt werden:

a) Realistischerweise wird der S-Bahn-Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Flughafen in Zukunft reduziert werden, da auf dieser Hauptrelation der rund 8 Minuten schnelle Direktweg mit Fern- und Regionalverkehr wesentlich attraktiver sein wird als die fast 30 Minuten fahrende S-Bahn.

b) Der knapp 10 km lange Streckenabschnitt zwischen Flughafen und Rohrer Kurve hat drei Unterwegshalte der S-Bahn. Darüber hinaus -- ich habe es mir noch nicht genau angesehen -- scheint die zulässige Geschwindigkeit in vielen Abschnitten nur um die 80 km/h zu betragen. Damit ist das Geschwindigkeitsprofil homogen, lediglich die Halte der S-Bahn müssen bei der Trassenkonstruktion berücksichtigt werden. Bei schnell beschleunigenden S-Bahn-Triebwagen wäre damit ein Abstand der Trassen von rund fünf Minuten zu kalkulieren, um einen behinderungsfreien Betrieb zu ermöglichen. Möglicherweise sind die Fahrstraßenkreuzungen im Ostkopf des bestehenden Flughafenbahnhofs für die Betriebsstabilität sogar von größerer Bedeutung.

c) Natürlich wäre eine Neubaustrecke günstiger. Stehen Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich, zusätzliche Einschnitte und weitere Belastungen jedoch in einem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen für etwa vier Regionalexpress- und einen ICE-Zug je zwei Stunden und Richtung? (Der Erläuterungsbericht zum Abschnitt 1.3 dürfte hier eine klare Aussage dagegen treffen.)

Die Alb-NBS ist in der Tat ein Kapazitätsausbau, aber kein Grund für S21.

Würde Stuttgart 21 gestoppt, wird man sinnvollerweise wohl auch die Neubaustrecke Wendlingen--Ulm zunächst auf Eis legen. Es gibt meines Erachtens keinen rationalen Grund anzunehmen, dass das Planungsverfahren für "Kopfbahnhof 21" zwischen Planungsbeginn und Baureife in wesentlich weniger als zehn Jahren zu erledigen wäre. Noch dazu ist es fraglich, ob sich nicht auch gegen das K21-Konzept -- das offenbar wesentlich stärkere oberirdische Eingriffe vorsieht -- ein erheblicher Widerstand bilden würde. Das Ende vom Lied wäre dann, dass sich alles im Kreis dreht. Da aber weder der Sanierungsbedarf noch der notwendige kapazitive Ausbau im Raum Stuttgart im Allgemeinen bestritten werden, ist es fraglich, wo das ganze enden würde.

Unter dem Strich müsste das K21-Konzept heute eine wesentliche bessere Nutzen-Kosten-Relation und/oder wesentlich niedrigere Projektkosten aufweisen, um zu rechtfertigen, die bisherigen Planungen und Baumaßnahmen im Zuge von Stuttgart 21 abzubrechen, rückabzuwickeln und die Pläne weitgehend in die Tonne zu treten. Und daran habe ich -- soweit ich das beurteilen kann -- erhebliche Zweifel.

Viele Grüße aus Dresden
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Stuttgart 21 - Alternativen

naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 00:42 (vor 5734 Tagen) @ bigbug21

Hallo naseweiß,

[...]

Das ist keine Alternative. Es sind sich eigentlich so ziemlich alle einige, dass
a) die bestehenden Bahnanlagen im Großraum Stuttgart nach rund 90 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und nicht mehr sehr lange in Betrieb bleiben können.

Was meinst du damit? Dass eine Sanierung von diversen Anlagen, z.B. des sogenannten Tunnelgebirge, notwendig wäre? Überall sonst sind die Bahnanlagen auf 90 Jahre alt oder älter und sie werden weiter genutzt und ggf. saniert.

Es ist allgemein fachlich anerkannt, dass Betonbauwerke eine Lebensdauer von um die hundert Jahre haben und anschließend ersetzt werden müssen. Davon sind unter anderem das Gleisvorfeld mit den Überwerfungsbauwerken, aber auch die Brücken betroffen. Die Projektplaner führen darüber hinaus aus, dass auch die umgebenden Dammanlagen sich langsam aber sicher setzen und ersetzt werden müssten. Der Umbau unter laufendem Betrieb sei machbar, jedoch mit sehr großem Aufwand verbunden, da in weiten Teilen nur in der Betriebsruhe gearbeitet werden könne und die Baustelle in vielen Bereichen nur schienengebunden zu erreichen wäre.

Ich kann als dies nicht fundiert beurteilen. Nach allem, was ich auch in Gesprächen mit Ingenieuren in Stuttgart gehört habe, scheinen sachlich kaum Zweifel zu bestehen, dass diese Bauwerke ersetzt werden müssten. Auch andere Bauwerke, wie der Pragtunnel oder der Rosensteintunnel, müssen demnach in absehbarer Zeit ersetzt werden.

Überall sonst in Deutschland werden auch alte Tunnel, Brücken und Überwerfungen saniert ohne dass gleich nach einer Gesamt-Untertunnelung angestrebt wird. Kann es sein, dass sich DB Netz hier um die Kosten drücken will? Müssten die nicht die Sanierungskosten voll übernehmen, während bei Stuttgart-21 von Stadt, Land und Bund den Großteil stemmen und dazu auch noch das Risiko übernehmen? Wenn ja, dann ist das ein weiterer Grund, den integrierten Konzern endlich zur Schlachtbank zu führen und die Infrastruktur von einer Behörde verwalten zu lassen.

b) die Verkehrsmengen in Baden-Württemberg in Zukunft auf der Schiene weiter ansteigen werden und daher Kapazitätsausbauten notwendig werden.

Stuttgart-21 soll ein Kapazitätsausbau sein? Ok, der Engpass nach Bad Cannstatt wird beseitigt, aber nach Zuffenhausen bleibt Alles beim alten. Am Flughafen entsteht auf der alten S-Bahn-Strecke ein neuer Engpass.

Der Erläuterungsbericht befasst sich länglich mit dieser Frage. Demnach reichen die im Tunnel Feuerbach vorgehaltenen Kapazitäten aus, um selbst im Bundesverkehrswegeplan 2025 angenommenen Verkehrsmengen (wohl gemerkt: da stecken u. a. die NBS Rhein/Main--Rhein/Neckar und der Vollausbau Dinkelscherben--Ulm mit drin) abgefahren werden können.

Das ließe sich aber schon heute machen, dafür braucht es also nicht S21.

Mit der unten bereits vorgestellten "P-Option" wird im Tunnel Bad Cannstatt darüber hinaus die Möglichkeit geschaffen, bei darüber hinaus gehendem Verkehrswachstum aus dem Tunnel heraus Richtung Feuerbach (über Nordbahnhof und Pragtunnel) zu fahren.

Naja, die P-Lösung würde dann, wenn ich euch richtig verstanden habe, die Canstatter Gleise beanspruchen und wäre somit nur eine halbe Sache.

Das Betriebsprogramm am Flughafen ist indes sicher nicht einfach. Hier müssen meines Erachtens jedoch mehrere Faktoren berücksichtigt werden:

a) Realistischerweise wird der S-Bahn-Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Flughafen in Zukunft reduziert werden, da auf dieser Hauptrelation der rund 8 Minuten schnelle Direktweg mit Fern- und Regionalverkehr wesentlich attraktiver sein wird als die fast 30 Minuten fahrende S-Bahn.

Klar, die Flughafenanbindung. Die S-Bahn hat aber noch mehr Halte. Wieso sollte eine einfache Außenstrecke der S-Bahn zur HVZ nicht im 15-min-Takt befahren werden?

b) Der knapp 10 km lange Streckenabschnitt zwischen Flughafen und Rohrer Kurve hat drei Unterwegshalte der S-Bahn. Darüber hinaus -- ich habe es mir noch nicht genau angesehen -- scheint die zulässige Geschwindigkeit in vielen Abschnitten nur um die 80 km/h zu betragen. Damit ist das Geschwindigkeitsprofil homogen, lediglich die Halte der S-Bahn müssen bei der Trassenkonstruktion berücksichtigt werden. Bei schnell beschleunigenden S-Bahn-Triebwagen wäre damit ein Abstand der Trassen von rund fünf Minuten zu kalkulieren, um einen behinderungsfreien Betrieb zu ermöglichen. Möglicherweise sind die Fahrstraßenkreuzungen im Ostkopf des bestehenden Flughafenbahnhofs für die Betriebsstabilität sogar von größerer Bedeutung.

Finden die Kreuzungen nicht im Westkopf statt, da das eine Bahnhofsgleis auf 76 cm getrimmt von Gäubahn-Verkehr übernommen wird, das andere die S-Bahn behält? Somit gibt es dann am Flughafen auch zweimal eingleisigen Verkehr. Problematisch ist nicht allein die Mischstrecke, sondern dass die Gäubahn zwei Mischstrecken hintereinander befährt, nämlich auch noch die mit der S-Bahn bis Herrenberg. Dazu kommen einige höhengleiche Kreuzungen. Dazu kommt noch, wenn ich das richtig verstanden habe, die unverständliche Festlegung seitens des Lands, dass S-Bahn-Linie die heutigen Äste behalten müssen. Stattdessen sollte erstmal der Gäubahn-Verkehr anhand des restlichen festgelegt werden und danach erst die zeitlich passenden S-Bahn-Linien dazu gefügt werden.

c) Natürlich wäre eine Neubaustrecke günstiger. Stehen Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich, zusätzliche Einschnitte und weitere Belastungen jedoch in einem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen für etwa vier Regionalexpress- und einen ICE-Zug je zwei Stunden und Richtung? (Der Erläuterungsbericht zum Abschnitt 1.3 dürfte hier eine klare Aussage dagegen treffen.)

2,5 Züge/h wäre schon mal eine ordentliche Steigerung für die Gäubahn, das sollte noch einige Zeit reichen. Ein integraler 30-min-Takt (aus 0,5 ICE und 1,5 RE) ließe sich aber wohl besser mit den ganzen Zwangspunkten vereinen.

Die Alb-NBS ist in der Tat ein Kapazitätsausbau, aber kein Grund für S21.

Würde Stuttgart 21 gestoppt, wird man sinnvollerweise wohl auch die Neubaustrecke Wendlingen--Ulm zunächst auf Eis legen. Es gibt meines Erachtens keinen rationalen Grund anzunehmen, dass das Planungsverfahren für "Kopfbahnhof 21" zwischen Planungsbeginn und Baureife in wesentlich weniger als zehn Jahren zu erledigen wäre. Noch dazu ist es fraglich, ob sich nicht auch gegen das K21-Konzept -- das offenbar wesentlich stärkere oberirdische Eingriffe vorsieht -- ein erheblicher Widerstand bilden würde. Das Ende vom Lied wäre dann, dass sich alles im Kreis dreht. Da aber weder der Sanierungsbedarf noch der notwendige kapazitive Ausbau im Raum Stuttgart im Allgemeinen bestritten werden, ist es fraglich, wo das ganze enden würde.

Das stimmt, man hätte halt viel früher die Weichen anders stellen müssen.

Unter dem Strich müsste das K21-Konzept heute eine wesentliche bessere Nutzen-Kosten-Relation und/oder wesentlich niedrigere Projektkosten aufweisen, um zu rechtfertigen, die bisherigen Planungen und Baumaßnahmen im Zuge von Stuttgart 21 abzubrechen, rückabzuwickeln und die Pläne weitgehend in die Tonne zu treten. Und daran habe ich -- soweit ich das beurteilen kann -- erhebliche Zweifel.

Oder S21 erweist sich als ein derartiges Übel, dass man sich freuen wird, erstmal den Status-Quo erhalten zu dürfen. Die 4,5 Mrd als poltische Grenzen sind sicher schon überschritten, man will es nur noch nicht zu geben. Wohin der Kosten-Aufzug aber weiterfahren wird, will ich mir gar nicht vorstellen.

Gruß, naseweiß

--
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Stuttgart 21 - Alternativen

bigbug21, Donnerstag, 07.10.2010, 16:58 (vor 5733 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

[...]
Überall sonst in Deutschland werden auch alte Tunnel, Brücken und Überwerfungen saniert ohne dass gleich nach einer Gesamt-Untertunnelung angestrebt wird.

Es ist unbestritten, dass der bestehende Kopfbahnhof saniert werden kann. Ebenso unbestritten ist, dass eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gleisfeldes möglich ist. Die große Frage ist nur, zu welchen Kosten und mit welchen weiteren Nebenwirkungen (z. B. mehr Lärm) das Alternativprojekt zu haben ist und die Nutzen- und Kosten-Differenz zum geplanten Projekt ist.

Kann es sein, dass sich DB Netz hier um die Kosten drücken will? Müssten die nicht die Sanierungskosten voll übernehmen, während bei Stuttgart-21 von Stadt, Land und Bund den Großteil stemmen und dazu auch noch das Risiko übernehmen? Wenn ja, dann ist das ein weiterer Grund, den integrierten Konzern endlich zur Schlachtbank zu führen und die Infrastruktur von einer Behörde verwalten zu lassen.

Die DB investiert mehr als eine Milliarde Euro Eigenmittel in das Projekt. Eine derartige Summe würde sie wohl nicht einsetzen, wenn dieselben Wirkungen (z. B. Mehrkapazität) aus ihrer Sicht mit wesentlicher weniger Geld (z. B. K21) zu haben wären. Für Kostensteigerungen über die 4,5 Milliarden Euro hinaus haften indes laut Finanzierungsvereinbarung offenbar weder Stadt noch Bund, sondern Land und DB.

[...]

Mit der unten bereits vorgestellten "P-Option" wird im Tunnel Bad Cannstatt darüber hinaus die Möglichkeit geschaffen, bei darüber hinaus gehendem Verkehrswachstum aus dem Tunnel heraus Richtung Feuerbach (über Nordbahnhof und Pragtunnel) zu fahren.

Naja, die P-Lösung würde dann, wenn ich euch richtig verstanden habe, die Canstatter Gleise beanspruchen und wäre somit nur eine halbe Sache.

Der Zulauf von und nach Bad Cannstatt über den Tunnel Bad Cannstatt zählt in den Prognosen zu dem am schwächsten ausgelasteten Ast des neuen Konzepts. Und wohl gemerkt: Wir reden von der Verkehrsprognose für das Jahr 2025, die um 2003 entwickelt wurde.

Indes verwundert es mich, wie zwiespältig derartige Diskussionen geführt werden. Vielen anderen Projekten wird vorgeworfen, sie seien zu aufwändig und man sollte sparen. Bei Stuttgart 21 ging aus einem jahrelangen Abwägungsverfahren die nun entwickelte Infrastruktur hervor. Nun hört man den Vorwurf, eine für wesentlich größere Verkehrsmengen ausgelegte Infrastruktur sei zu schwach dimensioniert, ohne eine detaillierte Analyse vorgenommen zu haben. Das ist schon komisch.

[...]

a) Realistischerweise wird der S-Bahn-Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Flughafen in Zukunft reduziert werden, da auf dieser Hauptrelation der rund 8 Minuten schnelle Direktweg mit Fern- und Regionalverkehr wesentlich attraktiver sein wird als die fast 30 Minuten fahrende S-Bahn.


Klar, die Flughafenanbindung. Die S-Bahn hat aber noch mehr Halte. Wieso sollte eine einfache Außenstrecke der S-Bahn zur HVZ nicht im 15-min-Takt befahren werden?

Auf den ersten Blick scheint es durchaus möglich, bei homogener Höchstgeschwindigkeit eine RE-Trasse ohne Halt zwischen zwei S-Bahn-Trassen im 15-Minuten-Abstand einzulegen.

Auch hier verwundert mich die Argumentation: Eine Neubaustrecke für dreistellige Millionenbeträge wäre für etwa zwei bis drei Züge pro Stunde und Richtung kaum zu rechtfertigen, wenn die Bestandsinfrastruktur offenbar noch "Luft" hat.

[...]
Finden die Kreuzungen nicht im Westkopf statt,

Stimmt, das war mein Fehler.

da das eine Bahnhofsgleis auf 76 cm getrimmt von Gäubahn-Verkehr übernommen wird, das andere die S-Bahn behält? Somit gibt es dann am Flughafen auch zweimal eingleisigen Verkehr. Problematisch ist nicht allein die Mischstrecke, sondern dass die Gäubahn zwei Mischstrecken hintereinander befährt,

Hä?

nämlich auch noch die mit der S-Bahn bis Herrenberg. Dazu kommen einige höhengleiche Kreuzungen. Dazu kommt noch, wenn ich das richtig verstanden habe, die unverständliche Festlegung seitens des Lands, dass S-Bahn-Linie die heutigen Äste behalten müssen. Stattdessen sollte erstmal der Gäubahn-Verkehr anhand des restlichen festgelegt werden und danach erst die zeitlich passenden S-Bahn-Linien dazu gefügt werden.

Die Angebotskonzeption läuft offenbar mit professioneller Unterstützung. Leider wird hier wenig kommuniziert, auch auf Nachfrage.

[...]

Die Alb-NBS ist in der Tat ein Kapazitätsausbau, aber kein Grund für S21.

Würde Stuttgart 21 gestoppt, wird man sinnvollerweise wohl auch die Neubaustrecke Wendlingen--Ulm zunächst auf Eis legen. Es gibt meines Erachtens keinen rationalen Grund anzunehmen, dass das Planungsverfahren für "Kopfbahnhof 21" zwischen Planungsbeginn und Baureife in wesentlich weniger als zehn Jahren zu erledigen wäre. Noch dazu ist es fraglich, ob sich nicht auch gegen das K21-Konzept -- das offenbar wesentlich stärkere oberirdische Eingriffe vorsieht -- ein erheblicher Widerstand bilden würde. Das Ende vom Lied wäre dann, dass sich alles im Kreis dreht. Da aber weder der Sanierungsbedarf noch der notwendige kapazitive Ausbau im Raum Stuttgart im Allgemeinen bestritten werden, ist es fraglich, wo das ganze enden würde.


Das stimmt, man hätte halt viel früher die Weichen anders stellen müssen.

Das ist die Frage. Verschiedene Kopfbahnhof-Varianten wurden im Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren eingehend untersucht und schließlich verworfen. Dieser Bewertung wurde bis heute meines Wissen bis heute nicht fundiert widersprochen.

Unter dem Strich müsste das K21-Konzept heute eine wesentliche bessere Nutzen-Kosten-Relation und/oder wesentlich niedrigere Projektkosten aufweisen, um zu rechtfertigen, die bisherigen Planungen und Baumaßnahmen im Zuge von Stuttgart 21 abzubrechen, rückabzuwickeln und die Pläne weitgehend in die Tonne zu treten. Und daran habe ich -- soweit ich das beurteilen kann -- erhebliche Zweifel.


Oder S21 erweist sich als ein derartiges Übel, dass man sich freuen wird, erstmal den Status-Quo erhalten zu dürfen. Die 4,5 Mrd als poltische Grenzen sind sicher schon überschritten, man will es nur noch nicht zu geben. Wohin der Kosten-Aufzug aber weiterfahren wird, will ich mir gar nicht vorstellen.

Für die umfassende Modernisierung und den Ausbau des Knotens Stuttgart sind in den nächsten Jahren (allgemein unbestritten) Milliardeninvestitionen nötig.

Die Kosten von S21, ja, die riechen schon -- um nicht zu sagen, sie stinken. Ich denke, hier geben sich beide Seiten nicht viel. Beide legen ihre Zahlen nicht offen (die K21-Planer offenbar noch weniger als die DB, die immerhin Preisstände und Planungsgrundlagen offenlegt), beide widersetzten sich offenbar einer fundierten Diskussion. Bei den K21-Planungen wirkt sich die wesentlich weniger weit fortgeschrittene "Planung" sicherlich negativ auf das Kostensteigerungsrisiko auf.

Der Druck, bei öffentlich finanzierten Verkehrsprojekten niedrige Kalkulationen ins Felde zu führen, ist indes unbestritten. Andererseits sind Kostensteigerungen bei DB-Projekten, die -- um die Inflation kompensiert -- über 30, 40 Prozent hinaus der in der Finanzierungsvereinbarung angegeben Summe hinausgehen, selten. Von daher kann ich Horrorzahlen, die von zehn und mehr Milliarden Euro für das Gesamtprojekt ausgehen, selten. Das wäre (grob) eine Verdreifachung der geplanten Projektkosten von 3,7 Milliarden Euro (zu heutigen Preisen). Aus der Erfahrung mit Kostensteigerungen von bisherigen Projekten würde ich für Stuttgart 21 (zu heutigen Preisen) mit einem hohen 4,x- oder niedrigen 5,x-Milliarden-Euro-Beitrag tippen.

Viele Grüße aus Dresden
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Heiner Geißler als Vermittler

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 06.10.2010, 17:53 (vor 5734 Tagen) @ ICE-T-Fan

Moin,

wie nicht nur die NZZ berichtet, soll Heiner Geißler nun im Streit um Stuttgart21 vermitteln. Ich bezweifele aber, daß hier etwas sinnvolles bei rauskommt, solange seitens der Landesregierung das Projekt an sich als nicht verhandelbar benannt wird.

Viele Grüße, Sören

--
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Verstehen Sie Bahnhof!
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Heiner Geißler als Vermittler

Henrik, Mittwoch, 06.10.2010, 18:21 (vor 5734 Tagen) @ Sören Heise

wie nicht nur die NZZ berichtet, soll Heiner Geißler nun im Streit um Stuttgart21 vermitteln.

Mappus hatte das heute mittag in seiner Regierungsansprache verkündet.
Der Vorschlag kommt von den Grünen.

Dass Mappus und Kretschmann miteinander reden, das kann ich mir gut vorstellen, das gab es ja bereits.
Die waren auch beide schonmal zu größeren Gesprächen bereit, luden gemeinsam dazu ein, bedingungslos - es wurde nur nich angenommen.

Ob sich nun Gangolf Stocker & Matthias von Herrmann bewegen, wird sich zeigen.
Wenn sie es nicht einmal mit Hilfe von Vermittlungsversuchen vom linken CDU-Politiker und attac-Mitglied Heiner Geißler schaffen, der selbst ja auch sehr gerne mal demnonstrieren geht, dann zeigt es, wie ehrlich sie es wirklich meinen.

Und die Aussage von Matthias von Herrmann im heute-journal vorgestern, mit Mappus erst dann zu sprechen, wenn dieser zurückgetreten sei, spricht ja eine deutlich Sprache.
Da geht es ganz offenbar nicht um Gespräche, nicht um Bäume oder Käfer, nicht einmal um Stuttgart21, geht es da einfach nur noch um politischen Profit...?


Mappus erklärte auch, dass bis Sommer nächsten Jahres keine weiteren Bäume im Schloßgarten gefällt werden würden, der Südflügel vorerst nicht abgerissen wird und er sich mit den Schülern der Demo & Sitzblockade treffen werde.

Heiner Geißler als Vermittler

Castro92, Dresden, Mittwoch, 06.10.2010, 23:04 (vor 5734 Tagen) @ Henrik

Mappus erklärte auch, dass bis Sommer nächsten Jahres keine weiteren Bäume im Schloßgarten gefällt werden würden, der Südflügel vorerst nicht abgerissen wird und er sich mit den Schülern der Demo & Sitzblockade treffen werde.

Ja aber einen generellen Baustopp lehnt er aber weiterhin ab. Da nützen seine Nebelbomben die sonst so wirft auch nichts. Ohne eine Aussetzung der Arbeiten kann man nicht sinnvoll über das Für und Wider reden.

Stuttgart21 - genereller Baustopp einfach nicht machbar

Henrik, Mittwoch, 06.10.2010, 23:21 (vor 5734 Tagen) @ Castro92

Mappus erklärte auch, dass bis Sommer nächsten Jahres keine weiteren Bäume im Schloßgarten gefällt werden würden, der Südflügel vorerst nicht abgerissen wird und er sich mit den Schülern der Demo & Sitzblockade treffen werde.

Ja aber einen generellen Baustopp lehnt er aber weiterhin ab. Da nützen seine Nebelbomben die sonst so wirft auch nichts. Ohne eine Aussetzung der Arbeiten kann man nicht sinnvoll über das Für und Wider reden.

Das ist doch einfach nur ne Ausrede um nicht Gespräche führen zu müssen.
Was sollte ein Aussetzen der Arbeiten denn bringen?
Mit den Gesprächen direkt hat es nichts zu tun.
Es sollen hier nicht Bauarbeiter an den Verhandlungstisch o.ä.

Bringe die finanziellen Mittel auf, die ein Baustopp erforden bzw. nach sich ziehen und keiner wird mehr was dagegen einzuwenden haben. Das wäre dann auch glaubwürdig.

Es wäre einfach reine Symbolik - die ist aber über wochen- oder gar monate hinweg nicht finanzierbar.
Ich denk, die Gegner wollen nicht, dass die Kosten steigen? Dann können sie sich nicht für Baustopp aussprechen.


Bei den letzten großen Gesprächsangeboten (u.a. ja auch von Kretschmann bedingungslos initiiert) gab es das symbolische Entgegenkommen, dass während der Gespräche keine Abbrucharbeiten stattfinden. Sowas kann man machen. Das ist symbolisch und auch machbar, aber nicht über wochen oder gar monate hinweg.

Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 07.10.2010, 11:35 (vor 5733 Tagen) @ ICE-T-Fan

Wenn die Rennbahn Stuttgart-Ulm in Betrieb geht, werden die ICEs diese benutzen.
Es gibt aber auch noch die Altstrecke über die Steige.

Hier ein paar Diskussionsansätze:

1. Sind Plochingen, Göppingen und Geislingen politisch wichtig genug für eine Fernverkehrsanbindung?
2. Sind Plochingen, Göppingen und Geislingen verkehrstechnisch wichtig genug für eine Fernverkehrsanbindung?

Wenn ja:

1. was soll dort fahren: ICE, IC/EC, TGV, etwas Neues?
2. wer soll dort fahren: ist es noch für DB interessant, die Steige hochzuschleichen, oder sollen die Privaten das tun?
3. wie oft soll man dort fahren: lohnt sich ein Taktverkehr, oder sollen wir es bei Einzelzügen belassen?

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke

naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 12:10 (vor 5733 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 12:11

Wenn die Rennbahn Stuttgart-Ulm in Betrieb geht, werden die ICEs diese benutzen.
Es gibt aber auch noch die Altstrecke über die Steige.
(...)

Keine Ahnung, das wurde recht selten thematisiert.

Hier in der alten SMA-Studie in der Liniendiagramm auf Seite 7 und 8 (Download rechte Spalte) ist noch die Linie 62 aus Frankfurt über das Filstal nach Ulm, aber nur bis dorthin, verlängert.

Nebenbei: Dummerweise kann man die Minutenangaben kaum erkennen. Gibt es das auch in lesbarer Form? Würde viel bei der leidigen Diskussion über die zukünftigen Fahrzeiten helfen.

3. wie oft soll man dort fahren: lohnt sich ein Taktverkehr, oder sollen wir es bei Einzelzügen belassen?

Das scheint mir am wahrscheinlichsten: Kein Taktverkehr, sondern Verstärker-IC von/nach München. In Stuttgart enden mehr als genug Linien von Westen, sodass eine Durchbindung ins Filstal ohne Mehrbelastung für den Tiefbahnhof möglich ist. Die Ausfahrt Richtung Filstal ist sogar schon die selbe wie die nach Untertürkheim zur Abstellung.

Ob folgendes auch eine Möglichkeit wäre?
- IC statt RE über die Alb-NBS, falls es doch zur Einrichtung von Zwischenhalten (außer S-Flughafen) entlang der NBS kommt
- dafür RE (6 Zwischenhalte!) im Filstal min. im Stundentakt:
Esslingen, Plochingen, Göppingen, Süßen, Geislingen, Amstetten, Fahrtzeit 66 min.

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Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke

naseweiß, Donnerstag, 07.10.2010, 12:29 (vor 5733 Tagen) @ naseweiß

Anmerkung: Auf Seite 8 der SMA-Präsentation ist es die Linie 61:
Karlsruhe, Pforzheim, Mühlacker, Vaihingen, Stuttgart, Plochingen, Göppingen, Geislingen, Ulm
Klingt für Fernverkehr ziemlich unsinnig. Aber auch ein Linie 62 nur Frankfurt - Stuttgart scheint nicht sehr zukunftsweisend.

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Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 07.10.2010, 13:11 (vor 5733 Tagen) @ naseweiß

Ob folgendes auch eine Möglichkeit wäre?
- IC statt RE über die Alb-NBS, falls es doch zur Einrichtung von Zwischenhalten (außer S-Flughafen) entlang der NBS kommt
- dafür RE (6 Zwischenhalte!) im Filstal min. im Stundentakt:
Esslingen, Plochingen, Göppingen, Süßen, Geislingen, Amstetten, Fahrtzeit 66 min.

Der IC ist aber nicht subventioniert, was schon dem IR zum Verhängnis wurde.
IC die dezeit S-UL nonstop fahren, werden auch nonstop über die NBS fahren und evtl. durch ICE ersetzt. Die übrigen IC werden wahrscheinlich unverändert über die Filstalbahn fahren, aber wohl in Ulm gekappt.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke - keine ICE mehr

Holger2, Samstag, 09.10.2010, 22:39 (vor 5731 Tagen) @ 218 466-1

Hallo,

also ehrlich gesagt ich denke, den zahn muss ich Euch ziehen.

Nach Inbetriebnahme der NBS Ulm - Stuttgart werden allenfalls noch morgens und abends evtl. zwei IC(E) - Paare über die Filstalbahn fahren - vielleicht sogar nur als Fernverkehrszubringer irgendeiner anderen Linie über Stuttgart bis / ab Geislingen; also nicht auf ganzer Strecke. Die Einwohnerzahlen machen das plausibel:

Geislingen: 27.000 Einwohner
Eislingen: 20.000 Einwohner
Göppingen: 57.000 Einwohner

Plochingen: 14.000 Einwohner (!), der Zug hält hier lediglich wegen der Verbindungen Richtung Reutlingen und Tübingen, die Fahrgäste werden aber demnächst am Flughafen umsteigen.
Esslingen: 91.000 Einwohner

Also keine wirklich IC(E) - würdige Stadt, außer Esslingen, das aber viel zu nah an Stuttgart liegt. Morgens und abends einige Linienverlängerungen ja, aber sicher nicht mehr.


Holger

Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke - keine ICE mehr

ICE-T-Fan, Samstag, 09.10.2010, 22:43 (vor 5731 Tagen) @ Holger2

Göppingen mit über 50.000 Einwohner hätte durchaus einen IC-Taktverkehr verdient.

Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke

ICE-T-Fan, Samstag, 09.10.2010, 22:44 (vor 5731 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich vermute, dass das Land BW wohl einen IRE über die Altstrecke bestellen wird oder besser gesagt werden muss.

Diskussionsstrang Fernverkehr Altstrecke

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 11.10.2010, 09:52 (vor 5729 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich vermute, dass das Land BW wohl einen IRE über die Altstrecke bestellen wird oder besser gesagt werden muss.

Da fährt doch schon einer seit Dez. 2002. IRE Stuttgart-Ulm-Fr'hafen-Lindau im 2-Std.-Takt, mit Halt in Plochingen,Göppingen und Geislingen. Seit Dez. 2004 mit Dosto. Diese werden nach der Inbertiebnahme der NBS weiter bestehen bleiben. Die IRE200/250 Karlsruhe-Fr'hafen, verkrhren über die NBS zusätzlich.
Ich denke, dass z.B. IC 118/119 Münster-Stuttgart-Fr'hafrn-Lindau-Innsbruck, weiter über die Altstrecke fahren werden.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Stuttgart 21 - Baustopp während Vermittlungsgesprächen

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 07.10.2010, 18:03 (vor 5733 Tagen) @ ICE-T-Fan

Stuttgart 21 - Baustopp während Vermittlungsgesprächen: So meldet es aktuell der WDR. Der SWR hat hier einen Bericht.

Gruß Sören

Stuttgart 21 - Baustopp während Vermittlungsgesprächen

Steffen, Donnerstag, 07.10.2010, 18:06 (vor 5733 Tagen) @ Sören Heise

Dann hoffen wir am besten auf ehrliche und offene Gespräche von beiden Seiten!

Ich begrüße den Schlichtungsversuch sehr.

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K77 - Fahrplanangebot Stuttgart 1977 (Link)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 09.10.2010, 10:49 (vor 5731 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Sören Heise, Samstag, 09.10.2010, 10:50

Moin!

Im Historischen Forum von DSO hat Stefan Motz gestern das Fahrplanangebot von Stuttgart im Jahr 1977 eingestellt. 59 Scans aus dem Kursbuch, die zeigen, wie dicht das Zugangebot im Kopfbahnhof vor Eröffnung der S-Bahn war.
Nachtrag: Einige Züge endeten im Berufsverkehr in Cannstatt.
Siehe hier.

Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

K77 - Ersetze "gestern" duch "heute" ;-)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 09.10.2010, 10:57 (vor 5731 Tagen) @ Sören Heise

Da hatte ich mich verguckt. :-(

K77

Benjamin.Keller, Samstag, 09.10.2010, 11:16 (vor 5731 Tagen) @ Sören Heise

Interessant, danke! :-)

K77 - Fahrplanangebot Stuttgart 1977 (Link)

Holger2, Sonntag, 10.10.2010, 13:32 (vor 5730 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

das veranschaulicht sehr gut, dass die Zahl der Bahnsteigkanten nicht das Thema im Stuttgarter Hbf. ist. Viel wichtiger ist die Zahl der Zulaufstrecken. Und da sind eben im Rahmen des S - Bahn - Umbaus die Zulaufstrecken aus Richtung Feuerbach und Cannstatt der S - Bahn zugeschlagen worden.

Holger

Diskussionsstrang Fahrzeitänderungen: 1. Gäubahn

naseweiß, Donnerstag, 14.10.2010, 17:22 (vor 5726 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo zusammen,

zur Zeit versuche ich mich mit einem möglichen 15/45er-ITF-Knoten Stuttgart Hbf. Dabei gehe ich zuerst nur vom heutigen Kopfbahnhof und der im Bereich Obertürkheim an die Altstrecke angeschlossenen Alb-NBS aus. Im zweiten Schritt möchte ich nun diesen auf die für Stuttgart-21 geplante Infrastruktur übertragen, um das ITF-Gerüst für beide Alternativen nutzen zu können. Dafür gehe ich übrigens von einer Doppelbelegung der Gleis 1/2 und 7/8 des Tiefbahnhofs durch Regionalzüge aus, sodass ein Knoten 2 Fern- und 4 Regionalzüge pro Richtung (insgesamt 12 Züge) vereinen kann.

1. Gäubahn-Anbindung:

Angeregt durch eine Diskussion bei DSO habe ich versucht die Gäubahn-Anbindung für Stuttgart-21 durchzurechnen. Heute dauert die Fahrzeit Böblingen - Stuttgart im RE 20 min, wobei in einer Richtung die langsame Einfahrt in den Kopfbahnhof, in der anderen die Haltezeit Böblingen wohl dazugehören. Bisher habe ich einerseits die Behauptung gehört, die Fahrzeit verlängere sich mit Stuttgart-21 um 5 min, anderseits, dass sie gleichbliebe.

Über Google Maps: Böblingen - Rohrer Kurve - Flughafen-S-Bf 15,6 km. Laut ein Graphik von Vieregg-Rössler (Schneckentempo!) gilt Flughafen-S-Bf - Echterdingen 80 km/h, die S-Kurve Leinfelden nur 60 km/h. Die restliche Strecke liegt laut einem DSO-Schreiber bei 110 km/h, die Gäubahn-Strecke bis Böblingen laut Fernbahn bei bis zu 130 km/h. Habe nun mit folgenden Abschnitt gerechnet: 3,1 km mit 80 km/h, 1,9 km mit 60 km/h, 10,6 km mit 110 km/h. Der letzte Abschnitt könnte zwar teilweise schneller gefahren werden, enthält aber auch Rohrer Kurve. Mit 0,5 m/s² Beschleunigen/Bremsen und 5 % Reserve komme ich auf 11,6 min Fahrzeit, aufgerundet 12 min.

Die Fahrzeit Stuttgart Hbf - Fildertunnel - Flughafen-Fernbf soll bekannterweise einmal bei 8 min liegen. Zum Flughafen-S-Bf ist aber ein Schleife rund um die Messe zu befahren. Beide Zufahrten werden laut der V&R-Graphik 80 km/h erlauben. Der Einfachheit halber gehen ich bei Hbf - Flughafen-S-Bf von 9 min Fahrzeit aus. Zusammen mit einer 1 min Haltzeit und der obigen Berechnung ergibt sich so eine zukünftige RE-Fahrzeit Stuttgart Hbf - Böblingen von 22 min, also 2 min mehr als heute.

Da ich für den Kopfbahnhof-ITF auch einen RE-Halt Vaihingen für den Umstieg Richtung Flughafen (und Stadtbahn) vorsehen und von 22 min ausgehe, ändert sich die Fahrzeit noch nicht einmal. Allerdings wird wohl eine andere Fahrplanlage erforderlich werden, somit sich die Gesamtfahrzeit doch ändern, schließlich beinhaltet die für Stuttgart-21 geplante Gäubahn-Führung diverse zusätzliche Zwangspunkte (die Gäubahn heute hat mit der langen Eingleisigkeit und der S1 schon genug) und Problemstellen:
- Fildertunnel mit FV und RV dicht belegt
- eingleisiger Abschnitt Flughafen-S-Bf wegen Bahnsteighöhen-Problematik
- S-Bahn auf den Fildern
- höhengleiche Ausfädelung Flughafen und Rohrer Kurve jeweils mit Filder-S-Bahn

Auch wird für den ICE eher eine Fahrzeitverlängerung als für den RE eintreten. Die Fahrzeit Böblingen - Hbf wird dank Neigetechnik kürzer als die des RE sein. Der Flughafen-S-Tunnnel erlaubt keine Neigetechnik, diese müsste schon in Horb ausgeschaltet werden, bzw. kann erst dort angestellt werden. Das allein wird schon kanpp 5 min Verlangsamung bedeuten. Nebenbei muss der ICE 2 min am Flughafen halten. Da ich im Moment ohne Gäubahn-ICE und auch ohne Neigetechnik plane, nämlich Stuttgart-Singen stündlicher RE mit Kantenzeit 02:15 h, kann mir das erstmal gleich sein.

Was sagt ihr zu der Fahrzeitabschätzung, welche Angaben und Behauptungen kennt ihr?

Gruß, Naseweiß

--
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Diskussionsstrang Fahrzeitänderungen: 2. Feuerbach

naseweiß, Donnerstag, 14.10.2010, 18:36 (vor 5726 Tagen) @ naseweiß

2. Zufahrt Feuerbach
- FV Richtung Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg
- RV Richtung Mühlacker, Heilbronn usw.

Erstmal Danke an bigbug21 für die Wikipedia-Artikel, für das Thema passend insbesondere für diesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Feuerbach !

Für mich scheint der erste Absatz des Abschnitts Verlauf interessant. Laut http://www.fernbahn.de/ -> Streckentabellen -> KBS 701/771 ist in der Kurve des Bahnhofs Feuerbach heute 100 km/h erlaubt. Und diese Kurve wird bei Stuttgar-21 auch immer noch mitgenommen. Gut, die zweite Kurve nördlich von Feuerbach und auch weiter in Zuffenhausen erlaubt mit 110 km/h praktisch nicht mehr. Schwenkt der neue Tunnel nach Feuerbach doch in einer weiteren Kurve nach Süden, bleiben noch schätzungsweise maximal rund 2,5 km bis zur/zum Einfahrt/Einfahrsignal des Tiefbahnhofs, auf der noch eine höhere Geschwindigkeit gefahren werden könnte. Viel wird mehr sich nicht lohne, vielleicht 130 km/h.

Als Referenzpunkt nehme ich Zuffenhausen im 110er-Bereich. Als Entfernung Hbf - Zuffenhausen heute nehme ich 6,4 km. Zur Erklärung: Ich nehme hier nicht wie angegeben 6,6 km, da ich von der Zugmitte eines 400m-Ferzugs ausgehe, die natürlich im Stuttgarter Kopfbahnhof 200 m vom Prellbock entfernt ist. Zusätzlich dehne ich auch langsamere Abschnitt gerne um noch einige Hundert Meter aus, damit sich weder beim Beschleunigen noch das Zugende, noch beim Bremsen schon die Zugspitze im langsamere Abschnitt befindet.

Also Kopfbahnhof - Zuffenhausen 6,4 km, aufgeteilt in 1 km mit 30/40/60 km/h, 4,2 km mit 100 km/h (90 km/h ingnoriert) und 1,2 km mit 110 km/h. Wieder pauschal 0,5 m/s² Bremsen/Beschleunigen, 5 % Reserve. In Zuffenhausen Durchfahrt, also Bremsen/Beschleunigen unendlich schnell.
Ausfahrt mit 60 km/h: 4,77 min
Ausfahrt mit 40 km/h: 5,30 min
Einfahrt mit 30 km/h: 5,84 min

Ehrlich gesagt würde ich im Vorfeld des Kopfbahnhofs lieber mit 45 km/h rechnen um einen Mittelwert zu erlangen - genauso mache ich es auch mit den 0,5 m/s² für Bremsen und Beschleunigen. Aber um nicht zu unseriös zu erscheinen ...

Für Tiefbahnhof - Zuffenhausen komme ich über Google Earth und mit Hilfe der Wikipedia zu findenden Übersicht nachempfundene Führung der neuen Feuerbacher Zufahrt auf rund 5,7 km. Abschnitte: 1 km mit 30/60/80/100 km/h (Weichenbereich mit Puffer), 2,4 km mit 130 km/h, 1 km mit 100 km/h, 1,2 km mit 110 km/h.
Aus-/Einfahrt mit 100 km/h: 3,68 min
Aus-/Einfahrt mit 80 km/h: 3,80 min
Aus-/Einfahrt mit 60 km/h: 4,05 min

Bei Doppelbelegung durch Gleise mit zwei Regionalzügen.
Einfahrt mit 60 km/h in vorderen Teil (+ 0,1 km): 4,16 min
Einfahrt mit 30 km/h in hinteren Teil (- 0,1 km): 4,94 min
Ausfahrt aus vorderem/hinterem Teil mit 60 km/h: 3,95/4,16 min

Der Fernverkehr kann also bis zu 1 min bei der Ausfahrt 2 min bei der Einfahrt einsparen, der Regionalverkehr vermutlich meist eher nur eine Minute.

Da ich mich mit über die genauere Zufahrts-Geschwindigkeiten über die einzelnen Weichenstraßen weder beschäftigen kann noch will und außerdem Symmetrie der Einfachheit halber bevorzuge, werde ich es bei 1 min Einpsrung belassen, die in meinem Konzept eher als Pufferzeit als sinnvoll umgesetzt einfließen wird.

Will/kann jemand was zu möglichen Geschwindigkeit bzw. zur Ausdehnung der Weichenstraßen im Vorfeld, zur Signalisierung oder Doppelbelegung sagen?

Gruß, Naseweiß

--
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